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29.11.2018: Wildon ist familienfreundliche Gemeinde

Zertifikat für die Marktgemeinde Wildon

Im Rahmen einer festlichen Zertifikatsverleihung in Sankt Wolfgang am 29. November 2018 verlieh Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß gemeinsam mit dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Mag. Alfred Riedl, an insgesamt 102 Gemeinden das staatliche Gütezeichen familienfreundlichegemeinde für ihr familienfreundliches Engagement.

„Die Gemeinden leisten einen enormen Beitrag zu einem familienfreundlichen Österreich. Von gelebter Familienfreundlichkeit in der Gemeinde profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die lokale Wirtschaft. Vor allem aber setzen familienfreundliche Gemeinden auch ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal. Sie zeigen die Wichtigkeit dieses Themas auf und das über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg“, so die Familienministerin.

Zertifikat für die Kleinregion Hengist

In diesem Rahmen wurde auch die Kleinregion Hengist, als erste Region in der Steiermark als „Familienfreundliche Region“ zertifiziert.

Die vier Gemeinden der Kleinregion Hengist (Lang, Lebring-St.Margarethen, Hengsberg, Wildon) wollen in Zukunft noch stärker kooperieren, um als Wohn-, Wirtschafts- und Freizeitstandort für alle Generationen noch attraktiver zu werden.



Wildon auf dem Weg zur familienfreundlichen Gemeinde!

In der Sitzung des Gemeinderates am 19. April 2017 wurde einstimmig die Durchführung des Audit „familienfreundliche Gemeinde“ beschlossen. Als Auditbeauftrage in der Marktgemeinde Wildon wurde Frau Karin Eichhaber nominiert. Unterstützt in diesem Prozess wurden wir von Frau Mag. Helga Kainer von Pro.Sustain. In der ersten Besprechung im Gemeindeamt wurden die Mitglieder der Projektgruppe festgelegt.

Die Projektgruppe umfasste alle Gemeinderäte, Elternvereinsobfrauen der VS und der NMS Wildon, Vertreter der Jugend (Jugendzentrum Wildon, Landjugend Wildon), Vertreter für Senioren (Seniorenbundobmann, Obmann von Essen auf Rädern), Tagesmütter, Kindergartenpädagoginnen, eine Asylbetreuerin und einen werdenden Vater.

Alle Gemeinderäte sowie die Projektgruppe wurden schriftlich zum 1. Workshop am 10. Juli 2017 eingeladen, bzw. die Bevölkerung wurde mittels Artikel in der Gemeindezeitung von diesem Termin in Kenntnis gesetzt. Beim 1. Workshop listeten die erschienenen Projektgruppenmitglieder (22 lt. Unterschriftenliste), unterteilt in drei Gruppen, die vorhandenen familienfreundlichen Maßnahmen auf.

Der Sprecher jeder Gruppe präsentierte dann die vorhandenen Maßnahmen sowie die Ideen-Sammlung. In der Gemeindezeitung vom September/Oktober 2017 erschienen ein Artikel über den vorhandenen Workshop sowie ein Fragebogen, um die Sichtweise der Bevölkerung zur zukünftigen Entwicklung im Bereich Familie und Zusammenleben aller Generationen zu erheben. Nach Rücklauf der 89 Fragebogen wurden diese ausgewertet und das Ergebnis wurde von Frau Mag. Kainer beim 2. Workshop am 13. November 2017 präsentiert. Danach wurden in drei Gruppen die familienpolitischen Maßnahmen ausgearbeitet, die in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden sollen.

Die erarbeiteten Maßnahmen wurden zum Abschluss von den Mitgliedern der Projektgruppe nach Wichtigkeit bewertet. Wie schon bei der Auswertung der Fragebögen sichtbar wurde, ist der Badesee ein besonderes Anliegen der Bevölkerung. So wurden von allen drei Gruppen Maßnahmen rund um den Badesee genannt. Beispiele für weitere Maßnahmen sind die Schaffung eines multisportiven Platzes für die Jugendlichen, die Verstärkung der Kommunikation über die Gemeinde-Homepage oder die finanzielle Unterstützung der Tagesmütter.
Das Endergebnis wurde dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Gemeinderat der Marktgemeinde Wildon hat in seiner Sitzung am 14. Februar 2018 von den vorgelegten 15 Maßnahmen folgende vier Maßnahmen beschlossen, die in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden sollen.

Finanzielle Unterstützung der Tagesmütter bei Anschaffungen bis zu einem Betrag von 1.000 Euro pro Tagesmutter pro Jahr ab 2018 bis 31. Dezember 2025.
Multisportiver Platz im Bereich Wildoner Badesee, Budget 20.000 Euro für 2017
Errichtung von fünf Sitzbänken am Kaiserweg, Budget 5.000 Euro
Mikro-ÖV mit IST-Mobil umsetzen, laut Voranschlag

Familienfreundliche Region Hengist

 

Familienfreundliche Region Hengist – Staatliches Gütezeichen für mehr Familienfreundlichkeit

Die Gemeinden der Kleinregion Hengist haben beschlossen, in Sachen Familienfreundlichkeit in Zukunft an einem Strang zu ziehen und sich als familienfreundliche Region zertifizieren zu lassen. Aufbauend auf die Gemeindeprozesse in den Gemeinden Hengsberg, Lang, Lebring-St. Margarethen und Wildon, startete das regionale Audit im Februar 2018. Mit der Teilnahme am Audit familienfreundlicheregion werden die Hengist-Gemeinden künftig noch stärker kooperieren, um sich als Wohn-, Wirtschafts- und Freizeitstandort für alle Generationen zu positionieren. Damit ist die Kleinregion Hengist auch Vorreiter in der Steiermark.

Das Audit familienfreundlicheregion ist ein gemeindeübergreifender Prozess für österreichische Regionen. Ziel ist es, zu erheben, welche familienfreundlichen Maßnahmen in der Region bereits vorhanden sind, und zu erkennen, wo noch Bedarf besteht. Unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger aller Generationen aus den vier Gemeinden entwickelt eine regionale Projektgruppe individuell und bedarfsorientiert neue Maßnahmen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit und damit auch der Lebensqualität in der Region.

Nach erfolgreicher Umsetzung des Audits wird die Region Hengist vom Bundesministerium für Familien und Jugend mit dem staatlichen Gütezeichen familienfreundlicheregion ausgezeichnet. Dieses erhöht die Attraktivität der Region als Lebensraum und Wirtschaftsstandort, verringert die Abwanderung und schafft einen Wettbewerbsvorteil als Tourismusdestination. Das Audit familienfreundlicheregion trägt auch dazu bei, dass sich Familien mit Kindern in der Region ansiedeln, und sendet ein positives Signal weit über die Gemeindegrenzen hinaus.

Durch das gemeinsame Gestalten einer familienfreundlichen Umgebung wird zudem der Zusammenhalt in der Region nachhaltig gestärkt und die Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit der Region gefestigt. Im Rahmen des Audits werden maßgeschneiderte Maßnahmen für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Singles und älteren Menschen sowie auch generationenübergreifende Projekte umgesetzt. Die Vielfältigkeit und Individualität der Maßnahmen zeigen die Flexibilität des Auditprozesses. Von Kinderferienprogrammen, barrierefreien Wanderwegen, gemeinsamen Jugendaktivitäten über Informationsbroschüren bis hin zu Generationenstammtischen reichen die ersten Ideen.

Weiterführende Informationen unter www.familieundberuf.at sowie unter www.hengist.at. Ansprechperson für das regionale Audit ist Mag. Martina Roscher, erreichbar unter info@hengist.at oder 0676/5300575.