Marktgemeinde Wildon Steiermark Südsteiermark

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Marktgemeinde Wildon Steiermark Südsteiermark

Wildon - 6000 Jahre Geschichte

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19.03.2015

Pfarrmatriken

Unter www.matriken.graz-seckau.at können alle digitalisierten Pfarrmatriken (Taufen, Trauungen und Sterbefälle vor 1938) der Diözese Graz-Seckau bereits online eingesehen werden.


19.03.2015

Riedkarten, alte Ansichtskarten

Auf der Webseite des Steiermärkischen Landesarchives (www.landesarchiv.steiermark.at) finden Sie in digitaler Form u. a. die Riedkarten zum Franziszeischen Kataster aus den 1820er Jahren, tausende Ansichtskarten (das Angebot wird laufend erweitert) und können im Archivinformationssystem recherchieren.

4000 v. Chr.: Jungsteinzeit

Erste Dörfer standen bereits in der Jungsteinzeit um 4000 vor Christus an der strategisch günstigen Stelle im Mündungsgebiet von Kainach und Mur.

Der Wildoner Schloßberg am Zusammenfluß im Mündungsgebiet von
Kainach und Mur und der dahinter liegende mächtige Buchkogel und
Bockberg (zusammen früher “Hengst" genannt) waren wegen ihrer
günstigen strategischen Lage beliebte Siedlungsplätze, seitdem der
Mensch im Gebiet der heutigen Steiermark seßhaft wurde.

Aus der späten Urnenfeldzeit stammt ein Gräberfeld, das 1986
in der Nähe der Hauptschule Wildon entdeckt wurde.

Zahlreiche Funde aus dieser Zeit wie Steinbeile, Keramikgefäße, Tonwerkzeuge und Grabbeigaben sind im Museum im Schloss Wildon zu sehen.

Der Ortsname ist in seiner Bedeutung nicht wirklich entschlüsselt. Die Möglichkeiten sind zum Beispiel “fialdunum", “bilo donje" oder “Wilde".

Seit dem 12. Jahrhundert folgten der Hengistburg mehrere
nebeneinander bestehende Burgen nach.

Erstmalige urkundliche Nennung des Marktes Wildon im Jahre 1219.

Das Wappen mit Turm und "Wilden Mann mit Keule" wurde am 17.11.1544 an die Bürgerschaft des Marktes Wildon mit Wappenbrief verliehen.

Die Pfarre Wildon wird erstmals im Jahr 1252 genannt.

Wildon ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Brücken über Mur
und Kainach. Um 1850 wird die Eisenbahn errichtet. 1979 wird die Autobahn für den Transitverkehr frei gegeben.

Seit dem 16. Jahrhundert gibt es Schulen in Wildon.

In den Jahrzehnten des Wiederaufbaues wurde viel in den Aufbau einer guten Infrastruktur mit Wasserleitungen, Kanalisation, Gemeindestraßen und öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen investiert.

Der Ortsname "Wildon"

Der Ortsname Wildon ist in seiner Bedeutung nach wie vor nicht
wirklich entschlüsselt.

Die Möglichkeiten reichen von Keltisch “fialdunum" (gastfreundlicher Ort) über das slawische „bilo donje" (Ort auf halber Höhe) bis zur “Wilde" (die mittelhochdeutsche Bedeutung für Stute) die die Pferdefamilie mit dem größten Berg “Hengst" und dem kleinsten “Ful" (Fohlen) vervollständigen würde.

 

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Die Burgen und ihre Besitzer

Vischer Stich um 1670, Wildoner Burgen, Quelle: Österr. Nationalbibliothek
Vischer Stich um 1670, Wildoner Burgen, Quelle: Österr. Nationalbibliothek

Seit dem 12. Jahrhundert folgten der Hengistburg mehrere
nebeneinander bestehende Burgen nach.

Im Frühmittelalter, um das Jahr 1000 nach Christus, lag die Hengistburg,
das Zentrum der damaligen Mark an der mittleren Mur,
wohl ebenfalls am Wildoner Schloßberg. Sie sollte die Grenze zum
Osten sichern.

Seit dem 12. Jahrhundert folgten der Hengistburg mehrere
nebeneinander bestehende Burgen nach.

Das landesfürstliche Lehen Altwildon (erstmals erwähnt 1173), Sitz
des angesehenen und mächtigen Geschlechtes der Herren von Wildon,
die erzbischöflich-salzburgische Burg Neuwildon am Plateau sowie
das Haus Ful und der Turm Hengst auf halber Höhe sperrten den Weg
vom Grazer Feld in das Leibnitzer Feld.

Als Marschälle der Steiermark führten die Wildonier im Kriegsfalle
das steirische Aufgebot an, so im Jahre 1260, als es in der Schlacht
von Kroissenbrunn gegen die Ungarn
ging und der alte Ulrich von
Wildon das steirische Landesbanner führte. Es wird bei dieser
Gelegenheit überhaupt erstmals schriftlich erwähnt.

Damals hatten die Wappenfarben der Wildonier - Weiß und Grün - bereits die alten Landesfarben der Steiermark - Schwarz und Weiß - verdrängt.

Leutold I. von Wildon gründete 1229 das Augustiner-Chorherrenstift
Stainz.

Herrand II. von Wildon war um die Mitte des 13. Jahrhunderts
nicht nur mächtiger Landespolitiker, sondern auch als Minnedichter sehr bekannt.

Nach einem Aufstand gegen den Landesfürsten verloren die Wildonier
ihren Stammsitz, der als landesfürstliche Herrschaft Oberwildon
durch Pfleger verwaltet oder an Adelige verpfändet wurde.

1624 verkaufte Kaiser Ferdinand II. die Herrschaft an die Eggenberger.
Mit der Herrschaft war ein ausgedehntes Landgericht verbunden, das
sich über große Teile der Weststeiermark erstreckte.

Seit dem 18. Jahrhundert wechselten die Besitzer häufig.

Bewohnt wurde im wesentlichen das “Freihaus" oder Untere Schloß Wildon im
Markt - später Landessiechenhaus für Mittelsteiermark und dann Hauptschule, heute Hauptplatz 55.

1997 wurde die grundlegende Restaurierung des bereits in schlechtem
Bauzustand befindlichen Unteren Schlosses eingeleitet und mit der
Übersiedlung des Gemeindeamtes, dem Ausbau eines Kulturzentrums
und der Errichtung eines Museums soll die künftige Nutzung gesichert sein.

Die Burgen am Schloßberg jedoch wurden Ruinen und im
19. Jahrhundert zunehmend als Steinbruch verwendet.

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Der Markt Wildon

Wildon um 1730, Weintazkarte, Quelle: Stmk. Landesarchiv
Wildon um 1730, Weintazkarte, Quelle: Stmk. Landesarchiv

Die vermutlich von den Wildoniern gegründete Burguntersiedlung Wildon wird erstmals 1219 urkundlich erwähnt und erhielt noch Anfang des 13. Jahrhunderts Marktrechte.

Damit war das Recht zur Ummauerung und zur Abhaltung von Wochen- und Jahrmärkten verbunden.

Zwei Tore schlossen den Markt nach außen sicher ab, so daß kaiserliche Truppen in der Baumkirchnerfehde um 1470 Wildon ein Jahr lang belagern mußten, ehe es erobert werden konnte.

1850 entstand Wildon als selbständige Ortsgemeinde.

Die damals selbständige Nachbargemeinde Unterhaus, eine rein agrarisch strukturierte Gemeinde, wurde 1955 nach Wildon eingemeindet.

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02.01.2015

Ortschaften

Kainach als Ort wird im Jahre 1365 in einer Urkunde im Besitze des Erzbischofs von Salzburg genannt. (Ortschaften Kainach bei Wildon und Neudorf ob Wildon)

Lichendorf, worin der Name Lubiche stecken dürfte, ist wohl als slawischen Ursprungs anzusehen, während in der folgenden bairischen Siedlungszeit (ab 750 n. Chr.) die Rotte Greith.

Neudorf findet sich im Jahre 1395 im Urbar des Klosters Rein als "Newendorf".

Stocking

Sukdull

Unterhaus

Weitendorf selbst ("Dorf eines Wido") benannt wurden. Der älteste schriftliche Beweis über das Bestehen des Ortes Weitendorf findet sich im Marchfutterverzeichnis aus der Zeit König Ottokars II. von Böhmen (1265 – 1267). Mit 30 Huben war Weitendorf eine sehr große bäuerliche Ansiedlung, die als Rundangerdorf angelegt wurde. (Ortschaften Lichendorf,
Klein-Weitendorf und Weitendorf)

Wildon (Markt)

Pfarrhof und Pfarrkirche Wildon, Foto: Hermann Ofner
Pfarrhof und Pfarrkirche Wildon, Foto: Hermann Ofner

Die Pfarre Wildon wird erstmals im Jahr 1252 genannt.

Die Pfarre Wildon unterstand lange Zeit ihrer Mutterpfarre
St. Lorenzen am Hengsberg. Dem Pfarrer von Hengsberg unterstand ein Vikar in Wildon.

Die Kirche ist der heiligen Maria Magdalena geweiht und besitzt trotz
barocken Umbaues in den Jahren 1671 bis 1676 noch eine gotischen Kern.

Bis 1831 umgab ein Friedhof die Kirche auf dem auch eine Kirche "Zur heiligen Katharina" stand, die allerdings bereits Ende des 17. Jahrhunderts abgebrochen wurde. Der Friedhof wurde damals nach Kainach bei Wildon verlegt.

Mehr finden Sie auch im Wikipedia Eintrag zur Pfarre Wildon unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_St._Magdalena_(Wildon)#Geschichte_der_Pfarre_Wildon

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Das Leben der Wildoner Bürger

Wildon ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Brücken über Mur und Kainach.

Die Anbindung an wichtige Verkehrsadern ist durch die Eisenbahn, Autobahn und auch den nahen Flughafen bestens gegeben. Die Wirtschaft wird von mittleren und kleinen Gewerbebetrieben geprägt.

Die Wildoner Bürger trieben Handel und hatten die unterschiedlichsten Gewerbe (Seiler, Schuster, Schneider, Tischler, Gerber, Fleischer, Gastwirt, Rauchfangkehrer usw.), führten jedoch fast immer eine Landwirtschaft nebenbei.

Heute sind die mittleren und kleineren Gewerbebetriebe, neben drei größeren Industriebetrieben, dominierend.

Landwirtschaftsbetriebe gibt es heute nur noch wenige.

Die Brücken über Kainach und Mur ließen den Markt, der ja direkt an der Haupt- und Kommerzialstraße nach Triest lag, eine wichtige Verbindungsfunktion im Verkehrsnetz einnehmen. Seinerzeit wurden hier auch Mauten eingehoben, zB im ehemaligen Mauthaus der Eggenberger, heute Unterer Markt 25.

Flößerei und Schiffahrt auf der Mur brachten weitere wirtschaftliche Impulse, allerdings auch große finanzielle Opfer, weil umfangreiche Uferschutzbauten an den Flüssen notwendig waren.

Unterbrochen wurde die wirtschaftliche Entwicklung Wildons durch mehrere Feuersbrünste (1461, 1624, 1727 und 1804) und die grassierende Pest (1583,1586, 1633 und 1634).

1680 blieb die Bürgerschaft von der Pest verschont und errichtete zum Dank die
Mariensäule (Pestsäule) am Hauptplatz.

Zwischen 1796 und 1809 zogen mehrmals die französischen Besatzungstruppen durch Wildon.

Die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts forderten auch unter den  Wildonern zahlreiche Opfer.

Nach 1945 gehörte das Gemeindegebiet zunächst zur sowjetischen, sodann zur britischen Besatzungszone.

Der ursprünglich so wichtige Durchzugsverkehr entwickelte sich nach 1945 zur teilweise negativen Belastung, führte doch die sogenannte „Gastarbeiterroute" durch den engen Markt.

1974 macht die Wildoner Bevölkerung auf diesen Mißstand durch Straßenblockaden und Demonstrationen aufmerksam und beschleunigte damit den Ausbau einer Umfahrung und später der Phyrnautobahn A9.

Durch die Anschlußstelle an die Autobahn und den Ausbau der Straßen in den Osten der Steiermark ist allerdings wieder eine deutliche Zunahme des Durchzugsverkehrs zu registrieren.

Von den Vertretern der Marktgemeinde Wildon wurde die Erstellung eines überörtlichen Entwicklungskonzeptes angeregt, bei dem auch ein Konzept für die wirkungsvolle Verkehrsentlastung für den Ortskern entstehen soll.

Die Erreichbarkeit internationaler Wirtschaftszentren ist andererseits durch die Autobahnanschlußstelle, die Südbahn aber auch durch den nur 15 Kilometer entfernten Flughafen positiv zu bewerten.

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Die Unterhauser Bauern - Vulgonamen

Im Gegensatz zum Markt Wildon war und ist die Katastralgemeinde Unterhaus von einer kleinbäuerlichen Struktur geprägt. Folgende Vulgo oder Hausnamen sind überliefert:

vulgo Maurerwastl, Alte Reichsstraße 26 (Jauk)
vulgo Fichtenhof, Alte Reichsstraße 34 (Tiefenbacher)
vulgo Ninetham, Alte Reichsstraße 38 (Haselbacher)
vulgo Steindl, Alte Reichsstraße 41 (Villa Herberstein)

vulgo Schwarzhansl, Am Buchkogel 1 (Knopp), Unterhaus 15

vulgo Neuwirth, Am Reinbach 7 (Germauz, Schrei)

vulgo Gartner, Am Schloßberg 8 (Malik)
vulgo Seewald, Am Schloßberg 9 (Trebus)
vulgo Binder, Am Schloßberg 15 (Edlinger)
vulgo Riglhansl, Am Schloßberg 18 (Pesl)
vulgo Schauer, Am Schloßberg 23 (Cigler)

vulgo Fröhlichschuster, Bockberg 1 (Bockmoar)
vulgo Schaffersimmerl, Bockbergweg 9 (Obersteiner)

vulgo Lebzelter, Fürstenhof, Strasserschlössl, heute Im Rasental 1
vulgo Binder, Im Rasental 2
vulgo Leximi, heute Im Rasental 30 (Innerhofer-Hirschmann, Sieber, Maier Jakob Gemeindevorsteher 1895)
vulgo Leximi Gesindehaus, heute Im Rasental 29 (Stradner, Kristandl)
vulgo Pratter, heute Im Rasental 28 (Knippitsch)
vulgo Pauljackl, heute Im Rasental 34 (Scherr)
vulgo Pulvermacher, heute Im Rasental 35 (Gödl)

vulgo Lienhart, Karnerhofweg 1 (Pechmann)
vulgo Bruckenweber, Karnerhofweg 6 (Fuchs, Harler)

vulgo Wäschermichl, Leibnitzerstraße 17 (Rupp)

Posaunerhof, Oberer Markt 117

vulgo Spitzweber, Unterhaus 1 (Haunold)
vulgo Mattl, Unterhaus 2 (Neubauer, Fuchs)
vulgo Fröhlichschuster, Unterhaus 3 (Haberl, Eckhart)
vulgo Weingrill, Unterhaus 4 (Krenn)
vulgo Langmichl, Unterhaus 5 (Hopf)
vulgo Bergfranz, Unterhaus 6 (Innerhofer)
vulgo Roll, Unterhaus 8 (Lesjak, Serschen)
vulgo Heberl, Unterhaus 11 (Bäck)

Taberhof, Wurzingerstraße 36

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06.03.2015

Bauerngut Sukdull

Sieben ehemalige Bauern bilden das Bauerngut Sukdull, KG 66428, EZ 81.
Vertreten wird das Bauerngut Sukdull durch einen Dorfrichter, der jährlich in Reihenfolge abwechselt, und den nächstjährigen Dorfrichter. Beteiligt sind die Eigentümer der Liegenschaften EZ 31, EZ 32, EZ 33, EZ 34, EZ 35, EZ 36 und EZ 38. Im Folgenden eine Aufstellung der Dorfrichter in den vergangenen Jahren:

2006, EZ 32, Fam. Hammer Josef
2007, EZ 36, Fam. Steiner Franz
2008, EZ 35, Fam. Dellarosa August
2009, EZ 34, Fam. Fuchs Herbert
2010, EZ 33, Fam. Hammer Rupert
2011, EZ 38, Fam. Ferner
2012, EZ 31, Fam. Jauk Hermann

2013, Hammer Robert
2014, Steiner Franz
2015, Dellarosa August
2016, Fuchs Herbert
2017, Hammer Rupert
2018, Ferner / Rothütl
2019, Jauk Hermann

2020, Hammer Robert
...

Bürgermeister von Wildon

20.04.2010 Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer wieder gewählt,
Vizebürgermeister Anton WERNER, Gemeindekassier Ing. Gert Egger

Mai 2008 Ing. Gerhard Sommer, Vizebürgermeister Anton WERNER

Juni 2002 bis März 2008 Ingrid Weber, Vizebürgermeister Anton WERNER

Gemeindeamt im Schloss Wildon, Hauptplatz 55, seit Herbst 2001.

8. April 1994 bis 31. Mai 2002 Dr. Ernst Lukas, Vizebürgemeister Ing. Karl Stumpfl

1992 und 1993 Regierungskommissär Gustav Hafner mit Beirat Ing. Hammer Ferdinand, Anton Werner und Harald Lax

1982 bis 1992 Mag. Josef Hirschmann,
Vize-Bgm. DI Walter Liebmann,
Vize-Bgm. Walter Matejka

Gemeindeamt Hauptlatz 61 von 1968 bis 2001.

14. Juni 1968 bis 30. Juni 1982 Bgm. Franz Hirschmann

4.  Dezember 1954: Der Wildoner Gemeinderat unter Bürgermeister Alois Pechmann beschließt die Zusammenlegung der Gemeinden Wildon und Unterhaus. Pechmann wird zum Regierungskommissär bestellt und leitet die Übergangsregierung von Jänner 1955 bis zur Neuwahl am 18. April 1955.

1951 bis 1968 Alois Pechmann, Vizebürgermeister Dr. Josef Pittermann von 1951 bis 1965.

Gemeindeamt im Eggenberger Mauthaus (Unterer Markt 25).

1931 Bürgermeister Zaunschirm.
1919 Bürgermeister und Arzt Dr. Alexander Bullmann (gest. 1947)
1898 bis 1913: Bürgermeister Friedrich Unger. (Hengist Magazin 03/2012, S 21)
1889: Bürgermeister Ritz, Franz Heresch Gemeinderat
1878: Bürgermeister Leopold Schafzahl (Joherl, Graz, 1891, Seite 13)
1861 bis 1872: Bürgermeister Friedrich Unger (Hengist Magazin 03/2012, S 21, Peter Wiesflecker).

Gemeindeamt im Rathaus, heute Hauptplatz 47, bis 1868,

Ab 1849 Ortsvorsteher

1840 Bürgermeister Michael Berner
1819 Bürgermeister Leopold Jandl

Von 1792 bis 1804 ist der Lebzelter Franz Xaver Pinter Marktrichter.

1780 Syndikus mit Richter und Rat

8. Dezember 1769 bis 8. Dezember 1770: Lebzelter Franz Jakob Pinter ist Marktrichter. (Hengist Magazin 3/2005)

8. Dezember 1751 bis 8. Dezember 1752: Lebzelter Franz Jakob Pinter ist Marktrichter. (Hengist Magazin 3/2005)

1743: Marktrichter Johann Hausmann. (Hengist Magazin 3/2010)

8. Dezember 1735 bis 8. Dezember 1736: Lebzelter Hans Georg Lebitsch ist Marktrichter (Hengist Magazin 3/2005)

8. Dezember 1727 bis 8. Dezember 1728: Lebzelter Hans Georg Lebitsch ist Marktrichter (Hengist Magazin 3/2005)

8. Dezember 1717 bis 8. Dezember 1718: Lebzelter Hans Georg Lebitsch ist Marktrichter (Hengst Magazin 3/2005)

8. Dezember 1711 bis 8. Dezember 1712: Lebzelter Hans Georg Lebitsch ist Marktrichter (Sohn von Gottfried Lebitsch),

1702 Lebzelter Gottfried Lebitsch ist für wenige Monate Marktrichter.

8. Dezember 1633 bis 8. Dezember 1634 Marktrichter Hans Georg Starckman.
8. Dezember 1632 bis 8. Dezember 1633 Marktrichter Hans Edelmann

1440 Marktrichter Symon der Weisse
1402 Marktrichter Hanns dem Liebenplich



Bürgermeister von Unterhaus

Bürgermeister von Unterhaus
Gemeindeamt Alte Reichsstraße 3,  heute Polytechnische Schule:
(1954 Zusammenlegung Wildon u. Unterhaus)

1954 bis 1955 Franz Hirschmann
1949 bis 1951 Dr. Josef Pittermann
1948 Zaletinger (lt. Bauakt Am Buchkogel 1)
1946 bis 1949 Alois Pechmann

1936 bis 1938 Alois Pechmann
1934 Anton Fuchs

1895 Jakob Maier, vlg. Leximi (Im Rasental 30)

1864 - 1867 Gemeindevorsteher Franz Xaver Ritter von Griendl

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Schulwesen

Derzeit werden insgesamt 4 öffentliche Schulen und ein Kindergarten betrieben.

Die ersten Nachrichten über eine Schule datieren aus dem 16. Jahrhundert.  Es war dies eine Pfarrschule, die 1869 mit dem Reichsvolksschulgesetz in staatliche Verwaltung überging.

Zur gleichen Zeit stiftete ein Privatmann eine Mädchenvolksschule, die jedoch hundert Jahre später in eine normale Volksschule umgewandelt wurde.

Erst 1998 wurden beide Volksschulen vereinigt.

Die Hauptschule, eingerichtet 1945, war zuerst im ehemaligen Landessiechenhaus (vormals Freihaus oder Unteres Schloss, heute Hauptplatz 55) untergebracht.

1961 übersiedelte die Hauptschule in Neubau, heute Alte Reichsstraße 6.

Seit 1966 gibt es einen Polytechnischen Lehrgang.

Seit 1976 beziehungsweise 1980 ergänzt die Musikschule Wildon (der neue offizielle Name ist “Herrand-von-Wildon Musikschule")das schulische Angebot in der Gemeinde.

Der ehemalige Pfarrkindergarten (bis 1995) und jetzige öffentliche Kindergarten der Marktgemeinde Wildon übersiedelte 1995 in das neu errichtete, moderne Gebäude, heute Alte Reichsstraße 3a.

Im September 2003 konnte das neue Volksschulgebäude in der Alten Reichsstraße 3b in Betrieb genommen werden.

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Landgericht Wildon bis 1848

Der Gerichtssprengel des Landgerichts Wildon bis 1848. Die Grenzen der alten Landgerichte innerhalb der Mark und Absplitterungen während der Jahrhunderte.  Entnommen aus Fritz Posch und H. Pirchegger: Grafschaften und Landgerichte in der Steiermark, in: Atlas zur Geschichte des Steirischen Bauerntums. Posch, Straka, Pferschy, Graz 1976, Karte 22, Graz 1974
Der Gerichtssprengel des Landgerichts Wildon bis 1848. Die Grenzen der alten Landgerichte innerhalb der Mark und Absplitterungen während der Jahrhunderte. Entnommen aus Fritz Posch und H. Pirchegger: Grafschaften und Landgerichte in der Steiermark, in: Atlas zur Geschichte des Steirischen Bauerntums. Posch, Straka, Pferschy, Graz 1976, Karte 22, Graz 1974

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Das Steirische Becken vor 15 Millionen Jahren

Vor etwa 18 Millionen Jahre begann sich der Raum der heutigen Südsteiermark, das sog. "Steirische Becken" im Zuge tektonischer Prozesse zu senken. Durch die Kollission von Europäischer und Afrikanischer Platte wurden die Alpen gebildet. (Hiden, Hengist Magazin 2/2006)

Vor etwa 16 Millionen Jahren drang mit der Absenkung das Meer aus Südosten in das Steirische Becken vor und reichte bis zum Saum der Koralm heran. Damit war die Südsteiermark eine Randbucht eines Meeres, der sog. "Paratethys". Dies belegen fossile Reste von Kammmuscheln, Helm- und Langschnabelschnecken, Korallen, Seeigel sowie Koffer- und Drückerfisch. Die Verhältnisse damals lassen sich mit dem heutigen Roten Meer vergleichen. (Hiden, Hengist Magazin 2/2006)

Im steirischen Becken gab es Zonen mit aktivem Vulkanismus im Raum Gleichenberg und im Gebiet um Weitendorf. Im klaren Wasser der Mittelsteirischen Schwelle bildeten sich Korallenriffe und durch kalkabscheidene Rotalgen riffartige Strukturen. (Hiden, Hengist Magazin 2/2006)

Aufgrund eines Zahnfundes konnte auch der Nachweis des bis über 15 Meter langen Riesenzahnhai erbracht werden. (Hiden, Hengist Magazin 2/2006)

Vor etwa 15 bis 14,5 Millionen Jahren drang durch ein Erdbeben glutflüssige Magma entlang von Rissen und Spalten aus dem Erdinneren in der Umgebung von Weitendorf mit einer bis zu 40 Meter dicken Basaltdecke auf einer Fläche von ca. 10 km². Während zähes, gasreiches Magma kegelförmige Vulkanberge bildet (Stratovulkane wie Ätna oder Vesuv) bilden sich bei dünnflüssiger Magma Schildvulkane, wie eben in Weitendorf. (Hiden, Hengist Magazin 2/2006)

Basalt als extrem hartes und witterunsbeständiges Gestein ist ein begehrter Rohstoff, zB für Wasserbausteine, Edelsplitte und abriebfeste Pflastersteine. (Hiden, Hengist Magazin 2/2006)




Riesenkamm-Muschel, Fotos: Hartmut Hiden
Riesenkamm-Muschel, Fotos: Hartmut Hiden

Vor 15 Millionen Jahren: Riesenkamm-Muschel

Die Kalkgesteine des Buchkogels, des Kollischberges, der Tischlerhöhe bei Dexenberg, die vor 15 Millionen Jahren in einer tropischen Meeresbucht abelagert wurden, enthalten eine Vielzahl von Fossilien.

Die Riesenkamm-Muschel (gigantopecten nodosiformis) konnte eine Größe von bis zu 25 cm erreichen. Untersuchungen der Wachstumsgeschwindigkeit haben ergeben, dass die Meerestemperaturen zischen 17 Grad Celsius im Winter und bis zu 28 Grad Celsius im Sommer ein auffallend rasches Wachstum erlaubten und die Muscheln in fünf Jahren ausgewachsen waren.

Ein gut erhaltenes Exemplar ist im Bereich über der Wilden-Mann-Höhle am Wildoner Schlossberg zu sehen.

Quelle: Hengist Magazin, 9. Jahrgang, Heft 1/2013, Seite 12 und 13, Hartmut Hiden.

Jungsteinzeit, 4000 v. Chr.

Am Wildoner Schlossberg und am Buchkogel, auch Hoher Hengst genannt, entstehen die ersten Siedlungen um 4000 v. Chr. in der mittleren Jungsteinzeit. Damit zählt der Raum Wildon zu den ältesten besiedelten Gebieten der Steiermark. (Hengist Magazin 1/2007)

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Ausgrabung Urnengräber, datiert um 1000 vor Chr., Kulturpark Hengist, Im Rasental, Fotos: Mag. Hermann Ofner
Ausgrabung Urnengräber und Bronzespange, datiert um 1000 vor Chr., Kulturpark Hengist, Im Rasental, Fotos: Mag. Hermann Ofner

Urnenfelderzeit (Spätbronezeit um 2000 v. Chr)

Das circa 3000 Jahre alte Gräberfeld aus der Urnenfelderzeit (Spätbronzezeit) in Kainach bei Wildon, Weitendorf, wird 2004 entdeckt und von Mai bis Juni 2007 werden rund 220 Gräber von den Archäologen freigelegt. (Hengist Magazin 2/2007)

In der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur (14. bis 8. Jh. v. Chr.) herrscht der Brauch der Totenverbrennung. Der Leichenbrand wird in Urnen beigesetzt. Weitere Keramikgefäße dienen als Grabbeigabe. In der Urnenfelderzeit bilden sich Friedhöfe, die mehrere hundert Gräber umfassen können. (Hengist Magazin 1/2005).

Besonders interessant ist die im Grab Nr. 3 gefundene Urne, wo am Boden der Urne Finger- und Handballenabdrücke erkennbar sind. Jener Person, die das Gefäß vor ca. 3000 Jahren gefertigt hat. (Hengist Magazin 1/2005). Die Urne ist im Museum Schloss Wildon ausgestellt.

Das Gräberfeld in Kainach wird mit der ca. 1500 Meter Luftlinie entfernten Siedlung am Wildoner Schlossberg im Zusammenhang stehen. Diese, sich bis ins Tal erstreckende, urnenfelderzeitliche Siedlung ist arächäologisch nachgewiesen, zB durch Grabungen bei der Wildoner Hauptschule 1985, bei der 36 Gräber aus dem 8. und 7. Jh. v. Chr. ausgegraben wuren. (Hengist Magazin 1/2005). 

Das Gräberfeld Kainach zählt zu den bedeutensten archäologischen Funden der letzen Jahrzehnte in der Steiermark. Es ist das größte urnenfelderzeitliche Gräberfeld in der Steiermark und zählt zu den größten im Südostalpenraum. (Hengist Magazin 1 und 2/2005).

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Eisenzeit - Hallstattzeit, um 800 v. Chr.

Vom Beginn der Eisenzeit, etwa 800 vor Christus, bis ins hohe Mittelalter um 1300, stellte der Rennofen, in einer Vielzahl unterschiedlicher Bauweisen und Größen, das einzige Instrument zur Eisenerzeugung dar. Im Bereich Wildon ist eine Erzlagerstätte am Kuketz mit ur- un frühgeschichtlichen Abbauspuren bekannt. (Hengist Magazin 2/2008)

Schon 1995 werden auf Parzelle 220/6, KG Unterhaus, Im Rasental, hallstattzeitliche Brandgräber entdeckt. (Hengist Magazin 1/2007)

Rund 30 hallstattzeitliche Gräber (Eisenzeit, ca. 900/800 v. Chr.) werden bei einer Notgrabung auf Parzelle 220/3, Im Rasental, KG Unterhaus, der Grundbesitzer Ofner, Staines, Keutz und Germauz, von Mai bis August 2007, von Archäologen (Christoph Gutjahr, Martina Trausner und Herbert Kern) im Auftrag des Bundesdenkmalamtes freigelegt. (Hengist Magazin 1 und 2/2007 und 2/2006)

Gefunden werden Grabbeigaben, teils reich verziehrte Töpfe und Schalen, eine Knotenfibel, eine Bogenfibel und eine verzierte Kahnfibel aus Bronze. Einer weiblichen Bestattung wurden Webstuhlgewichte und Spinnwirtel ins Urnengrab gelegt. Einem Männergrab wurde eine hallstattzeitliche Lanzenspitze aus Bronze mit bronzener Mehrkopfnadel beigelegt. (Hengist Magazin 2/2007)

Drei bis vier Gräber stammen aus der mittleren Urnenfelderzeit (Spätbronzezeit, 1200 bis 1100 v. Chr.), was für die Steiermark äußerst selten ist. Typisch sind doppelkonische Gefäße für diese Zeit. (Hengist Magazin 2/2007)

Gräberfelder rund um den Wildoner Schlossberg wie das frühhallstattzeitliche Gräberfeld im Bereich Burgfriedweg - Galgenkogel, das Gräberfeld in Kainach bei Wildon, Aldrian Gründe, bei der Hauptschule Wildon, bei der Volksschule Wildon, das Hügelgräberfeld am Nordwestfuß des Buchkogels, das Kegelhalsgefäß mit Broneappliken in Tiergestalt (Weitendorfer Wappen), die "Leitinger-Urne aus der Zeit um 600 v. Chr., die "Wetzl-Urne" und das Gräberfeld Im Rasental, KG Unterhaus, untermauern die Hypothese einer Burganlage auf dem Wildoner Schlossberg in Zusammenhang mit einer Burguntersiedlung rund um den Schlossberg in der Zeit von 2000 v. Chr. bis um 600 v. Chr. (Hengist Magazin 1/2007)

Leitinger Urne, Museum Wildon, Foto: HO

600 v. Chr: Die "Leitinger"-Urne

Ende August 2003 wird die "Leitinger-Urne" in Unterhaus bei Kanalgrabungsarbeiten geborgen. Der Fund stammt aus der Hallstattzeit, ca. 650 bis 600 v. Chr. (Gutjahr, Hengist Magazin 3/2006) In der Spätbronze- und der Älteren Hallstattzeit stellte das Gebiet um den Buchkogel und Wildoner Schlossberg mit Sicherheit eine Kernregion der Steiermark dar. Der Grabfund ist im Museum Schloss Wildon ausgestellt. Ende August 2003 wird die "Leitinger-Urne" in Unterhaus bei Kanalgrabungsarbeiten geborgen. Der Fund stammt aus der Hallstattzeit, ca. 650 bis 600 v. Chr. (Gutjahr, Hengist Magazin 3/2006)

Römerzeit 15 v. Chr. bis 488 n. Chr.

15 v. Chr. wird das Königreich Norikum Teil des Römischen Reiches. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

Norikum wurde als Provinz in das römische Imperium friedlich eingegliedert. Keltische Bevölkerung nahm die römische Zivilisation auf. Die Villa rustica, römische Gutshöfe, prägten das Land. Die römischen Ingenieure legten Straßen an, bauten Brücken und legten so den Grundstein für Handel und regen Austausch der Kulturen, gleichzeitig Voraussetzung für die Verlegung von Truppen.

41 - 54 n. Chr. wird unter Kaiser Claudius Norikum römische Provinz mit Hauptort Virunum (Zollfeld Kärnten). (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

70 n. Chr. verleiht der Kaiser Vespasian aus dem Haus der Flavier das Stadtrecht an Flavia Solva. (Tscherne, Gleisdorf, 1993). Solva ist eine Bezeichnung für Sulm. Die Siedlung wird vom Frauenberg bei Leibnitz in die Talebene verlegt. Der Sitz eines Isis-Noreia Heiligtums bleibt am Frauenberg bestehen.

Von 70 n. Chr. bis ca 400 n. Chr. bestand das Municipium Flavia Solva, im heutigen Gemeidegebiet von Wagna bei Leibnitz. Stadt und Umland reichte bis zur Koralpe und bis Bruck an der Mur, im Grunde das Gebiet der Mittelsteiermark. Die Verwaltungsspitze waren "Duumviri", zwei Männer, ein Führungsduo.

Für Wildon sind 2 römerzeitliche Gräber im Bereich zwischen Musikheim und Volksschule ergraben worden.

Drei römische Hügelgräber liegen oberhalb des Aframer Steinbruches bei Afram-Marienhof. Über den Wurzingbach führte eine römische Brücke zur "Hochstraße" genannten Römerstraße am Rande des Hochufers der Mur bis zur Straße zur Wildoner Murbrücke und von dort geradlinig bis zu einer Römersiedlung und einer römischen Villa beim Gehöft vlg. Feldhans am Stiefingufer. (Hengist Magazin, 3/2005)

Eine ganze Siedlungslandschaft der Römerzeit (15 v. Chr. bis 476 n. Chr.) ist im Laßnitztal erkennbar. Die Lage der Siedlungsplätze im Zusammenhang mit den Gräbern und der römischen Straße läßt ein klares System erkennen. Die größeren Siedlungen und Gutshöfe sind wie Perlen an einer Kette aufgereiht und liegen im Durchschnitt etwa 1500 m voneinander entfernt. Die großzügige Planung der Infrastruktur und modern anmutende marktwirtschaftlich orientierte Landwirtschaft im Laßnitztal vor rund 1800 Jahren können nur bewundert werden.

Römische Gutshöfe waren große landwirtschaftlich orientierte Musterbetriebe, die für den Markt produzierten. Jedem Betrieb im Laßnitztal stande etwa 20 bis 50 Hektar intensiv nutzbares Ackerland zur Verfügung und zusätzlich noch eine größere Fläche an Wald, Weideland und Augebiet, woraus auf Betriebsgrößen von 100 bis 150 Hektar zu schließen ist. (Fuchs, Hengist Magazin 1/2006)

Bei der Dreifelderwirtschaft mußte eine Fruchtfolge eingehalten werden. Ein Teil der Äcker lag brach. Nur etwa ein Drittel der Fläche war für den Getreideanbau verfügbar. Parallel zum Ackerbau war wahrscheinlich auch Viehwirtschaft mit Stallviehhaltung eine wirtschaftliche Grundlage. Das Düngen der Äcker mit Stallmist ermöglichte höhere Erträge. (Fuchs, Hengist Magazin 1/2006).

Als Absatzmärkte für die Produkte kamen neben Flavia Solva (Wagna bei Leibnitz) auch Legionslager des Militärs im heutigen Slowenien oder an der Donaugrenze in Betracht. Für den Transport der Güter stand ein leistungsfähiges Straßennetz zur Verfügung. (Fuchs, Hengist Magazin 1/2006).

Die Römerstraße durch das Laßnitztal läuft in der Ideallinie durch das Tal, wobei auf lange Geraden geringe Richtungsänderungen folgen. Wahrscheinlich wurde sie in der Zeit von 50 und 100 n. Chr. gebaut und sie bestand wie die meisten römischen Gutshöfe im Laßnitztal zumindest bis 350 n. Chr. oder noch länger.

Nach dem Abstecken der Trasse wurde der Humus abgetragen, zu beiden Seiten wurden Straßengräben mit bis zu 1 Meter Tiefe angelegt. Auf der Straße wurde Kies angeschüttet. Die Fahrbahn war stark gespannt, dh sie war in der Mitte nach oben gewölbt, damit das Regenwasser abfließen konnte und keine Schlaglöcher entstehen. Die Breite der Fahrbahn betrug rund 6 Meter, der ganze Straßenkörper samt Straßengraben war 10 bis 12 Meter breit. (Fuchs, Hengist Magazin, 1/2006).

Etwa 80.000 m³ Aushub (Humusabtrag) sowie der Transport von ca 40.000 bis 50.000 m³ Kies für die Fahrbahn waren erforderlich. Die Planung im Gelände erfolgte so, dass möglichst wenig Brücken erforderlich waren. Brücken über kleinere Gerinne wurden vermutlich aus Holz errichtet. (Fuchs, Hengist Magazin, 1/2006).

160 - 180 n. Chr. fallen Markomannen in der Provinz Norikum ein. Flavia Solva wird zerstört jedoch später wieder aufgebaut. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

Etwa von 100 bis 400 n. Chr. bestand die Villa von Grünau (Groß St. Florian). Vermutlich gehörte sie einem Stadtadeligen von Flavia Solva. Den ergrabenen Grundriß zufolge handelt es sich um eine Peristylvilla, dh Villa mit Säulen umgebenen Innenhof. Kostbarster Fund ist ein Silberbecher (Skyphos) mit einer Szene aus dem römischen Circus. Reste von Mosaiksteine und Fragmente von Wandmalereien lassen auf reich ausgestattete Wohnräume schließen. Im Nahbereich der Villa lag eine Gruppe von 3 Hügelgräbern. An einem Grabbaurelief kann man einen "Duovir", dargestellt mit einem Rutenbündel (fascis), einen "römischen Bürgermeiste" von Flavia Solva erkennen. (Hengist Magazin 1/2006).

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400 Flavia Solva wird zerstört

Um 400 ziehen Scharen von Markomannen, Goten, Langobarden und Vandalen durch Norikum. Flavia Solva wird endgültig zerstört und aufgegeben.

08.01.482: Heiliger Severin stirbt.

488 römische Bevölkerung verlässt Norikum

488 n. Chr. befiehlt Odoaker der römischen Bevölkerung der Provinz Norikum, nach Italien abzuziehen. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

Nur Reste der keltisch-römischen Vorbevölkerung in Rückzugsgebieten, vielleicht am Frauenberg bei Leibnitz und in Bachsdorf bei Lebring (Barschalken) bleiben. (Hengist Magazin, 3/2005).

568 Awaren besetzen Pannonien

Die Alpenslawen, Karantanen, besiedeln das ehemalige römische Norikum im Gefolge und unter Herrschaft der Awaren, die 568 Pannonien besetzten.

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592 Karantanen und Baiern

Die Alpenslawen stießen 592 in Osttirol mit den Baiern (Bajuwaren) zusammen.

600 Alpenslawen oder Karantanen

Ab 600 n. Chr. verschmelzen die Alpenslawen mit der romanischen Restbevölkerung und die Steiermark war damit wieder dünn besiedelt. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

743 Karantanen und Baiern

Die Besiedelung der Steiermark erfolgte durch Karantanen oder Alpenslawen.

743 bitten die Karantanen unter Herzog Borut die Baiern unter Herzog Tassilo um Hilfe gegen die Awaren und anerkennen die bairische Oberherrschaft.

In der Folge vermischte sich die slawische Bevölkerung mit der einwandernden bairischen Bevölkerung. Damit kam auch das Christentum wieder in die Steiermark. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)



772 Tassilo gegen die Awaren

772 führt Herzog Tassilo einen Feldzug gegen die Awaren.

788 Herzog Tassilo wird entmachtet

788 wird Herzog Tassilo gestürtzt und Bayern in das Frankenreich eingegliedert. Die fränkische Grafschaftsverfassung wird eingeführt. Der salzburgische Missionsbereich nach Osten gegen Ungarn ausgedehnt.

790 frühmittelalterliche Besiedelung

Siedlungsreste aus dem Frühmittelalter des 9./10. Jahrhunderts n. Chr. konnten bei der Notgrabung im Bereich Grundstück Nr. 220/3, KG Unterhaus, Im Rasental 10, dokumentiert werden. (Hengist Magazin 2/2006).

Bei der Notgrabung auf Parzelle 220/3, Im Rasental, KG Unterhaus, werden frühmittelalterliche Gruben (700 bis 1000 n. Chr.) freigelegt. (Hengist Magazin 2/2007)

Weiters wird eine frühmittelalterliche Besiedelung nachgewiesen. Ein Langhaus im Ausmaß von 16 x 4 Metern war durch Pfostengruben im Abstand von jeweils zwei Metern zu erkennen. (Hengist Magazin 1/2007)

Ein Giessereiofen, ein rechteckiger steinerner Ofenunterbau wurde entdeckt. Die Keramikfunde datieren um 700 bis 1000 nach Christus. (Hengist Magazin 1/2007)

800 Karl der Große wird Kaiser

800 Karl der Große wird Kaiser des Römischen Reiches. Die fränkischen Herrscher vergeben das Land als Lehen an Adel und Kirche. Die bairische Kolonisation setzt nun ein. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

814 karolingische Minuskel

814: Kaiser Karl der Große stirbt. Die "karolingische Minuskel", eine dekretierte Idealschrift, prägt noch das 9. und 10. Jahrhundert die verfassten Urkunden. (Hengist Magazin 1/2004). 

822 Die Drau als Grenze

822 wird die Drau als Grenze zwischen Erzbistum Salzburg und Patriachat Aquilea (später mit Sitz in Venedig) bestimmt.

892 Das Treffen von "Hengistfeldon"

Im Jahr 892 trafen in "Hengistfeldon", den Annalen des Klosters Fulda zufolge, der deutsche König Arnulf mit Herzog Brazlaw von Sissek zusammen, um Abwehrmaßnahmen zu beraten. Die Ortsbezeichnung könnte bedeuten: Hengistfelder, das nördliche Leibnitzer Feld, oder eine Doppelburg, Hengist-Wildon. (Hengist Magazin 1/2004 und 3/2005) Aus dieser Zeit stammt auch ein mondförmiger Messing-Ohrring und eine Fibel, die in Afram gefunden wurde (um 1880).

907 Schlacht bei Preßburg (Bratislava)

907 schlug das ungarische Reitervolk das bairische Aufgebot in der Schlacht bei Preßburg (Bratislava) vernichtend. In der Folgezeit wurde die mittlere Steiermark durch Kriegszüge verwüstet, während die obersteirischen Grafschaften Enns- und Mürztal, Leoben und Judenburg verschont blieben. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

955 Schlacht auf dem Leechfeld bei Augsburg, Karantanische Mark

955 konnten die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld, nach Belagerung der Stadt Augsburg, die von Bischof Ulrich verteidigt wurde, durch ein Reichsheer unter König Otto I. besiegt werden. In der Folge wurden Grenzmarken eingerichtet: Die Mark an der Drau, die Mark an der mittleren Mur - auch karantanische Mark - mit den Eppensteiner Adalbero als Markgraf und die Mark an der Donau mit den Babenbergern als Markgrafen. (Tschere, Gleisdorf, 1993)

970 Hengistburg als Zentrum der Mark an der mittleren Mur

Spätestens seit 970 bestand die Mark an der mittleren Mur, auch Karantanische Mark genannt. Die Markgrafen,  bis 1035 die Eppensteiner, verwalteten und verteidigten von der Hengistburg aus zusammen mit den obersteirischen Grafschaften. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

Die Markgrafen waren ob der ungarischen Bedrohung mit besonderen, eigentlich dem König vorbehaltenen Rechten (Regalien) ausgestatten. So durften die Markgrafen zur Verteidigung ein militärisches Aufgebot anführen und waren von Abgaben an das Reich aufgrund der Rüstungskosten befreit. Sie erhielten zur Finanzierung das Bergregal über Salz und Eisen, eine beträchtliche Einkommensquelle. Andererseits waren die Markgrafen enge Vertraute des Kaisers, wenn nicht gar verwandt oder verschwägert, zudem kraftvolle Persönlichkeiten, was ihre Stellung im Adel über andere (Land- und Pfalz) Grafen des Reiches bevorzugte und so auch zur Landwerdung des späteren Herzogtums Steiermark unter dem Traungauer Otakar IV. im Jahr 1180 wesentlich beitrug (Wikipedia, 2010 und Tscherne, Gleisdorf, 1993).

Der auch „Karantanische Mark“, auch Grafschaft (comentatu) Hengist genannte Verwaltungssprengel bildete die Keimzelle der späteren Steiermark.

Mittelpunkt dieser Mark ist die Hengistburg, die man gleichsam als erste Hauptstadt der Steiermark bezeichnen könnte. Der genaue Standort ist umstritten. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

Als Hengist wurde damals der heutige Buchkogel bezeichnet. Die Wehranlage (vielleicht auch Höhlenburg) dürfte daher im Raum Wildon bestanden haben.

(Quelle: Günther Jontes, Die Grüne, die eherne Markt, Trautenfels, 2006)

Im Spätsommer 1994 wurde am Nordabhang des sog. "Turnierplatzes" am Plateau zwischen den Ruinen Alt- und Neuwildon, ein Randfragment eines niedrigen Kessels aus dem Frühmittelalter, etwa 9. bis 11. Jahrhundert, gefunden. Vermutlich diente dieser Wildoner Kessel mit einem Fassungsvermögen von etwa 1 Liter der Käseerzeugung. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 16)

1000 Karantanische Mark (Mark an der mittleren Mur)

Im Frühmittelalter, um das Jahr 1000 nach Christus, lag die Hengistburg, das Zentrum der damaligen Mark an der mittleren Mur (Karantanische Mark), vermutlich am Wildoner Schloßberg. Sie sollte die Grenze zum Osten (gegen die Ungarn) sichern.

Karantanische Mark, Mark an der mittleren Mur mit der Hengistburg im Bereich Wildon als Zentrum bis zur Zerstörung 1043 durch die Ungarn. Aus: Die "Karantaner Mark" um 1043, Fritz Posch, Entstehung der Steiermark, in Atlas zur Geschichte des Steirischen Bauerntums, Posch/Straka/Pferschy, Graz 1976
Karantanische Mark, Mark an der mittleren Mur mit der Hengistburg im Bereich Wildon als Zentrum bis zur Zerstörung 1043 durch die Ungarn. Aus: Die "Karantaner Mark" um 1043, Fritz Posch, Entstehung der Steiermark, in Atlas zur Geschichte des Steirischen Bauerntums, Posch/Straka/Pferschy, Graz 1976

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1053 Zerstörung der Hengistburg durch Ungarn

1053: Die Annalen des Klosters Altach berichten für die Jahre 1053 und 1054 von der Eroberung der "urbs" (große Befestigungsanlage) Hengistiburg" im Zuge eines Aufstandes gegen den Kaiser und von der Befreiung durch die einheimische Bevölkerung. (Hengist Magazin 1/2004).

Die Hengistburg wird damit 1053 erstmals urkundlich erwähnt und befand sich vermutlich auf dem heutigen Wildoner Schlossberg.

Die Ungarn fallen 1053 in der Steiermark ein und zerstören das Zentrum der Karantanischen Mark. Ab nun Beginnt der Grazer Schlossberg an Bedeutung zu gewinnen.

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1070 Kirche in der Burg Heingist

Die "ecclesia que est in castro Heingist" war um das Jahr 1070 Gegenstand eines Tauschgeschäftes zwischen der markgräflichen Familie und dem Erzbischof von Salzburg. (Hengist Magazin 1/2004).

1075 Schenkung der Chuniza

Um 1075 schenkt die edle Matrone Chuniza dem Bistum Brixen Liegenschaften um den "Hengist". (Hengist Magazin 1/2004).

1094 un 1095 Hungersnot

In Kontinentaleuropa wüten Hungersnöte und Überschwemmungen. 1094 und 1095 sind die Ernten schlecht ausgefallen. Die Armen essen Wurzeln aus den Wäldern. Seuchen und Krankheiten plagen die Menschen, etwa das "Antoniusfeuer", das durch eine Pilzbefall von Getreide ausgelöst wird. Manche der Erkrankten leiden unter Wahnvorstellungen.

Papst Urban II. verspricht spirituelles Glück: Befreit die heiligen Stätten der Christen, und euch werden die Sünden vergeben! Als Siedler, Handwerker, Beutemacher erhoffen sich viele Menschen materielles Glück.

Quelle: Geo Epoche Nr. 59 Die Zeit der Kreuzritter, Seite 41

27.11.1095 Papst Urban II. ruft "Heiligen Krieg"

Am 27. November 1095 predigt Papst Urban II. in Clermont vor einer großen Menge über einen heiligen Krieg gegen die Muslime. Bereits um 850 dekretierte Papst Leo IV., dass jeder Gläubige, der bei der Verteidigung der Kirche sterbe, himmlische Belohnung erhalte. Damit ist die Idee des "heiligen Krieges" im 11. Jahrhundert bekannt und stellt eine neue Kriegsrechtfertigung dar. Religion wird zum Hauptmotiv von Kriegen. Ein Mönch aus dem Kloster Cluny namens Odo von Chatillon reist als kirchlicher Diplomat zu den Höfen Europas. Dieser französische Prior, der 1088 zum Papst gewählt wird und den Namen Urban II. annimmt, plant die Christenheit zu einer bewaffneten Pilgerfahrt aufzurufen.

Die mörderische Energie unter europäischen Adeligen, die in endlosen Fehden übereinander herfallen, wird auf ein neues Ziel gelenkt. Nicht gegeneinander sollen die Ritter kämpfen sondern miteinander die heiligen Stätten in Palästina erobern. "Deus lo volt!" - "Gott will es!" wird zum Schlachtruf der Kreuzritter.

Quelle: Geo Epoche, Nr. 59 Die Zeit der Kreuzritter

15.07.1099 Kreuzritter erobern Jerusalem

Seit fast sechs Wochen belagern die Kreuzritter unter Gottfried von Bouillon, Herzog von Lothringen, und Raimund von Toulouse, Graf in Südfrankreich, die Stadt Jerusalem. Vom riesigen Kreuzritterheer sind nach vagen Angaben der Chronisten höchstens 12000 Fußsoldaten und 1300 Ritter, dazu wohl 8000 Priester, Marketender, Frauen und Kinder übrig.

Am Freitag, 15. Juli 1099 wird von gezimmerten Belagerungstürmen aus die ausgehungerte Stadt Jerusalem erobert. Knapp 4 Jahre nach dem Aufruf Papst Urban II. erreichen die Kämpfer das spirituelle Ziel des blutigen Pilgerzuges: Die Grabeskirche in Jerusalem, wo die Reliquie des angeblichen Kreuzes Christi verehrt wird.

Das Königreich Jerusalem wird ausgerufen. Mehr als 10.000 Pilger werden Jahr für Jahr aus allen Teilen der christlichen Welt ins Heilige Land kommen, teils über Schiffe aus Genua und Venedig, die 4 bis 6 Wochen zum Hafen Jaffa benötigen. Kaufleute handeln mit Gewürzen und Kräutern wie Kardamon, Lavendel, Zimt, Ingwer, mit Rohrzucker und Baumwolle.

Es herrscht ein Nebeneinander von Glaubensgemeinschaften. Die Christen üben Toleranz aus Pragmatismus um das Überleben in Outremer zu sichern. Goldmünzen werden auf arabisch beschriftet, um den Handel mit muslimischen Nachbarn zu erleichtern.

Christliche Einwanderer gründen Bauerndörfer und produzieren Wein oder Schweinefleisch. Der "Rais", der Dorfvorsteher treibt für den Grundherren rund ein Drittel der Ernte als Steuern ein und spricht Recht. Es gibt Steuern auf Bienenstöcke, Olivenbäume und Vieh. Die Wirtschaft wird vom Feudalwesen geprägt.

Die Tempelritter, die Johanniter, der Deutsche Orden, der Lazarusorden sollen die Wallfahrer sicher durchs Land geleiten. Als wirtschaftliche Basis schenken Adlige in Europa den Ritterorden Landgüter, Städte, Zollrechte, Weinberge, Flussabschnitte. Das Scheckprinzip erspart den Transport von Gold und Naturalien. Damit werden die Ritterorden auch zu international vernetzen "Großbanken".

Quelle: Geo Epoche Nr. 59 Die Zeit der Kreuzritter

1126 Kirche Hengiste, St. Margarethen

1126: Für seine Kirche "Hengiste" tauscht Bischof Altmann von Trient vom Salzburger Erzbischof das Tauf- und Begräbnisrecht ein. Bei diesem Sakralbau handelt es sich um die Pfarrkirche St. Margarethen (Lebring). (Hengist Magazin 1/2004).

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1135 Poppo de Hengist

Um 1135 wird ein gewisser "Poppo, Sohn des Poppo de Hengist" genannt. Die Familie nennt sich später "von Wildon". (Hengist Magazin 1/2004).

1146 Kirche St. Margarethen bei Lebring

1146: Die Kirche St. Margarethen (Lebring) schenkt Bischof Altmann von Trient dem Stift Suben am Inn. Das Patrozinium "Margarete" scheint in der päpstlichen Besitzbescheinigung erstmals auf. 1153 wird die Kirche als "apud Hengest" bezeichnet, beim Hengst gelegen. (Hengist Magazin 1/2004).

1147 Heinricus de Herwigesdorf

1147 wird ein Heinricus de Herwigesdorf (Herbersdorf, Allerheiligen bei Wildon) als Dienstmann des Herrand von Wildon genannt. (Mirsch, Hengist Magazin 1/2006)

1173 Wildoner Burgen und die Wildonier

1173: Das landesfürstliche Lehen Altwildon, die erzbischöflich-salzburgische Burg Neuwildon am Plateu sowie das Haus Ful und der Turm Hengst auf halber Höhe sperrten den Weg vom Grazer Feld in das Leibnitzer Feld. (Hengist Magazin 3/2007)

1173: Die Vorfahren Herrand von Wildon entstammen einer aus dem Traungau in die Steiermark gekommenen Familie, die ihre ursprüngliche Edelfreiheit durch Eintritt in den Dienst des Landesfürsten aufgegeben hatte. (Hengist Magazin 3/2007)

Um 1173 nennt sich ein Adeliger noch Richer de Hengst, ehe sich die Familie nach der neu errichteten Burg Wildon benannte. (Hengist Magazin 1/2004).

Die Vorfahren nannten sich noch "von Hengst" und ließen die Riegersburg und die Burg Güssing erbauen. 1173 führt Herrand I. erstmals die Herkunftsbezeichnung "von Wildon". (Hengist Magazin 3/2007)

Der Name bezog sich auf die ehemalige landesfürstliche Burg Alt-Wildon auf dem Wildoner Schloßberg, von dem heute noch der "Heideturm" besteht. (Hengist Magazin 3/2007)

1174 Pfarrpatronin Maria Magdalena

1174: Die Herren von Wildon, deren erste Generation anfänglich auf der Riegersburg lebte, brachten um 1174 von dort das Patrozinium Maria Magdalena nach Wildon mit.

1180 Die Steiermark wird Herzogtum

1180: Die Steiermark wird unter Markgraf Otakar IV aus der Familie der Traungauer vom Herzogtum Bayern getrennt und wird reichsunmittelbares eigenständiges Herzogtum Steiermark. (Tscherne, Gleisdorf, 1993)

1186 Georgenberger Handfeste

1186: Georgenberger Handfeste: Erbvertrag zwischen Otakar IV. (Traungauer) und Leopold V. (Babenberger) ist die "Magna Charta" der steirischen Ministerialien (Landesbewußtsein). Darin werden den steirischen Adeligen Sonderrechte nach dem Tod des Traungauer-Herzoges zugesichert, zB das Appelationsrecht direkt an den Kaiser, das Recht Steuern des Landesfürsten zu bewilligen.

1188 St. Johann bei Herberstein

Die Pfarre St. Johann bei Herberstein im Feistritztal wird 1170 erstmals urkundlich genannt und reichte mit ihr ein Pfarrsprengel von der Feistritz bis Ilz. Als Eigenkriche der Herren von Feistritz, ab 1188 der Herren von Wildon, gelangte St. Johann 1245 in den Besitz des Erzbischofs von Salzburg, der die Kirche der Pfründe wegen an seinen Vizedom Dr. Hermann von Stubenberg (gestorben 1281) übergab. 1260 erhielt der Deutsche Orden die Pfarre St. Johann.
(Kirchen und Kapellen im mittleren Feistritztal, Gottfried Allmer, Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 489, Verlag St. Peter, Salzburg, Seite 14)

1192 Babenberger werden Herzöge von Steiermark

1192: Der Babenberger Leopold V. ist in Personalunion Herzog von Österreich und Herzog von Steiermark.

1195 Der Panther als Wappentier

Das Erscheinungsbild des Wildoner Marktbrunnens ist dem Siegel des steirischen Landesmarschalls Herrand von Wildon aus dem Jahr 1195 nachempfunden. Es zeigt ein mit dem Fabelwesen Panther (All-Tier) belegtes Lilienszepter, begleitet von drei Seeblättern. Die Seeblätter meinten die Farbe Grün. Der Panther als Fabelwesen ist ein Symbol des Auferstandenen Christus. Die Lilie ist Zeichen der Reinheit.

1217 Kreuzzug nach Jerusalem und Damiette

Im August/September 1217 schiffen Kreuzritter des Leopold VI. von Österreich und des Andreas II. von Ungarn im damaligen Spalato (Split) an der Kroatischen Küste Richtung Jaffa ein. Ende Mai 1218 landet ein Heer aus Österreichern, Friesen, Flamen und Deutschen mit den Rittern Outremers an der ägyptischen Hafenstadt Damiette. Am 5. November 2019 gelingt tatsächlich die Eroberung von Damiette. Im September 1221 wird die Hafenstadt allerdings wieder geräumt.
Historiker sprechen vom 5. Kreuzzug.

Quelle: Geo Epoche, Nr. 59, Die Zeit der Kreuzritter, Seite 10 ff

1218 Gründung Bistum Seckau

1218: Gründung Bistum Seckau (Suffraganbistum der Erzdiözese Salzburg). Mutterpfarre St. Lorenzen am Hengsberg, Vikariat in Wildon. Katharinenkapelle der Herren von Waldstein auf den Burgen Ful und Hengst am Schlossbergabhang.

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1219 Burguntersiedlung Markt Wildon


1219: Die Burguntersiedlung "Wildon" wird erstmals urkundlich erwähnt und erhält Marktrechte, womit das Recht zur Ummauerung und zur Abhaltung von Wochen- und Jahrmärkten verbunden war.

Zwei Tore schlossen den Markt nach außen sicher ab. Auf die Einhaltung des Wildoner "Burgfriedes" wurde geachtet und das Burgfriedkreuz in der Grazer Straße erinnert heute noch daran. (Hengist Magazin 1/2007)

1229 Leutold I. gründet Stift Stainz

1229: Leutold I. von Wildon gründet 1229 das Augustiner-Chorherrnstift Stainz.

1242 Marschall Herrand II.

1242: Herrand II. von Wildon (urkundlich von 1238 bis 1278 nachweisbar) ist Marschall, dh. Anführer des steirischen Ritteraufgebotes. Das Marschallamt ist eines der Hofämter neben Truchsess, Kämmerer und Mundschenk und war somit der höchste Rang eines Adeligen nach dem Landesfürsten.

1246 Die Babenberger sterben aus.

Juni 1246: Der Babenberger Herzog Friedrich II., der Streitbare, von Österreich und Steiermark fällt in der Schlacht an der Leitha gegen die Ungarn.

Mangels männlicher Nachkommen werden Österreich und Steiermark vom Hohenstauferkaiser Friedrich II. als herrenlos eingezogen und von eingesetzten Landeshauptleuten verwaltet. In der Folge entbrennt ein Streit zwischen Böhmenkönig Ottokar II. und Ungarnkönig Bela IV.

Der Adel eignete sich Besitz des Landesfürsten und der Kirche an. Das Fehdewesen blühte. (Hengist Magazin 3/2007)

1248 Herrand II. in Gefangenschaft

1248: Ulrichs Sohn Herrand II. wird durch Böhmenkönig Ottokar II gefangen genommen. Herrand II. (Minnesänger) von Wildon ist zwischen 1248 und 1278 urkundlich nachweisbar. (Hengist Magazin 3/2007)

1249: Ulrich von Wildon

1249: Ulrich von Wildon übernimmt den gesamten Besitz seines verstorbenen Bruders Leutold I.

1250 Burg Neu-Wildon (Oberwildon)

Um 1250: Die Herren von Wildon lassen eine zweite Burg Neu-Wildon errichten (heute Ruine Oberwildon), von der heute noch die meisten Reste erhalten sind. Die Wildonier waren aber nicht Eigentümer der Burg, sondern nur Leheninhaber, denn der Platz wurde vom Erzbistum Salzburg - gegen den Einspruch des Landesfürsten - behauptet. (Hengist Magazin 3/2007)

Das Landgericht Oberwildon, zuständig für schwere Kriminalverbrechen (Malefizdelikte) hat sich im Mittelalter aus dem Gericht der Mark an der mittleren Mur, auch Karantanische Mark oder Grafschaft Hengist entwickelt. Es erscheint bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert im Besitz der Wildonier. 1292 wurde es zusammen mit der Grundherrschaft vom Landesfürsten übernommen, der es an verschiedene Adlige als Lehen vergab. Sitz des Landgerichtes war die Burg Oberwildon. Die Zuständigkeit erstreckte sich über ein Gebiet rechts der Mur von Hitzendorf bis Gleinstätten und bis zur Hebalm. Die niedere Gerichtsbarkeit oblag den Städten, Märkten und Grundherrschaften. Innerhalb des Landgerichtsbezirkes bestanden also rund 20 Hofmarken, Freiungen und Burgfriede, in denen der Landrichter nicht amtshandeln durfte, sondern an der Gerichtsgrenze auf den mutmaßlichen Verbrecher auf Auslieferung warten mußte. Zur besseren Kenntnis der Gerichtsgrenzen fanden "Bereitungen" zu Pferd und zu Fuß statt. Burgfriede gab es im Markt Wildon, Mooskirchen, Ligist, Lannach, Lieboch, Söding, Hornegg, Pöls, Dornegg, Gleinstätten, St. Andrä im Sausal, Gams und Zwaring. (Hengist Magazin 2/2007)

1252 Kirche Wildon

1252: Kirche und Pfarre in Wildon werden erstmals urkundlich erwähnt.

1260 Marschall Ulrich von Wildon

1260: Marschall Ulrich von Wildon (Wildonie) trug das Banner der steirischen Adeligen für König Ottokar II. von Böhmen in der Schlacht von Kroissenbrunn auf dem Marchfeld in der Schlacht gegen Ungarnkönig Béla. (Hengist Magazin 3/2007)

Die steirischen Landesfarben weiß und grün stammen von den Wildoniern (weißer Panther im grünen Feld).

Der Grazer Pfennig etablierte sich als Landeswährung, geprägt in Graz und Oberzeiring. (Hengist Magazin 1/2009)

Ottokar II. fordert das entfremdete landesfürstliche Gut von den Adligen zurück und kommt einem Aufstand der Steirer durch die Verhaftung der führenden Köpfe zuvor: Die Grafen von Pfannberg (Frohnleiten), die Herren von Stubenberg (Oberkapfenberg), Liechtenstein (Murau, Unzmarkt), Wildon und Pettau wurden auf Burgen in Böhmen und Mähren inhaftiert, ihre stärksten Burgen gebrochen und besetzt. (Hengist Magazin 3/2007)

1269: Herrand II. von Wildon wird gefangen.

1269: Herrand II. von Wildon wird aus der Gefangenschaft des Böhmenkönigs Ottokar entlassen und muss die Burgen Eppenstein, Gleichberg und St. Johann/Lankowitz übergeben.

Vermutlich in der Gefangenschaft mit seinem Bruder Hertnid und anderen steirische Adeligen wurde er von seinem Schwiegervater Ulrich von Liechtenstein zum Dichten angeregt. 

Die überlieferten Werke des Wildoner Minnesängers: Die treue Gattin, Der getäuschte Gatte, Der nackte Kaiser, Die Katze und drei Lieder.

19.09.1276 Der "Reiner Schwur"

19. September 1276: „Reiner Schwur“. Herrand II und sein Bruder Hertnid unterzeichnen mit anderen steirischen Edelleuten (Graf von Pfannberg, die Herren von Stubenberg, Lichtenstein und Pettau) den Vertrag im Zisterzienserkloster Rein (Reun) bei Graz, der die Unterzeichner zur Treue zum Habsburger Rudolf von Habsburg gegen Ottokar II von Böhmen verpflichtet. (Hengist Magazin 3/2007)

1278 Marschall Herrand II. von Wildon

1278: Der steirische Adel beteiligt sich für Rudolf von Habsburg in der Schlacht bei Dürnkrut auf dem Marchfeld gegen Ottokar II, welcher mit der Schlacht auch sein Leben verliert.

Zum Dank wird Herrand II. von Wildon das Amt des Marschalls von Steier(mark) verliehen. Er war damit Anführer des militärischen Aufgebotes. Sein Bruder Hartnid wurde Truchsess, dh Aufseher über die Tafel des Landesfürsten, wenn dieser im Land weilte und bei festlichen Anlässen speiste. (Hengist Magazin 3/2007)

1282 Die Habsburger kommen

1282: Habsburger werden Herzöge von Österreich und Steiermark.

1290 Silbermünze "Grazer Pfennig"

2007 und 2008 Grabungen am Faltikögerl, Hengsberg. 13 mittelalterliche Silbermünzen, alle Grazer Pfennige, die zwischen 1290 und 1325 geprägt wuden, werden gefunden. Vermutlich ein leicht befestigter Lagerplatz während der Auseinandersetzungen zwischen dem Habsburger König Albrecht I. (1282 - 1298) und den aufständischen steirischen Adeligen, darunter die Herren von Wildon.

1291: Hartnid von Wildon

1292: Hartnid von Wildon verliert wegen Beteiligung an einem Aufstand gegen den Habsburger Albrecht I. die Burgen am Wildoner Schlossberg am Zusammenfluss von Kainach und Mur. (Hengist Magazin 1/2008) Die Habsburgischen Landesfürsten vereinigen den herzoglichen und erzbischöflich-salzburgischen Besitz am Wildoner Schlossberg zur Herrschaft Oberwildon und ließen diese künftig durch Burggrafen und Pfleger verwalten (bis 1624). (Hengist Magazin 3/2008)

15.03.1308: Ulrich von Wallsee

In einer Urkunde Ulrichs von Wildon vom 15. März 1308 werden Güter an Ulrich von Wallsee verkauft. Herant von Trauttmansdorf wird als Dienstmann genannt, der diese Güter zu Lehen hatte.

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1348 Die Pest

1348 brach der Schwarze Tod (Pest) mit voller Wucht auch über die Steiermark herein. Ganze Ortschaften starben aus oder wurden aufgegeben, so zB das Dorf Oedt bei Lebring. Viele Häuser und Bauerngüter standen leer und ohne Besitzer. Schätzungen sprechen von bis zu 25 Millionen Todesopfern, rund ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung, die die Pest damals forderte. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

1350 Das "Untere Schloss"

Um 1350: Das „Untere Schloss“, auch „Freihaus“ genannt wird im 14. Jh. erstmals erwähnt und war Verwaltungssitz der Grundherrschaft Oberwildon.

1402 Marktrichter Hanns dem Liebenplich

1402: Vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jh. Hatte ein von der Bürgerschaft gewählter Marktrichter die Zivil- und Gerichtsgewalt inne, beraten und unterstützt von einem Kollegium von Bürgern, dem "inneren" und "äußeren" Rat. Hanns dem Liebenplich ist der erste bekannte Marktrichter. (Hengist Magazin 1/2007)

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Der Biber (castor fiber), Hengist Magazin, J. Hill
Der Biber (castor fiber), Hengist Magazin, J. Hill

1424: Lehen Biberjagd

Urkundliche Nennungen zeigen, dass der Biber (castor fiber)  in der Steiermark hauptsächlich an der Mur, Enns, Mürz, Drau, Kainach, Teigitsch, Sabbau, Feistritz und dem Thörlbach anzutreffen waren. Das größte Bibervorkommen scheint sich in den Auen der Drau zwischen Marburg und Pettau befunden zu haben.
(Aus Reinhart Bachofen von Echt und Wilhelm Hofer: Jagdgeschichte Steiermark, Graz 1927 und Graz 1930)

Das Jagdrecht auf den Biber gehörte grundsätzlich dem Landesfürsten, also dem Herzog von Steiermark. Dieser konnte das Jagdrecht als Lehen vergeben.

Im Jahr 1424 belehnte Herzog Friedrich (später Kaiser Friedrich III.) - Bauherr der Grazer Burg - den Albrecht Lenacher (Lannacher) mit dem "pybergejaid" in Kainach und Mur.

Später wurde dieses Recht auch an Grazer Bürger und andere Adlige verliehen.
Der Biber wurde damals zu den Amphibien und den Kaltblütern gezählt. Er galt mit den Fischen als Fastenspeise und hatte daher einen hohen jagdlichen Wert. Neben dem Fleisch verwendete man das dichte Fell. Das Haar des Bibers mit Asche, Harz und Lauchsaft zu Kugeln verarbeitet, soll es gegen Nasenbluten geholfen haben. Gegen Vergiftungen sollte Biberharn helfen.

Begehrt war das "Bibergeil", ein Sekret aus den Drüsensäcken des Bibers, das dem Tier zur Fellpflege und Markierung der Reviergrenzen diente. Die harzig-bräunliche Substanz mit baldrian-ähnlichem Geruch wurde gegen nervös-hysterische Zustände, gegen Krämpfe, Geburtswehen und Epilepsie verordnet und dem auch eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben wurde.
(Quelle: Hengist Magazin, 9. Jahrgang, Heft 1/2013, Brigitte Komposch, zur Historie Gernot Peter Obersteiner, Seite 4 bis 7).

1440

1440 wird Symon der Weisse als Marktrichter genannt. Die jährliche Wahl des Marktrichters erfolgte immer am 8. Dezember. Das Ratskollegium tagte vermutlich im Privathaus des Marktrichters. (Hengist Magazin 1/2007)

06.01.1453: Friedrich III.: Privilegium Maius

1461

1461: Eine Feuersbrunst zerstört Wildon.

1468

1468: Der Markt Wildon beteiligt sich an der Seite von Andreas Baumkirchner an der "Baumkirchnerfehde" und wird in der Folge ein Jahr lang von kaiserlichen Truppen belagert, ehe es erobert werden konnte. Die strategische Bedeutung Wildons blieb groß, vier Burgen am Schlossberg und der landesfürstliche Markt mit Ringmauer, zwei Toren mit mächtigen Schützenhöfen sperren die wichtige Verkehrsverbindung in den Süden und sicherten die Brücken über Kainach und Mur. (Hengist Magazin 3/2008).

1479

1479 - 1490: Große Teile der Steiermark werden von ungarischen Söldnern von König Mathias Corvinus besetzt gehalten.

1471 Andreas Baumkircher

Nach fünfeinhalb Jahrhunderten ist sie immer noch legendär und Stoff des Heimatkundeunterrichts – die „Baumkircherfehde“. Da errettet der Söldnerführer Andreas Baumkircher (um 1420 bis 1471) den Kaiser mehrfach aus Feindesnot, wird aber nicht ausreichend bezahlt, schlägt sich daher auf die Seite der kaiserlichen Gegner, überzieht die Steiermark mit der Fehde und wird schlussendlich in Graz ohne Verfahren enthauptet, als Kaiser Friedrich III. die Zusage von freiem Geleit bricht.

Das burgenländische
Stadtschlaining gedenkt heuer des 550. Jahrestages seiner Gründung durch ebenjenen Andreas Baumkircher, erhoben zum „Freiherrn von Schlaining“. Eine Sonderausstellung auf Burg Schlaining „stellt eine Zeit des Umbruchs vor – denn das 15. Jahrhundert war eine unruhige Zeit, voll der Kämpfe, Kriege und Intrigen. Es war aber auch die Zeit, als das Mittelalter zu Ende ging und neue Ideen und neue Technologien die Neuzeit einläuteten“, schreiben die wissenschaftlichen Gestalter auf der Webseite.

Burg und Markt Wildon mit ihrer günstigen strategischen Lage haben in der Baumkircherfehde auch ihren wichtigen Platz. Baumkircher seit 1447 habsburgischer Pfleger im damals westungarischen Schlaining, hatte unter anderem 1452 Wiener Neustadt für den Landesfürsten verteidigt und für seinen Herrn so manche Schlacht geschlagen. Und doch stand er bald darauf auf Seiten des ungarisch-böhmischen Königs und anderer Gegner des Kaisers, mit dem er sich 1458 aber wieder aussöhnte. 1462 schlug Baumkircher, zunehmend militärisch und als kaiserlicher Berater auch politisch einflussreich, einen Aufstand der Wiener Bürger nieder und gründete neben Burg Schlaining eine Stadt; im selben Jahr beschloss der Landtag von Leibnitz, die Steiermark zur besseren Steueraufbringung in Viertel einzuteilen.

Kaiserliche Schulden und auch eine Portion Opportunismus aber ließen Baumkircher abermals auf die ungarische Seite wechseln, diesmal zu König Mathias Corvinus, Erzfeind Friedrichs III.. Dem Kaiser wurde die Fehde erklärt, und Baumkircher besetzte im Februar 1469, als Friedrich gerade nach Rom unterwegs war, gemeinsam mit einem Adelsbund wichtige Plätze in der Steiermark, darunter in der Mittelsteiermark neben Fürstenfeld, Feldbach, Hartberg, Schwanberg und Oberradkersburg eben auch Schloss und Markt Wildon. Heiß umfehdet war Wildon – die Kaiserlichen belagerten es
ein Jahr lang, ehe die landesfürstliche Burg zurückerobert werden konnte. In der Schlacht von Fürstenfeld erlitt das kaiserliche Söldnerheer im Juli 1469 eine Niederlage.

Vertraglich sicherte der Kaiser dem Andreas Baumkircher im Juni 1470 zwar Amnestie und die Zahlung von gewaltigen 14.000 Gulden zu, womit die Fehde, unter deren Verheerungen ausgedehnte steirische Landstriche litten, beendet schien. Da das Geld aber auf sich warten ließ, lebte die Fehde im Herbst 1470 wieder auf. Nach wenigen Monaten sollte zwischen den Kontrahenten in Graz ein Waffenstillstand verhandelt werden. Auf die schriftliche Zusage von freiem Geleit hin zogen Baumkircher und der Pfleger von Voitsberg Andreas Gre
isenegger am 23. April 1471 in die Hauptstadt – wurden aber festgenommen und am Abend ohne Gerichtsverhandlung vor dem Murtor öffentlich enthauptet. So schuf der Kaiser als oberster Gerichtsherr vollendete Tatsachen und entledigte sich eines für ihn gefährlichen Gegners; hatte es ja sogar Gerüchte gegeben, Baumkircher wolle Friedrich III. im Auftrag des ungarischen Königs gefangen nehmen.

Vom Grazer Kloster der Franziskaner-Minoriten bei der Murbrücke nach Schlaining überführt, liegt der Leichnam Baumkirchers in der dortigen Klosterkirche beigesetzt. Seinem und seiner Zeitgenossen nur allzu oft kriegerischen Leben im steirisch-ungarischen Grenzraum des 15. Jahrhunderts ist
die Ausstellung auf Burg Schlaining mit ihrem „Friedensmuseum“ gewidmet – zu sehen noch bis 31. Oktober 2012.

Gernot Peter Obersteiner

 

1480 Hunger, Pest und Krieg: Das Gottesplagenjahr

1480: Im "Gottesplagenjahr" suchen Pest, Heuschrecken und Türkische Renner und Brenner die Steiermark heim - so auch Wildon und seine Umgebung. Leibnitz wird niedergebrannt. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

1487

1487: Grundlegende Umgestaltung der Pfarrkirche Wildon, worauf die Jahreszahl 1487 an der Nordseite des Kirchturmes hinweist. Vielleicht stand das Langhaus der wohl nach Osten ausgerichteten Kirche anfangs südlich des Kirchturmes und diente das Untergeschoss des Turmes – jetzt Aufbahrungsraum – mit seiner spätgotischen Tür als Sakristei.

1495

1495: Die Aufgebotsordnung von Kaiser Maximilian I. regelt die Verteidigung der Steiermark durch Landesfürst und Landstände neu. Dies geschieht aufgrund der wachsenden Türkengefahr. Die Grundherrschaften hatten im Kriegsfall jeden zehnten Mann zu rekrutieren. Grundherren mit einem Gültwert von 100 bis 200 Gulden hatten je ein zum Kriegsdienst taugliches gerüstetes Pferd samt Gültreiter erhalten. Weniger Vermögende mußten ein "Wartgeld" entrichten. Die landesfürstlichen Städte und Märkte -so auch Wildon - mußten Fußknechte stellen. Signalfeuer oder "Kreidfeuer" wurden auch am Buchkogel im Bereich der sog. "Kanzel" eingerichtet. (Hengist Magazin 3/2008).

Um 1495 war Leonhard Harrach der Ältere im Auftrag des Landesfürsten Kaiser Maximilian I. Pfleger auf Burg und Herrschaft Oberwildon. Danach war Christoph Gloyach Pfleger der Herrschaft. Dieser erwarb um 1515 ein bürgerliches heruntergekommenes Haus, für das, um von den bürgerlichen Steuern und Pflichten enthoben zu sein, ein "Freibrief" ausgestellt wurde. Das "Freihaus" und spätere "Untere Schloss Wildon", heute Hauptplatz 55, entstand. (Hengist Magazin 3/2008).

1496 Lehen Biberjagd

Kaiser Maximilian I. ließ 1496 dem Herrn von Gloyach auftragen, dieser solle Biber von Wildon bis eine halbe Meile vor Graz "hayen". Das Lehen auf die Biberjagde wurde erst 1519 - nach des Kaiser Tod - wieder vergeben.

1521 Die Leysser auf Oberwildon.

Erzherzog Ferdinand übernimmt 1521 die Regierung der österreichischen Länder nach dem Wormser Teilungsvertrag mit seinem Bruder Kaiser Karl V., der König von Spanien blieb. Seit 1526 König von Böhmen und Ungarn. (Hengist Magazin 3/2008)

13. Februar 1521: König Ferdinand I. erteilt an die Brüder Ulrich und Max Leysser die Pflegschaft über die Wildoner Burgen, Herrschaft, Landgericht und Maut von Wildon. (Hengist Magazin 2/2008)

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18.04.1521: Dr. Martin Luther am Reichstag von Worms bei Karl V.

1526

1526: Ulrich Leysser läßt die ehemalige Michaelskapelle auf der Burg im spätgotischen Stil erneuern, wie ein Wappenstein mit der Jahreszahl 1526 nahelegt. Der Wappenstein befindet sich heute in Afram-Marienhof der Familie Frizberg, Stocking. Das Familienwappen zeigt in schwarzem Schild zwei mit den Spitzen nach außen gewandte goldene Halbmonde.

1527

1527: Mit der "Hofstaatordnung" wird die Verwaltung der österreichischen Länder durch landesfürstliche Behörden neu geregelt. Auf Vorschlag des Viertelmeisters Hans Leysser, der Bruder des Wildoner Burgpflegers Ulrich Leysser, wird ein "Verordnetenkollegium" - eine Art Landesregierung der Landstände eingerichtet. (Hengist Magazin 3/2008)

1528

1528: Die steirischen Landstände erwogen, Graz auf Dauer zu verlassen und baten Erzherzog Ferdinand um die Burg und Markt Wildon. Die Stände erklärten eine Fliehburg errichten zu wollen und den Landtag künftig nach Wildon zu verlegen und damit ein neues Zentrum für Gericht, Verwaltung und ständische Politik zu schaffen. Aufgrund der strategischen Schlüsselposition entsprach Erzherzog Ferdinand diesem Ansinnen der Landstände nicht. (Hengist Magazin 3/2008)

1529

1529: Maximilian Leysser verteidigt mit seinen Soldaten das Burg- und Schottentor bei der Türkenbelagerung Wiens. König Ferdinand I. schlägt ihn zum Ritter, wird später des Königs Kriegsrat und obrister Erbfeldzeugmeister. Er versuchte auch in seiner zwanzigjährigen Pfandschaft die noch mittelalterliche Burg Wildon auf modernen Standard zu heben, obwohl die Einkünfte wegen der Türkenkriege nur gering waren: 486 Gulden im Jahr. (Hengist Magazin 2/2008)

1531

Im August 1531 berichtet Feldzeugmeister Ulrich Leysser an die niederösterreichische Kammer, dass die südliche Außenmauer des Vorhofes von Schloss Wildon fast zur Gänze zerbrochen sei. Eine Kommission unter Landesvizedom (Finanzen) Michael Meixner, der für landesfürstliche Güter zuständig war, besichtigt das Schloss. Meixner empfiehlt eine 46 Klafter (1 Klafter = ca 1,8 Meter) lange Mauer auszuführen, was jedoch aus Geldmangel unterblieb. (Hengist Magazin 3/2008).

1532 Die Osmanen ziehen durch.

18. Februar 1532: Die Pflege der Burg von Wildon wird in eine Pfandschaft umgewandelt. Die Brüder Ulrich und Maximilian Leysser hatten den Auftrag die mittelalterliche Burg in eine Festung umzubauen. Das Baugeld betrug 2300 Gulden, das die Leyser als Pfandsumme aufzubringen und auf der Burg zu verbauen hatten, denn diese war noch eine mittelalterliche Feste, die der Kriegsführung mit Feuerwaffen nicht mehr entsprach. (Hengist Magazin 2/2008)

Im September 1532 erreichen die Truppen von Sultan Suleiman vom Nordosten der Steiermark kommend, Graz. Das Hauptheer zieht durch das Grazer Feld nach Süden. Leibnitz brannte nieder. Die spanischen und italienischen Hilfstruppen des Kaisers ziehen ebenso durch und drangsalieren die Bevölkerung. Damit war Schloss Oberwildon weiterhin als wichtiger Verteidigungsposten zu erhalten. (Hengist Magazin 3/2008).

1533

4. Juni 1533: Ulrich Leysser stirbt als Pfandinhaber von Weinburg und Wildon mit dem Titel kaiserlicher Hofkriegsrat und wird am 4. Juni 1533 in der Pfarrkirche St. Magdalena in Wildon bestattet. (Hengist Magazin 2/2008)

1536

1536 erhält Maximilian Leysser die Pflegschaft über Schloss Wildon.

1544 Ein Wappen für den Markt Wildon.

Im September 1544 meldet Maximilian Leysser, dass die südliche Außenmauer des Schlosses (Burg) Wildon nach außen gekippt und in den Weingarten gefallen war. (Hengist Magazin 3/2008).

Am 17. November 1544 wurde dem Richter, Rat und Bürgerschaft des landesfürstlichen Marktes Wildon von König Ferdinand I. (1503 - 1564), vermutlich auf Intervention vom in Wildon ansässigen Erbfeldzeugmeister Maximilian Leysser, ein Wappen verliehen. (Hengist Magazin 1/2004).

Der Wappenmaler am königlichen Hof in Wien verwendete den Turm als Symbol für den befestigten Markt und die im 16. Jh. beliebte Sagengestalt des "wilden Mannes" als für den Ortsnamen Wildon gleichsam redendes Zeichen (Sage vom wilden Mann von Wildon). (Hengist Magazin 1/2004).

Das „redende“ Wappen stellt als Zeichen der märktischen Befestigung einen Turm, aus dem heraus ein wilder Mann seine Keule schwingt, dar.

Der Wappen-Grabstein der Familie Leysser findet sich heute bei der Pfarrkirche St. Magdalena in Wildon. (Hengist Magazin 2/2008)

1545

1545: Im Hofkammer-Archiv in Wien hat sich ein Grundrissplan der Burg Wildon aus der Hand des italienischen Festungsbaumeisters Domenico dell'Allio (ca. 1515 - 1563) aus dem Jahr 1545 erhalten und belegt die damaligen Ausbaupläne nach einer umfassenden Besichtigung der Baugebrechen am Schloss (Burg) (Neu)Wildon durch den Landesvizedom am Sonntag nach Ostern 1545. (Plan im Hengist Magazin 3/2008, auch (Hengist Magazin 2/2008))

1548

Vizedom Christoph Resch unterstrich die notwendigen Reparaturen und die niederösterreichische Kammer sah in Schloss Wildon ein wichtiges "Grenzhaus". 1548 oder 1549 wird das Baugeld tatsächlich bewilligt. (Hengist Magazin 3/2008)

1550

1550: Die Familie Leysser und die unter ihrem Protektorat stehende Wildoner Bürgerschaft wechseln zum Protestantismus.

Um 1550: Die steirischen Landstände erwägen Wildon als Tagungsort für den steirischen Landtag.
 Wildon wäre so neben der Residenzstadt Graz zur Hauptstadt für die Landstände geworden. Dies wird allerdings vom Landesfürsten unterbunden und so bleibt Graz Landeshauptstadt für die Residenz des Landesfürsten und für den Landtag.

Grabstein Maximilian Leysser, Pfarrkirche Wildon, Foto: HO

1555 Maximilian Leysser stirbt

Am 13. Oktober 1555 stirbt Feldzeugmeister Maximilian Leysser und wird in der Familiengruft in der Wildoner Pfarrkirche bestattet. Geboren im Jahr 1489 diente er als kaiserlicher Geheimrat und Oberster Feldzeugmeister der niederösterreichischen Lande. Ein Grabstein an der Kirchenaußenmauer erinnert daran. (Hengist Magazin 2/2008). Dargestellt sind die Eltern mit den sechs Söhnen, Ulrich, Wolfgang, Georg, Wilhelm und Ferdinand sowie die vier Töchter Dorothea, Katharina, Genoveva und Ana.

Seine Witwe, Sophie Leysser, geborene Zwickhl, bat um eine Bestätigung, dass das 1548 genehmigte Baugeld auch tatsächlich auf Schloss (Burg) Wildon verbaut wurde, da offenbar keine schriftlichen Belege vorhanden waren. (Hengist Magazin 3/2008).

1557

1557 ehelichte Sophia Leysser Wilhelm von Gera, Herrn auf Arnfels, und starb 1588. (Hengist Magazin 2/2008)

1561

1561: Über dem Hauptportal ein Grabstein des wohl protestantischen Wildoner Ratsbürgers und Gastwirts Hans Teckhinger (gest. 1561) mit seiner Mahnung: TRINCKH UND IJS UND GOTT NIT FERGIS! TU BRINGNEST NIT VON ALLER DEINER HAB TAN NUR AIN TUECH IN DAS GRAB.

1561

1561: Über dem Hauptportal ein Grabstein des wohl protestantischen Wildoner Ratsbürgers und Gastwirts Hans Teckhinger (gest. 1561) mit seiner Mahnung: TRINCKH UND IJS UND GOTT NIT FERGIS! TU BRINGNEST NIT VON ALLER DEINER HAB TAN NUR AIN TUECH IN DAS GRAB.

1569

1569: Der Wildoner Pfarrer ist alt und betagt aber noch katholisch. Ein großer Teil der Bürger sind Protestanten und bleiben den Sonn- und Feiertagsmessen in der Pfarrkirche fern. Kirchliches Brauchtum,  Zeremonien und Fastengebote werden verachtet.

1570

Um 1570: "Aframer Stein" wird vom Steinbruch in Kollisch bei Wildon als Werk- und Dekorstein  in Graz verwendet.

Um 1570 wird die "Grenzpost" zur kroatischen Militärgrenze, von Graz, Wildon, Ehrenhausen, Marburg, Pettau, Varasdin bis Agram eingerichtet. Die in Wildon bestehende Poststation verfügte über 2 "Grenzpostklepper". Die Kosten trugen die steirischen Landstände, dh die am Landtag vertretenen adeligen und geistlichen Gültenbesitzer. (Hengist Magazin 1/2005). Die Strecke von Graz nach Wildon betrug dreieinhalb Postmeilen, rund 26 Kilometer. Das bereitete den Postmeistern Schwierigkeiten, weil für die Passagiere unbequem und die Pferde wegen der großen Distanz oft einen Tag ausblieben.

1577

1577 erhält Erzherzog Karl II. von Innerösterreich (Sohn Ferdinand I.) die Windische und Kroatische Grenze übetragen und damit die Hauptverantwortung für die Abwehr der Osmanen. (Hengist Magazin 2/2008)

1578

Seit 1578 bestand in Graz ein eigener Hofkriegsrat, der mit dem landständischen Adel die Verteidigung organisieren und finanzieren sollte. Georg Leysser ist Pfleger auf Oberwildon. Er ersucht um Dispens von der Haltung eines gerüsteten Pferdes da die Kosten der Erhaltung des Schlosses ohnhin hoch genug wären und die Einkünfte zu gering wären. (Hengist Magazin 3/2008).

1580

1580: In der Steiermark setzen eine Reihe von Hexenprozessen ein. Der  Landprofos Jakob Bithner, ehemaliger Theologiestudent, überzeugter Protestant, Gegner des Aberglaubens im Volk, ist berechtigt gegen herumziehende Söldner und fahrendes Volk vorzugehen. (Hengist Magazin 1/2008) Ausforschung und Inquisition von Personen, die mit dem Teufel im Bunde standen, kamen ihm sehr gelegen.

1581

1581: Ins Landgericht Oberwildon wird die vermeintliche Hexe Barbara Scherer wegen "Schadenzauber", Wahrsagerei und "Wettermachen" gegen ihre Nachbarn aus Grabenwarth bei Ligist überstellt.

1583

1583: Die Pest grassiert in Wildon. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

1583 läßt Erzherzog Karl von Innerösterreich zusätzlich zur Post nach Krain und an die Militärgrenze auch die Venedigische Post von Graz über Laibach nach Venedig führen. Der damalige Postmeister in Wildon, Paul Fröhlich, klagte, dass die Pferde dadurch oft überladen und zu Schanden geritten wurden. (Hengist Magazin 1/2005).

1586

1586: Die Pest wütet in Wildon. Die zweite Ehefrau von Georg Leysser, Catherina Paradeiser fällt der Pest zum Opfer. (Hengist Magazin 2/2008)
Der Markt mußte gänzlich gesperrt werden. Die Poststation wurde geschlossen. Die Postgeschäfte nahmen ab 3. Juni 1586 den Umweg über St. Georgen an der Stiefing. Erst im Jänner 1587 wurde die Sperre des Marktes Wildon aufgehoben und die "Grenzpost" wieder über die Poststation Wildon befördert.(Hengist Magazin 1/2005 und (Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

1586 verpfändet Erzherzog Karl von Innerösterreich Burg und Herrschaft Oberwildon gegen ein Baugeld von 1900 Gulden. 200 Gulden jährliche Burghut (Entlohnung für die Betreuung der Burg) und 275 Gulden Wildoner Maut bildeten die Einkünfte an die Söhne von Maximilian Leysser, Georg als nominellen Pfandinhaber, der auch zeitweise auf Wildon wohnte, Wolf (gestorben 1567), Ferdinand und Wilhelm. (Hengist Magazin 2/2008)

1590

1590 übergibt Georg Leysser die Herrschaft Oberwildon an Hans Christoph von Gera, der die arg vernachlässigten Schlossgebäue wieder in die Höhe bringen sollte. Im selben Jahr stirbt Erzherzog Karl II. von Innerösterreich und die Gefahr eines osmanischen Einfalls nimmt wieder zu. (Hengist Magazin 3/2008)

Ende des 16. Jh. wird der bäuerliche "Schwarzhof" zu einem Adelssitz durch Kaspar von Herbersdorf ausgebaut - Schloss Schwarzenegg in Kainach bei Wildon. (Naschenweng, Hengist Magazin 3/2006)

1591

1591: Die Burg Oberwildon wird als verfallen geschildert. (Hengist Magazin 2/2008)

1594

1594 berichtet die Hofkammer über Baumaßnahmen auf Oberwildon. Die Dächer des großen Turms, Tor, Pflegerstube, Pfisterstube, der Kammer, Badstube, zwei Stiegen und bei der Brücke über den Schlossgraben, weiters zahlreiche Fensterrahmen wurden saniert. Der Meierhof und das Dach des Rossstalles wurden durch von Gera repariert gegen Ersatz der Baukosten durch die Regierung. Gesamtkosten rund 640 Gulden. (Hengist Magazin 3/2008). 

1595

1595: Die Pfandschaft für die Burg Wildon wird  Georg Leysser vom Landesfürsten entzogen und an Hans Christoph von Gera übertragen. Damit endet die Herrschaft der Leysser in Wildon. (Hengist Magazin 2/2008)

1597

1597 besichtigt eine Kommission Schloss Oberwildon, das Fachgutachten erstellte der Grazer Mauerermeister Anton Marbl (Antonio Marmoro). (Hengist Magazin 3/2008).

1599

1599: Die Rekatholisierungs-Kommission des Landesfürsten und des Bischofs machen in Wildon Station. Die Bürger werden gezwungen, wieder katholisch zu werden oder auszuwandern. Ein einziger reicher Bürger wählte das Exil, alle anderen konvertierten. (Hengist Magazin 2/2008)

Karte Innerösterreich um 1600, StLA

1600 Innerösterreich

1600

Um 1600: Anfang des 17. Jh. beschlossen die Wildoner den Bau eines eigenen Rathauses. Die Bürgerschaft erwarb vom reichen Viehhändler Hanns Edelmann ein geeignetes Haus, direkt am Marktplatz (Hauptplatz). (Hengist Magazin 1/2007)

Im Sommer 1600 fällt die Festung Kanischa an der Mündung der Mur in die Drau in die Hand der Osmanen. (Hengist Magazin 3/2008).

Veronica von Gera, die Witwe des gewesenen Pflegers Wilhelm von Gera beklagt im Dezember 1600 den Mangel an Geschütz und Munition. (Hengist Magazin 3/2008).

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1601

1601 übernimmt Ulrich Christoph Herr von Schärfenberg die Pfandschaft über die Herrschaft Oberwildon, finanziert Baumaßnahmen und erhält nur teilweise Ersatz für seine Auslagen von der Hofkammer. (Hengist Magazin 3/2008).

1603

1603 dringen osmanische Reiterscharen bis Radkersburg und Mureck vor. (Hengist Magazin 3/2008).

1605

1605 fallen Haiducken (ungarisch-siebenbürgische Aufständische) in der Oststeiermark ein. (Hengist Magazin 3/2008).

1606

1606 beendet der Friede von Zsitvatorok den sog. "langen Türkenkrieg".

1613

1613: Die Bürgerschaft beginnt mit dem Umbau des Rathauses, der wegen einer Wirtschaftskrise während des 30-jährigen Krieges (1618 - 1648) jedoch erst 1650 abgeschlossen werden konnte. (Hengist Magazin 1/2007)

23.05.1618: Prager Fenstersturz

Beginn des 30-jährigen Krieges bis 1648

1620

Um 1620 ist Hannibal Fux Postmeister in Wildon. (Hengist Magazin 1/2005).

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1622

Im September 1622 berichtet Hans Meinzineder, dass er die zur Herrschaft Oberwildon gehörige Maut unten im Markt samt dem Mauthaus und der Mautmühle freiwillig an Hans Ulrich Freiherrn zu Eggenberg übergab. (Hengist Magazin 3/2008)

1623

1623: Marktrichter, Rat und Marktschreiber konnten einen Teil des Rathauses beziehen (Hauptplatz 47).

Johann Ulrich Fürst zu Eggenberg um 1634, Foto: StLA

1624 Johann Ulrich Fürst zu Eggenberg

1624: Eine Feuersbrunst zerstört Wildon.

Mit Vertrag vom 17. Februar 1624 erwirbt Johann Ulrich Fürst zu Eggenberg (1598 - 1634), seit 1623 im Reichsfürstenstand als Herzog von Krumau, Geheimer Ratsdirektor, Kämmerer und Obersthofmeister, um die Summe von 10211 Gulden das Eigentum über die seit 1292 landesfürstliche Herrschaft und Landgericht Wildon sowie die erste Instanz über den Markt Wildon vom habsburgischen Landesfürsten Ferdinand II. Diese bauen die Burgen Alt- und Neuwildon aus. (Hengist Magazin 3/2008)

1624 dient am Nordwest-Abhang des Wildoner Schlossberges unter dem Namen "Hengst" eine verfallene Burg für eine Grenzbeschreibung im Urbar als Orientierungspunkt. (Hengist Magazin 1/2004).

Die Wildoner Bürger wollten landesfürstlicher Markt bleiben und fühlten sich zu einem patrimonialen Markt herabgedrückt und beschwerten sich deshalb bei der innerösterreichischen Regierung. (Hengist Magazin 3/2008)

Für den Übergang der Herrschaft Oberwildon mit allen mit ihr verbundenen Untertanen und Rechten wurde 1624 ein Urbar (Besitzverzeichnis) angelegt. Darin findet sich ein Hinweis auf ein zerstörtes Schloss Hengst, im Bereich des Weges zum Schloss Wildon oberhalb der Pfarrkirche zur heiligen Maria Magdalena. (Hengist Magazin 3/2008)

Zum Einflußbereich der Herrn auf Oberwildon gehörten auch die Pfarrkirchen der näheren Umgebung, über die er die "Vogtei" ausübte. Dies umfaßte die Aufsicht und Schutzherrschaft über die weltlichen Rechte des Pfarrers und seine Pfründe. (Hengist Magazin 3/2007)

Der Herrschaftsinhaber wirkte damals auch an der Ernennung und Amtseinführung neuer Pfarrer mit. Der Eggenberger war  enger Freund und Minister Kaiser Ferdinand II. und wurde 1623 in den Reichsfürstenstand und 1628 Herzog von Krumau.

1625

1625: Um die Gerichtsgrenzen des Landgerichts Oberwildon zu bestätigen findet eine "Bereitung" statt, bei der der Grenzverlauf durch Begleitung von ortskundigen Personen zu Pferd und zu Fuß festgestellt wurde. Das Landgericht stellte die höhere Gerichtsbarkeit dar, das unter anderem für die Verfolgung von "Malefizverbrechen", dh mit dem Tode zu bestrafende Taten, zuständig war. Innerhalb des Gerichtsbezirkes von Oberwildon gab es rund 20 Burgfriede: Der Markt Wildon, Mooskirchen, Ligist, Lannach, Söding, Pöls, Dornegg, Gleinstätten, Hornegg, St. Andrä im Sausal, Gams oder Zwaring verfügten über ein eigenes Niedergericht, was mitunter zu Kompetenzstreitigkeiten mit der Landgerichtsherrschaft Oberwildon führen konnte. (Hengist Magazin 2/2007)

17.05.1626: Bauernaufstand OÖ Stefan Fadinger

1627

1627 werden für die Rüstkammer im Rathaus 23 Hellebarden angeschaft. Am Rathausturm war zu Zeiten der Jahrmärkte die "Freiung" ausgehängt, das als Zeichen des besonderen Rechtsfriedens zu Marktzeiten. (Hengist Magazin 1/2007)

1628

1628: Das Religionsedikt Erzherzog Ferdinand II., Landesfürst der Steiermark, läßt dem evangelischen Adel nur mehr die Wahl zwischen Religionswechsel und Emigration. Damals verließen die letzten Leysser die Steiermark nach Burgenland und Niederösterreich. (Hengist Magazin 2/2008)

Burgfriedkreuz, Grazerstraße, Foto: HO

1633 Die Pest wütet.

1633: Die Pest wütet drei Monate in Wildon. Aus den Amtsrechnungen der damaligen Marktrichter Hans Edelman und Hans Georg Starckman ist ersichtlich, dass neben dem menschlichen Leid auch beträchtliche finanzielle Lasten zu tragen waren. Versorgung der Kranken und Bestattung der Toten hatten ihren Preis. In Wildon war damit der Baderknecht Hans, der äußere Kuren vornahm. Er trug auch die Bezeichnung "Totenlasser", da er die Infizierten zur Ader ließ, wovon man sich eine Linderung der Krankheit versprach. Ihm zur Seite stand zumindest eine Pflegerin, Ursl genannt.

Totengräber hatten die Leichen so schnell wie möglich in abseits gelegene Pestgruben zu bestatten. Für diese lebensgefährliche Tätigkeit wurden sie vom Markt gut verpflegt. Die Ausgaben schlugen mit 85 Gulden zu Buche.

Die ärztliche Versorgung lag in den Händen der handwerklich ausgebildeten Bader und Chirurgen. In Seuchenzeiten wurden von der steirischen Landschaft eigene Pestärzte angestelt und Infektionsordnungen erlassen.

Grassierte eine Krankheit in einer Stadt, mußten Desinfektionsmaßnahmen vorgenommen werden, zB Räuchern mit Weihrauch, Waschungen mit Essig, es war verboten infizierte Häuser zu betreten, fremde Personen ohne Gesundheitszeugnis durften nicht mehr eingelassen werden, im schlimmsten Fall wurden die Stadttore geschlossen. Das öffenliche Leben kam zum Erliegen, es gab keine Märkte, die Wirtshäuser und öffenliche Bäder blieben geschlossen.

In Apotheken wurden Wundermittel wie "Theriak" angeboten. Wacholderbeeren, Knoblauch, Zwiebeln, Wermut, Sauerampfer, Zitronen galten als gängige Heilmittel. Als Gegenmittel gegen den Pesthauch empfahl man auch das Einatmen des Gestankes eines Ziegenbocks.(Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

Im Jänner 1634 konnte hinsichtlich Pest in Wildon entwarnt werden. Den Dank ließ die Bürgerschaft in 5 Kirchen in der Umgebung verkünden, verbunden mit einem kleinen Geldopfer. Die Strafe Gottes war zu Ende.

Ansuchen vom 20. September 1633 von Wolfram Herrn von Stubenberg und Wolf Adam von Gallenberg um Verleihung eines Freischurfes am Wildoner Buchkogel, ein zeitlich begrenztes, uneingeschränktes Recht zum Ausrichten einer Lagerstätte. (Hengist Magazin 3/2009)

Johann Gabriel Maschwander, Foto: HO

1637 Johann Gabriel Maschwander

1637: Johann Gabriel Freiherr Maschwander von Schwanau erwirbt das Schloss Schwarzenegg in Kainach bei Wildon und läßt Altar samt Gnadenbild von Herbersdorf nach Schwarzenegg bringen, was im 1675 angelegten Schwarzenegger Mirakelbuch aufgezeichnet ist. Seither wurde auf Schwarzenegg das Fest Maria Heimsuchung begangen. (Hengist Magazin 2/2007)

Rosenhof, Grazerstraße 3, Foto: HO

1643 Flamischer Hof, Ackerlhof

1643: Der heutige "Rosenhof", Grazer Straße 3, wird erstmals als "Flamischer" oder "Ackerlhof" urkundlich erwähnt. Von 1919 bis 1999 befand sich darin die Destillerie Weber, die 1859 in Mureck gegründet wurde.

1643: Im Urbar der Fürsten Eggenberg wird erwähnrt, dass beim herrschaftlichen Weitendorfer Steinbruch widerrechtliche Abbautätigkeit durch die ansässigen Untertanen erfolgte.

Johann Seyfried Eggenberg um 1644, StLA

1644 Johann Seyfried Eggenberg

1644 bis 1713: Fürst Johann Seyfried von Eggenberg. Er finanziert ein Stipendium für den ab 1678 wirkenden Eggenbergschen Hofmaler Hans Adam Weißenkirchner (geboren am 10. Februar 1646 in Laufen, gestorben 1695, Ruhestätte in der Mariahilferkirche im Minoritenkloster in Graz). (Hengist Magazin 3/2007)

1648

1648: Die Rathaus-Turmuhr wird in Betrieb genommen. (Hengist Magazin 1/2007)

Hauptplatz 47, Foto: HO

1650 Das Rathaus

1650: Der Bau des Wildoner Rathauses ist fertig. Ein Zimmermann setzt dem Rathausturm noch einen "Wilten Mann" auf, eine stilisierte Figur des im Marktwappen von 1544 prangenden Riesen. (Hengist Magazin 1/2007)

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Unteres Schloss, Hauptplatz 55, Foto: HO

1660 Umbau Unteres Schloss

1660: Das sog. „Untere Schloss“, heute Hauptplatz 55,  war seit dem frühen 18. Jahrhundert Sitz der Herrschaft Oberwildon. Von diesem im Kern spätmittelalterlichen und in den Jahren 1660 bzw. 1725/30 grundlegend umgestalteten Gebäude aus – als adeliges Freihaus war es steuerfrei – wurden seit damals bis 1848 die rund 300 untertänigen Bauerngüter der Herrschaft verwaltet. Sie lagen rund um den Hengist sowie im Südwesten bis Eibiswald und im Osten bis Fürstenfeld und von ihnen war Zins und Robot zu leisten. Hier war auch der Sitz des ausgedehnten, für Verbrechen gegen Leib und Leben zuständigen Landgerichtes Oberwildon.

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Hauptplatz 45, Foto: HO

1660 Lebzelter Lebitsch

1660 ist der Wildoner Lebzelter Lorenz Stöger überliefert. Sein Nachfolger Friedrich Lebütz (Lebitsch) begründete eine Dynastie von Lebzeltern bis 1793 in Wildon, Bruck an der Mur, Feldbach, Gnas und Mureck. Wohnhaus und Werkstatt befanden sich neben dem Rathaus, heute Hauptplatz 45. (Hengist Magazin 3/2005)

1665

1665 erhielt Simon Gogitscher die Grenzpostbeförderung verliehen. (Hengist Magazin 1/2005). Die Pferde wurden von den Landständen zur Verfügung gestellt und durften nur für die Postbeförderung verwendet werden - bei Androhung einer Leibstrafe (Züchtigung).

1667

1667 ist Michael Franz Posch Postmeister in Wildon. (Hengist Magazin 1/2005).

1670 Ansicht Burg und Markt Wildon (Georg Vischer)

Ansicht Burg und Markt Wildon des Georg Vischer um 1670 (StLA)
Pfarrkirche Wildon, Foto: HO

1672 Umbau Pfarrkirche

1672 - 1678: Die alte gotische Kirche St. Maria Magdalena zu Wildon erfährt durch den Grazer Baumeister Franz Isidor Carlone einen großzügigen Um- und Erweiterungsbau, bei dem Pfarr- und Bürgergemeinde auch finanzielle Unterstützung der Landstände. (Hengist Magazin 3/2007)

Johann Gabriel Maschwander, Foto: HO

1673

1673 leidet der Schwarzenegger Schlossbesitzer Johann Gabriel Maschwander an einer Zyste in der linken Hand, die in Wundbrand überzugehen drohte. Seine Genesung schreibt er der Heiligen Maria, der Hausmutter in der Schlosskapelle zu. (Hengist Magazin 2/2007)

1675

1675 wird das Mirakelbuch der Schlosskapelle Schwarzenegg angelegt, in dem die Geschichte der Marienstatue und 75 Wunder eingetragen wurden. (Hengist Magazin 2/2007)

29.05.2012

1678 Raum Wildon, Karte Georg Vischer

Auszug Raum Wildon aus der Steiermark-Karte von Georg Vischer, 1678, Quelle: Digitaler Atlas Steiermark

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1680

1680: Die Pest wütet abermals in der Umgebung von Wildon. Der Markt Wildon bleibt von der Pest verschont, woran die Pestsäule/Mariensäule auf dem Hauptplatz erinnert. Die Bürgerschaft Wildons lebte hauptsächlich von Handel und Gewerbe, betrieb aber nebenbei meist noch eine Landwirtschaft. Durch die Brücken über Kainach und Mur war Wildon Verkehrsknotenpunkt. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

Der Wildoner Verwalter Johann Adam Bettenburger machte sich im November 1680 zum Schloss Weißenegg auf, um dort nach dem Tod des Besitzers, des Herrn von Grienpach, das Inventar aufzunehmen. Dabei fand er ein erschreckendes Szenarium vor: Im und um das Schloss grassierte die Pest. Die herrschaftliche Köchin war bereits begraben, der Maierhof lag menschenleer und verlassen, alle Bewohner waren an der Krankheit gestorben. Niemand getraute sich mehr in die Nähe des Anwesens. Zahlreiche Pestsäulen mit "Benediktuskreuz", ein Abwehrmittel gegen bösen Zauber, erinnern an diese grauenvolle Zeit. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 2/2006)

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Topographia Ducatus Styriae, Vischer, 1678, StLA

1681 Topographia Ducatus Styriae

1681 erscheint das Werk "Topographia Ducatus Styriae" des Georg Mathäus Vischer, der das Werk im Auftrag der steirischen Landstände herausbrachte. Darunter auch ein Kupferstich von Markt und Burg Wildon. (Obersteiner, Hengist Magazin 3/2006)

Pestsäule Hauptplatz, Foto: HO

1682 Pestsäule Hauptplatz

1682 läßt die Wildoner Bürgerschaft zum Dank für die überstandene Pestgefahr die Mariensäule errichten. (Hengist Magazin 1/2007) Die Figuren stellen die "Pestheiligen" Sebastian und Rochus dar. Die Statue der Maria thront vergoldet auf einer Säule.

1682 Prozesse Hexerei, Diebstahl, Mord

1682 wird Gregor Zieser, vulgo Gräntschl, und seine Frau wegen Hexerei ins Landgericht Oberwildon gefangen genommen.  Der landesfürstliche Bannrichter Jakob Gwisinger ist mit der Abwicklung des Gerichtsprozesses betraut. Zwei Wächter und der Schaffer der Burg Oberwildon hören den Verdächtigen in der Nacht unheimlich mit zwei Stimmen. Da Zieser die Unschuld beteuert, unterwirft man ihn der Tortur (Folter) auf dem Hexenstuhl. Doch er bleibt standhaft ohne Geständnis. Außerdem wurden er und seine Frau auf "Teufelszeichen" am ganzen Körper untersucht und solches durch den Freimann bestochen. Eine Verurteilung konnte nur nach Ablegung eines Geständnisses erfolgen. (Hengist Magazin 1/2008)

1682 wird auch der Dieb Hans Schleiffer, vulgo Ratschedl-Bub, wegen seiner vielfältigen Diebstähle am Galgen des Landgerichts Oberwildon aufgeknüpft - eine typische Strafe bei schweren Diebstählen oder Betrügereien. (Hengist Magazin 3/2007)

1682 wird auch der Wildoner Seiler Hanns Georg Miller, der seinen Bruder im Streit mit dem Degen erstochen hatte, nach seiner Enthauptung im Friedhof beigesetzt. (Hengist Magazin 3/2007)

1682 bestraft der Landrichter von Oberwildon vier Untertanen des Stiftes Admont aus Lasselsdorf, wegen Unterschlupf für einen später hingerichteten Gewohnheitsdieb. (Hengist Magazin 3/2007)

Hochaltarbild "Tod der heiligen Magdalena", Foto: HO

1685 Hochaltarbild "Tod der heiligen Magdalena"

1685: Johann (Hans) Adam Weißenkircher (1646 - 1695), Hofmaler der Eggenberger, malt das Hochaltarbild "Tod der heiligen Magdalena" für die Pfarrkirche Wildon. (Hengist Magazin 3/2007) Ebenso gehen die Hochaltarbilder von Graz St. Veit (Marter St. Vitus), Hengsberg (Marter St. Lorenzen), Übelbach (Marter St. Lorenzen), Straß (Johannes der Täufer bei der Wüstenpredigt) und Luttenberg/Ljutomer (Rochus u. Sebastian).

Biber (Castor fiber), Hengist Magazin, J. Hill
Biber (Castor fiber), Hengist Magazin, J. Hill

1689 Biberjagd an der Mur

In der Instruktion Kaiser Leopold I. für den landesfürstlichen Otterjäger und Fischmeister hieß es 1689, dieser solle die Biber hegen und niemanden die Jagd auf sie an der Mur erlauben. 1695 erließ der Kaiser ein Verbot des Biberfangs an der Mur zwischen Wildon und Leoben.. Die Bestimmung wurde um 1700 für das Fernitzerfeld erneuert.

Das Biberlehen war mit der Herrschaft Eggenberg, der Grafen Attems auf Gösting bei Graz, verbunden. Durch das Biberfangverbot entgingen der Herrschaft Einnahmen. Daher mussten 337 Untertanen in der westlichen Mittelsteiermark zwischen rechtem Kainachufer und Mur eine gewisse Abgabe dafür leisten, dass sie beim Biberfang nicht mitwirken brauchten.

Die letzten Biber an der Mur wurden Anfang des 19. Jahrhunderts erlegt.

Quelle: Hengist Magazin, 9. Jahrgang, Heft 1/2013, Gernot Peter Obersteiner, Seite 7.

1690

Um 1690 sind Adam Fraisamb und nach ihm Johann Sigmundt Augstrasser Postmeister in Wildon. (Hengist Magazin 1/2005).

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1692

1692 ergeht eine Rüge an das Landgericht Wildon, weil eine ertappte Taschendiebin laufen gelassen wurde. Die Beute von 28 Gulden wurde der Diebin wieder abgenommen und man begnügte sich damit, da sonst kein Schaden verblieb, die Frau aus dem Markt zu prügeln. (Hengist Magazin 2/2007)

Mit Beginn der Neuzeit wurde der Inquisitonsprozess eingeführt. Damit wurde die Strafverfolgung zur Pflicht der Obrigkeit gemacht. Zuvor gab es den Anklageprozess: Anklage gab es nur, wenn jemand Anklage erhob. Sprichwort: Wo kein Kläger, da kein Richter. (Hengist Magazin 2/2007)

1694

1694 wird der sich im Wildoner Markt aufhaltende krumme Bettler und Wahrsager Thomas Bauer in das Landgericht Wildon eingeliefert. Der Wildoner Landgerichtverwalter Julio Hannibal von Canal oblag es, den Kriminalprozess einzuleiten. Das Delikt der Zauberei gab es noch bis zur Strafprozessreform von 1787. (Hengist Magazin 1/2008)

1698

1698 wird Johann Ludwig (ab 1715) von Azula (gestorben 1748) wird für rund 50 Jahre Postmeister in Wildon. Mit seinem Erbe von 3700 Gulden war er ein wohlhabender Mann. In den Steuerlisten von Wildon war er an erster Stelle angeführt. In der höchsten Steuerklasse mußte er 4 Gulden Herdsteuer abführen. Das Postmeisterhaus Nr. 66 im Markt, heute Unterer Markt 38, besaß er ebenso wie eine Hube in Stocking und einen Weingarten in Aframberg und eine Hofstatt in Sulzegg. (Hengist Magazin 1/2005).

Die Postmeisterfamilie, 3 Söhne und 5 Töchter, war im Haus bequem eingerichtet. Betten aus Fichten- und Nußbaumholz, Truhen, Kästen, dazu Wäsche, 55 Leintücher, 39 Kissenbezüge, Lehnstuhl, Ledersessel und eine Stockuhr, die als Luxusgut galt, Teller aus Zinn, Kerzen in Messingleuchtern. (Hengist Magazin 1/2005).

1700 Landgericht Oberwildon

1700: Anfang des 18. Jh. schätzte man, dass die jährlichen Einkünfte aus dem Landgericht Oberwildon rund 2000 Gulden betrugen. Davon waren zahlreiche Ausgaben zu begleichen: Gerichtspersonal, Gefängnis, Verpflegung, Korrespondenz, Botengänge, Bannrichter oder auch Freimann (Henker).

1702 Zubau Rathaus

1702 bekleidet der Lebzelter Gottfried Lebitsch für einige Monate das Amt des Marktrichters. (Hengist Magazin 3/2005)

1702: Das Rathaus wird für Marktrichter, Rat und Marktschreiber zu klein und ein Erweiterungsbau wurde bis 1705 errichtet. 1707 wird noch der kaiserliche Adler auf das Rathaustor gemalt. (Hengist Magazin 1/2007)

Die Fassade erhielt einen frischen Anstrich in gelber und blauer Farbe. Nun hatten im Rathaus die Ratsstube, die Wohnung des Marktschreibers, die Kanzlei mit den Amtsschriften und der Marktkassa, die Stube des Gemeindedieners und des Marktboten und sogar eine "Rathauskuchl" Platz. (Hengist Magazin 1/2007)

Diese Küche durfte der Marktschreiber benutzen; ansonsten wurde anlässlich der Wahl eines neuen Marktrichters am Tag Maria Empfängnis (8. Dezember) ein Festmahl für die Bürgerschaft ausgerichtet. (Hengist Magazin 1/2007)

Zu Fronleichnam bekamen die Wächter der beiden Markttore sowie der Marktbote für das Fahnenschwingen auf dem Rathaus Wein und Semmeln gereicht. (Hengist Magazin 1/2007)

An die Brotwäger, die Maßzimentierer (sie eichten die im Markt verwendeten Gewichte), Feuerbeschauer und Boten erhielten am Heiligen Abend Wein und Brot. Der Wildoner Magistrat verfügte über ein eigenes "Dienstpferd". (Hengist Magazin 1/2007)

Bergseitig befand sich ein Getreidespeicher, ein Schweinestall und eine Rüstkammer. Vor dem Rathaus war der Pranger und der "Narrenkotter". Zum Absitzen von Arreststrafen diente die "Bürgerstube".

Anfang Juli 1702 wurde die 36-jährige Lucia Riedlin (Riedl) aus Bad Gams in das Landgericht Oberwildon eingeliefert. Die Anklage lautete auf Kindsmord. Richter und Beisitzer erkannten nach einem Geständis einstimmig auf schuldig und verurteilten sie zum Tode. Am 11. August 1702 wurde sie dem Freimann übergeben und im Markt Wildon auf dem Platz vor dem Rathaus mit dem Schwert hingerichtet. (Hengist Magazin 2/2008)

1703

1703: Es leben 78 Bürger (=Hausbesitzer) in Wildon. Nichtbesitzende Bewohner werden als Inwohner oder Haidstaller bezeichnet.

1706

1706: Das Inventar auf der Burg Oberwildon wird aufgenommen. Unter der Rubrik Landgerichtszeug scheinen Ketten, Hand- und Fußeisen, Schlösser und ein Daumenstock auf um ein notwendiges Geständnis für die Verurteilung durch Folter zu erzwingen. Zur Beweisführung gab es bis ins 19. Jh. zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Tat von mindestens zwei glaubwürdigen Zeugen bestätigt oder der Delinquent gestand das Verbrechen. (Hengist Magazin 2/2007)

1708

1708: Der Anschlag über die Herdsteuer in Wildon, eine für jede Feuerstelle zu entrichtende Abgabe, nennt für das Jahr 1708/1709 Antonio Albertin als Rauchfangkehrer in Wildon. Er war in der vierten Steuerklasse - jener mit den ganz armen Leuten - zugeordnet. 1711 wurden ihm 2 Gulden Steuer vorgeschrieben. Die wohlhabenden Bürger zahlten 10 bis 14 Gulden. (Hengist Magazin 3/2007)

In der Steuerliste 1708 des Marktes Wildon sind in der ersten Steuerklasse angeführt: Lebzelter Lebitsch, Postmeister Azula, sieben Gastwirte, fünf Kaufleute und Händler, ein Lederer und ein Bäcker.

Um 1708 arbeitet Sebastian Eder als Gerichtsdiener in Oberwildon. Er hatte Arrestante zu beaufsichtigen und zu verpflegen, besorgte Botengänge und nahm Züchtigungen vor und mußte im Bedarfsfall sogar Leichen exhumieren. Eder wurde wegen mangelnder Gewissenhaftigkeit entlassen. Der Beruf des Gerichtsdieners galt als anstößig und unehrlich. Jahre später war er gar selbst Angeklagter im Landgericht Oberwildon. (Hengist Magazin 2/2007)

1710

1710 brach sich Maria Anna Helena Reichsgräfin von Lengheim, die Tochter von Johann Gabriel Freiherr Maschwander, bei der Wallfahrt nach Mariazell am Seeberg den Fuß, wie das Mirakelbuch von Schwarzenegg berichtet. (Hengist Magazin 2/2007)

Eggenberger Mauthaus, Unterer Markt 25, Foto: HO

1711

1711: Der Steueranschlag des Marktes Wildon für das Jahr 1711 nennt den Rauchfangkehrer Antonio Albertin, einem Rauchfangkehrer mit italienischer Herkunft. (Hengist Magazin 3/2007)

1711: Unter Kaiser Karl VI. wird die Triester Haupt- und Kommerzialstraße, die auch durch Wildon führt, ausgebaut. Heute noch wird diese Trasse als Gemeindestraße Alte Reichsstraße benützt. Die Fuhrleute mußten an einem Schranken vor dem Wildoner Mauthaus, heute Unterer Markt 25, je nach Ladung einen Obulus entrichten. 

Der Durchzugsverkehr brachte an Markttagen einiges an Umsatz. Die Wildoner Murbrücke war die einzige zwischen Graz und Landscha/Leibnitz. Auch die Benützung der Kainachbrücke unterlag einer Maut. Die Mur diente als Verkehrsweg für Flöße (Holzbeförderung) und Plätten (Transportboote). (Hengist Magazin 1/2005)

1711 und 1712 war man mit der Viehseuche Rinderpest, damals auch Viehumfall genannt, konfrontiert. Gesundes Schlachtvieh war kaum mehr zu finden. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 3/2006)

1711 - 1712 ist Lebzelter Hans Georg Lebitsch Marktrichter in Wildon. (Hengist Magazin 3/2005)

1712

1712 bleibt das Vieh der Gräfin Lengheim auf Schwarzenegg bei einer grassierenden Viehseuche verschont (Mirakelbuch). Pfarrer Bartholomeus Münich aus Wildon wird erwähnt. (Hengist Magazin 2/2007)

19.04.1713: Pragmatische Sanktion, Karl IV.

1715 Stampfer von Walchenberg

1715: Das Landgericht und Herrschaft Oberwildon geht von den Fürsten von Eggenberg auf die Familie Johann Friedrich Stampfer Freiherr von Walchenberg (Kupferbergwerk in Öblarn) über, die es bis zum Tod des Grafen Josef Stampfer 1775 inne hatten. Die Einkünfte aus dem Landgericht betrugen rund 2000 Gulden, wovon allerdings sämtliche Ausgaben zu begleichen waren: Gerichtspersonal, Versorgung der Arrestanten, Kosten für die Beiziehung des steirischen Bannrichters, Investigation und den Freimann für die Exekution. (Hengist Magazin 2/2007)

Ein Kupferstich aus dem Jahr 1715 stellt Burg und Markt Wildon mit Richtstätte am Galgenriegel, Kreidfeuer, die Murbrücke, Rathaus, Pfarrkirche, Burg oder der Pfarrkirche, Kapelle und Ruine des Turmes (Heidenturm) das Marktwappen und den Wilden Mann zu Füßen eines Baumes, in dem die Namen der Wildoner Ratsherren angeführt sind: Wolfgang Held, Marktrichter, Anton Schopf, Tobias Grueber, Peter Tenngg, Johann Mayr, Johann Ludwig Azula, Christian Schilly, Johann Georg Lebitsch, Mathias Grueber, Jeremias Kriechuber, Frantz Grueber, Franz Eberl und Simon Bräntl. (Hengist Magazin 2/2007)

Um 1715 ist in Wildon der Lebzelter Hans Georg Lebitsch ansässig. Lebzeltmodel sind in Sammlerkreisen sehr begehrte Objekte. Und so ist auch ein Lebzeltmodel des Wildoner Lebzelters erhalten geblieben. Der in der Barockzeit beliebte Granatapfel symbolisierte auch im Lebkuchen Liebe, göttlichen Schutz und Fruchtbarkeit. Dieses Motiv ziert die beiden Handschuhe im Modell des Wildoner Lebzelters. Lebkuchen wurde bei Hochzeiten als Glücksbringer verteilt. Manchmal sind die Initialen der und ein Datum am Model angebracht, was eine Zuweisung zu Lebzelterfamilien zuläßt. (Hengist Magazin 3/2005) .

Lebzelter waren gleichzeitig als Wachszieher tätig.

Nach der Handwerksordnung, vom Landesfürsten erlassen, durften Lebzelter al allen Sonn- und Feiertagen, außer Weihnachten, Ostern und Pfingsten, ihre Waren auf öffentlichen Plätzen anbieten. Jahrmärkte wurden nach einer in der Zunft getroffenen Vereinbarung bereist. Jeder Meister erhielt einen Stand zugelost. Nur steirischen Meistern war der Ankauf von Honig und Wachs erlaubt. Lebkuchen von "Störern" wurde vom örtlichen Gericht beschlagnahmt und ließ die Hälfte davon den Insassen von Armenhäusern und Spitälern zukommen. (Hengist Magazin 3/2005)

Lebzelter gehörten zur bürgerlichen Oberschicht und saßen oft im Rat und bekleideten führende Ämter der Gemeinde. (Hengist Magazin 3/2005)

1716

1716: Der Scharfrichter Johann Andreas Grill erhält für die Exekution von zwei Verurteilen 22 Gulden vom Landgericht Oberwildon. Für das Ausschaufeln der Gräber erhält er 2 Gulden, dazu Trinkgeld für einen Knecht, Kostgeld für sich selbst, Futter und Reisegeld für Pferde und die Fahrt von Graz nach Wildon und "Wartgeld" für den mehrtägigen Aufenthalt in Wildon bis zur Exekution. Die Richtstätte war gut sichtbar außerhalb des Ortes am "Galgenriegel", heute Am Buchkogel, an der (Hengist Magazin 3/2007)

1717

8. Dezember 1717 bis 1718 ist Lebzelter Hans Georg Lebitsch Marktrichter in Wildon. (Hengist Magazin 3/2005)

1718

Mittwoch,10. August 1718, Kirchtagsrummel zu Hengsberg. Die Herrschaft Oberwildon als Vogt der Hengsberger Kirche, als Vertreter in weltlichen Angelegenheiten, und als Landgerichtsherr übt das Recht der "Kirchtagsbehütung" aus. Pfarrer Dr. Andreas Fortunatus Graf, Archidiakonatskommisar zu Hengsberg, quasi Vertreter des Bischofs, gest. 1742, läßt den Oberwildoner Schaffer als herrschaftlichen Beauftragten durch seine Leute zusammenschlagen und arrestieren. Baron Stampfer erhob darauf Klage gegen den Pfarrer beim Grazer Landrecht, dem Gerichtshof des Adels. Das Verfahren endete am 3. Dezember 1721 zugunsten des Pfarrers Dr. Graf, die Klage wurde abgewiesen. (Hengist Magazin)

1722

1722: Der Landgerichtsherr auf Oberwildon, Johann Friedrich Stampfer von Walchenberg, klagt, dass ihn ein Kriminalprozess 600 Gulden gekostet habe.

1725

1725: Der Oberwildoner Landgerichtsverwalter läßt einen Delinquenten bereits 14 Monate in Untersuchungshaft sitzen. Die Bedingungen im Kerker waren denkbar schlecht, die Verpflegung auch. (Hengist Magazin 3/2007)

1725 bis 1730: Das Untere Schloss (Freihaus) wird grundlegend umgestaltet.

Die Wildoner Ratsherren um 1725 mit Marktrichter Wolgang Held, Widmung im Predigtbuch des Johann Andreas Graf, Quelle: Historisches Archiv Wildon
Die Wildoner Ratsherren um 1725 mit Marktrichter Wolgang Held, Widmung im Predigtbuch des Johann Andreas Graf, Quelle: Historisches Archiv Wildon

1725 Wildoner Ratsherren

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1727

Nacht vom 5. auf 6. April 1727: Eine Feuersbrunst zerstört Wildon.

Das Rathaus und ein Gutteil der Wildoner Bürgerhäuser liegt in Schutt und Asche. Für den Wiederaufbau wandten sich die Wildoner an Kaiser Karl VI. persönlich. Er gewährte der Bürgerschaft die Sammlung einer Brandsteuer von 5000 Gulden und überzeugte sich 1728 selbst von den Schäden der Brandkatastrophe. (Hengist Magazin 1/2007)

1727: Der mächtige Kirchturm an der Ostseite ist über 66 Meter hoch und brannte 1727 bis zum Hallengewölbe ab, wobei auch die Glocken und die Uhr zerstört wurden. (Hengist Magazin 1/2007)

8. Dezember 1727 bis 1728 ist Lebzelter Hans Georg Lebitsch Marktrichter in Wildon. (Hengist Magazin 3/2005)

1728

1728: Das nicht privilegierte Landgericht Oberwildon unter Freiherr Johann Leopold Stampfer von Walchenberg muss den steirischen Bannrichter Wolfgang Andrä Calin für einen Kriminalprozess nach Wildon berufen, um einen Prozess gegen eine Kindsmörderin zu führen. (Hengist Magazin 2/2007)

Wegen der ungemütlichen Zustände auf der Burg weigert sich der Bannrichter von seiner Unterkunft im Markt, im "Hirschenwirt", täglich zur Burg hinauf und wieder zurück zu gehen und besteht darauf, dass die Inquisition im Gasthaus stattfindet. Dies empfindet der Stampfer von Walchenberg als schmähliche Herabsetzung seiner Landgerichtshoheit. Die beiden Herren kamen zu keiner Einigung. Der Bannrichter verließ Wildon unverrichteter Dinge. (Hengist Magazin 2/2007)

Die Innerösterreichische Regierung musste einen Vertreter für den beleidigten Bannrichter entsenden. Freiherrn von Stampfer wurde aufgetragen, für eine bequeme Unterbringung zu sorgen. (Hengist Magazin 2/2007)

1728 wird Sebastian Lerch zur Strafe vom Landgericht Oberwildon des Landes verwiesen wurde aber per Schub aus Kärnten wieder nach Wildon transportiert und daher wieder eingesperrt. Erst nach langen Diskussionen wurde der arme, krumme Mensch in die örtliche Armenversorgung aufgenomme. (Hengist Magazin 3/2007)

1728 gelingt dem mutmaßlichen Mörder Andre Richter trotz Fußeisen mit Ketten und einen in einen großen Stein eingegossenen Ring die Flucht aus dem Gefängnis Oberwildon. (Hengist Magazin 3/2007)

1728 und 17932 war man mit der Viehseuche Rinderpest, damals auch Viehumfall oder "Löserdürre" genannt, konfrontiert. Gesundes Schlachtvieh war kaum mehr zu finden. Rund 80 % der infizierten Tiere starben. Öffnete man den dritten Magen, auch Löser genannt, fand man dürres, unverdautes Futter. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 3/2006)

Die Behörden erließen "Viehordnungen", damit die rasante Verbreitung eingedämmt werden konnte. Wichtigstes Mittel war die Trennung von kranken Tieren vom restlichen Viehbestand. Die Ställe wurden mit Essig, Lauge oder Kalkwasser gereinigt oder mit Wacholderholz oder Wacholderbeeren geräuchert. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 3/2006)

Verdächtiges Vieh durfte nicht auf Viehmärkte getrieben werden. Verendete Tiere wurden in tiefen Gruben verscharrt und mit ungelöschtem Kalk überschüttet. Als Vorsichtsmaßnahme beim Betreten des Stalles riet man, dan Stall niemals nüchtern zu betreten und ordentlich Branntwein zu trinken und Tabak zu rauchen. Nach jeder Stallarbeit sollten Hände und Mund mit Wein ausgiebig gespült werden. Als Wundermittel gegen den Viehumfall galt "Theriak" neben der täglichen Eingabe von Knoblauch und Schwefel, zusammen mit gesalzenem Brot. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 3/2006)

Steiermark Karte, Seutter, um 1728, StLA

1728 Steiermark Karte Seutter

1729

1729: Der Wiederaufbau des Rathauses ist abgeschlossen - daran erinnert eine Gedenktafel. (Hengist Magazin 1/2007)

Ansicht Burg und Markt Wildon, Weintaz Karte um 1730 (StLA)

1730 Weintaz Karte mit Ansicht Wildon

Häuser mit roten Dächern markieren Häuser wo Alkohol ausgeschenkt wurde und die Alkoholsteuer "Weintaz" eingehoben wurde.

1733

1733: In der Kapelle im Schloss Schwarzenegg wird ein barocker Hochaltar von Johann Andreas Graf Lengheim gestiftet und aufgestellt. (Hengist Magazin 2/2007)

Der Fürstbischof Rudolf Josef Graf Thun von Seckau (1690 - 1702) weiht die Kapelle, die damit zu einem sacellum publicum geworden, zu dem Prozessionen veranstaltet werden durften. (Hengist Magazin 2/2007)

Der Wildoner Pfarrvikar Ignaz Kaherl empfand den regen Wallfahrtsbetrieb nach Schwarzenegg als unliebsame Konkurrenz und beschwerte sich beim Seckauer Fürstbischof, dass von der Gräfinwitwe Helena Lengheim Patres von auswärts ohne Wissen des Pfarrers eingeladen würden und auch Opfergeld angenommen werde. Die Beschwerden gingen ins Leere. (Hengist Magazin 2/2007)

1733 wird ein Burgfriedstein bei der heutigen AKG (Personalhaus, heutige Katastralgemeindegrenze Wildon - Unterhaus) gesetzt.

1734

1734 finden sich 12 Erhörungen im Mirakelbuch Schwarzenegg. (Hengist Magazin 2/2007)

1735

8. Dezember 1735 bis 1736 ist Lebzelter Hans Georg Lebitsch Marktrichter in Wildon. (Hengist Magazin 3/2005)

1736

2. Juli 1736:

Am 2. Juli 1736 begeht die Schlosskapelle Schwarzenegg das 100-jährige Jubelfest der Aufstellung der Gnadenstatue. (Hengist Magazin 2/2007)

Johann Andreas d. J. Reichsgraf von Lengheim konnte den Seckauer Fürstbischof Jakob Ernst Graf von Liechtenstein als Festzelebranten gewinnen und lät die benachbarten Pfarrer und Vikare, den umwohnenen und befreundeten Adel zur Teilnahme ein. Der Tag wird zu einem beeindruckenden religiösen Fest. Der Fürstbischof hielt das Pontifikalamt in der Kapelle. An der anschließenden Prozession sollen an die 10.000 Gläubige anwesend gewesen sein. (Hengist Magazin 2/2007)

Die Wildoner Bürgerwehr mit 40 Mann leistete die militärische Ehrenbezeugung und schoss Salut. 1451 Personen wurde die Beichte abgenommen und 19 heilige Messen am Gnadenaltar und an den zwei im Schlosshof errichteten Altären gefeiert. (Hengist Magazin 2/2007)

1738

1738: Hans Christoph Schün lebt als Gerichtsdiener mit Frau, Tochter und Magd als Gerichtsdiener in der Burg Oberwildon. Einem Gefangenen auf der Burg gelingt die Flucht und der Gerichtsdiener wird selbst arrestiert und mit 20 Rutenstreichen bestraft. (Hengist Magazin 2/2007)

1738: Pfarrer Mathias Sebastian Peichl stirbt und wird in der Pfarrkirche beigesetzt. Ein Grabstein an der Kirchenaußenmauer erinnert daran.

1740

1740 erwirbt Lebzelter Franz Jakob Pinter das Lebzelterhaus, heute Hauptplatz 45. (Hengist Magazin 3/2005)

1743

1743: Das Grundbuch verzeichnet Barbara Hinckh, Witwe und bürgerliche Rauchfangkehrermeisterin, im heutigen Unteren Markt 17. Der Rauchfangkehrer zählte in Wildon zu den "radizierten" Gewerben, dh das jeweilige Gewerbe haftete am Haus und war im Grundbuch eingetragen und bildete einen eigenen Anteil am Wert der Liegenschaft. (Hengist Magazin 3/2007)

1743: Die Pfarre Wildon wird selbständig. Bis 1743 war die Pfarre Wildon ein Vikariat der Mutterpfarre St. Lorenzen am Hengsberg (seit 1218 im Bistum Seckau). Zum Pfarrsprengel gehörten der Markt Wildon, Unterhaus und Kainach. 1750 werden die Ortschaften links der Mur, Stocking, und 1779 Weitendorf eingepfarrt.

16. August 1743: Frau Maria Wellser, verwitwete Bäckermeisterin in Wildon, heiratet den Simon Schaffzahl, "Böckhen Junger". Trauzeugen sind der Wildoner Marktrichter Johann Hausman und ein Ratsbürger. (Hengist Magazin 3/2010)

1744

20. April 1744: Maria Theresia Grit(t)ner Witwe des Peter Gritner, Weißbäcker in Wildon, ehelicht in der Pfarrkirche Wildon den Weißgerbergesellen Johann Georg Wanzman. (Hengist Magazin 3/2010)

1748

1748 gelingt Theresia Kirschnerin die Flucht aus dem Gefängnis Oberwildon über das Schloßdach und einen Sprung über zehn Meter Tiefe, wobei ein Gerichtsdiener Rizinger in Verdacht kam, beträchtlich geholfen zu haben. (Hengist Magazin 2 und 3/2007)

1749

1749 heiratete auf Schwarzenegg der 56-jährige Sigmund Joseph Graf Galler (der "krumpe" Graf) die 28-jährige Tochter seines Cousins Maria Elisabeth. Durch die Heirat wurde er Eigentümer der Schlossherrschaft Waasen und auch des Palais Galler am Karmeliterplatz in Graz (heute ÖVP-Zentrale)(Naschenweng, Hengist Magazin 3/2006)

1749: Graf Lengheim errichtet ein Testament, in dem er auf seinem Gut Schwarzenegg ein Schlossbenefizium für einen Kaplan stiftet. Er legt genau fest, wie und welche Messen gehalten werden sollen. 1760 wird dem Testament noch ein Kodizill angefügt, in dem Lengheim für den Unterhalt des Schlossgeistlichen 4000 Gulden Kapital aufwarf und den Betrag auf dem Gut sicherstellt. (Hengist Magazin 2/2007)

1750

1750: Die Ortschaften links der Mur (heute Teile der Gemeinde Stocking) werden eingepfarrt.

Durchreise des Kaiserpaares Franz I. und Maria Theresia im Juli 1750. Das Hochgericht Wildon erhält die Weisung der innerösterreichischen Regierung, die an der ehemaligen Triester Haupt- und Kommerzialstraße gelegene Richtstätte, "Galgenriegel" genannt, im Bereich des heutigen "Am Buchkogel", entweder zu demolieren oder zumindest vorübergehend die "Cadavera" zu entfernen, um die höchsten Herrschaften mit keinen Widerwärtigkeiten zu konfrontieren. (Hengist Magazin 3/2007)

Für Kaiserin Maria Theresia und dem kaiserlichen Tross standen beim Kreuzwirth in Lebring 24 Post- und 84 Landpferde bereit. 

21.01.1750: Spatzen Edikt

Untertanen von Grundherrschaften mussten eine bestimmte Anzahl von Spatzen, die als Schädlinge betrachtet wurden, abliefern.

1751

1751: Mit kaiserlicher Entschließung vom 10. Mai 1751 wird verfügt, die Postmeisterei von Wildon nach Lebring zu verlegen.  Postmeister Franz Erasmus von Azula pachtet zunächst den Kreuzwirt in Lebring, da die Eröffnung der Lebringer Poststation schon mit 1. Juli 1751 angekündigt ist. Schließlich kauft er das Bauernhaus des Peter Thomann in Lebring um 600 Gulden und baut es zur Postmeisterei um bis er 1757 wegen Krankheit der Ehefrau verkauft, nach Graz zieht und als Verwalter des Zuchthauses tätig ist. (Hengist Magazin 1/2005). Der Wildoner Magistrat protestiert erfolglos gegen die Verlegung der Poststation nach Lebring.

8. Dezember 1751 bis 1752 war Lebzelter Franz Jakob Pinter Marktrichter und saß im Rat des Marktes Wildon. (Hengist Magazin 3/2005)

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1755

1755/1756: Die Rinderpest verursacht im Land viel Leid und Schaden. Die steirischen Landstände bestimmten eigene Viehumfall-Kommissare, die als Aufsichtsorgane in die infizierten Gebiete geschickt wurden. Um den Viehumfall einzudämmen wurden an die Bauern um Wildon und Ehrenhausen Vieharzneien im Wert von mehr als 350 Gulden verteilt, darunter Kampfer, Kreidepulver, Salpeter, Speik und Haselwurzpulver. In den Markt Wildon schickte man mehrere Male Tiegel mit Vieh-Mithridat, also "Theriak". Die Kosten trug die Steirische Landschaft. Trotz der Mittel fiehlen tausende Tiere der Seuche zum Opfer. Den Wildoner Bürgern verendeten 25 Rinder. In Retznei verlor man 100 Rinder, in Obervogau 150. Die Untertanen der Herrschaft Hornegg (Stainztal) und Schwanberg standen vor dem Ruin. (Hammer-Luza, Hengist Magazin 3/2006)

1756: Letzte Eintragung einer Gebetserhörung im Schwarzenegger Mirakelbuch. (Hengist Magazin 2/2007)

1757

1757: Straßenseitig an der Kirchenaußenmauer  der auch wegen seiner Darstellung der Wildoner Burgen interessante Grabstein für den Grazer Gastwirt Franz Hofstätter, der am 28. Oktober 1757, 44-jährig in Wildon bei einem Kutschenunglück ums Leben kam.  Den Hintergrund für die Unfallszene bildet eine frühe Darstellung der beiden Burgen  Alt- und Neuwildon, ergänzt durch ein Kreuz als Zeichen für den damals am westlichen Abhang befindlichen Kalvarienberg. (Hengist Magazin 1/2005)

Grazer Kreis um 1760, StLA

1760 Grazer Kreis

Marburger Kreis um 1760, StLA

1760 Marburger Kreis

1760

Um 1760 verkauft der Lebzelter Franz Xaver Pinter das Lebzelterhaus, heute Hauptplatz 45, an den Chirurgen und Ratsbürger Leopold Widtmann, dem zuvor das Postmeisterhaus gehörte. Die Lebzeltergerechtigkeit "übersiedelt" auf das ehemalige Postmeisterhaus, heute Unterer Markt 38. Familie Pinter bleibt bis 1806. (Hengist Magazin 3/2005)

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1763

Im Juli 1763 berichtet der Herrschaftsverwalter von Oberwildon von "Viehumfällen" um die Gegend von Hengsberg, diesmal waren Rinder, Pferde und Schweine betroffen. Kadaver von Zugtieren wurden einfach auf der Straße liegen gelassen. Die Verwalter der Herrschaften Premstätten, Waldschach und Schwarzenegg wurden zu Kommissaren ernannt, um sich ein Bild über das Ausmaß des Schadens zu machen. Zugleich entsandte man den Landschaftsphysiker und Arzt Dr. Hermann Gleissner in die betroffenen Gebiete. Der Wildoner Abdecker, der die Kadaver der gefallenen Tiere öffnete und untersuchte, stellte Milzbrand - eine bakterielle Infektionskrankheit - fest. Durch Ausscheidungen milzbrandkranker Tiere kann ein Erdboden jahrzehntelang verseucht werden, womit die Pflanzenfresser die Krankheitserreger durch das Futter aufnehmen. Die Bevölkerung gab die Schuld an der Viehseuche vor allem dem schlechten Wetter mit heißen Tagen und nasskalten Nächten, durch die das Futter auf der Weide verderbe und das Wasser faulig werden. Die Gabe von Nieswurz löste "Heilentzündungen" aus, die die Abwehrkräfte des Organismus mobilisierten. 1763 schien man in Hengsberg damit Erfolg gehabt zu haben. Mitte August 1763 berichtete der landschaftliche Arzt, dass sich die Seuche gelegt habe(Hammer-Luza, Hengist Magazin 3/2006)

1765

1765: Nach Lengheims Tod folgen die Reichsgrafen Galler als Herren auf Schwarzenegg. (Hengist Magazin 2/2007)

Im Sommer 1765 führt eine Hofreise von Kaiser Franz I. und Maria Theresia nach Innsbruck. Dies war ein Zug von rund 80 Wagen und 650 Zugpferde. Die Poststationen und Grundherrschaften der Umgebung mußten Pferde zur Verfügung stellen.  (Hengist Magazin 2/2005)

1766

1766 wird auf Anweisung Maria Theresias der steirische Herzogshut wieder hergestellt und dem Gouverneur und Landeshauptmann Graf Wildenstein zur Obhut übergeben. Kaiser Joseph II. ließ das erbländische Symbol 1785 nach Wien bringen. (Obersteiner, Hengist Magazin 1/2006)

1766: Den Rokoko-Hochaltar errichtete im Jahre 1766 der Grazer Bildhauer und Tischlermeister Veit Königer, das Hochaltarbild „Tod der hl. Maria Magdalena“ ist ein Meisterwerk des Hanns Adam Weißenkircher (1646–1695), Hofmaler der Fürsten von Eggenberg, die seit 1624 Herren auf Oberwildon waren.

1768

1768: Rauchfangkehrermeister Jakob Gessl bezahlt drei Gulden Steier. Die führenden Ratsbürger zahlten 9 bis 12 Gulden. (Hengist Magazin 3/2007)

1769

8. Dezember 1769 bis 1770 war Lebzelter Franz Jakob Pinter Marktrichter. (Hengist Magazin 3/2005)

1770

1770 reist der Großherzog der Toskana, der spätere Kaiser Leopold II. mit 11 Wagen und 69 Pferden. (Hengist Magazin 2/2005)

Franz Xaver Hysel kommt am 11. Februar 1770 als Sohn des dortigen Schulmeisters Josef Hysel (seit 1752 in Hengsberg) auf die Welt. Wegen seiner musikalischen Begabung wird er nach Wildon zum Musikunterricht geschickt. Vermutlich über Kontakt über die Grafen Galler auf Schloss Schwarzenegg findet er in Gräfin Aloisia Lanthieri Unterstützung für ein Violinstudium in Graz. Zu den Pflichten eines Schulmeisters gehörten auch die Pflichten eines Mesners, Organisten und Chorleiters. Hysel, der sich später als Eduard Hysel benannte, galt als bedeutendster Geiger in Graz. Er gab Benefizvorstellungen für steirische Wohltätigkeits-Anstalten. Seit 1793 bereits als Geiger tätig, nahm er 1799 eine Stelle des Musikdirektors am ständischen Theater in Graz an. Zu Ostern 1813 übernahm er den Posten des Theaterdirektors bis Oktober 1818. Am 19. November 1814 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Graz erhoben. Er starb am 15. September 1841 in hochgeachtet in Graz. (Hengist Magazin 2/2008)

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21.04.1770: Maria Antonia nach Frankreich

01.01.1773 Werbbezirk und Bezirksobrigkeit

Mit der Herrschaft Oberwildon war eine aus den militärischen Werbbezirken der 1770er Jahre hervorgegangene Bezirksobrigkeit verbunden. Eine Ebene unter den Kreisämtern angesiedelt nahm sie eine Reihe von Agenden der öffentlichen Verwaltung wahr. Dies im Namen des Landesfürsten aber auf Kosten des privaten Eigentümers der Grundherrschaft. Die Bezirksobrigkeiten waren kleinregionale Verwaltungssprengel, die ein gutes Instrument für die staatliche Aufsicht darstellten.

Der Herrschaftsverwalter auf Oberwildon amtierte zugleich als Bezirkskommissar. Als "Bezirksinsassen" bezeichnete man die Bevölkerung im Amtssprengel.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 24

1774 Schulpflicht

Mit der Schulreform von 1774 hatte Maria Theresia die niederen Schulen in den katholischen Pfarren unter staatliche Aufsicht gestellt und eine Schulpflicht von 6 Jahren eingeführt. Tatsächlich mussten viele Eltern mühsam vom Nutzen des Schulbesuches ihrer Kinder überzeugt werden. Schulkinder mussten eine Reihe häuslicher Arbeiten verrichten. Lange Schulwege, Erntezeit und winterliche Verhältnisse taten das Übrige. Das Trivium Lesen, Rechnen, Schreiben und Katechismus (Religion) wurde in den "Trivialschulen" vermittelt. Der Lehrer diente zugleich als Mesner. Die Lebensverhältnisse der Lehrer waren sehr bescheiden.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 24 ff, Gernot Obersteiner.

1775

1775: Graf Joseph Stampfer von Walchenberg stirbt und das Landgericht Oberwildon wird für fünf Jahre bis 1780 unter gerichtlicher Verwaltung gestellt.
(Hengist Magazin 2/2007 und 1/2006)

02.01.1776 Aufhebung der Folter

"Intercalar Tortur" - so nennt man die Wiener Praxis für die Folter in drei Graden: Daumenschrauben, "Schnürung" und "trockener Aufzug mit Gewichtsanhängung. Ein angesehener Folterarzt, der den Criminal Inquisiten vor der peinlichen Frage (=Tortur) zu untersuchen hat, ist der Chirurg Ferdinand Leber (1727 - 1808), der sich in einem Gutachten 1773 gegen die "Intercalar Tortur" ausspricht. Maria Theresia verbietet mit 16.11.1773 die Folter. Oberst-Landrichter Freiherr von Hahn spricht sich für die Beibehaltung der Folter aus. Maria Theresias Berater Joseph von Sonnenfels tritt mit einer eigenen Schrift "Über die Abschaffung der Tortur, 1775, gegen die Folter ein. In der "allerhöchsten Entschließung" vom 02. Jänner 1776 wird dekretiert: "Die peinliche Frage sey allgemein aufzuheben".

Quelle: Johannes Sachslehner, 365 Schicksalstage - Der Gedächtniskalender Österreichs. Styria, Graz, 2012, Seite 11

1778: Kajetan Unger

Der Stammvater der Familie Unger wirkt 1778 als Oberlehrer und fasst mit seiner Familie Ende des 18. Jahrhunderts in Wildon Fuß.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 17 bis 21, Peter Wiesflecker

1779

1779: Weitendorf wird eingepfarrt.

1779 werden dem Landgericht Oberwildon zwei gefährliche Kriminalverbrecher übergeben: der 27-jährige aus Ungarn gebürtige Leyrerbärtel und der 19-jährige aus Bayern stammende kleine Österreicher Seppl, die zwei brutale Raubmorde begannen.

Das Landgericht Oberwildon ließ die Verbrecher von unten nach oben rädern, das heißt, sie wurden an die Erde gebunden und mit einem schweren eisenbeschlagenen Rad wurden die Glieder bei den Füßen beginnend bis zum Kopf zerschlagen. Anschließend wurden die Leichname auf das Rad gebunden und für einige Zeit hängen gelassen. (Hengist Magazin 3/2007)

Wappen, Edler von Griendl, KPH, Grabstein bei Pfarrkirche Wildon, Foto: HO

1780 Edler von Griendl

1780 (bis 1804): Dr. Josef Edler von Griendl, Hof- und Gerichtsadvokat in Graz, wird neuer Eigentümer der Herrschaft und des Landgerichts Oberwildon, bis Mitte des 19. Jh. Die adeligen Besitzer bedienten sich zur Besorgung der Gerichtsbarkeit eines Landgerichtsverwalters: Ende des 17. Jh. war das Johann Adam Bettenburger, dann Julius Hannibal von Canal, Anfang des 18. Jh. Franz Friedrich Hörner, nach ihm Andreas Leopold Paltauf. (Hengist Magazin 2/2007 und 1/2006)

Dr. Griendl hatte an der Universität Freiburg das Doktorat der Rechte erworben. Er wirkte in Graz als Advokat und als Bannrichter beim Landgericht in Friedau, Untersteiermark. Zeitweise war er Professor an der Grazer Universität und von Mai bis September 1782 Rektor. Weiters besaß er das Diplom eines öffentlichen Notars und war vom Fürstbischof von Seckau zum "Wirklichen Konsistorialrat" ernannt worden. Am 28. Mai 1783 erhob ihn Kaiser Joseph II. in den erbländischen Ritterstand mit dem Prädikat "Edler von" und verlieh ihm gleichzeitg auch ein Wappen. Das ausgedehnte Landgericht Oberwildon, zuständig für weite Teile der Weststeiermark, lag beim Juristen Griendl also in guten Händen. Als Inhaber der Herrschaft Oberwildon war Griendl aber auch Mitglied der Landstände und besaß Sitz und Stimme im Landtag. (Obersteiner, Hengist Magazin 1/2006).

Die Todesstrafe wird unter Josef II. aufgehoben, erst Kaiser Franz I. führt sie wieder ein. Jedoch hielt das Josefinische Strafgesetzbuch 100 Rutenstreiche für vorstellbar. Strafen durch Züchtigung wurden häufig kominiert mit Orts- oder Landesverweis. Durch die Verbannung verlor die Person ihre bisherige Erwerbsmöglichkeit und jegliche sozialen Rückhalt (Hengist Magazin 3/2007)

12.01.1782: Joseph II.: Klosteraufhebungspatent

Kontemplative Klöster werden aufgelöst und das Vermögen in den Religionsfonds übertragen. Damit werden eine Reihe von Pfarrneugründungen finanziert. Das Ziel: Kein Bürger oder Bauer soll länger als eine Stunde zur nächsten Pfarrkirche zum Gottesdienst gehen müssen.

1783

Mitte Juli 1783 konnte das Grazer Gubernium an die Wiener Hofkanzlei berichten, dass die Heuschreckenplage in der Steiermark beseitigt war.

1784

1784: Pfarrkirche Wildon: Die imposante Kanzel, das Orgelgehäuse und die Orgelbrüstung, alles Werke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurden 1784 aus dem von Kaiser Joseph II. aufgehobenen Karmeliterkloster in Graz erworben.

1785

1785 (bis 1970): Das Pfarramt Wildon ist Sitz eines Landdekanates.

1785: Im Alten Rathaus am Hauptplatz (später Bezirksgericht), heute Hauptplatz 47 - Ordination Dr. Zwittnig - amtierten Marktrichter und Rat bzw. seit 1785/1850 Bürgermeister und Gemeindeausschuss. Pranger und Marktrichterstab waren frühe Zeichen der niederen Gerichtsbarkeit im Burgfried.

29.05.2012

1787 Josephinische Landaufnahme

Raum Wildon, Josephinische Landaufnahme 1787, Quelle: Digitaler Atlas Steiermark, Historische Karten
Raum Wildon um 1787, Josephinische Landaufnahme (StLA)

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13.01.1787: Todesstrafe abgeschafft

Die Todesstrafe wird zum ersten Mal in Österreich abgeschafft.

Karte Josephinische Landaufnahme Stainz - Wildon um 1790, Quelle: StLA
Karte Josephinische Landaufnahme Stainz - Wildon um 1790, Quelle: StLA

1790 Josephinische Landaufnahme

1790 Josephinische Landaufnahme Stainz - Wildon, Quelle: Stmk. Landesarchiv

1790

Am 9. Mai 1790 wurde einer Delegation der steirischen Landstände von Kaiser Leopold II. die Bitte gewährt, den steirischen Herzogshut nach Graz zu retournieren. Der Delegation gehörten an: Der Bischof von Graz-Seckau, Graf Attems und Graf Brandits und Dr. Joseph Edler von Griendl. Am folgende Tag wurde der Herzogshut in einem Galawagen in einem Konvoi von 16 Wagen, unter Festmusik und klingendem Spiel in das Landhaus gebracht und auf dem Platz des Landesfürsten einige Zeit aufgestellt. Bürgergarden und Grazer Handelsstand waren angetreten. (Obersteiner, Hengist Magazin 1/2006)

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1791

Am 22. November 1791 heiratet Johann Geberger in der Wildoner Pfarrkirche. Als Beistand wird der Wildoner Lebzelter Franz Pinter genannt. Geberger war als Amtsschreiber beim Landgericht Oberwildon tätig und nach drei Jahren Landgerichtsverwalter, was er 6 Jahre lang ausübte. Am 4.September 1791 kaufte Geberger die Poststation Kalsdorf vom Postmeister Max Maurus. Das Postregal war 6000 Gulden wert, Posthaus, 13 Postpferde, Postwagen kamen nochmal auf 9300 Gulden. Geberger mußte sich auch einer Prüfung bei der Oberpostverwaltung in Graz unterziehen. Schließlich kaufte er am 2. Mai 1820 das Gut Murstätten in Lebring um 14500 Gulden von Josepha Gräfin von Brandits. (Hengist Magazin 1/2007) 

01.01.1792 Benefiziat Matthias KARL


Das Grazer Gubernium versucht erstmals das Benefizium auf Schloss Schwarzenegg einzuziehen zur Einschränkung es Wallfahtswesens. Gräfin Galler wird aufgetragen, keinen neuen Benefiziaten zu präsentieren. Dennoch scheint von 1794 bis 1806 der ehemalige Kaplan von Wildon, nun Priester Matthias Karl als Benefiziat auf.(Hengist Magazin 2/2007)

01.01.1792 Edler von Griendl auf Oberwildon

Die Familie der Edlen von Griendl übernimmt die Herrschaft Oberwildon und damit die Bezirksobrigkeit, einem kleinregionalen Verwaltungssprengel. Der Herrschaftsverwalter amtiert als Bezirkskommissar.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 24, Gernot Obersteiner

08.12.1792 Marktrichter Franz Xaver Pinter

Von 1792 bis 1804 war der Lebzelter Franz Xaver Pinter Marktrichter von Wildon. (Hengist Magazin 3/2005)

01.10.1792 Brandschutzordnung

Im Herbst des Jahres 1792 traf aus der Österreichischen Hofkanzlei in Wien eine Verordnung in Graz ein, die Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz darlegte.

Für die Grundherrschaften und Dörfer am flachen Land wurde eine eigene Feuerordnung vom 20. Oktober 1792 erlassen. Darin wird gefordert, dass beim Bau neuer Häuser ausreichend Abstand zu den Nachbarobjekten gehalten wurde und dass ansonsten hochstämmige Bäume (Nußbäume) Schutz gegen Ausbreitung des Feuers bilden sollten. Hölzerne Rauchfänge waren nicht mehr gestattet und die Hausherrn waren angehalten regelmäßig die Rauchfänge zu kehren oder von Rauchfangkehrern kehren zu lassen.

Die Gemeinden mußten ordentliche Verträge mit den Rauchfangkehrermeistern abschließen. Auch die Dorfrichter hatten künftig auf das Kehren der Öfen und Rauchfänge zu achten und unvermutete Kontrollen durchzuführen und bei Verstößen der Obrigkeit anzuzeigen. Die "Feuervisitation" (heute Feuerbeschau) war genau geregelt.

Im Herbst 1792 traf aus der Österreichischen Hofkanzlei in Wien eine Verordnung im Grazer Gubernium ein, die den vorbeugenden Brandschutz darlegte. Sie unterschied zwischen geschlossenen Siedlungen (Städte und Märkte) und den Dörfern auf dem Land. Häuser sollten mit Ziegeln gedeckt sein (keinesfalls mit Stroh). Bei herrschaftlichen Gebäuden, Kirchen, Pfarrhöfen waren Ziegel obligatorisch. (Hengist Magazin 3/2007)

Rauchfänge aus Holz wurden verboten. Rauchfangkehrermeister waren der Baukommission beizuziehen. Die Rauchfänge in kurzen und regelmäßigen Abständen durch befugte Rauchfangkehrer zu reinigen. Ebenso wurden in den Magistraten Feuerkommissare eingerichtet (Feuerbeschau - Feuervisitation). (Hengist Magazin 3/2007)

1793

1793: Kaiser Joseph II. reformiert die bürgerliche Selbstverwaltung. An die Stelle des Marktrichters trat ein Bürgermeister, dem ein rechtskundiger und geprüfter Syndicus als Erster Rat begegeben. Auf den Marktschreiber folgte ein Kanzlist, der ebenso wie der Gerichtsdiener im Rathaus wohnte. (Hengist Magazin 1/2007)

1794

1794: Die Bauarbeiten bei der Pfarrkirche St. Margarethen (Lebring) werden vom Bezirkskommissär auf Oberwildon, Ignaz Böss, als controllierenden Bauführer und Pfarrer Ernest Satori (Pfarrer 23. April 1794 bis gestorben am 09. März 1800) im Sommer in Angriff genommen.

1794 erwirbt der Wildoner Gastwirt Franz Xaver Schrott die Poststation in Lebring. Die napoleonischen Kriege (1797, 1802, 1805, 1809) brachten Unsicherheiten im Postwesen mit sich. Couriere mußten die Posttransporte sichern und Postknechte wurden auch wegen der Wertsachen überfallen. (Hengist Magazin 2/2005)

1795

Im Frühjahr 1795 wird in der ganzen Steiermark ein 40-stündiges Gebet für Kaiser Franz II. und den Frieden angeordnet.

Franzosen, StLA, KPH

1797 Franzosenkriege

Die Franzosenkriege: 1797, 1801, 1805 und 1809. (Hengist Magazin 3/2009)

Im März 1797 marschieren französische Truppen über Neumarkt, Judenburg, Leoben nach Graz ein. Am 19. April zog die erste französische Brigade mit 8000 Mann die Triester Kommerzialstraße von Süden kommend über Wildon nach Graz. Im gesamten Leibnitzerfeld errichteten die Franzosen Barackenlager und forderten Brot, Fleisch und Wein.

Offiziere quartierten sich in Bauern- und Bürger- und Pfarrhäusern ein. Die zweite Division marschierte am 28. April 1797 durch und nahmen der Bevölkerung alles, notfalls mit Gewalt. Pferde müssen an die Besatzer abgeliefert werden. (Hengist Magazin 2 und 3/2009)

Im August 1797 gestatten die staatlichen Behörden das Wetterläuten wieder.

31.05.2012

1800

Um 1800: Der in Oberwildon amtierende Landgerichtsverwalter Ignatz Böß darf die Kriminalprozesse selbst führen (ohne Bannrichter). (Hengist Magazin 2/2007)

Maria Ruesin (Ruess) aus Oisnitz, Magd bei Georg Haas, vulgo Stegschuster, brachte in der Nacht vom 26. auf 27. Dezember 1799 ein Kind zur Welt, das jedoch verschwunden blieb. Als Kindsmörderin wurde sie zu drei Jahren hartem Gefängnis und öffentlicher Arbeit in Eisen verurteilt. Außerdem wurde sie zu Beginn und am Ende ihrer Strafzeit mit jeweils 15 Rutenstreichen gezüchtigt. (Hengist Magazin 2/2008)

Ein Kaplan aus der Dekanatspfarre Wildon versieht Dienst als Provisor in der Pfarre St. Margarethen bei Lebring, nachdem Pfarrer Ernest Satori am 9. März 1800 verstarb. (Hengist Magazin 3/2009)

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1801

1801: Französische Besatzung in Steiermark.

1803

1803 stirbt Dr. Joseph Edler von Griendl 64-jährig in Graz. Beigesetzt wurde er bei der Pfarrkirche Wildon (Grabstein an der Außenmauer). Zum Barvermögen von 324.000 Gulden kamen noch Realitäten wie die Herrschaft Oberwildon, die Bockbergmeierei, die der "Edlahof" in Großfeiting. Das Erbe trat sein Sohn Franz Xaver Edler von Griendl (1777 - 1858) an.

1804 Feuer

1804: Eine Feuersbrunst zerstört Wildon.

1804: Der Advokat Dr. Josef Edler von Griendl (Professor und Rektor der Universität Graz) wird in der Pfarrkirche Wildon zu Grabe getragen. Ein Grabstein an der Kirchenaußenmauer erinnert an den Grundherren der Herrschaft Oberwildon.

1805

1805: Französische Besatzung in der Steiermark.

Adrian des Enffans d'Avenas kauft 1805 die Herrschaft Neuschloss und 1808 die Herrschaft Freibühel. (Hengist Magazin 2/2009)

1806

1806 bietet der Lebzelter Franz Xaver Pinter sein Haus, heute Unterer Markt 38, in der "Grätzer Zeitung" zum Verkauf an. Johann Wibmer, ebenfalls Lebzelter, kauft es. (Hengst Magazin 3/2005)

1807

Zäzilia Haring, eine mutmaßliche Kindsmörderin aus Gleinstätten, wird am 31. Dezeber 1807 in das Landgericht Oberwildon gebracht, wo sie ihr Verbrechen auch einbekannte. Der damalige Landgerichtverwalter und Kriminalrichter Ignatz Böß verurteilte sie zu zehn Jahren schweren Kerker, die die Frau zunächst bis 1809 im Zuchthaus am Grazer Schlossberg, dann im ehemaligen Jagdschloss Graz Karlau verbringen mußte.

1808

Im Juni 1808 ertrinken der Lehrersgehilfe von Wildon und der Lehrer von St. Margarethen beim Baden in der Kainach. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 21)

1809

1809: Französische Besatzung in der Steiermark.

21.05.1809: Schlacht bei Aspern

Österreichische Truppen kämpfen gegen französisch napoleonische Truppen.

16.04.1809: Sieg der Truppen von Erzherzog Johann bei Udine

1810

1810: Ein Blitzschlag trifft die Burg am Schloßberg und löst einen verheerenden Brand aus. Die Burg ist seitdem dem Verfall preisgegeben. Die Gefängniszellen werden in das sog. "Stockhaus" neben dem Unteren Schloss Wildon verlegt. (Hengist Magazin 3/2007)

Ab 1810 bis in die 1840er Jahre liefern die Bezirksobrigkeiten, darunter auch die Herrschaft Oberwildon, Berichte für eine "Statistik" des Herzogtums Steiermark im Sinne einer Zustandsbeschreibung des Landes. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 18) Diese Bezirksobrigkeit war mit einer Fülle von Aufsichts- und Verwaltungsfunktionen betraut und war eine Ebene unterhalb der Kreisämter angesiedelt. Bis 1848 waren die Bezirksobrigkeiten erste Instanz für die bäuerlichen Untertanen und Märkte.

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1810 Amtsantritt Johann Nepumuk WALTER

1810 datiert der Amtsantritt von Johann Nepomuk WALTER als Herrschaftsverwalter der Herrschaft Oberwildon und gleichzeitig als Bezirkskommissar des Bezirkes Wildon mit den Katastralgemeinden Unterhaus, Kainach, Neudorf, Weitendorf, Lichendorf, Kehlsdorf, Schönberg, Matzelsdorf, Lebring, St. Margarethen und Bachsdorf.

WALTER erneuerte nach seinem Amtsantritt ein Bauansuchen für den Neubau eines Schulhauses in St. Margarethen, dass seit 1794 einer Erledigung beim Gubernium in Graz harrte und das aus Mitteln des Religionsfonds finanziert werden sollte.

Der Markt Wildon bildete einen eigenen Bezirk mit dem gewählten Marktrichter als Bezirkskommissär.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 24 ff, Gernot Obersteiner

Unterer Markt 36, Foto: HO

1811 Lebzelterfamilie Fürst

1811: Staatsbankrott von Österreich. (Hengist Magazin 2/2007)

1811 wird eine Briefsammelstelle in Wildon unter dem Postamt Lebring eingerichtet. (Hengist Magazin 1/2005).

1811 kauften die Lebzelter Anton und Theresia Fürst das Lebzelterhaus, heute Unterer Markt 38. Die Fürst arbeiten als Lebzelter außer in Wildon noch in Kapfenberg, Mureck, Pettau und Weiz. (Hengst Magazin 3/2005) Familie Fürst besaß noch den "Fürstenhof", vulgo Lebzelter, heute Im Rasental 1, der von verschiedenen Adelsfamilien zum Edelhof ausgebaut wurde. (Hengst Magazin 3/2005)

1811 wird durch den Oberwildoner Bezirkskommisär Johann Nepomuk WALTER eine "Conscriptions Revision" durchgeführt: Die Einwohnerschaft bestand aus 416 Familien, die in 423 Häusern wohnten. 686 männliche und 767 weibliche Personen, 377 Knaben und 393 Mädchen unter 12 Jahren, zusammen also 2226 lebende Personen im Bezirk Wildon (Hengist Magazin 1/2011, Seite 20).

Die Grundherrschaft Oberwildon, mit Verwaltungssitz im "Freihaus" oder auch "Unteren Schloss", heute Hauptplatz 55, ist um 1810 Bezirksobrigkeit, Landgericht über 28 Pfarren bis Wildbach, Ligist und Hitzendorf, Vogtei (weltliche Gerichtsbarkeit und wirtschaftliche Aufsicht) über die Pfarren Wildon, St. Margarethen und Mooskirchen und Herrschaftsverwaltung. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 21)

Die medizinische Versorgung oblag um 1810 einem "Wundarzt". Bei Unglücksfällen bezahlte die Bezirksherrschaft seine Fahrtkosten. Weiters gab es eine geprüfte Hebamme in Wildon zu der die gebärenden Frauen allerdings kein Vertrauen hatten. Stattdessen vertrauten die Frauen lieber erfahrenen älteren Mütterchen. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 21)

Im Mai 1811 starb Karl ERHARD, vulgo Hofbauer in Kainach, nachdem er von einem Blitz getroffen wurde. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 21)

30.06.1812 Johann Nepomuk WALTER

Am 30. Juni 1812 datiert der Bericht für die Statistik des Herzogtums Steyermark des Obwildoner Herrschaftsverwalters und Bezirkskommissärs Johann Nepomuk WALTER. Er wechselte später als Verwalter der Herrschaft Rohr in den Dienst des Stiftes Rein. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 18)

Seit 1806 umfasste die Bezirksherrschaft Oberwildon die Ortschaften Unterhaus, Kainach, Neudorf, Weitendorf, Lebring, Bachsdorf, St. Margarethen, Lichendorf, Kehlsdorf, Matzelsdorf und Schönberg.

Der Amtsbezirk Wildon umfaßte so rund 26,3 km², 423 Häuser und 2226 lebende Menschen. Der Markt Wildon stellte einen eigenen Verwaltungsbezirk dar. Verordnungen des Landesfürsten wurden den zusammen gerufenen Gemeinderichtern und durch diese den Gemeindeinsassen kundgemacht. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 20)

Die "Bezirksinsassen" waren der katholischen Religion zugetan. Es gab weder Akatholiken noch Juden.

Der Bezirk Wildon hatte Anteil an drei Pfarren:
Pfarre Wildon, mit den Dörfern Unterhaus, Kainach, Neudorf und Weitendorf,
Pfarre Hengsberg, mit Lichendorf, Kehlsdorf, Mathelsdorf und Schönberg,
Pfarre St. Margarethen, mit Lebring, St. Margarethen und Bachsdorf.

Messkapellen gab es bei den Schlössern Murstätten, Freibühel und Schwarzenegg. Das Benefizium an der Schwarenegger Schlosskapelle war seit 1807 unbesetzt.

Hengsberg mit der Pfarrkirche St. Laurentius lag bereits in der Bezirksobrigkeit Hornegg.

Der Markt Wildon bildete einen, innerhalb der Dekanatspfarre Wildon gelegenen eigenen Bezirk, dem der gewählte Marktrichter an der Spitze des Magistrats vorstand.

St. Margarethen war eine kleine Pfarre mit 833 Seelen. Die Pfründe wurden als mittlere Ökonomie eingeschätzt. 6,5 Joch Äcker, 3 Joch Wiesen, 14 Joch Wald. Der Pfarrer hob einen Garbenzehent ein, nutze Einkünfte aus gestifteten Messen und Jahrtagen. Für priesterliche Handlungen wie Taufen, Hochzeiten und Begräbnis wurde die Stola - eine Gebühr - eingehoben. 5 bäuerliche Dominikaluntertanen zinsten dem Pfarrhof St. Margarethen.

Untertanen in Unterhaus und Kainach mussten dem Dechant von Wildon den Garben-Vollzehent sowie "Kleinrechte" wie Haar (Flachs), Gänse, Hirse, Hühner und Käse abliefern.

Die Pfarrgült Wildon bestand aus 24 bäuerlichen Untertanen in der Umgebung.

Die Pfarrkirche St. Magdalena in Wildon beschreibt Bezirkskommissär Johann Nepomuk WALTER als in gutem Zustand. Allerdings stand eine Turmreparatur bevor. Der Pfarrhof wird als in schlechtem Zustand beschrieben. 40 Jahre später sollte der Neubau des Pfarrhofes erfolgen.

Die Pfarrkirche St. Margarethen wird in mittelmäßigem Bauzustand beschrieben. Wegen des geringen Kirchenvermögens war sie nur mit den notwendigsten Gerätschaften ausgestattet. Ihre Lage auf einer Anhöhe gestattet eine zeizende Aussicht. Der Pfarrhof befand sich etwa 100 Schritt von der Kirche entfernt und wurde 1811 bei Antritt des neuen Pfarrers vollkommen repariert worden.

In der Pfarrschule St. Margarethen waren 1812 genau 100 Kinder eingeschult, aus St. Margarethen 18 Knaben und 21 Mädchen, aus Lebring 14 Knaben und 17 Mädchen, und aus Bachsdorf 14 Knaben und 16 Mädchen. Nicht immer besuchten alle Kinder zugleich die Schule. Im Sommer war der Besuch sparsam, weil die Kinder für kleinere häusliche Arbeiten oder zur Obhut der noch kleineren Kinder, zum Überbringen von Nachrichten oder zum Viehhüten benötigt wurden. Im Winter kamen auch 20 Schulkinder aus Lang, Stangersdorf und Jöß zur Schule. Die Schulkinder mussten dann teils auf dem Fußboden sitzen.

Das niedere Schulwesen war in der Regel mit katholischen Pfarren verbunden. Die Schulaufsicht hatte die Bezirksobrigkeit und das Kreisamt. Seit 1774 gab es eine sechsjährige Schulpflicht in der das Trivium Lesen, Rechnen, Schreiben und Katechismus (Religionsunterricht) vermittelt wurde ("Trivialschulen"). 

Gar nichts hielt Johann Nepomuk WALTER von der "Exkursions- oder Amulationsschule", wo Lehrer in die Dörfer den Kindern zum Unterricht hinterher geschickt wurden.

Es machte wenig Sinn die Eltern an die Schulpflicht der Kinder zu erinnern, weil Entschuldigungen und Ausreden gefunden wurden und gegen die Schulaufseher, Pfarrer, Lehrer und andere Obrigkeiten abgeneigt, misstrauisch und widerspenstig machten. Nur der Nutzen des Schulbesuches konnte Anreiz für den Schulbesuch sein.

Vormittags wurde die erste Klasse unterrichtet. Nachmittags die zweite Klasse.
Der Lehrer diente gleichzeitig als Mesner für die Pfarrkirche. Der Lebensunterhalt für den Lehrer war kümmerlich bis elend. Der Lehrer bezog Naturalien wie Weizen, Roggen, Eier und Scheinshammeln. Die kirchliche Besoldung war 12 Gulden sowie der Ertrag aus gestifteten Messen von 10 Gulden. Für Begräbnisse gab es höchstens 20 Gulden. Das Schulgeld belief sich auf 50 Gulden.

Der Bezirkskommissar sprach sich für eine Zulage für den Lehrer aus, die aus Mitteln des Religionsfonds zuerkannt werden könnte. Die Pfarre St. Margarethen gehörte zum aufgelösten Stift Suben in Bayern. Das Vermögen wurde unter Kaiser Joseph II. eingezogen.

Das Schulhaus von St. Margarethen wird als Bild des Jammers beschrieben - ein morsches, elendes, hölzernes Gebäude, das kaum den Namen einer Köhlerhütte verdient. Im Winter sollten 100 Kinder unterrichtet werden. Platz gab es nicht einmal für 50 Kinder.

Schon seit 1794 lag ein Antrag für den Neubau des Schulhauses St. Margarethen beim Gubernium in Graz. Johann Nepomuk WALTER erneuerte den Antrag 1810 bei seinem Amtsantritt. Der Bau sollte aus Mitteln des Religionsfonds finanziert werden.

Noch 1812 wurde tatsächlich das neue nunmehr gemauerte Schulhaus in St. Margarethen gebaut, das dem Lehrer künftig mehr Platz zum Wohnen und Unterrichten bot.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 24 ff, Gernot Obersteiner

1813

1813 konnte kein neuer Benefiziat auf Schloss Schwarzenegg mehr besoldet werden, weil das Stiftungskapital nach den Franzosenkriegen und dem Staatsbankrott von 1811 kaum noch Zinsen trug. (Hengist Magazin 2/2007)

1813: Rauchfangkehrer Johann Hagenreiter und seine Ehefrau Magdalena besitzen das Haus Hauptplatz 54 (früher Wildon Nr.81, später 74). Der Tabakverleger Leopold Schäffer erwarb das Haus 1814, verzichtete aber auf die Rauchfangkehrergerechtigkeit. (Hengist Magazin 3/2007)

1814

1814 "übersiedelt" das Rauchfanggewerbe in das Haus Nr. 65 (heute Unterer Markt 34), in dem vorher schon eine Seilerei und danach eine Riemerei betrieben wurden. (Hengist Magazin 3/2007) Siehe 1826

Im Winter 1814/1815 tagt bzw. tanzt der "Wiener Kongress" zur Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen. (Hengist Magazin 2/2005) Die Ballsäle, vormals dem Adel vorbehalten, wurden für alle Bevölkerungsschichten in den Städten geöffnet. Getanzt wurden Quadrille, Deutscher Tanz, Ländler, Ecossaise, Cottillon und Walzer. Der Unterricht von Tanz und Anstandslehre oblag ständischen Tanzmeistern unter denen Josef Seve (1800 - 1816) ein Gut in Afram bei Wildon besaß. (Hengist Magazin 2/2005)

1815

1815: Der Sprengel des Wildoner Rauchfangkehrers war sehr ausgedehnt über weite Teile der mittleren Steiermark: Mureck, Leibnitz, Sausal, Schwanberg, Leutschach, Preding, Kalsdorf und Fernitz. Das geht 1815 aus einem Bericht des Magistrates Wildon an das Kreisamt in Graz hervor. Anlass war ein Gesuch des Rauchfangkehrers Wilhelm Pitreich, sich in Leibnitz als Rauchfangkehrer niederzulassen. Der Wildoner Magistrat wollte den ansässgen Rauchfangkehrer im Erwerb schützen. (Hengist Magazin 3/2007)

Leximihof, Unterhaus

1817 Neubau Leximihof

Das Türgesims beim Haus Leximihof in Unterhaus verrät das Baujahr 1817 und die Initialen MM weisen auf den Erbauer Michael Macher.

Ausschnitt Stradafisel Steckbrief, StLA
Ausschnitt Stradafisel Steckbrief, StLA

1818 Räuberbande "Stradafisel"

Diebs- und Räuberbanden traten in Österreich sehr selten in Erscheinung. Eine der letzen auftretenden Gaunergesellschaften waren die "Stradafisel". Die meisten Stradafisel als Einzelpersonen waren schon früher kriminell geworden. Den Beginn der Bandenbildung setzt um das Jahr 1817 an. "Stradafisel" leitet sich aus der Gaunersprache ab: "Strada" steht für Straße, "Fisel" bedeutet Bursche oder Mann (nach dem männlichen Geschlechtsteil). Weibliche Bandenmitglieder bezeichnete man als "Stradamusch".

Einer steckbrieflichen Beschreibung der Stradafisel-Bande nach umfasste sie 53 Personen, 30 Männer und 23. Frauen. Um 1825 wollte man gar 150 Stradafisel namhaft gemacht haben. Untersuchungsbeamte vermuteten gar 450 Personen. Ein besonderes Kennzeichen war ihre hohe Mobilität im Raum Kärnten und Steiermark.

Der Stradafisel Johann Haßlacher, genannt Kantner-Hannes, hatte mit zwei Kameraden Mitte Oktober 1818 im Gebiet Landgericht Oberwildon einen Raubüberfall unternommen. Die Frauen wurden allein nach Wildon vorausgeschickt. Die Mäner raubten den Bauern Simon Freysinger bei Mooskirchen aus und erbeuteten Kupfer- und Silbergeld sowie mehrere Pfund Schmalz. Das sprach sich herum. Der später zum Tode verurteile Stradafisel Christian Gruber vulgo Santl raubte ihne wenige Monate später abermals aus. Den dritten Raub überlebte der Bauer im Oktober 1821 nicht mehr.

Aufgrund der erhofften reichen Beute waren Kramläden, Wirtshäuser und große Bauernhöfe, bei Gelegenheit auch kümmerliche Käuschen die Opfer, oder wenn die Hausgemeinschaft am Feld oder bei der Heuarbeit zu tun hatte.

Johann Matterna wurden mehr als 50 Straftaten zur Last gelegt. Er machte im August 1821 die Gegend um Preding unsicher. Auch die Schatzmühle in Matzelsdorf bei Hengsberg wurde beraubt und Hausrat gestohlen.

Während die Männer die Einbrüche vornahmen, war die Aufgabe der Frauen, die gestohlene Ware zu verkaufen. Die Kriminellen trafen sich in regelrechten Gaunerherbergen oder Prodenzen, die immer wieder als Raststationen genutzt wurden, zum Beispiel der "Feldwirt" oder den Heidenwirt bei Leibnitz. Quartiergeber waren aber auch Menschen am Rande der Gesellschaft, etwa der Abdecker, deren Häuser abseits des Dorfes lagen.

Michael und Katharina Rucker, Abdecker von St. Nikolai im Sausal, wurden zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Hehlerei verurteilt.

Trotz aller Widrigkeiten bei der Ermittlungsarbeit gelang es dem Bannrichter Johann Christian Gräff, der die Zentraluntersuchung leitete, die Häuptlinge der Stradafisel Bande Ende 1825 auszuforschen und zu jahrelangen Kerkerstrafen in der Karlau zu verurteilen bzw. hinzurichten.

Quelle: Hengist Magazin, 9. Jahrgang, Heft 1/2013, Seite 14 bis 17, Elke Hammer-Luza.

1819

1819 ertauscht der Wildoner Fleischer und Gastwirt Joseph Schally den Kreuzwirt (Raggamhaus) in Lebring mit seinem Gewerbe in Wildon, heute Bauer-Haus gegenüber der Pfarrkirche Wildon. (Hengist Magazin 2/2009).

Im November 1819 wird die Filiale der Landwirtschaftsgesellschaft von Erzherzog Johann in Wildon ins Leben gerufen. Sie umfasste die Grundherrschaften Oberwildon, Seggau, St. Georgen, Rohr, Waldegg, Neuschloß und Waasen und zählte rund 120 Mitglieder. Erster Obmann war Ernst Freiherr von Kellersperg, Frauheim, später Franz Ritter von Griendl, Oberwildon. Bürgermeister des Marktes Wildon und Mitglied im Ausschuss war Leopold Jandl. Die Kaiserliche Bewilligung wurde am 4. Februar 1819 erteilt. Besonders Vieh- und Baumzucht sowie Baumschulen waren von Interesse. (Hengist Magazin 2/2009)

29.05.2012

1820 Franziszäischer Kataster

Der Katasterplan aus dem Jahr 1820, heute im Stmk. Landesarchiv, zeigt den noch unregulierten Murverlauf, die bebauten Grundstücke (rot) und die damaligen Riedbezeichnungen für die Katastralgemeinde Wildon. Typisch auch die kleinen, streifenartigen Parzellen, die der Versorgung der "Ackerbürger" Wildons dienten.

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1822

1822 ersteigern Andreas und Theresia Hubmann, bürgerliche Gastgeber in Wildon, den Kreuzwirt in Lebring.

1822 übernimmt Jakob Löffler die Briefsammlung in Wildon. Er war zwar im Markt ansässig, besaß aber kein Bürgerrecht und war auch nicht Haus- oder Grundstücksbesitzer. (Hengist Magazin 1/2005) . Allerdings darf er als angesehener "Inwohner" (Haidstaller) gelten. Er erhielt rund 30 Gulden Fixlohn pro Jahr und 5 Prozent aller eingehobenen Porto- und Frankogebühren bei einem Barumsatz von rund 300 Gulden pro Jahr. Er unterstand dem Lebringer Postmeister Franz Kollmann, der ihn in Buchführung und Rechnungswesen unterwies.

1824

Am 30. März 1824 visitiert Erzherzog Johann die Filiale Wildon der Landwirtschaftsgesellschaft. Im Wildoner Rathaus wurde die Sitzung gehalten.

1826

1826 kaufen die Inhaber des Rauchfangkehrergewerbes Joseph und Johanna Tiefenbrunner das Haus Nr. 65 (heute Unterer Markt 34) von Franz Gollner. (Hengist Magazin 3/2007)

1827

Anfang Juni 1827 führen heftige, lang anhaltende Regenfälle zu einem verheerenden Hochwasser in der Steiermark. Vor allem entlang der Mur werden viele Brücken beschädigt und unpassierbar. Straßen werden überflutet oder weggespült. Postrouten konnten über mehrere Wochen nicht befahren werden. Das Leibnitzer Feld war völlig überschwemmt.

1828

1828 verkauft Franz Xaver Schrott die Lebringer Poststation um rund 20.000 Gulden. Allein das Postregal wurde mit 8000 Gulden bewertet. (Hengist Magazin 2/2005)

1828 wird die Brandschaden-Versicherung gegründet. In der Folge entstehen zahlreiche neue bäuerliche Wirtschaftsgebäude mit Ziegelgitter um Schäden durch Selbstentzündung von Heu zu vermeiden. (Hengist Magazin 2/2005)

1829

Im März 1829 ist Erzherzog Johann wieder bei einer Filialsitzung der Landwirtschaftsgesellschaft in Wildon. (Hengist Magazin 2/2009)

1830

1830 wird Carl Glanner, geboren 1787 in Marburg, 1810 zum Priester geweiht, Dechant und Pfarrer von Wildon bis 1853. (Hengist Magazin 3/2009)

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1831

Am 8. Oktober 1831 ist Erzherzog Johann wieder bei einer Filialsitzung der Landwirtschaftsgesellschaft in Wildon. (Hengist Magazin 2/2009)

1832

Im Jahr 1832 wird der Friedhof aus sanitätspolizeilichen Gründen von der Pfarrkirche zum heutigen Standort in Kainach übersiedelt. In unmittelbarer Nähe wurde 2007 das urnenfelderzeitliche Gräberfeld (1200 bis 800 v. Chr.) ergraben. (Hengist Magazin 1/2004)

Hauptplatz 64, Foto: HO

1833 Neubau Hauptplatz 64

Das Gesims über der Einfahrt des Hauses Hauptplatz 64 (bis 1975 Wildon 91)verrät das Baujahr 1833.

1834

1834 erwirbt der Wildoner Bürger Joseph Knopper (geboren 25. April 1781, gestorben am 1. Juli 1853 als letzter Erbpostmeister der Steiermark, Grabstein St. Margarethen) die Lebringer Poststation. Die Besoldung betrug 200 Gulden jährlich plus 5 % Anteil der baren Portoverrechnung für Geld- und Frachtsendungen. (Hengist Magazin 2/2005)

1835 Edler von Neupauer

1835: Baron Dr. jur. Joseph Edler von Neupauer erwirbt Gut und Schloss Schwarzenegg. (Hengist Magazin 2/2007, Naschenweng, Hengist Magazin 3/2006)

1836

1836: Auf einem Buch der Wildoner Pfarrbibliothek (theologischer Traktat von Erasmus von Rotterdam) , wurde vermerkt: Joseph Pasch, Inhaber des Kaffehhauses zu Wildon. (Hengist Magazin 3/2009)

1837

Mit 1. April 1837 wird in Wildon eine selbständig kartierende Briefsammlung unter Alois Lippert eingerichtet. Der Zustellbezirk reichte bis Kirchbach, St. Stefan im Rosental, Wolfsberg im Schwarzautal.  Die Wegstrecken betrugen bis zu 5 Postmeilen, rund 37 Kilometer. Entsprechend gab es Klagen über Verspätungen und Unregelmäßigkeiten. (Hengist Magazin 1/2005)

1838

Zum Jahreswechsel 1837/1838 ziehen die Gesellen des Wildoner Rauchfangkehrermeisters Joseph Tiefenbrunner (Joseph Diefenbruner), im heutigen Haus Unterer Markt 34) durch Wildon und die umliegenden Gemeinden mit der Jahresrechnung und den besten Wünschen für ein gutes neues Jahr. (Hengist Magazin 3/2007)

1839

1839 erhält die Schlosskapelle von Schwarzenegg die Vorrechte einer öffentlichen Kapelle. (Hengist Magazin 2/2007)

1840

Am 10. und 11. April 1840 ist Erzherzog Johann wiederum bei einer Filialsitzung der Landwirtschaftsgesellschaft in Wildon. In seinem Tagebuch nennt er den Filialvorsteher Griendl, den Syndikus (juristisch geprüften Magistratsrat) Vinzenz Hermann, Bürgermeister Michael Berner. Johann steigt im Gasthaus des Lebzelters Anton Fürst, heute Unterer Markt 38, ab. Fürst besaß eine Dampfmaschine, die ein einfacher Landmann von hier gebaut hat. Fürst besaß auch den "Fürstenhof" in Unterhaus, heute Im Rasental 1. (Hengist Magazin 2/2009)

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1844

Im Sommer 1844 stand in der Steirmark im Zeiche des angekündigten Besuchs von Kaiser Ferdinand I. (Regentschaft von 1835 bis 1848) wiede eine Inspektionsfahrt von Erzherzog Johann von Graz nach Marburg auf dem Programm. Die Südbahn war gerade in Bau. (Hengist Magazin 2/2009)

1846

Am 1. Juni 1846 eröffnet die Südbahn auf der Strecke von Graz nach Cilli einen Bahnhof in Wildon. Die Postbeförderung mit Pferdepostwagen wird eingestellt. Die Poststationen Kalsdorf und Straß werden aufgelöst, einzig Lebring führt den Betrieb weiter. Joseph Knopper erhält den Auftrag von der Grazer Postdirektion zumindest 4 Pferde für Notfälle bereit zu halten. (Hengist Magazin 2/2005)

Nun war es möglich, relativ kostengünstig zB Weitendorfer Basalt über größere Strecken zu verbringen, beispielsweise 1874 für den Bau des Wiener Südbahnhofes. (Hengist Magazin 1/2011, Seite 13)

1848

1848: März Revolution in Wien. Der erste gewählte Österreichische Reichstag entsteht. Die Bauernbefreiung auf Betreiben von Hans Kudlich gelingt. Bauern werden Eigentümer des Landes. Die Grundherrschaften werden von neuen Verwaltungsbehörden abgelöst (freie Ortsgemeinden, Bezirkshauptmannschaften, Statthalterei, Gerichte). (Hengist Magazin 1/2008)

13.03.1848: Revolution in Wien

Am 13. März 1848 entladen sich die Spannungen in der Bevölkerung in einer gewaltsamen Revolution in Wien. Kanzler Metternich muß zurücktreten und fliehen.

1849

1849 bis 1854 bestehen Bezirkshauptmannschaften.

1849 kann sich das Postamt Wildon wieder auf seine unmittelbare Umgebung konzentrieren.  (Hengist Magazin 1/2005)

21.03.1849: Radetzky siegt im Piemont

Die österreichischen Truppen unter Generalfeldmarschall Josef Wenzel Radetzky siegen über die Truppen des Königs von Piemont und Sardinien am 21. März 1849.

1850

Am 27. Juni 1850 reist Erzherzog Johann nunmehr mit der Eisenbahn nach Wildon. Sekretär der Landwirtschaftsgesellschaft ist Franz Xaver Hlubek und Filialvorsteher ist Moriz Ritter von Franck, Schloss Finkenegg, später Bürgermeister von Graz. Wiederum speiste er beim Lebzelter Anton Fürst. (Hengist Magazin 2/2009).

1850: Die Ortsgemeinden Wildon und Unterhaus entstehen nach der Auflösung der Grundherrschaften. Die Sitzungsprotokolle ab 1851 sind im historischen Archiv Wildon.

Als regionaler Zentralort war der Markt Wildon seit 1850 bis 2002 Sitz eines Bezirksgerichtes. Dieses war seit 1879 bis 2003 im ehemaligen Rathaus untergebracht, heute Hauptplatz 47.

Seit 1850 gab es einen Gendarmerieposten in Wildon, der seit der Polizeireform 2003 nunmehr als Polizeiinspektion bezeichnet wird.

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1851

1851: Gründung eines Kriegsveteranenvereins (heute würde man Kameradschaftsbund sagen) unter Protektor Baron Bachofen-Echt.

15.01.1851: Geschworene

Geschworene nehmen nunmehr bei Strafprozessen neben dem Berufsrichter teil (Volksgerichtsbarkeit).

Jakob Eduard Schmölzer
Jakob Eduard Schmölzer

08.03.1852: Jakob Eduard Schmölzer

Jakob Eduard Schmölzer - "Flöten-Liszt" und "steirischer Liedervater" - war Steuerbeamter in Wildon. Außerdem wirkte er als Komponist und Liedersammler. Zu seiner Zeit gab es in Wildon einen Kirchenchor. Auf seine Initiative wurde eine Männergesangsrunde gegründet, einem Vorgänger des späteren Männergesangsvereines Wildon. Weitere Wirkungsstätten Schmölzers waren in Radkersburg und Kindberg, wo er schließlich als Verwalter des Schlosses Kindberg wirkte. Entgegen dem damaligen Zeitgeist für das Deutschtum, sammelte er vor allem das steirische Liedgut. Er war auch ein Mitbegründer des Steirischen Sängerbundes. Weiters war er für die Landwirtschaftsgesellschaft unter Präsident Baron von Washington, in Schloss Pöls im Kainachtal ansässig, tätig. (Quelle: Vortrag Prof. Dr. Rudolf Gstättner am 01.03.2013 im Schloss Wildon).

1852 Gründung MGV Wildon

Am Samstag, 6. Oktober 2012, begeht der Männergesangverein Wildon mit einem Jubiläums Festgottesdienst das 160-jährige Bestehen in der Pfarrkirche Wildon.

1852 Neubau Pfarrhof Wildon

Wegen seiner Ortslage am Wildoner Schlossberg und Mangel des nötigen Raumes in schlechtem Zustand bereits 1812 beschriebene Pfarrhof Wildon wird neu gebaut.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 25, Gernot Obersteiner.

1853

1853 unterfertigten die Marktgemeinde Wildon und Justizärar einen Mietvertrag über das Rathaus auf ewige Zeiten. Die märktische Gemeindekanzlei mußte dem Bezirksgericht und dem Steueramt weichen und übersiedelte in das Haus Nr. 72, heute Hauptplatz 54. (Hengist Magazin 1/2007)

1854

1854 bis 1868 gab es "Bezirksämter", denen die politische Verwaltung als auch richterliche Befugnisse zukamen. So gab es diese örtlich zuständige staatliche Behörde auch in Wildon. Johann Hussak amtierte als Chef des Bezirksamtes Wildon und wurde ab 1868 Vorsteher des Bezirksgerichtes. (Hengist Magazin, 7. Jahrgang, Heft 2/2011)

Die Marktgemeinde Wildon war aufgrund der des Statthalterei-Erlasses vom 20. Juli 1854 berechtigt, folgende Krämermärkte abzuhalten: 24. Februar (Matthias - in Schaltjahren am 25. Februar), am Osterdienstag, am 2. Juli (Maria Heimsuchung), am 22. Juli (Magdalena), am 29. September (Michael), und am 25. November (Katharina).

22.04.1854: Sissi in Wien

1855

1855: Der Pfarrhof, heute Oberer Markt 79, in seiner heutigen Gestalt wird gebaut.

1855: Graf d'Avernas auf Freibühel stiftet eine Katholische Mädchen Volksschule der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Hengsberg. (Hengist Magazin 2/2009).

Kreise Steyermark um 1855, StLA

1855 Steyermark Kreise

1857

1857 erscheint eine Lithographie von Wildon vom steirischen Künstler Joseph Kuwassegg. Eine Illustration von Carl Reichert zum Artikel "Wildon" im "Topographisch-statistischen Lexikon der Steiermark" von Joseph Andreas Janisch, Band 3 (1885). (Obersteiner, Hengist Magazin 3/2006)

1858

1858: Franz Xaver Edler von Griendl stirbt (1777 - 1858). Er diente beim steirischen Landrecht ehe er 1827 in die Funktion eines ständischen Verordneten eintrat - vergleichbar einem heutigen Landesrat. Mehrmals wiedergewählt übte er die Funktion bis 1840 aus. Im Testament verfügte er Legate an die Wildoner Armen, den Sohn Wilhelm des braven Verwalters von Oberwildon Senekowitsch sowie seiner Wirtschafterin Anna Knoppitsch. Die Pfarre Wildon erhielt zwei schöne Messkleider samt Zubehör, die zuvor noch im Schloss Wildon aufbewahrt wurden. Universalerben wurden seine Neffen Franz Xaver (1821 - 1867) und Josef (1823 - 1873). Franz Xaver Ritter von Griendl wurde ebenfalls Jurist, übernahm das Gut Oberwildon, saß in der Bezirksvertretung Wildon und fungierte nach 1864 als Gemeindevorsteher von Unterhaus. (Obersteiner, Hengist Magazin 1/2006)

19.01.1859: Radetzky stirbt

19.01.1859: Feldmarschall Wenzel Radetzky stirbt im Schloss Kleinwetzdorf.

1860

Um 1860 betätigten sich Franz Freiherr von Gorizutti, Feldmarschallleutnant i. R. und Besitzer von Afram-Marienhof, und der Wildoner Schuhmachermeister und Hausbesitzer Josef Neubauer als Imker. (Hengst Magazin 3/2005)

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1861 Bürgermeister Friedrich Unger

Friedrich Unger, war Kaufmann und Realitätenbesitzer, Kassier und Direktor der Bezirkssparkasse Wildon und 1861 bis 1872 und 1898 bis 1913 Bürgermeister der Marktgemeinde Wildon.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 17 bis 21, Peter Wiesflecker

1866

Seit 1866 war Wildon Sitz einer Bezirksvertretung, die bis 1938 als autonomer Bezirksausschuss das Straßen- und Brückenwesen sowie Angelegenheiten der Armenversorgung und Landeskultur besorgten. Vorsitzender war lange Jahre hindurch seine Exzellenz (Geheimrat) Max Freiherr von Washington. (Hengist Magazin 1/2004).

1868

1868: In Wildon wird eine Sparkasse gegründet - eine der ersten in der Steiermark.

1868: Verwaltung und Justiz werden getrennt. Für die Justiz wird das Bezirksgericht Wildon geschaffen, dessen Vorsteher Johann Hussak - zuvor Chef des Bezirksamtes Wildon - wird. Das Bezirksamt wird aufgelöst und die Verwaltung wird in der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz besorgt. (Hengist Magazin, 7. Jahrgang, Heft 2/2011)

1869 Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht

Mit dem Staatsgrundgesetz 1867 werden 1869 die Bezirkshauptmannschaften für die politische Verwaltung wieder installiert und die Justizangelegenheiten in Bezirksgerichten abgehandelt.

Aufgabe der BH war seitdem auch die Aufsicht über die Gemeinden sowie die Aufrechterhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit, Vereins-, Wasser-, Bau- und Gewerberecht.

Dem Bezirkshauptmann war die lokale Gendarmerie unterstellt. Zentrale Behörde für Steiermark war die Statthalterei in Graz. In den Ortschaften wurden Gemeindevorsteher gewählt.

(Hengist Magazin 1/2008)

1869 Reichsvolksschulgesetz

Unter Unterrichtsminister Hasner erfolgt mit dem Reichsvolksschulgesetz 1869 die Verstaatlichung der Volksschulen. Die Lehrer werden vom Staat besoldet, die Schulaufsicht aus dem kirchlichen katholischen Einfluss gelöst und vom Staat durch Schulräte, Bezirksschulräte und Landesschulräte besorgt.

1869: Stiftung einer Klosterschule für Mädchen, heute Oberer Markt 102, betreut durch die Schulschwestern.

1870

Um 1870 sollen Schlossberg und Buchkogel, damals im Eigentum der Familie Griendl, der Marktgemeinde Wildon zum Kauf angeboten worden sein, was die Gemeindevertretung aber ablehnte und später bereute. Der Schlossberg war für die Wildoner Bürger und für Touristen ein beliebtes Ziel für Wanderungen und gesellige Zusammenkünfte. (Hengist Magazin, 7. Jahrgang, Heft 2/2011) Die Burgen am Schlossberg verfielen und die Quadersteine am Ostplateau des Bergfrieds fanden beim Bau des Wildoner Pfarrhofes Verwendung (Chronik Joherl).

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Mädchen Volksschule, Oberer Markt 102, Foto: HO
Mädchen Volksschule, Oberer Markt 102, Foto: HO

05.01.1872: Mädchen Volksschule

Mit Bescheid vom 05.01.1872 erhält die Kongragation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (Kongregation Arme Schulschwestern de Notre Dame) das Öffentlichkeitsrecht für die Mädchen Volksschule in Wildon Nr. 70 (Oberer Markt 102). (Quelle: Siegel im Bauakt Ansuchen Neubau Kindergarten vom 09.12.1952, Schwester Oberin Maria Klementine Frisch)

1872

1872: Das Inventar des Schlosses Wildon wird öffentlich feilgeboten. Möbel und Gerätschaften fanden den Weg in umliegende Bürger- und Bauernhäuser. Gut Oberwildon erwirbt 1873 Dr. Josef von Neupauer, Eigentümer von Schwarzenegg. (Obersteiner, Hengist Magazin 1/2006)

1873: Gründung Freiwillige Feuerwehr Markt Wildon

1873 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Hauptplatz 80, Postamt, Foto: HO
Hauptplatz 80, Postamt, Foto: HO

1873: Postamt Wildon

Ein Postamt gibt es seit 1873 - allerdings hat bereits bis 1751 ein Postmeister in Wildon seinen Sitz gehabt.

1873: Weltausstellung Wien: Gustav Conrad

1873: Weltausstellung in Wien. Die Beteiligung der Steiermark koordiniert der Ehrenbürger von Wildon Gustav Conrad. Er war von 1856 bis 1860 Bürgermeister der Stadt Pest (Budapest), erwarb 1860 die Herrschaft Herbersdorf in Allerheiligen bei Wildon. Er war Vizepräsident der k.k. Steiermärkischen Landwirtschaftsgesellschaft und stand der Filiale Wildon jahrelang vor. Er war leitedes Mitglied der Grazer Wechselseitigen Versicherung sowie Abgeordneter im steiermärkischen Landtag, in dem er den Großgrundbesitz vertrat. Als solcher war er auch Mitglied im Landesausschuss (autonome Landesregierung). Das Freiherrndiplom stammt vom 20. Februar 1874. (Hengist Magazin 2/2005)

Hauptplatz 53, Foto: HO
Hauptplatz 53, Foto: HO

1873: Landessiechenhaus, Um- und Zubau

1873: Straßenseitiger Zubau und Umbau beim nun als Landessiechenhaus für die Mittelsteiermark genutzen Unteren Schloss, heute Hauptplatz 55 (bis 1931). (Obersteiner, Hengist Magazin 1/2006). Der damalige Bezirkshauptmann von Leibnitz, Alphons Ritter von Scherer, war ein Schwager des 1867 verstorbenen Franz Xaver Ritter von Griendl.

09.05.1873: Börsencrash in Wien

1874

1874 kaufen die Lebzelter Josef und Theresia Moshammer die Lebzelterei (bis 1878) des Cajetan Fürst. (Hengst Magazin 3/2005)

Zwischen 1874 und 1891 wird die Mur zwischen Graz und Mureck reguliert. Dies führt zur völligen Umgestaltung des Flusslaufes.

1877

1877 wird Max Freiherr von Washington (1829 - 1903), seit 1855 ansässig auf Schloss Pöls, zum Präsidenten der Steiermärkischen Landwirtschaftsgesellschaft gewählt. Er fungierte auch für den Bezirk Wildon als Abgeordneter der Kurie der Großgrundbesitzer im Steiermärkischen Landtag. Ab 1879 war er auf Lebenszeit Mitglied des Herrenhauses in Wien. Von 1874 bis 1902 war er Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Sparkasse Wildon. 1892 dotierte die Sparkasse den "Baron Washington Fonds" für wohltätige und gemeinnützige Zwecke. (Hengist Magazin 1/2004).

Von 1877 bis 1885 wirkte Ignaz Heinrich Joherl (1848 - 1933) als Kaplan in Wildon, ab 1887 Pfarrer in Feldkirchen bei Graz. (Hengist Magazin 1/2009)

Unterer Markt 33, Foto: HO

28.12.1877: Sparkassengebäude

Mit Kaufvertrag vom 28.12.1877 kauft die Bezirkssparkasse Wildon das Gebäude Unterer Markt 33 (damals Wildon 18). Dies 10 Jahre nach der Gründung 1868.

1878

Anfang des Jahres 1878 faßte der Gemeindesekretär Karl Berner den Gedanken, den nahezu unbeachteten Schlossberg sowohl der heimischen Bevölkerung als auch den fremden Gästen leichter zugänglich zu machen. Diese Idee fand unter der Marktbevölkerung lebhaften Beifall und vielfältige Unterstützung. Es bildete sich unter dem Vorsitz von Bürgermeister Leopold Schafzahl ein Komitee, das im Lauf des Sommers 1878 die Arbeiten in Angriff nahm. Der Eigentümer des Schlossberges, des hochwohlgeborenen Herrn Dr. Josef Freiherrn von Neupauer, Gutsbesitzer auf Schloss Schwarzenegg, erteilte die Genehmigung. Die bestehenden Wege wurden verbessert, der massive Wartturm, auch Heidenblutturm als auch Pfeilturm genannt, wurde zugänglich gemacht und mit einem soliden Stiegenhaus ausgestattet. (Ignaz Joherl, Wildon einst und jetzt, Graz, 1891, Seite 13)

1878 kaufen die Lebzelter Carl und Johanna Ortner, das Lebzelterhaus, heute Unterer Markt 38. (Hengst Magazin 3/2005)

1878: Die "Siechenhaus-Wasserleitung" zum Schloss Wildon wird gebaut und aus der "Leximiquelle" (Reinbachquelle) gespeist. Damit wird der Grundstein für eine Wasserversorgung auch für die Gehöfte und Häuser entlang der Wasserleitung in Unterhaus gelegt.

Der Landes-Siechehaus-Verwalter Emil Neher übergab 1884 dem Landesmuseum Joanneum einen "Ohrring in Möndleinform aus Afram bei Wildon". (Hengist Magazin 1/2010)

1879 Francisco Josephinische Militärkarte, Raum Weitendorf - Wildon - Stocking, Quelle: StLA
1879 Francisco Josephinische Militärkarte, Raum Weitendorf - Wildon - Stocking, Quelle: StLA

1879 Francisco Josephinische Militärkarte

1879 Francisco Josephinische Militärkarte, Raum Weitendorf - Wildon - Stocking, Quelle: StLA, Aufnahmeblatt 5255-1

1884

1884 wird die Schlosskapelle Schwarzenegg von Baron Neupauer unter großen Kosten renoviert. (Hengist Magazin 2/2007)

1886

1886 fährt Karl Kellner, Inhaber der Wildoner Färberei, und der Kaufmann Friedrich Unger auf einem Hochrad ("Bicycle") durch den Markt Wildon. (Hengist Magazin 1/2008)

1887

1887: Der Verein "Wildoner Radfahrer" wird gegründet. Obmann der 26 unterstützenden Mitglieder war der Wildoner Kaufmann Friedrich Unger. Ähnliche Vereine gab es schon in Graz und Marburg. Im Gründungsjahr wude ein 10-Kilometer Straßenrennen von Lebring bis zur Einfahrt der damaligen Marktgemeinde Leibnitz veranstaltet. Von vier Teilnehmern war Alois Zechner mit 29 Minuten der Schnellste. (Hengist Magazin 1/2008)

09.07.1988: Hebamme Antonia Kammerlander

Mit Diplom der medizinischen Fakultät der k.k. Universität zu Graz erlangte die spätere Wildoner Hebamme Antonia Kammerlander, Wildon 50, heute Oberer Markt 99, ihre Befugnis zur Ausübung ihres Berufes, den Sie bis ca. 1950 ausübte.

1889 Franz Heresch

1889: Gewerke Franz Heresch erwirbt vom damaligen Wildoner Bürgermeister Ritz eine Mühle mit Ölmühle am Weissenegger Mühlgang, Sägewerk und eine Landwirtschaft. Nach damaliger Wahlordnung war er damit einziger Steuerzahler in der höchsten Steuerklasse der Gemeinde Wildon und damit auch automatisch Mitglied der Gemeindevertretung. Der Kauf bildete den Ursprung der heutigen Hereschwerke. Ab 1902 wird ein E-Werk betrieben. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006).

20.04.1889: Adolf Hiltler geboren in Braunau

01.05.1890: Tag der Arbeiter

1891

Am 19. April 1891 war Wildon das Ziel der "Gaupartie" des steirischen Gauverbandes der Radfahrer. (Hengist Magazin 1/2008)

1891 wurde der Männergesangsverein gegründet.

1891: Pfarrer Ignaz Heinrch Joherl legt eine Chronik "Wildon - Einst und Jetzt" auf Anregung von Bürgemeister Leopold Schafzahl, auf. (Hengist Magazin 1/2009)

1894

Vor 1894 ertrotzten sich die Wildoner Bürger von Graf Zenone als Erbauer und Eigentümer der Villa Schlossberg, heute Sitz der Polytechnischen Schule Wildon, auch Adamik Villa genannt, das Recht, den Schlossberg von ihren Gärten aus direkt zu betreten. (Hengist Magazin, 7. Jahrgang, Heft 2/2011)

Der Gemeinde gelang die grundbücherliche Sicherstellung des Betretungsrechtes für den zum Gut Schwarzenegg gehörigen Schlossberg. Eine Schlossberg-Kneipereigesellschaft bot an Wochenenden bei den Ruinen Erfrischungen an. Im Heidenturm wurde eine Aussichtsplattform und eine Äolsharfe installiert. Die Wildoner Vereine veranstalteten am Turnierplatz Tanz- und Sangesfeste. Der Barocke Brunnenkranz war ein beliebtes Fotomotiv.

1894 verkaufte die Marktgemeinde unter Bürgermeister Friedrich Unger das Rathaus um 4000 Gulden an den Staat, in dem das Bezirksgericht untergebracht war. Der Verkaufserlös wurde zum Ankauf des Eggenbergischen Mauthauses Nr. 43, heute Unterer Markt 25, für das Gemeindeamt verwendet. (Hengist Magazin 1/2007)

1895

1895 war Obmann des damals 43 ausübende und 15 unterstützende Mitglieder zählenden Vereines "Wildoner Radfahrer" der Volksschullehrer Johann Grabenwarter, zuvor Schrift- und Säckelwart. In der Vereinschronik (Pfarrarchiv Wildon) wird bewundernd über das Motor-Zweirad mit 70 km pro Stunde genannt. (Hengist Magazin 1/2008)

1897

1897: Gemäß Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz vom 27.11.1897 werden Wasserleitungen entlang der Triester (Alte) Reichsstraße zur Versorgung des Wildoner Marktes mit Trinkwasser verlegt. Brunnen gab es im Unteren Markt, am Hauptplatz und im Oberen Markt. Einzelne Häuser im Markt verfügten sogar über Quellen im eigenen Keller. Die Wasserleitungen werden 1899 fertig gestellt.

1898

1898: Anläßlich des 50-jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz Josef II. wird im Quellenweg in Unterhaus der sog. Kaiserbehälter mit 100 m³ Fassungsvermögen in Betrieb genommen. Der Wasserbehälter wird aus den sog. Zöhrerquellen gespeist, Grundstück Nr. 332 und 224/1, Gründstücke des Baron Neupauer und sog. Seyd’sche Quelle.

1898 übersiedelt der Wildoner Lehrer und Imker Johann Grabenwarter nach Fernitz. (Hengst Magazin 3/2005)

1898 Bürgermeister Friedrich Unger

Friedrich Unger, war Kaufmann und Realitätenbesitzer, Kassier und Direktor der Bezirkssparkasse Wildon und 1861 bis 1872 und 1898 bis 1913 Bürgermeister der Marktgemeinde Wildon.

1899

Am 12. März 1899 rufen Alois Zechner, Mühlenbauer in Wurzing, und der Schuhmachermeister Josef Neubauer, Hausbesitzer in Wildon, als Proponenten alle Bienenzüchter in Wildon und Umgebung zur Gründung des Bienenzuchtvereines in das Gasthaus und Lebzelterei des Carl Ortner, heute Unterer Markt 38. Alois Zechner wird zum ersten Obmann gewählt (bis 1940). Anfangs zählte der Verein 20 Mitglieder. (Hengst Magazin 3/2005)

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29.05.2012

1902

1902 verstirbt Baron Dr. Joseph Edler von Neupauer im Alter von 96 Jahren im Schloss Schwarzenegg. Er wurde am Wildoner Friedhof beigesetzt. Sohn Gustav verkaufte Schwarzenegg an Dr. Franz Georg Strafella. (Hengist Magazin 2/2007)

1902 entstand neben der Heresch-Mühle am Weissenegger Mühlgang ein mit Wasserkraft betriebenes Elektrizitätswerk zur Stromversorgung des Marktes Wildon. Dem Bescheid vom 19. September 1902 über Bau und Betrieb des E-Werkes folgte die Inbetriebnahme bereis im November 1902. Die Turbine Nr. 308 wurde von der Maschinenfabrik Andritz AG aus Graz geliefert. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006)




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29.05.2012

1904

1904 hat der Wildoner Kaufmann Josef Überbacher einen "Universal Bienenstock" entwicket und in einem vierseitigen Werbeprospekt beschrieben. (Hengst Magazin 3/2005)

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1908

1908 gab es eine anonyme Anzeige bei der BH Leibnitz, dass in den Wildoner Bäckereien die Schlafzimmer der Gehilfen nicht beheizbar wären. Die BH forderte die Marktgemeinde Wildon mit Gemeindesekretär Gottfried Friedrich und Bürgermeister Friedrich Unger zum Ortsaugenschein auf. Die Bäckermeister Julie Tropbauer, Gottfried Kiefer, Josef Überbacher und Maria Greiner wurden von der BH aufgefordert, den Gehilfen heizbare Räume zuzuweisen. 1909 konnte das Marktgemeindeamt die Vollzugsmeldung erstatten. (Hengist Magazin 1/2008) 

1908: K.k. Generalintendant (Nachschuboffizier) Rudolf Egger lässt vom Grazer Baumeister Petz die Villa Egger an der Alten Reichsstraße errichten. Auch die Villa Sabin und die Villa Cejka werden errichtet. 

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1909

1909: Vorläuferin der nachmaligen Alpenländischen Kunststofffabrik (AKG, heute Oberer Markt 111) war seit dem 18./19. Jahrhundert eine Färberei (Haus Wildon Nr. 9), die seit Ende des 19. Jahrhunderts unter ihren Eigentümern Carl Kellner senior und junior zur Blaudruckfabrik mit bis zu 30 Arbeitern und Hilfskräften umgerüstet wurde (BH Leibnitz, G 19136/1915). 1909 beantragte Kellner die Genehmigung zur Aufstellung einer Dampfmaschine im Färberei-Hauptgebäude an der Kainach (BH Leibnitz, H 17783/1911) (GPO, 02.02.2012)

1909: Die Stadt Graz erwirbt die Parzellen beim Steinbruch in Weitendorf und verpachtet zeitweise an die k.k. Südbahngesellschaft. Erst 1920 kauft die Stadt Graz die restlichen für den Abbau relevanten Parzellen und wird zum alleinigen Steinbruchbesitzer am Basaltvorkommen von Weitendorf. In der Folge wird die Bruchsteingewinnung von Handarbeit nunmehr im mechanisierten Abbau und Transport mittels Seilbahn zum Bahnhof Werndorf ab 1925 bewältigt. Staub und Lärm belästigen die Bevölkerung weshalb der Bürgermeister von Weitendorf, Michael Dorner, beim Betriebsleiter Ing. Franz BERNHARD, vorspricht. (Hengist Magazin, 7. Jahrgang, Heft 2/2011)

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Um 1910 Karte Bereich Weitendorf - Wildon - Stocking, Quelle: Stmk. Landesarchiv, Aufnahmeblatt 5255
Um 1910 Karte Bereich Weitendorf - Wildon - Stocking, Quelle: Stmk. Landesarchiv, Aufnahmeblatt 5255

1910 Karte Wildon

Um 1910 Karte Bereich Weitendorf - Wildon - Stocking, Quelle: Stmk. Landesarchiv, Aufnahmeblatt 5255

Kainachbrücke, Oberer Markt, Foto: HO

1910 Kainachbrücke aus Holz

19.03.1911: Erster Frauentag

Insbesondere die Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen wird am ersten Frauentag erhoben.

05.05.1911: Neubau Dachstuhl Knabenvolksschule

Am 05.05.1911 fand eine Baukommission für den Neubau des Dachstuhles bei der Knabenvolksschule der Marktgemeinde Wildon statt. Der Einreichplan stammte vom Zimmerermeister Josef Matejka, gezeichnet Wildon, 02.05.1911.

05.05.1911: Neubau Dachstuhl Knabenvolksschule

Am 05.05.1911 fand eine Baukommission für den Neubau des Dachstuhles bei der Knabenvolksschule der Marktgemeinde Wildon statt. Der Einreichplan stammte vom Zimmerermeister Josef Matejka, gezeichnet Wildon, 02.05.1911.

1912

Der Arzt Dr. Alexander Bullmann (gestorben 1947) heiratete 1912 die Hereschtochter Marie (1884 - 1969) und war in den ersten Jahren der Ersten Republik Bürgermeister von Wildon. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006).

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1913

1913: Carl Kellner starb im Jahre 1913. In einem Grundstücksverzeichnis der KG Wildon, datierend vermutlich von Frühjahr 1914, scheinen im Besitz der Anna Kellner (Witwe nach Carl Kellner) die folgenden Parzellen auf: Grundparzellen 40/1 (Garten), 40/2 (Wiese) 41 (Garten), 1116/19 (Wiese); Bauparzellen .11/1 , .11/2 und .12/1. Das Bauparzellenprotokoll reicht in jenem Jahr nur bis einschließlich Parzellennummer .172.

Anna Kellner (in den Akten der BH Leibnitz Mizi) führte den Betrieb nach dem Tode ihres Mannes zunächst fort, ehe sie Franz Weiß (identisch mit dem Wildoner Bürgermeister von 1919 bis 1924?) heiratete, der die Konzessionen 1915 übernahm. Unter der Firmenbezeichnung „Weiß & Schneider“ begannen die neuen Eigentümer mit der Erweiterung und technischen Modernisierung des Betriebes. 1917 wurde die Wäscherei an der Kainach umgebaut (der Akt BH Leibnitz H 23164/1917 liegt nicht ein), 1918 beantragte Weiß im Betriebsbereich eine neue Uferschutzmauer zur Kainach (BH Leibnitz H 4576/1918). Über die maschinelle Aufrüstung und die dafür notwendigen baulichen Maßnahmen ist ein umfangreicher Akt mit Bauplänen erhalten geblieben (BH Leibnitz H 27212/1921) GPO, StLA, 02.02.2012).

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22.03.1915: Kapitulation Festung Przemysl

Am 22. März 1915 kapitulieren die österreichischen Truppen nach russischer Belagerung bei der Festung Przemysl. Tausende Flüchtlinge aus Galizien und Lodomerien werden in riesigen kurzfristig errichteten Lagern, etwa Feldbach, Knittelfeld, Lebring, Wagna, usw verbracht.

26.06.2014: Flughafen Graz in Betrieb

Gasthaus K. Kuttroff, Oberer Markt, um 1916, Foto: C. Pay

1916 Gasthaus K. Kuttroff

Das Gasthaus K. Kuttroff war 1916 war damals an der Adresse Wildon 177 (heute Hauptplatz 90) gelegen. Heute ist das Gebäude vom Schuhhaus Hammer (bis 2011) noch bekannt.

17.04.1916: Sprengung Col di Lana, Dolomiten

Kainachbrücke, Oberer Markt, Foto: HO

1917

1917: Die Eisenbrücke in Wildon über die Kainach wird errichtet. (Quelle: Inschrift).

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1918

Von 1918 bis Ende der 1920er wird Kohle in Dillach (Mellach) bei vulgo Eggenschaffer abgebaut, micht Ochsenfuhrwerk zum Bahnhof Wildon gebracht und mit der Eisenbahn nach Graz befördert. (Hengist Magazin 3/2009)

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23.03.1919: Kaiser Karl II. ins Schweizer Exil

Nach der Abdankungserklärung verläßt Kaiser Karl II. von Österreich das Land und geht mit der Familie ins Schweizer Exil.

Taborhof, Wurzingerstraße, Foto: HO

1919 Taborhof

1919 erwirbt Franz Heresch den Taborhof in der Wurzinger Straße. Vorbesitzer waren von 1865 bis 1891 Philipp Graf Khuen-Belasi, 1891 bis 1914 Familie Schützenau-Trenk, die 1907 einen Umbau vornahm, 1914 bis 1919 Adolf Maurer. (Wiesflecker, Hengist Magazin, 2/2006)

In den ersten Jahren der Republik gab es Bestrebungen zur Enteignung von Elektrizitätsversorgungsunternehmen und Enteignung von Schlössern nach dem Steirischen Schlösserenteignungsgesetz. Die Enteignung von Taborhof und Afram-Marienhof war bereits im Grundbuch vermerkt. Man scheute sich jedoch, gegen ausländische (adelige) Staatsbürger vorzugehen (Staffelbach, Doret). (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006).

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14.04.1919: Wodrow Wilson zur Südtirolfrage

Das Hochzeitspaar Friedrich und Marie Unger, 1921, Foto: Helmut Unger, Hengist Magazin 03/2013.

1921: Friedrich Unger und Marie, geb. Pagliarucci

1921: Friedrich Unger und Marie, geb. Pagliarucci, heiraten in Wildon.

Der Vater der Braut war der Vorstand des Bezirksgerichts Wildon, Ernst von Pagliarucci Ritter von Kieselstein.

Der Ehemann Friedrich Unger (1892 - 1979) kam als zweiter Sohn des Ehepaares Friedrich Unger und Juliane Berger zur Welt. Zuerst Handeslangestellter, dann Privatbeamter, Kaufmann und Steuerberater, bekleidete er von 1938 bis 1945 die Funktion des Wildoner Bürgermeisters.

Sein älterer Bruder Dr. Emmerich Unger war als Jurist bei den Grazer Verkehrsbetrieben tätig.

Sein jüngerer Bruder Hermann Unger betrieb eine Drogerie in Wildon.

Sein Vater Friedrich Unger, war Kaufmann und Realitätenbesitzer, Kassier und Direktor der Bezirkssparkasse Wildon und 1861 bis 1872 und 1898 bis 1913 Bürgermeister der Marktgemeinde Wildon.

Sein Großvater Kajetan Unger kam 1778 als Oberlehrer nach Wildon und hat am Ende des 18. Jahrhunderts in Wildon Fuß gefasst.

24.04.1921: Abstimmung Tirol über Anschluss an Deutschland

1922

1922: Die Glocken der Pfarrkirche mussten im Ersten Weltkrieg abgegeben werden und wurden nun wieder angebracht.

1922 wird ein zweites Kraftwerk von Franz Heresch errichtet. (Wiesflecker, Hengist Magazin, 2/2006)

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30.01.1923: Farben u. Glaserei Schulz

Im Jahr 1923 eröffnet die Farbenhandlung und Glaserei Schulz in Wildon, Unterer Markt 20.

15.03.1923 Gründung Lagerhaus

Im Jahre 1923 wird das Lagerhaus Gleinstätten-Ehrenhausen-Wies gegründet. In der Folge wird auch das Lagerhaus beim Bahnhof Wildon eröffnet und versorgt die Landwirte in der Umgebung mit Saatgut, Futtermittel, später Landtechnik und Baustoffen. Im Jahr 1967 wird der große Lagerhaus Silo gebaut. Im Jahr 2013 wird 90-jähriges Bestehen gefeiert.

12.04.1923: Gründung Republikanischer Schutzbund

1924

In der Karwoche 1924 findet Franz Hasslacher aus Lebring auf der Steinmaißspitze auf der westlichen Kuppe vom Buchkogel ein Bronzebeil. Darauf fühte Prof. Dr. Walter Schmid noch 1924 eine archäologische Grabung durch nachdem der Grundeigentümer Gustav Freiherr von Neupauer (Schloss Schwarzenegg) die Genehmigung erteilt hatte. Es lagen mindestens zwei Siedlungsschichten vor, eine bereits aus der Kupferzeit (3000 vor Christus) und eine Siedlung aus der Urnenfelderzeit um 1000 - 800 vor Christus.

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1926

Von 1926 bis 1928 wurde das Wildoner Wasserleitungssystem im Ortskern von Wildon erweitert.

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1929

Der Februar 1929, dem kältesten Monat des Jahrhundert, sank die Temperatur auf bis zu minus 35 Graz Celsius. Die Mur war komplett vereist. Die Eisstöße bedrohten die damals noch hölzerne Murbrücke in Wildon. (Bericht und Foto im Hengist Magazin 3/2009)

1929: Pfarrer Alois Schriebl gehört dem Gemeinderat Wildon an.

1929: Franz Heresch wird der Titel Kommerzialrat verliehen. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006)

29.05.2012

1930

1930: Das Schloss Wildon ("Freihaus", "Landessiechenhaus", "Unteres Schloss") kommt in Besitz der Marktgemeinde Wildon, die hier Wohnungen und Hauptschule einrichtet.

1930 wird der hallstattzeitliche Grabhügel "Galgenkogel" (heute im Bereich Burgfriedweg) erforscht (Marianne Grubinger) (Hengist Magazin 1/2005).

1930: Mit Bescheid vom 27.05.1930 der BH Leibnitz wird die Bewilligung zur Erneuerung der Quellstube bei der Leximiquelle und Erneuerung der bisher offnen und hölzernen Wasserleitungsrohre erteilt. Im Landessiechenhaus (Schloss) Wildon halten sich samt Pflegepersonal rund 150 Personen auf. Viktor Janschitz ist Oberverwalter des Landessiechenhauses Wildon.

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1931

1931: Bürgermeister Zaunschirm in Wildon.

1932

Im Mai 1932 findet anlässlich der Diamantenen Hochzeit des Ehepaares Franz und Therese Heresch eine Feldmesse im Taborhof mit rund 1000 Personen statt. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006).

1933

1933: Bürgermeister Anton Fuchs in Unterhaus, vulgo Mattl, heute Unterhaus 2.

1934

1934: Die Ortgruppe Wildon des Roten Kreuzes wird gegründet. Die Rettungsstelle wird in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr in Betrieb genommen. Der Raum, in dem die Dienstmannschaft untergebracht war, wurde von der Sparkasse zur Verfügung gestellt. Das Fahrzeug war im ehemaligen Gemeindehaus, heute Unterer Markt 25, untergebracht. Der aus Deutschland stammende Hans Juhnke war der erste hauptamtliche Mitarbeiter. Ihm folgten Erich Leitinger, Rudolf Knopp und Josef Frießer.

1934: Dr. Josef Pittermann eröffnet eine Tierarztpraxis in Wildon und wird zum Geschäftsführer der Fleckviehzuchtgenossenschaft gewählt. Ab 1937 wird Dr. Pittermann zum Landesbezirkstierarzt bestellt, jedoch 1938 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich aus dem Landesdienst entlassen.

1935

1935: Bürgermeister Franz Schwarz in Wildon.

1935: Gründung des Fußballvereins.
1935 wird der Verein, vermutlich aus dem Unterhauser Fußballclub, gegründet. Als Obmann fungiert der Kaufmann Siegfried Überbacher sen.
Kerschbaumer, Klancnik, Otter, Mandl und die Brüder Haluschan bilden das Fundament der Mannschaft.
Nach dem zweiten Weltkrieg wird der Verein unter dem Präsidenten Anton Schmiedbauer neu "gegründet", die Vereinstätigkeit wird wieder aufgenommen.
Die Spielstärke entspricht der heutigen Unterliga.
Die Mannschaft damals -- Tor: Sepp Walch ( später Otto Scherübl ); Verteidigung: Franz Zöhrer, Otto Gröscheneg; Läufer: Peter Oremek, Josef Ninaus, Dr. Willi Praßl, Karl Sekli; Stürmer: Kurt Stöffler, Albert Festl, Felix Sekli, Franz Praßl, Herbert Sammer. Gegner von damals: Deutschlandsberg, Fürstenfeld, Weiz usw.

Oberlandesgerichtsrat Ernst von Pagliarucci Ritter von Kieselstein mit Gattin Gisela, geb. Grogger, bei der Hochzeit, Familienwappen, Schloss Kieselstein, Hengist Magazin 03/2013
Oberlandesgerichtsrat Ernst von Pagliarucci Ritter von Kieselstein mit Gattin Gisela, geb. Grogger, bei der Hochzeit, Familienwappen, Schloss Kieselstein, Hengist Magazin 03/2013

20.05.1935: Ernst Pagliarucci, Bezirksgerichtsvorsteher

Ernst Pagliarucci, geboren 1959, hatte die Richterlaufbahn eingeschlagen.

Nach Graz wurde Eisenerz Lebensmittelpunkt des Paares Ernst von Pagliarucci, seit er dort als Bezirksrichter tätig war. 1899 heiratete er in Eisenerz Gisela Grogger (1972 - 1953), die Tochter eines Eisenerzer Kaufmanns. In Eisenerz kamen auch die beiden Töchter Marie (1901 - 1989) und Ernesta (1903 - 1929) zur Welt.

Mit der Bestellung zum Vorstand des Bezirksgerichts Wildon wurde der mittelsteirische Ort zum Lebensmittelpunkt.

Mit der Einheirat im Jahr 1921 seiner Tochter Marie in die Familie Unger, deren Wurzeln in Wildon bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, verstärkten sich die Bindungen an den Ort weiter.

Oberlandesgerichtsrat Ernst von Pagliarucci Ritter von Kieselstein starb als einer der letzten männlichen Mitglieder seiner Familie am 20. Mai 1935 in Wildon. Die Witwe Gisela ("Gisa") starb im Jahr 1953. Die Tochter Marie Unger starb 1989.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 17 bis 21, Peter Wiesflecker

1936

1936 - 1938: Alois Pechmann ist Bürgermeister von Unterhaus.

1936 bis 1943 stand Michael Götz an der Spitze der Hereschwerke. Er folgte dem Geschäftsführer Josef Heresch (1878 - 1936) der seit 1919 die Führung des Unternehmens übernahm. Unter anderem absolverte dieser eine Müllerakademie im Westen Deutschlands. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006)

Wilder-Mann-Brunnen: Foto: Ofner Hermann

1937

Bereits Anfang der 1930er Jahre konstituierte sich aus den örtlichen Honoratioren ein "Brunnen-Komitee", das sich den Ersatz des alten "Läutbrunnens" am Hauptplatz vor dem Rathaus durch eine wasserspeiende Skulptur zur Aufgabe machte. Der Bildhauer Professor Wilhelm Gösser (1881 - 1966) schuf den mit 1937 datierten Wilden-Mann-Brunnen, der seit 1990 auf dem Platz Unterer Markt steht. (Obersteiner, Hengist Magazin 2/2006)

Wildon, Hauptplatz, Wilder-Mann-Brunnen
Wildon, Hauptplatz, Wilder-Mann-Brunnen

15.08.1937: Hauptplatz, Wilder-Mann-Brunnen

Quelle: Postkarte Ing. Bruno Wach vom 15.08.1937, Historisches Archiv Wildon.

1938

13. März 1938: Einmarsch deutscher Truppen in Österreich. Österreich hört zu bestehen auf.

März 1938, Einmarsch Hitler, Foto: Kleine Zeitung 10.03.2013
März 1938, Einmarsch Hitler, Foto: Kleine Zeitung 10.03.2013

11.03.1938: Einmarsch deutscher Truppen

Unter dem Namen "Unternehmen Otto" marschieren am 11. März 1938 deutsche Truppen unter großem Jubel der Bevölkerung in Österreich ein. Österreich hört zu bestehen auf. Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg tritt am Vorabend mit den Worten "Gott schütze Österreich" in einer Radioansprache zurück. Nach der Ansprache wird das "Kaiserquartett" gespielt. Bis 1918 die Österreichische Nationalhymne, nun die Nationalhymne des Deutschen Reiches. Die Amtsgeschäfte übernimmt der Nationalsozialist Seiß-Inquart. Am 12. März 1938 tritt Adolf Hitler in Linz auf. Am 13. März 1938 tritt Hitler am Heldeplatz in Wien auf. Bei der Volksabstimmung am 10. April 1938 stimmen 99,75 % für den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Österreich hört zu bestehen auf.

Alle politischen Funktionäre werden des Amtes enthoben und durch Nationalsozialisten ersetzt. Die ersten Verhaftungswellen setzen unmittelbar nach dem Anschluss ein.

Unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs im März 1938 griffen die neuen Machthaber die katholische Kirche massiv an, um sie aus der Öffentlichkeit zu verdrängen und Religion zur Privatsache zu machen.

Schließung der Theologischen Fakultät und katholischer Privatschulen, Einführung des Kirchenbeitrages und Enteignung von Klosterbesitz, Einschränkung der Seelsorge, Verbot von Prozessionen, Förderung des Kirchenaustrittes und Verhaftungen von kritischen Geistlichen waren die Maßnahmen. Ende 1938 befanden sich 63 Priester in Haft.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 8 ff.

15.03.1938: Adolf Hitler am Heldenplatz in Wien

Am 15. März 1938 spricht der Führer Adolf Hitler am Heldenplatz in Wien zum österreichischen Volk.

Friedrich Unger, 1921, Foto: Helmut Unter, Hengist Magazin 03/2012

18.03.1938: Friedrich Unger Bürgermeister

Posteingangsbuch der Marktgemeinde Wildon, laufende Nummer 323 vom 18.03.1938: Gemeindetag Auflösung, Bestellung des Herrn Unger Fritz jun. zum Amtswalter, BH Leibnitz, Zahl 1 G 75/1 vom 16.03.1938:

Friedrich Unger (1892 bis 1979) war von 18.03.1938 bis 07.05.1945 Bürgermeister der Marktgemeinde Wildon. Seine Gattin Marie (1901 bis 1989) entstammte der Familie Pagliarucci, einer Familie aus dem Veneto, die über Friaul und Krain in die Steiermark gekommen war und deren Familienmitglieder sich zunächst in der "Pensionopolis" Graz, ab 1910 in Wildon, niederließen.

Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 17 bis 21, Peter Wiesflecker

19.03.1938: Volksabstimmung Durchführungserlass

Volksabstimmung Durchführungserlaß, BH Leibnitz, Zahl 1 V 6/1 vom 17.03.1938, (Quelle: Posteingangsbuch Mgde Wildon, 330, 19.03.1938).

21.03.1938: HJ, BDM, NS Frauenschaft

Die Landeshauptmannschaft sendet ein Ansuchen um Überlassung von Räumlichkeiten im Siechenhaus (Schloss Wildon) für HJ, BDM und NS Frauenschaft. Zuschrift der Landeshauptmannschaft durch Herrn Unger der Fraueschaft überreicht am 12.04.1938. (Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 332, 21.03.1938)

22.03.1938: Landesabgabenamt Graz

Lohn- und Gehaltsabgabe Abrechnung pro Februar 1938 an das Landesabgabenamt Graz. (Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 22.03.1938, 335).

Fürsorge, um 1000 Schilling Ankauf von Kleidern und Ausliefern an Bedürftige. Landeshauptmannschaft, Abteilung 4, Graz.
(Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 22.03.1938, 337).

25.03.1938: Maul- und Klauenseuche

Mit Schreiben vom 21.03.1938 teilt die BH Leibnitz die Aufhebung der Verkehrsbeschränkungen aufgrund Maul- und Klauenseuche an die Mgde. Wildon mit. (Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 345, 25.03.1938).

Sanitätsdienstbeitrag - Einzahlung des Betrage von 450 Schilling für 1938 an das Landesabgabenamt Graz, Zahl 995 vom 23.03.1938.
(Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 348, 25.03.1938).

26.03.1938: Deutsche Truppen - Dankschreiben.

Deutsche Truppen, Dankschreiben, Zusendung von Fotos, Zeitung, Aufklärungs Abteilung 7 vom 19.03.1938
(Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 350, 26.03.1938).

30.03.1938: Kanalerhaltungsbeitrag

Kanalerhaltungsbeitra für 1938 in Höhe von 40,00 Schilling an das Stmk. Landesbauamt Graz. (PEB Mgde. Wildon 1938)

31.03.1938: Reichsmark

Arbeiter Krankenkasse - Umrechnung der Schillingwährung in Reichsmark. (PEB Mgde. Wildon 1938)

31.03.1938: Kreis Leibnitz

Kreiserhöhung - allgemeine Verbote. Landes Hautmannschaft Graz Zahl 311/12. (PEB Mgde. Wildon 1938)

31.03.1938: Schirmann Josef / Harrer Franz

Schirmann Josef - Versetzung nach Gamlitz (Streichung aus der Heimatrolle), Landes Gendarmarie Kommando Graz, Zahl 11974 vom 18.03.1938

Harrer Franz - Aufnahme in die Heimatrolle
Landes Gendarmarie Kommando Graz, Zahl 1881, vom 18.03.1938
(PEB Mgde. Wildon 1938)

Anmerkung: Beamte hatten das Heimatrecht in der Dienstgemeinde.

01.04.1938: Notlinderung

Notlinderung - Bekanntgabe der Bedürftigen an die NSDAP Bezirksleitung Wildon vom 25.03.1938. (PEB Mgde. Wildon 1938)

01.04.1938: Wasserzähler

Wasserzähler - Bestellung von 2 Stück 1/2 Zoll Bleianschluß bei Firma Bernhardt s Söhne Wien. (PEB Mgde. Wildon 1938)

01.04.1938: Winterhilfe

Winterhilfe 1937 / 1938 - Bekanntgabe der Bedürftigenanzahl an BH Leibnitz, Zahl 6 Wi 20/94 vo 30.03.1938 (PEB Mgde. Wildon 1938).

01.04.1938: Pechmann Alois

Pechmann Alois - Strafverhandlungsschrift, BH Leibnitz Zahl 18/ I Pe 8/1 vom 25.03.1938 (PEB Mgde. Wildon 1938)

Fraller Sebastian - Strafverhandlungsschrift BH Leibnitz, Zahl 18 fa 4/1-1938 vom 31.03.1938

Dobrey Leopold jun. - Strafverhandlungsschrift BH Leibnitz, Zahl fa 4/1-1938 vom 31.03.1938

01.04.1938: Arischer Abstammungsnachweis

Arische Abstammungsnachweis - Nachlaß der Stempel- und Ermäßigung der Ausfertigungsgebühren auf 1,- Schilling. BH Leibnitz, Zahl 2/754/1 vom 30.03.1938 (PEB Mgde. Wildon 1938)

01.04.1938: 1. Zug von Wien ins KZ Dachau

Bereits am 1. April 1938 fährt vom Bahnhof Wien der 1. Zug ins KZ Dachau bei München mit zahlreichen ehemaligen österreichischen Spitzenpolitikern und Nazi-Regimegegnern ab.

02.04.1938: Führerbild

Führerbild Anschaffung für Ämter - Leopold Stocker Verlag Graz (PEB Mgde. Wildon 1938)

02.04.1938: Angestellten Krankenkasse

Angestellten Krankenkasse - Umrechnung von Schilling auf Mark (PEB Mgde. Wildon 1938).

02.04.1938: Grundverkehrskommission

Grundverkehrs-Bezirkskommission - Namhaftmachung der Mitglieder, Bezirks Gericht Wildon, Zahl 95/38 vom 28.03.1938 (PEB Mgde. Wildon 1938).

04.04.1938: Arbeitslose

Arbeitslose - Bekanntgabe der ausgesteuerten zur Wiedererlangung der Unterstützung an das Arbeitsamt Leibnitz. (PEB Mgde. Wildon 1938)

05.04.1938: Personaländerungen

Personaländerungen bei öffentlichen Dienststellen - Weisungen (PEB Mgde. Wildon 1938).

06.04.1938: Gemeindeamtsroutine

Auskunftsbogen zB für Krankenhaus Aufenthalte, Krankentransporte - oft unter Beihilfe der Wildoner Ärzte Dr. Fürnau, Dr. Kertsch und Dr. Seehofer.
Überführungskosten ins Spital - Rettungsabteilung Wildon
Todesfallaufnahme durchführen - Bezirksgericht Wildon
Rückersatzforderungen für Sozialunterstützungen
Feststellung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse nach Krankenhausaufenthalten
Ausstellen Heimatschein zB für Aufnahme in ein Landes Siechenhaus (zB Feldbach)
Ansuchen um Aufnahme in die Heimatrolle
Streichungen aus der Heimatrolle
Leumundsschreiben
Zuständigkeitsbestätigung
Einhebung Lustbarkeitsabgabe (zB beim Kino Ludwig Hegedüs)
Ansuchen um monatliche Unterstützung (Sozialhilfe)

Erhebungsersuchen von Behörden wie
Steuerbehörde Leibnitz (Bekanntgabe der Hilfskräfte bei Firmen, Bekanntgabe Schlachtungsausweis Josef Prenner sen. für 1935)
BH Leibnitz (Aufenthaltsanfragen, Einheben von Strafen bei Strafverfügungen gegen Ortsbewohner zB 446/1938 PEB Wildon)
Landeshauptmannschaft Graz
Magistrat Graz(zB Rückforderung von Unterstützungen, etwa PEB Wildon 456/1938 vom 23.04.1938)
Vermessungsamt Leibnitz (zB Grundstücks-Abtrennung, etwa PEB Wildon 467/1938 vom 27.04.1938)

Saatkartoffeln Bestellung beim Verband ländlicher Genossenschaften, Wien I.

Auskünfte über Daten der Großeltern für den Arier Nachweis

Rundschreiben (etwa Bahngrund reinigen, Schuttablagern verboten oder
Sperrstunde - Einhaltung und Bezahlung der Offenhaltungsgebühren durch den Gastwirt) (PEB Mgde. Wildon 422 u 423/1938.

Kundmachungen an der Amtstafel zB
Arbeitsvermittlung für alte Kämpfer - Merkblatt (PEB Mgde. Wildon 429/1938)

Gesundheitspolizei, Scharlach Erkrankungs Anzeige (PEB Wildon 452/1938 vom 23.04.1938)

09.04.1938: Gemeindepolizei

Gemeindepolizeiwesen - Dienstaufsicht durch die Gendarmerie - Landeshauptmannschaft Graz Zahl 53/ge 9/1 vom 05.04.1938

09.04.1938: Mädchenschule

Anschaffung von 5 Stück Führerbilder für die Klosterschule öffentliche Mädchenschule Wildon (PEB Mgde. Wildon 406/1938)

10.04.1938: Volksabstimmung Großdeutschland

Nach dem Einmarsch deutscher Truppen wird am 10. April 1938 eine Volksabstimmung in Österreich zur "Legitimation" für den Anschluss an das Deutsche Reich veranstaltet. Die triste wirtschaftliche Lage und die Nazi Propaganda sorgen dafür, dass die Zustimmung nahezu 99 % beträgt. Andersdenkende werden eingeschüchtert oder sonst von der Abstimmung ferngehalten.

11.04.1938: Kinderbeihilfe u. Ehestandsdarlehen

Anforderung Zusendung von Weisungen und Drucksorten für Kinderbeihilfen und Ehestandsdarlehen an die Bezirks Steuerbehörde Leibnitz. (PEB Mgde. Wildon 409/1938).

13.04.1938: Wappenwerk

Neubearbeitung und Angleichung dem großen deutschen Ortswappenwerk - Kaffee Handels AG Bremen vom 12.04.1938 (PEB Mgde. Wildon 416/1938).

15.04.1938: Österreichischer Gewerbebund

Österreichischer Gewerbebund - Liquidierung und Beschlagnahme, Vermögenswerte sofort nach Graz einsenden. BH Leibnitz Zahl 14 Ge 66/1 vom 13.04.1938 (PEB Mgde. Wildon 426/1938)

15.04.1938: Volkszählung

Volkszählung - Ergänzungen und Richtigstellung des Einwohnerverzeichnisses, BH Leibnitz Zahl 2 V 34/1 vom 13.04.1938 (PEB Mgde. Wildon 427/1938).

19.04.1938: Viehmarkt

Am 25.03.1938 wird ein Ansuchen um Bewilligung für die Abhaltung eines Viehmarktes am 19.04.1938 an die BH Leibnitz gestellt.
(Quelle: Posteingangsbuch Mgde. Wildon, 343, 25.03.1938).

27.04.1938: Herbergskosten

Herbergskosten - Verrechnungsanzeige mit Verpflegungskosten von RM 350,-, Landeshauptmannschaft Graz vom 22.04.1938 (PEB Wildon 466/1938).

29.04.1938: Musterung

Nach-Musterung der nicht Erschienenen am 5. Mai in Graz, BH Leibnitz, PEB Wildon 475/1938.
Musterung des Jahrganges 1919; Umlegung der Abschriften des Jahrgangsregisters in Stammblätter, BH Leibnitz, vom 26.04.1938, PEB Wildon 477/1938.

29.04.1938: Unterstützungen

Unterstützungen - Bekanntgabe der Heimatberechtigten Unterstützten, BH Leibnitz vom 25.04.1938, PEB Wildon 481/1938

29.04.1938: Maikäfer Bekämpfung

Maikäfer Bekämpfung - Merkblatt, St. Landesregierung Graz

30.04.1938: Leifert Ernst

Leifert Ernst Ansuchen um Aufstellung einer ??, PEB Wildon 488/1938

30.04.1938: Deutscher Turnverein

Deutscher Turnverein - Einladung zur Gründung in Wildon, PEB Wildon 489/1938

01.05.1938: Maifeier

Sonn- und Feiertagsruhe am 1. Mai, BH Leibnitz vom 28.04.1938, PEB Wildon 476/1938,
Maifeier Einladung Bezirksleitung der NSDAP Wildon vom 29.04.1938, PEB Wildon 490/1938

04.05.1938: Kunstdünger

Kunstdünger Preisliste, Steir. Landwirteverband Werndorf, PEB Wildon 505/1938

05.05.1938: Sommer Josef

Sommer Josef, Ansuchen um Baubewilligung, PEB Wildon 509/1938

05.05.1938: Bierpreisermäßigung

Bierpreisermäßigung ab 5. Mai 1938, Stmk. Gast- und Schankgewerbe Zunft Graz, PEB Wildon 510/1938

05.05.1938: Umsatzsteuergesetz

Umsatzsteuergesetz für Gast- und Schankgewerbe - Stmk. Gast- und Schankgewerbe Zunft, Graz (PEB Wildon 511/1938).

05.05.1938: Landesstraßen Entstaubung

Landesstraßen Entstaubung - Ansuchen an das Landesbauamt Graz, Hofrat (D)Ing. Fritzberg (Alois) (PEB Wildon 514/1938).

06.05.1938: Reichsarbeitsamt

Reichsarbeitsamt - Ansuchen für Arbeitsbewilligungen für Altreich - an das Reichsarbeitsamt Esslingen (a V ?) gerichtet (PEB Wildon 523/1938).

06.05.1938: Volkspende

Volkspende - Sammlung innerhalb des Amtes, BH Leibnitz Zahl 16 V 17/1 vom 03.05.1938 (PEB Wildon 524/1938).

06.05.1938: Wehrevidenzstelle

Wehrevidenzstelle - Bekanntgabe der Anschrift, BH Leibnitz Zahl 1 W 59/1 vom 04.05.1938 (PEB Wildn 525/1938).

06.05.1938: Arbeitsdienst

Arbeitsdienst - Führerausbildung - Merkblatt, BH Leibnitz Zah 6 Re 36/1 vom 3.5.1938 (PEB Wildon 526/1938).

06.05.1938: Armenunterstützungen

Armenunterstützungen - alle Ansuchen bis 15.05. erledigen, Vermögenstand-Bekanntgabe, BH Leibnitz Zahl 6 U 12/1 vom 4.5.1938 (PEB Wildon 527).

06.05.1938: Rotlaufschutzimpfung

Rotlaufschutzimpfung - Anlegung eines Anmeldebogens, BH Leibnitz Zahl 13 R 3/15 vom 30.04.1938 (PEB Wildon 528/1938).

06.05.1938: Lieferungen, Arbeitsvergaben

Lieferungen Arbeitsvergaben Berücksichtigung von Parteigenossen, BH Leibnitz Zahl 16 L w/1 vom 03.05.1938 (PEB Wildon 529/1938).

06.05.1938: Winterhilfe

Winterhilfe - Abrechnung bis 10. Mai, BH Leibnitz Zahl 6 Wi 20/28 vom 04.05.1938 (PEB Wildon 531/1938).

07.05.1938: Grasnutzung

Granutzung entlang der Triester Bundesstraße - Versteigerung, Landesbauamt Graz, Zahl 14/10, vom 03.05.1938 (PEB Wildon 534/1938)

07.05.1938: Bücherei

Bücherei - Erhebung mittels Fragebogen, BH Leibnitz, Zahl 14 B 102/1 vom 06.05.1938 (PEB Wildon 536/1938):

10.05.1938: Fremdenverkehr

Fremdenverkehr Statistik Winterhalbjahr 1937, BH Leibnitz, Zahl 7 F 4/25, vom 05.05.1938 (PEB Wildon 557/1938).

11.05.1938: Dienstvorschrift

Dienstvorschrift für die Vermögensgebarung der Ortsgemeinden, Landes Hauptmannschaft Graz, Zahl 4-49/I Di 1/7 vom 25.04.1938.

11.05.1938: Wappenführung

Wappenführung - Ansuchen um nachträgliche Bewilligung, Sparkasse Wildon, vom 11.05.1938 (PEB Wildon 567/1938).

12.05.1938: Gewerbeschulbeitrag

Gewerbeschulbeitrag, Anforderung S 250,-(PEB Wildon 575/1938).

13.05.1938: Gärtner- u. Blumenbinderzunft

Gärtner- und Blumenbinderzunft, Vorbereitungsarbeit für 15. Mai 1938 (PEB Wildon 583/1938).

13.05.1938: Viehpass

Viehpass Ausstellung, Genehmigungs-Ansuchen, BH Leibnitz, Zahl 13 V 48/1 vom 05.05.1938 (PEB Wildon 585/1938).

14.05.1938: Kainach Regulierung

Kainach Regulierung, Ansuchen an die BH Leibnitz (PEB Wildon 588/1938).

18.05.1938: Umsatzsteuer

Umsatzsteuer, Vortrag am 23. Mai 1938, Bezirks Steuerbehörde Leibnitz, Zahl 33 vom 16.05.1938 (PEB Wildon 605/1938).

20.05.1938: Juden

Juden - Besuch von Bädern verboten, BH Leibnitz Zahl 14 J 76/1 vom 19.05.1938 (PEB Wildon 615/1938).

20.05.1938: Diphterie Schutzimpfung

Diphterie Schutzimpfung, Kinder von 1 bis 8 Jahren, Kundmachungen, BH Leibnitz Zahl 12 D 1/63 vom 18.05.1938 (PEB Wildon 68/1938)

23.05.1938: Tuberkulose

Hütter Johann - Tuberkulose Anzeige, Landes Krankenhaus Graz, Zahl 7682 (PEB Wildon 625/1938).

23.05.1938: Meldewesen

Meldewesen - Einhaltung der genauen Vorschriften, BH Leibnitz, Zahl 14 Me 20/1 vom 20.05.1938 (PEB Wildon 626/1938).

24.05.1938: Hochwasserschäden

Hochwasserschäden - Aufnahme der beschädigten Brücken und Wege, BH Leibnitz Zahl 9 H 9/1 vom 23.05.1938 (PEB Wildon 627/1938).

24.05.1938: Innerhofer Johann

Innerhofer Johann - Ausfolgung der Militär Einberufungsurkunde, italienisches Konsulat Graz, vom 20.05.1938 (PEB Wildon 631/1938).

25.05.1938: Hegedüs Ludwig

Hegedüs Ludwig, Kinobetriebsstätte - Kommission, Landes Hauptmannschaft Graz, Zahl 399 He 3/12, vom 25.05.1938 (PEB 637/1938).

30.05.1938: Arbeitslose

Arbeitslose - Pflichtarbeit im Hochwassergebiet, BH Leibnitz, Zahl 9 H 9/12 vom 27.05.1938 (PEB Wildon 646/1938).

30.05.1938: Einwohnerverzeichnis

Einwohnerverzeichnis, Zuweisung neuer Nummern, Gemeinde Höf, Bezirk Weiz, Amt des Reichsstatthalters Österreich, Zahl 174.719-6 vom 24.05.1938, BH Leibnitz Zahl 2 B 2/108 (PEB Wildon 60/1938).

01.01.1939: Das Standesamt

Ab 1. Jänner 1939: Die Eintragungen von Geburten, Eheschließungen und Todesfällen erfolgt nunmehr nicht mehr im Pfarramt sondern am Standesamt im Gemeindeamt. Der Standesamtsverband Wildon ist zuständig für die Gemeinden Stocking (Wurzing, Hart), Weitendorf (Kainach, Neudorf ob Wildon) und Wildon (Unterhaus).

Der erste Eintrag im Familienbuch (Ehebuch) datiert vom 09. Jänner 1939, Standesbeamter Fritz Unger, Wildon, Landkreis Leibnitz. Der erste Eintrag im Geburtenbuch datiert am 18. Jänner 1939. Der erste Eintrag im Sterbebuch datiert am 12. Jänner 1939.
 

RAD Haus in der Leibnitzer Straße, Foto: HO
RAD Haus in der Leibnitzer Straße, Foto: HO

1939: Reichsarbeitsdienst


Die Alte Reichsstraße (B 67) wird zwischen Bahnhof Wildon und Kleinsemmering als Gerade ausgeführt.

Der Reichsarbeitsdienst (RAD) errichtet unter anderem ein Lager in Wildon. Burschen und Mädchen ab dem 18. Lebensjahr hatten ihr Pflichtdienstjahr zu absolvieren. Neben Arbeitsleistung für konkrete Vorhaben wurden vor allem infrastrukturelle Verbesserungen des jeweiligen Gebietes erbracht.

Zwei Gebäude existieren noch heute in der Alten Reichsstraße (Aufseherhaus) und Leibnitzerstraße (RAD Baracke). Das ehemalige Kino Wildon, Unterer Markt, wurde ebenfalls vom RAD genutzt.

Zahlreiche Mauern entlang der Triester Straße werden saniert.

Firma Lübold in Wildon beliefert als Rüstungsbetrieb die Luftwaffe (Quelle: Stefan Karner, Die Steiermark im 20. Jahrhundert, S 267, Leykam, Graz, 2005).

Pfarrer Karl Quass, Hengist Magazin 03/2012

04.07.1940: Pfarrer Karl Quass verhaftet.

Am 8. September 1891 in Wurzing, Pfarre Wildon als Sohn von Bartholomäus und Theresia Quass geboren, besuchte er die Knabenvolksschule Wildon und das Bischöfliche Seminar in Graz und studierte Theologie in Graz.

Am 2. Juli 1916 war die Priesterweihe und feierte die Primiz in seiner Heimatpfarre Wildon. Ab August 1916 war er Kaplan im Wallfahrtsort Heilbrunn nahe Naintsch, später in Wies, St. Veit am Vogau, Puch bei Weiz, Trofaiach, St. Johann bei Herberstein und Pischelsdorf.

Im April 1932 wurde er zum Provisor der Pfarre Mönchegg, heute St. Wolfgang bei Obdach. Im April 1935 wurde er zum Pfarrer von St. Wolfgang am Mönchegg ernannt. Im März 1939 wechselte er in die Pfarre Gamlitz. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit wirkte er in Vereinen mit. Von 1931 bis 1938 war Quass Mitglied der katholischen Studentenverbindung "Traungau" und trat 1934 im Ständestaat der Einheitspartei der Vaterländischen Front als Mitglied bei.

Im September 1939 brach der 2. Weltkrieg aus und Pfarrer Quass machte aus seiner politischen Anschauung kein Hehl. Dadurch geriet er ins Visier des NSDAP Ortsgruppenleiters. Beim Blick auf ein Porträt von Adolf Hitler in einem Wohnhaus entfuhr ihm "Das ist der Totengräber von Deutschland, den habe ich in meinem Zimmer noch nie aufgehängt, er gehört auch nicht herein".

Am 29. Juni 1940 wurde Pfarrer Karl Quass von der Gendarmerie in Haft genommen und nach Leibnitz überstellt. Am 4. Juli 1940 musste Quass die Resignationserklärung nach Aufforderung durch das Bischöfliche Ordinariat notgedrungen unterzeichnen.

Am 7. Oktober 1940 kam es zum Prozess beim Sondergericht in Graz. Quass wurde nach dem Heimtückeparagrafen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und trat die Strafe in Graz Karlau an.

Im August 1941 wurde Quass in die Strafanstalt Essen überstellt. Im Jänner 1943 erfolgte sein Transport in das Konzentrationslager Dachau bei München. Kar Quass überlebte das KZ und kehrte nach Kriegsende im Mai 1945 in die Steiermark und seine Diözese Graz-Seckau zurück - nach 58 Monaten Haft.

Statt in die Pfarre Gamlitz trat er die Pfarrerstelle in St. Anna am Lavantegg, der höchstgelegenen Pfarre in der Diözese an. Bald machte sich Quass Jähzorn bemerkbar.

Pfarrer wie Quass wurden als Sonderlinge und Außenseiter abgestempelt. Warum hat er denn so unvorsichtig, so unangepasst geredet? Warum hat er sich unklug verhalten? Hat die Kirche je der Glaubenszeugen in Kerkerhaft gedacht oder gedankt? (Sinngemäß Dr. Maximilian Liebmann, Karl-Franzens-Universität Graz)

Pfarrer Karl Quass starb am 28. Februar 1971 in St. Anna am Lavantegg im 80sten Lebensjahr. Am 2. März 1971 wurde er am Friedhof Wildon begraben.
(Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 8 bis 12, Dr. Gernot Obersteiner).

1940

1940 bis 1955 leiten der Bahnbeamte Heubl und RR Eduard Andres aus Lebring den Bienenzuchtverein Wildon. (Hengst Magazin 3/2005)

Nach oben

1941

Am 28. November 1941 stirbt Franz Heresch, 90 Jahre alt, im Taborhof. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006).

20.01.1942: Berlin, Wannsee Konferenz

Die "Endlösung" der "Judenfrage" wird von den höchsten NAZI Größen besprochen.

19.02.2013

09.07.1942: Gewerbesteueraufkommen Wildon


Name

Vorname

Gewerbe

Adresse

Datum

Gewerbe-steuer in Reichs-mark (RM)

AmlerFranzStrickerWildon 8009.07.4210,00 
Erste Grazer Actien-Brauerei vorm. Franz Schreiner & Söhne BrauereiGraz-Puntigam04.02.431.212,00 
Biener RupertGemischtwarenhandlungWildon 6607.07.4248,00 
BöhmErwinBuchbinder u. TrafikantWildon 8307.07.42132,00 
BauerMariaGastwirtin und LandwirtinWildon 4307.07.42154,00 
BauerFranzSchmiedWildon 4414.05.4272,00 
BaldaufPaulineGemischtwarenhandlungWildon 9814.05.4288,00 
CeykaAdolfFriseurWildon 1307.07.42102,00 
ChristianLeonhardTischlerWildon 14207.07.4212,00 
DecrinisEdmundGemischtwarenhandlungWildon 8503.12.42310,00 
EntingerJosefSchneiderWildon 5109.07.4216,00 
FriedrichGottfriedGemischtwarenhandlungWildon 19803.03.43212,00 
FrühwirthBarbaraGastwirtinWildon 3416.10.4224,00 
FortmüllerJohannaSattlerWildon 1007.07.4236,00 
GeroldJohannaTrafikantinWildon 9805.08.4236,00 
GradischnigJohannUhrmacherWildon 8916.10.4212,00 
HerunterJosefFleischhauer u. GastwirtWildon 10816.11.42670,00 
HegedüsLudwigKinobesitzerWildon 1116.11.42430,00 
HegedüsThereseGastwirtin Wildon 1116.11.42200,00 
Franz Heresch & Co OHG Kunstmühle, Elektrizitäts- u. SägewerkWildon 14409.10.422.884,00 
HereschMariaGastwirtin Wildon 11705.08.42120,00 
HaberlEmmaGastwirtin Wildon 207.07.4236,00 
IskerGertrudeGastwirtin Wildon 6107.07.4222,00 
JarmerFerdinandTabakhauptverlagWildon 11405.06.42418,00 
KieferMariaBäckereibesitzerin u. LandwirtinWildon 10410.11.4272,50 
MurhammerRudolfBäckereibesitzer Wildon 10422.12.42507,50 
KienreichRobertSchneidermeisterWildon 7307.07.4212,00 
KrobathFriedrichFotografWildon 7509.07.4232,00 
KrobathFriedrich jun.MechanikerWildon 19407.07.42138,00 
KaufmannTheodoraPächterin BrückenwaageWildon 4607.07.4290,00 
LaberJosefTransportunternehmer seit 1923Wildon Bahnhof26.02.43898,00 
LinhardtJosefWildon 98Wildon 9805.08.4220,00 
LeberFritzWildon 87Wildon 8707.07.42274,00 
LeifertErnstFahrradeinzelhändlerWildon 9307.07.42192,00 
LiebmannAntonMaurermeisterWildon16705.06.42598,00 
MatejkaJosefZimmermeisterUnterhaus 3704.02.43192,00 
MolisFranzFriseurWildon 9607.07.42102,00 
MüllerFriedrichApothekerWildon 8904.06.421.874,00 
PrennerJosef jun.FleischhauerWildon 11612.02.4342,00 
PechmannAloisAuto TransportWildon 20004.02.43108,00 
PerleßAntonGastwirtWildon 10610.11.4284,00 
PrennerJosef sen.Fleischhauer, Gastwirt, LandwirtWildon 10007.07.4212,00 
RaggamAmaliaSchneiderinWildon 3805.08.4210,00 
RadgamKarlSchuhmacherWildon 3907.07.428,00 
RothammerFranzTischlermeisterWildon 10909.07.4232,00 
RainerHansAutounternehmerWildon 6509.07.42162,00 
RitzRudolfSodawassererzeugerWildon 9009.07.4280,00 
Shell Floridsdorfer Mineralöl Fabrik AG   17.06.43306,88 
SekillyAntonSattler u. TapeziererWildon 18906.07.42108,00 
SommersguterFranzSchuhmacherWildon 3509.07.4228,00 
SaurerAlfredSpenglermeisterWildon 3109.07.42250,00 
SailerMargareteGastwirtin u. LandwirtinWildon 9709.07.42460,00 
SieglAloisWagnerWildon 63 36,00 
SpielMariaGlasermeisterwitweWildon 10305.08.42236,00 
SchwarzFranzGastwirt u. ViehhändlerWildon 16416.11.4272,00 
SchulzTheresiaGlas- u. FarbenhandelWildon 11209.09.4244,00 
SchwarzJosefGeflügelzüchterWildon 13609.07.4248,00 
SchulzJosefMalermeisterWildon 9109.07.4296,00 
SchulzFranzMalermeisterWildon 16909.07.4216,00 
SchwarzJohannFleischhauer u. GastwirtWildon 9216.11.42384,00 
SchmidbauerAntonKaufmann, Großhandel und Import von Benzin, Petroleum, Gasöl, Motoröl, Export von EdelobstWildon 16116.11.423.940,00 
Steir. Verbraucher-genossenschaft Graz GmbH (Ende per 31.12.1942)  Graz, Lendplatz 3118.03.4371,98 
Gemeinschafts-werk Versorgungsring Graz GmbH  Umgründung  
Gemeinschaftswerk der Deutschen Arbeitsfront GmbH, Gebietsleitung Süd-Ost, Wien Hamburg, Wien 2/27, Praterstraße 8Nachfolgegesellschaft für Verbrauchergenossenschaft gewerbe-steuer-befreit
StrohmaierAntonStechviehhändlerWildon 6412.11.4272,00 
StiftJosefGastwirt u. LandwirtWildon 11810.11.4292,00 
StrohmaierJosefaGastwirtin u. LandwirtinWildon 6409.07.4228,00 
StraußJuliusSeilermeisterWildon 9809.07.4222,00 
Pachler u. Strohmaier KaufleuteWildon 409.10.42920,00 
TatzEliseGemischtwarenhandlungWildon 6315.02.4232,00 
TrummerJosefGastwirtWildon 7709.07.4252,00 
TechtHermannGemischtwarenhandlungWildon 8209.07.42124,00 
ÜberbacherSiegfriedGemischwarenhandlungWildon 11512.11.421.158,00 
UngerHermannDrogistWildon 905.08.42120,00 
UrschitzGeorgSchuhmacherWildon 20204.02.4328,00 
Vorschuß-kassenverein  Wildon16.11.4264,00 
WaluschnigAntonSchlosserWildon 8816.11.42192,00 
WeberFranzBranntweinbrennerWildon 12111.01.42360,00 
WerschitzKasimirRauchfangkehrermeisterWildon 12409.07.4278,00 
WolfJosefTischlermeisterWildon 9109.07.4220,00 
WolfFranziskaGemischtwarenhandlungWildon 9109.07.42228,00 
WernerAntonZuckerbäckerWildon 709.07.42732,00 
ZengerAntoniaBäckereiWildon 7509.07.421.276,00 
ZengerJohannObstgroßhandelWildon 16514.12.42426,00 
ZengerJohannGeflügelhandlungWildon 16523.09.42359,00 
ZaunschirmFranzLederhändlerWildon 11316.11.4244,00 
ZöbelKarlSchneiderWildon 4316.11.4248,00 
ZechnerAloisMühlenbautischlerWildon 13910.11.42410,00 

Gewerbesteueraufkommen

Summe Reichsmark

25.777,86 

Quelle: Markt Wildon, Ordner Gewerbesteuerbescheide 1942, gezeichnet Fritz Unger
Aufbereitung: Mag. Hermann Ofner, Wildon, 17.02.2013



1943

1943 bis 1952 leitet DI Alois Frizberg (1887 - 1981) die Hereschwerke. Bis 1938 übte er das Amt des Landesbaudirektors aus und konnte als Pensionist die Führung der Hereschwerke übernehmen. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006)

30.03.1945: Bombentreffer in Wildon

Auch Wildon ist von Luftangriffen betroffen (Rüstungsbetrieb, Bahnhof, Postamt (Hauptplatz 80), Kainach- und Mur-Brücke). 

Tiefflieger machen Jagd auf Menschen auf den Feldern und Straßen.

Das Gebäude Hauptplatz 51 erleidet einen Bombentreffer. (Quelle: Augenzeugenberichte)

Weiters gab es einen Bombentreffer beim Hehn-Haus, heute Oberer Markt 83.
Einen Bombentreffer gab es zwischen Pfarrkirche und Pfarrhof (Quelle Pfarrchronik).

Einen Bombentreffer gab es im Bereich Sportplatz Wildon. Erzählt wird, dass in diesem Bombenkrater ein Panzer der Wehrmacht vergraben wurde.







01.03.1945: Grundbuch Wildon zerstört

1945: Das historische Grundbuch des Bezirksgerichtes Wildon für die Zeit von 1880 bis 1945 wird in einem brennenden Zug am Grazer Hauptbahnhof ein Raub der Flammen.

07.04.1945: Massaker am Präbichl

29.04.1945: Regierungserklärung Dr. Karl Renner

05.05.1949: Befreiung KZ Mauthausen

08.05.1945: Ende 2. Weltkrieg - Sowjetbesatzung

1945: Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde Wildon zuerst von den sowjetischen, dann ab 25. Juli 1945 von den britischen Truppen besetzt. Der Kommandant der britischen Truppen bezog sein Quartier in der "Villa Herberstein" (auch "Fürstenhof" nach dem Wildoner Lebzelter Anton Fürst) in der Alten Reichsstraße.

24.05.1945: Gardekapitän Bulgakow

24. Juli 1945: Einen Tag vor Abzug der Sowjets teilt der Gendarmerieposten Wildon mit, "dass der russische Gardekapitän Bulgakow zwei Frauen, und zwar Käthe Strassner, 1925, und Theresia Keckes, 1917, beide Wildon wohnhaft, bei seiner Abreise mitverschleppt" habe. "Seither fehlt jede Spur von den beiden Frauen" (Quelle: Stefan Karner, Die Steiermark im 20. Jahrhundert, S 319, Leykam, Graz, 2005)

10.09.1945: VS Direktor Karl Kramberger

1945 bis 1954 war Karl Kramberger (1889 - 1970) Direktor der Knabenvolksschule Wildon, Oberer Markt 100. Sohn Robert Kramberger war nach der Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft Lehrer von 1948 bis 1954 in Wildon. Die Mädchenvolksschule Oberer Markt 102 wurde von den Schulschwestern betrieben. (Hengist Magazin 1/2008)

01.09.1945: Gründung Sportverein Wildon

Nach dem zweiten Weltkrieg wird der Wildoner Sportverein unter dem Präsidenten Anton Schmiedbauer neu "gegründet", die Vereinstätigkeit wird wieder aufgenommen. Die Spielstärke entspricht der heutigen Unterliga.
Die Mannschaft damals -- Tor: Sepp Walch ( später Otto Scherübl ); Verteidigung: Franz Zöhrer, Otto Gröscheneg; Läufer: Peter Oremek, Josef Ninaus, Dr. Willi Praßl, Karl Sekli; Stürmer: Kurt Stöffler, Albert Festl, Felix Sekli, Franz Praßl, Herbert Sammer. Gegner von damals: Deutschlandsberg, Fürstenfeld, Weiz usw.

1947

1947: Von 1947 bis 1949 wurde die Wildoner Wasserleitung erweitert und die Ur- und Sieberquellen in der Nähe des Anwesens Knippitsch, Im Rasental 28, erschlossen und befinden sich auf Grundstück Nr. 332/1, KG Unterhaus, des Grafen Saldern-Ahlimp. Der Kaiserbehälter im Quellenweg umfasst 75 m³. Die Wasserleitungen werden erneuert.

1948 Freiwillige Feuerwehr Wildon 75 Jahre

Gründungsjahr 1873. Foto von Fritz Kure (adoptiert Satzke). 

1949

1949: Der Sportverein (Fußballverein) wird offiziell als Verein eingetragen.

1949 wurde Musikverein Marktkapelle Wildon gegründet. Gründungsobmann Alois Pechmann, Gründungskapellmeister August Zöbl.

1949: Gründung der Alpenverein Ortsgruppe Wildon.

1949: Die Glocken in der Pfarrkirche mussten im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden und werden nun neu angebracht.

05.05.1949: Europarat

Am 5. Mai 1949 wurde der Europarat gebildet. An die Gründung von Europas führender Organisation für Menschenrechte erinnert seit 1964 ein Gedenktag.

1950

8. Mai 1950 bis 21. März 1954: Dr. Josef Pittermann wird zum Bürgermeister von Unterhaus gewählt. (Obersteiner, Hengist Magazin 3/2006)

1950: Die Gemeinde Unterhaus unter Bürgermeister Dr. Josef Pittermann errichtet ein 40.000 Liter Löschwasserbecken unter dem Anwesen vgl. Leximi der damaligen Besitzerin Josefine Sieber. Gemeinderäte von Unterhaus waren Gottfried Satzke, Alois Jöbstl-Arbeiter vulgo Bockmoar, Josef Jöbstl vulgo Haberl und Alois Pechmann.

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09.05.1950: Idee zur Europäische Union

Europatag ist am 9. Mai. An diesem Datum im Jahr 1950 formulierte der damalige französische Außenminister Robert Schuman die Grundideen einer Europäischen Union. 1985 vereinbarten die Staats- und Regierungschefs der damaligen Europäischen Gemeinschaft, künftig am 9. Mai mit einem Aktionstag daran zu erinnern. In vielen EU-Ländern sollen Anfang Mai eine ganze Woche lang Feiern und Veranstaltungen die Menschen des Kontinents zusammenbringen.
Wildoner Hochzeitsteller, Foto: HO
Wildoner Hochzeitsteller, Foto: HO

1950 Ansicht Wildon Hochzeitsteller

Hochzeitspaare erhielten vom Bürgermeister der Marktgemeinde Wildon einen Hochzeitsteller mit einer Ansicht der Pfarrkirche Wildon und der ehemaligen Mädchenschule überreicht.

1951

1951: Die Gemeinden Wildon und Unterhaus werden zusammengelegt. Bürgermeister wird Alois Pechmann, Vizebürgermeister Dr. Josef Pittermann (bis 1965). (Obersteiner, Hengist Magazin 3/2006)

1951: Karl Schulz wird ÖKB Obmann

Karl Schulz, Maler- und Glasermeister, wird 1951 zum Obmann des Kameradschaftsbundes gewählt.

1952

Der Union Tennisclub Wildon wird 1952 gegründet. Gründungsobmann ist Dr. Anton Probst. Der Tennisplatz ist in der Aframerstraße gelegen.

1952: Wildoner Schlossberg und Burgruinen gehen in das Eigentum der Familie Frizberg über. (Hengist Magazin 2/2008) Dr. Helmut Frizberg übernahm die Führung der Hereschwerke Wildon. (Wiesflecker, Hengist Magazin 2/2006).

Die Knabenvolksschule Wildon, Oberer Markt 100, wird 1952 renoviert.

09.12.1952: Kindergarten

Mit Ansuchen vom 09.12.1952 sucht die Kongregation der Armen Schulschwestern unserer Lieben Frau um die Baubewilligung für den Neubau eines Kindergarten in Wildon 70 (Oberer Markt 102) durch Schwester Oberin Maria Klementine Frisch an. Die Baubewilligung wird mit 06. Mai 1953 von Bürgermeister Alois Pechmann erteilt.

Das Ansuchen um Benützungsbewilligung wird von Schwester Maria Regis Lasnowsky vom 16. Februar 1959 gestellt. Die Benützungsbewilligung wird mit 04. August 1959 erteilt. Der Kindergarten bleibt bis zur Eröffnung des neuen Kindergartens Alte Reichsstraße 3 im September 1995 in Betrieb.

Das Kindergartenhaus wird im Zuge des Umbaues der Mädchen-Volksschule zu 15 Wohneinheiten zwischen 1992 und 1995 abgerissen. (Quelle: Bauakt Oberer Markt 102, Marktgemeinde Wildon).

1953

Dr. Josef Pittermann wurde 1953 zum Vorstandsmitglied der Bundestierärztekammer gewählt. Für den Steirischen Bauernbund vertrat er als Landtagsabgeordneter der ÖVP von 1953 bis 1966 landwirtschaftliche Interessen. Seit 1958 bekleidete Dr. Pittermann die Funktion des Präsidenten des Stmk. Traberzucht- und Rennvereines, der die Trabrennanlage in Wildon betrieb. Im Männergesangsverein wirkte er als langjähriger Obmann. 1966 wurde er zum Landesveterinärdirektor bestellt und zum Hofrat ernannt, eine Funktion, die er bis zur Pensionierung 1972 inne hatte. 1972 erhielt er auch das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Am 7. Juli 1979 verstarb Dr. Josef Pittermann in Graz. (Obersteiner, Hengist Magazin 3/2006)

1954


Am 4. Dezember 1954 beschließt der Gemeinderat der Marktgemeinde Wildon unter Bürgermeister Alois Pechmann die Zusammenlegung mit der Gemeinde Unterhaus unter Bürgermeister Franz Hirschmann. Kurz zuvor, am 25. November 1954 fasst auch die Gemeinde Unterhaus einen Beschluss zur Vereinigung mit Wildon.

1955

Jänner bis 18. April 1955: Regierungskommissär Alois Pechmann und Beirat Franz Hirschmann bilden eine "Übergangsregierung" bis zur Neuwahl.

18. April 1955: Neuwahlen nach der Zusammenlegung der Gemeinden Unterhaus und Wildon. Als Bürgermeister wird Alois Pechmann gewählt. Franz Hirschmann scheidet aus dem Gemeinderat aus. Bürgermeister-Stellvertreter wird Hofrat Dr. Josef Pittermann (bis 14. Mai 1965).

Am 1. Juni 1955 wird der Marktgemeinde Wildon die Konzessionsurkunde zur Abhaltung von Monatsviehmärkten für Rinder, Schafe und Ziegen, jeweils am 12. des Monats verliehen. Der Viehmarktplatz befand sich im Bereich des Bahnhofes auf Grundstück Nr. 90/1, KG Wildon. Die Marktgemeinde Wildon erläßt eine eigene Marktordnung für die Viehmärkte aufgrund des Tierseuchengesetzes mit 25. Juli 1957.

1955 bis 1969 ist Willi Schratz Obmann des Bienenzuchtvereines. (Hengst Magazin 3/2005)

15.05.1955: Leopold Figl: "Österreich ist frei"

Der Staatsvertrag mit den Besatzungsmächten wird unterzeichnet.

1957

1957: Die Wildoner Murbrücke wird neu gebaut.

1958 AKG

1958: Die Firma AKG übernimmt das Firmengelände im heutigen Oberen Markt 111.

1958 Schloss Schwarzenegg: Orgovani-Hanstein

Im Mai 1958 kaufen Adalbest und Maximiliane Orgovani-Hanstein das Gut Schwarzenegg von Leopold Graf von Saldern-Ahlimb. Am 27. Mai 1959 wurde ein Ansuchen bei der Diözese Graz-Seckau gestellt, im Zuge von Umbauarbeiten, die Schlosskapelle abzutragen. Der Altar gelante so nach Zehndorf bei Wettmannstätten und die Gnadenstatue wird unter dem Namen "Maria Schutz" verehrt. (Hengist Magazin 2/2007)

1958 Lebzelterei Perleß schließt

1958 schließt die Lebzelterei von Anton Perleß. Die Handwerksgeräte gelangen in das Steirische Volkskundemuseum in Graz. Damit gingen 300 Jahre Lebzelter-Geschichte in Wildon zu Ende. (Hengst Magazin 3/2005)

Kainach Hochwasser 1958, Volksschule und Pfarrkirche Wildon, Foto: Robert Kramberger
Kainach Hochwasser 1958, Volksschule und Pfarrkirche Wildon, Foto: Robert Kramberger

1958 Kainach Hochwasser

Kainach Hochwasser 1958, Volksschule und Pfarrkirche Wildon, Foto: Robert Kramberger, Quelle: Hengist Magazin 01/2013

1959

1960

In den Jahren 1960 bis 1968 waren Dr. Rudolf und Mag. Anneliese Eisenzopf Pächter der Apotheke Wildon. (Obersteiner, Hengist Magazin 3/2006).

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Gasthaus Kleinsemmering, Wildon, Alte Reichsstraße 51, Ferrania, Quelle: Christine Harler
Gasthaus Kleinsemmering, Wildon, Alte Reichsstraße 51, Ferrania, Quelle: Christine Harler

30.06.1960: Gasthaus Kleinsemmering

Café Restaurant Kleinsemmering, Wildon, Alte Reichsstraße 51, Ferrania, Quelle: Christine Harler

24.05.1961: Krämermarktordnung

Am 24. Mai 1961 genehmigt das Amt der Stmk. Landesregierung die Krämermarktordnung der Marktgemeinde Wildon. Die Marktgemeinde Wildon war aufgrund der Konzessionsurkunde vom Amt der Stmk. Landesregierung vom 30. Mai 1956 berechtigt folgende Krämermärkte abzuhalten: 24. Februar (Matthias - in Schaltjahren am 25. Februar), am Osterdienstag, am 2. Juli (Maria Heimsuchung), am 22. Juli (Magdalena), am 29. September (Michael), und am 25. November (Katharina). Die Krämermärkte wurden am Hauptplatz abgehalten. Die Marktzeit war von 7 Uhr bis 18.30 Uhr, wobei die Ware ab 6 Uhr ausgepackt wurde und spätestens um 20 Uhr alles abgeräumt sein mußte.

30.06.1961: Wasserleitung Im Langfeld, Grazer Straße


1961: Mit Bescheid vom 30.06.1961 der Abteilung 3 des Amts der Stmk. Landesregierung wird die Erweiterung der Ortswasserleitung bewilligt. Angeschlossen werden die Siedlungsgebiete links der Mur (Im Langfeld) und entlang der Grazer Straße. Der Brunnen 1 in KG Sukdull wird errichtet und der Schlossbergbehälter mit 320 m³ wird neu gebaut. Weiters wird ein Brunnenschutzgebiet für den Brunnen 1 festgelegt, der allerdings durch einen ehemaligen Teerverwertungsbetrieb Fa. Lederer & Mellitzer gefährdet wurde.

Hauptschule Wildon

1962: Neubau Hauptschule

1962: Neubau der Wildoner Hauptschule in der heutigen Alten Reichsstraße 6.

1963

1963: Motorrad (Speedway)-Rennen auf der Wildoner Trabrennbahn unter Speedway-Staatsmeister "Bubi" Josef Bössner.

Unterer Markt 4 - Lederhaas, Quelle: Christine Harler bzw. Walter Kramer
Unterer Markt 4 - Lederhaas, Quelle: Christine Harler bzw. Walter Kramer

30.06.1963: Lederhaas, Unterer Markt 4

Postkarte mit Wildon, Unterer Markt 4, Kriegerdenkmal, Lederhaas, Tankstelle, Postkartenverlag Walter Kramer, Graz-Eggenberg, Quelle: Postkarte Christine Harler

Trabrennbahn Wildon, Quelle: Walter Kramer bzw. Christine Harler
Trabrennbahn Wildon, Quelle: Walter Kramer bzw. Christine Harler

21.10.1963: Trabrennbahn Wildon

Postkarte Trabrennbahn Wildon, Postkartenverlag Walter Kramer, Graz-Eggenberg, Quelle: Christine Harler

Hauptschule Wildon, Foto: Walter Kramer, Graz-Eggenberg
Hauptschule Wildon, Foto: Walter Kramer, Graz-Eggenberg

15.07.1964: Hauptschule Wildon

Hauptschule Wildon mit "Fürstenhof" und Schloßberg, Foto: Postkartenverlag Walter Kramer, Graz-Eggenberg, Quelle: Christine Harler, Postkarte

1964

Hochwasser Mur und Kainch 1964, Fotos: Herbert WALTER
Hochwasser Mur und Kainch 1964, Fotos: Herbert WALTER

15.07.1964: Hochwasser Mur und Kainach HQ100

Fotos zum Hochwasser Mur und Kainach Mitte Juli 1964, Fotos von Herbert WALTER, Hauptplatz, Wildon.

1965

1965 bis 1969 wurde das alte Rathaus, Bezirksgericht, unter Bezirksrichter Dr. Armand Schrimpf generalsaniert. Vom historichen Baubestand blieb nur die Fassade. Auch der barocke Pranger trat wieder zum Vorschein. (Hengist Magazin 1/2007)

Hochwasser 1965, Foto: Herbert WALTER
Hochwasser 1965, Foto: Herbert WALTER

15.07.1965: Hochwasser Mur

Hochwasser Mur 1965, Wahring 2, Foto: Herbert WALTER, Hauptplatz, Wildon

1965: Karl Schulz tritt als ÖKB Obmann zurück

Karl Schulz, der von 1951 bis 1965 als Obmann die Geschicke des Kameradschaftsbundes Wildon lenkte tritt zurück. Er ist als Maler- und Glasermeister, Ehrenbürger und Ehrenringträger der Marktgemeinde Wildon bekannt.

1966

Im Schuljahr 1966/1967 nimmt der Polytechnische Lehrgang bzw die Polytechnische Schule Wildon den Betrieb auf.

1966 - 1973: Neubau des Sporthauses. Eröffnung 1973 unter Obmann Alfred Haberl und Bürgermeister Franz Hirschmann.

01.07.1966: Staatsbürgerschaft Evidenzgemeinde

Bis zum 30.06.1966 war der Geburtsort Evidenzgemeinde für die Staatsbürgerschaftsevidenz.

Ab 01.07.1966 ist die Evidenzgemeinde für die Staatsbürgerschaft der Wohnort der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt. Wenn Gemeinden einen Staatsbürgerschaftsverband bilden, dann ist die Sitzgemeinde die Evidenzstelle wo die Daten zur Staatsbürgerschaft einer Person geführt werden.

1967

Am 1. Jänner 1967 tritt Kaplan Josef Wendling den Dienst in der Pfarre Wildon unter dem Pfarrer Johann Schreiner an. (Pfarrblatt Miteinander Nr. 92, Juli 2010).

1968

1968 bis 1982: Bürgermeister Franz Hirschmann.

1969

Von 1969 bis 1993 ist der Gendarm und spätere Postenkommandant von Wildon Karl Wolf Obmann des Bienenzuchtvereines. (Hengist Magazin 3/2005)

1970

1970: Bau der Adria-Wien-Pipeline in Wildon.

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1970 Gemeinderat

In der Gemeinderatsperiode 1970 bis 1975 waren vertreten:
ÖVP: Bürgermeister Hirschmann Franz, Kremser-Lechner Hubert (Vizebürgermeister), Herbst Rudolf, Berner Artur, Sailer Johann, DI Liebmann Walter, Ing. Hammer Ferdinand, Innerhofer Johann, Neubauer Johann, Dr. Lukas Ernst, Höfler Gottlieb, Türha Franz,
SPÖ: Keutz Alois (Gemeindekassier), Ladner Willibald, Spiessl Josef, Festl Albert, FPÖ: Dr. Wach Otto.

Wildoner Gemeinderat 1970
Wildoner Gemeinderat 1970

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1971

Oktober 1971: Erste Ausgabe des Wildoner Marktkuriers. Im Leitartikel und am Titelbild wird die Verkehrsbelastung des Ortes durch den Transit- und Urlauberverkehr beklagt und eine Umfahrung gefordert. (Hengist Magazin 3/2010)

Im Jahr 1971 baut der Tennisclub das Clubhaus und die Tennisplätze 1 und 2 bei der neuen Adresse Aframerstraße 20. (Quelle: Tennisclub Juni 2012).

1972

30.06.1972: Hochwasser Kainach

Ein 100-jährliches Hochwasser der Kainach bewirkt, dass Gebiete in der Grazerstraße überschwemmt werden.

1973

1974

1974: Mit einem Sitzstreik auf der LB 67 fordern die Wildoner den Bau einer Umfahrungsstraße. 1978 wird das lokale Teilstück eröffnet. 1979 wird die A9 Phyrnautobahn eröffnet.  (Hengist Magazin 1/2005)

1975

1975 und 1978: Der Gemeinderat beschließt die Einführung von Straßennamen für die Ortschaften Unterhaus und Wildon. Die Hausnummern werden neu vergeben. (Gemeideratsprotokolle)

1975: Mit der Gründung des Abwasserverbandes Grazerfeld bekommt Wildon eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung.

14.09.1975: Landeshauptmann Dr. Niederl in Wildon: "Die Verkehrsmisere in Wildon ist durch die Kehlsberg-Landesstraße zum Teil bereinigt. Wir wissen, dass das für die Wildoner ein Provisorium ist, das hinkt".

Landessieger im Landes-Schülerfußball-Cup 1974/1975 wurde unter 70 steirischen Mannschaften die Mannschaft der Hauptschule Wildon. Der Siegespokal wurde von der Sparkasse Wildon zur Verfügung gestellt und auch die Dressen der Wildoner Hauptschüler wurden von der Sparkasse gesponsert. Vorsitzender der Verwaltungskommission der Sparkasse Wildon Hofrat Dr. Pittermann und Sparkassenleiter Direktor Karl Nagy. (Wildoner Marktkurier Nr. 13, Mai 1976)

09.06.1975: Neubau Amts- und Wohnhaus

Mit Baubewilligung vom 09.06.1975 wurde der Neubau des Amts- und Wohnhauses mit 8 Wohneinheiten, Hauptplatz 59 und 61, bewilligt. Mit Bewilligung vom 13.05.1975 erfolgte der Abbruch des baufälligen Wohnhauses und Wirtschaftsgebäudes Wildon 32 am Bauplatz. Mit Bescheid vom 16.09.1977 wurde die Benützungsbewilligung für das neue Gemeindeamt Hauptplatz 61 und die 8 Wohneinheiten Hauptplatz 59 unter Bürgermeister Franz Hirschmann erteilt. Das Gemeindeamt siedelte vom Unteren Markt 25 (Eggenberger Mauthaus) ins neue Marktgemeindeamt und blieb bis 2001.

Die straßenseitige Fassade zur LB 67 ziert ein Fresko mit Herrand II. von Wildon. (Fotos: Mag. Hermann Ofner)

1976

Jänner 1976: Wegen Kanalbauarbeiten ist die Ortsdurchfahrt von Wildon gesperrt. (Wildoner Marktkurier Nr. 13 - Mai 1976).

1976: Maximiliane Berg (Schwarzenegg) wird Staatsmeisterin im Dressurreiten. (Hengist Magazin 1/2010)

21.04.1976: Kundmachung in der Grazer Zeitung, dass die Marktgemeinde Wildon mit Beschluß vom 5.12.1975 und 09.04.1976 beschlossen hat, einen Flächenwidmungsplan für das gesamte Gemeindegebiet aufzustellen. Der Flächenwidmungsplan 1.0 wird am 28.11.1980 rechtskräftig (Amt d. Stmk. Landesregierung, FA 13B, Wildoner Marktkurier Nr. 13, Mai 1976).

1976: Das Gemeindeamt Hauptplatz 61 und acht Gemeindewohnungen entstehen mit einer geschätzten Gesamtbaukostensumme von 10,5 Millionen Schilling. Das alte, von Fürst Eggenberg erbaute (Maut)haus, Unterer Markt 25, das ein Jahrhundert lang das Verwaltungszentrum der Marktgemeinde Wildon war, hat ausgedient und wird nach der Renovierung als Gemeindewohnhaus genutzt. (Wildoner Marktkurier Nr. 13 - Mai 1976).

Der Wildoner Marktkurier erscheint im Mai 1976 unter Federführung von Mag. Josef Hirschmann und Mag. Maria Gabriele Neuwirth wieder. (Wildoner Marktkurier Nr. 13 - Mai 1976)

Am 14. Mai 1976 gibt der Wildoner Kreis für Brauchtumspflege im Herrandsaal Wildon, Hauptplatz, einen Abend unter dem Thema "Mit Lied und Tanz in den Frühling". (Wildoner Marktkurier Nr. 13 - Mai 1976)

Von 1976 bis 1986 ist OSR Alfred Haberl Direktor der Polytechnischen Schule Wildon.

1977

Am 12. März 1977 wird Josef Wendling zum Provisor und am 1. Juli 1977 zum Pfarrer von St. Magdalena in Wildon bestellt. (Pfarrblatt Miteinander Nr. 92, Juli 2010)

1977: Das neue Gemeindeamt, Hauptplatz 61, geplant von Univ.-Prof. Dr. Heiner Hierzegger, wird unter Bürgermeister Franz Hirschmann bezogen. Zuvor war das Gemeindeamt im Rathaus, später Bezirksgericht, und im ehemaligen Eggenberger Mauthaus, heute Unterer Markt 25, untergebracht.

1977 - 1978: Neubau Musikheim unter Kapellmeister und Bauobmann Hannes Hammer und Obmann Hans Weghofer, Alte Reichsstraße 7.

Wildon, 800 Jahr Feier Festprogramm
Wildon, 800 Jahr Feier Festprogramm

03.07.1977: 800 Jahre Wildon - Fest im Markt

Neubau Musikheim 1977, Foto: HO

1977: Neubau Musikheim

03.10.1977: Örtliches Entwicklungskonzept 1.0

Der Wildoner Gemeinderat beschließt am 3. Oktober 1977 das erste örtliche Entwicklungskonzept nach § 21 Stmk. Raumordnungsgesetz LGBl. 127/1974.

18.03.1977: Neubau Wohnhaus Im Langfeld 42

Die Baubewilligung für den Neubau Wohnhaus mit 13 Wohneinheiten Im Langfeld 42 wird mit 18.03.1977 von Bgm. Franz Hirschmann ausgestellt. Gebaut wird das Wohnhaus im Jahr 1978. Die Benützungsbewilligung wurde mit 10.05.1979 ausgefertigt. Die Baukosten betrugen 7.348.918,96 ATS.

24.05.1977 Im Erlengrund

Mit Bescheid vom 24.05.1977 wird die Baulandwidmung für Grundstücke Im Erlengrund des Bewilligungswerbers Dr. Otto Wach erteilt.

1978

November 1978: Der Wildoner Marktkurier berichtet in der Ausgabe 1978 von der Eröffnung des 12,2 km langen Autobahnstücks von Weitendorf bis Gralla. Das Problem "Transitverkehr" scheint damit für Wildon vorerst gelöst. (Hengist Magazin 3/2010)

1978: Aufgrund des Autobahnbaues wird eine Wasserleitung in die Ortschaft Lichendorf, Weitendorf, gebaut und von Wildon mitversorgt. Die Kosten trägt der Autobahnerrichter. Dies wird von der Rechtsabteilung 3, Amt d. Stmk. Landesregierung, mit Bescheid vom 27.06.1978 bewilligt.

Der Tennisclub Wildon baut die Tennisplätze 4 und 6 im Jahr 1978 (Quelle: Tennisclub Juni 2012).

21.07.1978: Straßenbezeichnungen

Der Wildoner Gemeinderat beschließt am 21.07.1978 Abänderungen und Ergänzungen zu den Straßenbezeichnungen laut Beschluss vom 19.02.1975

1979

Am 3. Dezember 1979 wird die Verordnung, in der Teile der Marktgemeinde Wildon zum Schutzgebiet nach dem Ortsbildschutzgesetz 1977 erklärt werden, im Landesgesetzblatt Nr. 93/1979 kund gemacht. Die Ortsbild-Schutzzone umfasst den Markt, Schloßberg, Badesee bis zur Mur (siehe Bürgerservice - Bauen - Rechtsgrundlagen).

17.08.1979: Neubau Wohnhaus Im Langfeld 43

Die Baubewilligung für das Wohnhaus mit 14 Wohneinheiten Im Langfeld 43 wird mit 17.08.1979 ausgefertigt. Der Neubau erfolgt 1980. Die Benützungsbewilligung wird mit 28.07.1981 ausgestellt. Die Baukosten betrugen 8.381.000,00 ATS.

21.09.1979: Flächenwidmungsplan 1.0

Der Wildoner Gemeinderat beschließt am 21. September 1979 die erste Verordnung für den Flächenwidmungsplan 1.0.

1980

1980: Bezug des neuen Rotkreuz-Ortsstellengebäudes in der Alten Reichsstraße. (Quelle: Festschrift 100 Jahre Rettungsdienst Rotes Kreuz Leibnitz, S 37).

1980: Ein großes, vermutlich rund 400 Jahres altes Wagenrad wird aus der Mur geborgen. (Hengist Magazin 3/2010)

Der Flächenwidmungsplan 1.0 wird am 28.11.1980 rechtskräftig (Amt d. Stmk. Landesregierung, FA 13B).

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25.04.1980: Konstitution Gemeinderat

In der konstituierenden Gemeinderatssitzung vom 25. April 1980 wurden folgende Gemeinderatsmitglieder angelobt:

Hirschmann Franz, ÖVP
DI Liebmann Walter, ÖVP
Knauder Franz, ÖVP
Ing. Hammer Ferdinand, ÖVP
Zechner Walter, ÖVP
Dr. Lukas Ernst, ÖVP
Mag. Hirschmann Josef, ÖVP
Matejka Walter, ÖVP
Mitteregger Herbert, ÖVP
Ladner Willibald, SPÖ
Lax Harald, SPÖ
Spiessl Josef, SPÖ
Hammer Anna, SPÖ
Boslitsch Hans, SPÖ
Schedlbauer Alfred, SPÖ

Franz Hirschmann wird zum Bürgermeister gewählt.
DI Walter Liebmann wird einstimmig zum Vizebürgermeister gewählt.
Ladner Willibald wird einstimmig zum Gemeindekassier gewählt.

26.06.1980: Müllabfuhrordnung

Der Wildoner Gemeinderat beschließt am 26. Juni 1980 eine Müllabfuhrordnung für die Marktgemeinde Wildon mit Wirkung vom 01. Juli 1980.

Kirchturm Renovierung 1980, Foto: Pfarre Wildon
Kirchturm Renovierung 1980, Foto: Pfarre Wildon

01.07.1980: Kirchturm Renovierung

1981

04.03.1981 Die BH Leibnitz erteilt die Betriebsanlagengenehmigung für das Kunststoffrecycling Unternehmen Relatex (heute Ecoplast), Untere Aue.

1982

30.06.1982: Bürgermeister Mag. Josef Hirschmann tritt die Nachfolge seines Vaters Franz Hirschmann an. Wieder gewählt 1985 und 1990.

1982 wird der Bogenclub Wildon-Weitendorf mit Gründungsobmann Friedrich Puregger gegründet. (Hengist Magazin 1/2007).

Das Tennis Clubhaus wird 1982 ausgebaut (Quelle: Tennisclub Juni 2012).

1982 Schi WM Schladming - Josef Szapacs

Bei der Schi WM 1982 in Schladming war Schneidermeister Josef Szapacs bei der Ausstattung der ÖSV Funktionäre und WM-Mitwirkenden tätig.

Quelle: Gemeindezeitung Wildon 03/2013, Seite 11

1983

1983: Mit Bescheid vom 22.03.1983, Amt d. Stmk. Landesregierung, RA 3, wird die Errichtung des Grundwasserbrunnens 3 auf Grundstück Nr. .176, die Erhöhung der maximalen Grundwasserentnahmemenge bewilligt. Weiters wird das Brunnenschutzgebiet erweitert.

1983: Um- und Zubau der Hauptschule Wildon. Lehrerzimmer, Werkräume, Garderobe, Labors und Turnsaal werden zugebaut.

Am 12. Juni 1983 erfolgte die Trachtenweihe und seit damals tragen die Musikerinnen und Musiker die Wildoner Stiefelhosentracht.

22.07.1983: Lärmschutz- u. Luftreinhalteverordnung

Der Wildoner Gemeinderat beschließt am 22. Juli 1983 eine Lärmschutz- und Luftreinhalteverordnung gemäß § 41 Stmk. Gemeindeordnung 1967. Unter anderem werden die zulässigen Zeiten für lärm- und staubbelästigende Hausarbeiten sowie für das Rasenmähen geregelt.

1984

Der Union Tennisclub Wildon errichtet 1984 den Platz 3 (Quelle: Tennisclub Juni 2012).

1985

1985: Im Jahr 1985 wurde im Umfeld des Standortes ein urnenfelder und hallstattzeitliches Gräberfeld (Datierung: 8. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt. In der Urnenfelderzeit (Spätbronzezeit) verbrannte man die Toten und bestattete sie in großen Friedhöfen. Im Zuge von Notgrabungen 1985 und 1987 im Zuge eines Zubaues für die Hauptschule Wildon wurden auf einer Fläche von 80 m² 36 Bestattungen geborgen. Die ergrabene Fläche deckt jedoch vielleicht nur ein Zehntel des gesamten Gräberfeldes ab. Neben den Urnen mit den Überresten der Toten (Leichenbrand) fanden sich an Beigaben eine große Anzahl von Keramikgefäßen sowie Armreifen, Fibeln, Fingerringe aus Bronze bzw. Eisen und Glasperlen. Das Gräberfeld steht in Zusammenhang mit der großen urnenfelderzeitlichen Siedlung am Schlossberg. Die Funde werden im Landesmuseum Joanneum verwahrt.  (Hengist Magazin 1/2005)

11.03.1985: Unterer Markt 25 - Um- und Zubau

Mit der Baubewilligung vom 11.03.1985 wurde die Sanierung sowie der Um- und Zubau des Objektes Unterer Markt 25 - das ehemalige Eggenberger Mauthaus sowie bis 1977 Sitz des Gemeindeamtes Wildon - gestartet. 8 Wohneinheiten, 2 Kfz Garagenplätze und 4 überdachte Kfz Abstellplätze werden geschaffen. Mit der Benützungsbewilligung vom 12.08.1988 wurde das Gebäude seiner neuen Bestimmung als Gemeindewohnhaus übergeben.

30.07.1985: Neubau Wohnhaus Im Langfeld 44

Die Baubewilligung für den Neubau des Wohnhauses mit 14 Wohneinheiten Im Langfeld 44 wird am 30.07.1985 unter Bürgermeister Mag. Josef Hirschmann erteilt. Die Bauarbeiten werden 1986 ausgeführt. Die Benützungsbewilligung wird am 01.09.1987 ausgefertigt.

1986

Ab 1986 entsteht die Golfplatzanlage Gut Murstätten in Lebring.  (Hengist Magazin 1/2005)

1987

Flächenwidmungsplan Revision 2.10, GR 004-1-4350/86, Dr. Hierzegger, vom 30.10.1986, Genehmigung des Amtes der Stmk. Landesregierung mit GZ 03-10 W 12-87/32, vom 21.01.1987.

1987 wird unter dem Parkplatz bei der Hauptschule Wildon ein urnenfelderzeitliches Gräberfeld entdeckt. (Hengist Magazin 1/2004).

1987 wird das Wildoner Kino von Slavko (Luis) im Unteren Markt 19 geschlossen. Der Kinocafebetrieb geht auch in seiner Pension weiter bis Erber Luis am 10. Dezember 2011 unter tragischen Umständen einem Unfall am Bahnhof Stübing zum Opfer fällt.

22.06.1987: Neubau Wohnhaus Aframerstraße 3

Die Baubewilligung für den Neubau des Wohnhauses mit 14 Wohneinheiten wurde mit 22.06.1987 unter Bgm. Mag. Josef Hirschmann erteilt. Die Neubau erfolgte 1988. Die Benützungsbewilligung wurde mit 19.05.1989 erteilt.

Karl Schulz schließt das Geschäft 1987 und übergibt am Fam. Kubelka
Karl Schulz schließt das Geschäft 1987 und übergibt am Fam. Kubelka

30.09.1987: Kubelka Farbenhandlung Schulz

Im Jahre 1987 übernimmt die Familie Mag. Johannes und Gabriele Kubelka aus Wien die Farbenhandlung und Glaserei Schulz in Wildon, Unterer Markt 20, die es seit 1923 gibt.

1988

1988 werden oberhalb des Musikheimes zwei römische Gräber entdeckt, eines davon mit Steinsarkophag. (Hengist Magazin 1/2004).

25.03.1988: Sanierung Unterer Markt 4

Die Marktgemeinde Wildon hat das Objekt Unterer Markt 4 von der Firma Lederhaas (Tankstelle und Brennstoffhandel) übernommen. Mit der Baubewilligung vom 25.03.1988 beginnen die Arbeiten für die Sanierung und den Umbau für 9 Wohneinheiten, Amtsräume für die Gendarmarie sowie Garagen. Die Benützungsbewilligung wird am 01.07.1991 erteilt.

1989

1989: Das Notariat Dr. Michael Griesbacher eröffnet in Wildon (bis 2012).

1990

1990: Das "Alte Rathaus" (Bezirksgericht) wird renoviert.

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1991

1991: Essen auf Rädern

Essen auf Rädern, die Zustellung von Mittagessen startet mit Freiwilligen Zustellern und mit einem PKW gesponsert von namhaften Firmen.

1992

1992: Neugestaltung des Hauptplatzes. Der Wilde-Mann-Brunnen wird in den Unteren Markt versetzt, wo vordem eine Brückenwaage und das Kriegerdenkmal stand.

17.12.1992: Letzte Gemeinderatssitzung unter der Leitung von Mag. Josef Hirschmann.

Gemeindewappen Stocking (01.03.1992 bis 31.12.2014)
Gemeindewappen Stocking (01.03.1992 bis 31.12.2014)

01.03.1992: Stocking Gemeindewappen

Nach dem Entwurf von Dr. Heinrich Purkarthofer hat die Steiermärkische Landesregierung mit Wirkung vom 1. März 1992 der Gemeinde Stocking folgendes Wappen verliehen:

"In Grün ein silbener Wurzelstock mit drei Wurzeln und rechts und links je drei herauswachsenden silbernen Ahornblättern, darüber ein silberenes Schloss bestehend aus zwei Türmen mit Dach und verbunden durch einen Torbau mit Balustrade."

Die drei Wurzeln zeigen die Entstehung der Gemeinde Stocking aus den drei Gemeinden Stocking, Sukdull und Hart. Hiebei weisen der (Wurzel-)Stock auf Stocking, die Wurzeln auf Wurzing (größte Ortschaft der früheren Gemeinde Sukdull) und die Blätter auf Hart (gleichbedeutend mit Wald) hin, die wachsenden Blätter überdies auf das Gedeihen der Gemeinde in der Zukunft. Das Schloss gilt für die ehemaligen bischöflich Seckauer Lehen Neudorf, Aframhof, Afram-Marienhof und Finkenegg. Die Gemeindefarben sind weiß-grün, da in der Wappenkunde Silber für Weiß steht.

12.05.1992: Sanierung Oberer Markt 85

Mit der Baubewilligung vom 12.05.1992 erfolgt der Start der Sanierung und Umbau des Objektes Oberer Markt 85 für 8 Wohneinheiten, Keller und 3 Garagen für PKW.

1993

Seit 1993 ist Mag. Gustav Oberdorfer, AHS-Professor für Biologie, Obmann des Bienenzuchtvereines. (Hengst Magazin 3/2005)

30.03.1993 Großbrand beim Kunststoff-Recycling Unternehmen Ecoplast, Untere Aue.

05.07.1993: Erste Beiratsitzung am 5. Juli 1993, Hofrat Dr. Kleinsasser, überreicht die Ernennungsdekrete an OAR Gustav Hafner als Regierungskommissär und an die Beiräte Ing. Ferdinand Hammer, Anton Werner und Harald Lax.

1993: Vier neue Glocken werden im Kirchturm angebracht, gespendet von privater Hand.

Von 1993 bis 2003 wurde die Wasserversorgung der Marktgemeinde Wildon mit rund 1,63 Millionen Euro auf den Stand der Technik gebracht.

1994 Gemeinderat

Der Gemeinderat 1994
Der Gemeinderat 1994

hinten von links:
DI Reinhard Rungaldier, Ing. Gerhard Sommer, Mag. Josef Hirschmann, Wolfgang Probst, DI Gabriele Faller, Anton Rolla, Anton Werner, Ingeborg Zalokar, Ing. Gert Egger
vorne von links:
NN, Rita Gindlhuber, Franz Pirker, Ingrid Weber, Bgm. Dr. Ernst Lukas, Ing. Ferdinand Hammer

Bgm. Dr. Ernst LUKAS, 1994 bis 2002

15.04.1994: Bgm. Dr. Ernst LUKAS

15. April 1994: Dr. Ernst Lukas übernimmt das Amt des Bürgermeisters.

01.05.1994: Weitendorf Gemeindewappen

Das am 1. Mai 1994 verliehene Gemeindewappen "In schwarzem Schild ein eisenzeitliches durchbrochenes goldenes Trapez, darin zwischen Laubwerk ein Hirsch schreitend" leitet sich aus den anfangs erwähnten, mit Bronzeblättchen beschlagenen Fundgegenständen ab.

1994: Tennisclub Zubau

Der Tennisclub Wildon baut Terrasse und Windfang 1994 dazu (Quelle: Tennisclub Wildon Juni 2012).

Kindergarten Wildon, Eröffnungsfest und Ehrenbürgerschaftsurkunde an Landeshauptmann Dr. Josef Krainer

13.07.1994: Neubau Kindergarten

Mit der Baubewilligung vom 13.07.1994 beginnen die Arbeiten für den Kindergarten am Standort Alte Reichsstraße 3a. Zuvor war der Kindergarten als Pfarrkindergarten geführt worden. Es werden Gruppenräume für 2 Kindergartengruppen, Küche, WC-Anlagen, Garderoben und ein Turnsaal errichtet. Die Benützungsbewilligung wurde mit 18.09.1995 erteilt.

Der Pfarrkindergarten wird öffentlicher Kindergarten der Marktgemeinde Wildon und bezieht den Neubau in der Alten Reichsstraße 3a.

Beim Festakt am 30.10.1995 wird Landeshauptmann Dr. Josef Krainer die Wildoner Ehrenbürgerschaftsurkunde verliehen.

26.10.1994: Eröffnung Sporthaus Rennweg 18

<big>Der 26.10.1994 ist ein großer Tag für den SV Wildon. Das vom ehemaligen Obmann Dipl. Ing. Walter Liebmann geplante neue Sporthaus wird von den Gemeindeverantwortlichen, an der Spitze Bgm. Dr. Ernst Lukas, dem Verein zur Nutzung übergeben. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Baues tragen auch die vielen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder bei. Die Organisation von Vereinsseite tragen vor allem Gerhard Kurzmann, Walter Pack, Gottlieb Höfler und Wolfgang Spurej. Als Gratulant gastiert der SK Sturm Graz in Wildon. Nach ambitioniertem Spiel verliert unsere Mannschaft mit 1:6.
</big>

01.01.1995: EU Beitritt Österreichs

Die Volksabstimmung für den EU Beitritt ergab 66 % Zustimmung. Am 11.11.1994 stimmten 78 % der Abgeordneten im Nationalrat dem EU-Beitrittsvertrag zu. Peter Kostelka, Klubobmann SPÖ, spricht in Anwesenheit von Kommissionspräsident Jacques Delor, von einem Meilenstein in der Geschichte Österreichs. Andreas Khol, Klubobmann ÖVP, von einem "freudigen JA"!

Quelle: Johannes Sachslehner, 365 Schicksalstage - Der Gedächtniskalender Österreichs, Styria, Graz, 2012, Seite 10

1995 Gemeinderat

Mitglieder des Gemeinderates 1995, Fotomanie Ulrich
Mitglieder des Gemeinderates 1995, Fotomanie Ulrich

1. Reihe vlnr:
Ing. Hammer Ferdinand, Anton WERNER, Dr. Ernst LUKAS, Gerhard Annawitt,
2. Reihe vlnr:
Ing. Karl Stumpfl, Anna Harkam, Edeltraud Gschier, Franz Draxler, Rita Gindlhuber (Bräuner), Anton Rolla,
3. Reihe vlnr:
Ing. Gert Egger, Helmut Spurej, Franz Pirker, Alois Pichler, Harald Thomann
(Fotomanie Ulrich, 10.04.1995)

19.10.1995: Flächenwidmungsplan 3.00 Wildon

Flächenwidmungsplan Revision 3.10, GR 004-2/1995, Dr. Hierzegger, vom 23.05.1995, Genehmigung des Amtes der Stmk. Landesregierung mit GZ 03-10.10 W 25-95/14, vom 19.10.1995.

1997

1997 bis 2000: Das Schloss Wildon, Hauptplatz 55, wird renoviert und umgebaut und um einen Festsaal erweitert. Seit 2000 sind das Gemeindeamt, die Bibliothek, Veranstaltungsräume und Festsaal sowie Wohnungen im ehemaligen "Landessiechenhaus" (heute würde man Alten- und Kranken- und Sozialheim sagen) untergebracht.

Am 25. Mai 1997 wurde der neue Marktbrunnen am Hauptplatz eingeweiht. Der künstlerische Entwurf stammt von Dr. Heinrich Purkarthofer (1934 - 2005), Archivar, Landesheraldiker und Schöpfer von 200 steirischen Gemeindewappen. Das Erscheinungsbild des Wildoner Marktbrunnens ist dem Siegel des steirischen Landesmarschalls Herrand von Wildon aus dem Jahr 1195 nachempfunden. Es zeigt ein mit dem Fabelwesen Panther (All-Tier) belegtes Lilienszepter, begleitet von drei Seeblättern. Die Seeblätter meinten die Farbe Grün. Der Panther als Fabelwesen ist ein Symbol des Auferstandenen Christus. Die Lilie ist Zeichen der Reinheit. Die Ausführung des Brunnes übernahm die Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr. (Obersteiner, Hengist Magazin 2/2006)

01.01.1999 Euro Einführung

Mit der Einführung des Euro am 1. Jänner 1999 fällt der Schilling zum Opfer.

Quelle: Johannes Sachslehner, 365 Schicksalstage - Der Gedächtniskalender Österreichs, Styria, Graz, 2012, Seite 10

01.01.1998: Tourismusverband Wildon

Der Tourismusverband Wildon wird nach dem Stmk. Tourismusgesetz 1992 als Körperschaft öffentlichen Rechts konstituiert. Unternehmen bekommen von der Gemeinde den sog. Interessentenbeitrag vorgeschrieben. Damit sollen touristische Aktivitäten ermöglicht werden. Obmann des Tourismusverbandes wird Franz Draxler.

1999

1999: März - Die Rotkreuz Ortsstelle Wildon veranstaltet den ersten Osterbasar.

2000 Gemeinderat

Die konstituierende Sitzung des Gemeinderates fand am Montag, 17. April 2000, im Schloss Wildon statt. In den Gemeinderat wurden gewählt:

Dr. Ernst Lukas, ÖVP, Bürgermeister (bis Juni 2002)
Ing. Karl Stumpfl, ÖVP, Vizebürgermeister (bis Juni 2002)
Dir. Franz Pirker, SPÖ, Gemeindekassier (bis April 2010)
Ingrid Weber, ÖVP, ab Juni 2002 Bürgermeisterin
Mag. Josef Hirschmann, FPÖ
DI Reinhard Rungaldier, ÖVP (HBI Freiw. Feuerwehr Wildon)
Ing. Gert Egger, ÖVP
DI Gabriele Faller, SPÖ
Anton Rolla, SPÖ
Anton WERNER, ÖVP (Vizebürgermeister ab Juni 2002)
Ingeborg Zalokar, ÖVP
Manuela Kern
Rita Bräuner (Gindlhuber), SPÖ
Ing. Gerhard Sommer, ÖVP
Ing. Ferdinand Hammer, ÖVP

In der konstituierenden Sitzung wurden folgende Fachausschüsse beschlossen:

Fachausschuss 1 - Bau - Umwelt (Raumplanung, Bauten, Straßen, Wasser, Kanal, Müll)

Fachausschuss 2 - Wohnungen - Soziales (Gemeindewohnungsvergabe, Soziales, Senioren)

Fachausschuss 3 - Finanzen, Recht, Personal (Mieten, Pacht, Gewerbe, Vermögen, Personal)

Fachausschuss 4 - Kultur, Schulen, Kindergarten (Schulen, Vereine, Kindergarten, Jugend, Tourismus, Denkmäler)

Folgende Verwaltungsausschüsse mit je 2 Sitzen wurden gebildet:

Abwasserverband
Abfallwirtschaftsverband
Sozialhilfeverband und ISGS (Integrierter Sozial- und Gesundheitssprengel)
Staatsbürgerschafts- und Standesamtsverband
Wirtschaftsförderungsbeirat

2000

Im August 2000 wird ein Lebensmittelmarkt der Hofer KG in Wildon, Kainachtalstraße 9, eröffnet.

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Kulturzentrum Schloss Wildon, Fotos: Mag. Hermann Ofner
Kulturzentrum Schloss Wildon, Fotos: Mag. Hermann Ofner

16.09.2001: Eröffnung Kulturzentrum Schloss Wildon"

Am Sonntag, 16.09.2001, findet nach rund 4-jährigen Bauarbeiten die Eröffnung des Kulturzentrums Schloss Wildon statt. Nach der heiligen Messe im neuen Festsaal, nach einer Festfanfare und Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Ernst Lukas wird die Ehrenbürgerschaftsurkunde an Landeshauptfrau Waltraud Klasnic verliehen. LH Klasnic hält die Festansprache und eröffnet das Kulturzentrum offiziell.

Anschließend segnet Pfarrer Josef Wendling das Kulturzentrum. Im Anschluss gibt es Volksmusik und ein steirisches Buffet für die Gäste. Am Abend unterhält Georg Danzer im neuen Festsaal. Insgesamt wurden über 70 Millionen Schilling - also rund 5,09 Millionen Euro -  investiert und das Gemeindeamt, das Kulturzentrum, ein Museum und eine Bibliothek sowie Wohnungen geschaffen.

Am 29.09.2006 nimmt Bürgermeisterin Ingrid Weber das Steirische Wahrzeichen 2006 von Landesrat Johann Seitinger für die gelungene Revitalisierung des Schlosses Wildon entgegen.

Für die Bauarbeiten zeichnet Firma Baumeister Ing. Leitner aus Graz mit Baumeister Ing. Gerd Pendl verantwortlich.

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2001

Im April 2001 wurde Margareta Kickmaier zur ersten Obfrau der Marktkapelle Wildon gewählt.

Wildons erste Bürgermeisterin Ingrid Weber
Wildons erste Bürgermeisterin Ingrid Weber

2002

Juni 2002: Bürgermeisterin Ingrid Weber und Vizebürgermeister Anton WERNER werden vom Gemeinderat gewählt.

Mit Wirkung vom 1. Juli 2002 wurde das Bezirksgericht Wildon aufgehoben und das Gebäude an Zahnarzt Dr. Peter Zwittnig verkauft. (Hengist Magazin 1/2007)

15.02.2002: Leitbild Lebensraum Wildon

Die Marktgemeinde Wildon veranstaltet in Begleitung und mit Unterstützung der Beratungsfirma IKM Institut für kommunales Management, vertreten durch Dr. Bertram Mayer, eine Veranstaltungsreihe "Zukunftskonferenz" im Zeitraum Februar 2001 bis Februar 2002.

Das Ergebnis dieses Diskussionsprozesses ist ein "Leitbild für den Lebensraum Wildon" mit dem Leitspruch "Gemeinsam zu hoher Lebensqualität für Jung und Alt in der Wohn-, Freizeit- und Kulturgemeinde Wildon".

Wildon 2020

Die Verkehrsberuhigung hat sich sowohl in der Bürgerbefragung, als auch in der Zukunftskonferenz als wichtigste Maßnahme zur Erhaltung der Lebensqualität herauskristallisiert.

Es wird rasch eine Verkehrsberuhigung für das Ortsgebiet angestrebt - in erster Linie ein LKW-Fahrverbot für den Markt (2010 wird ein Fahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen verordnet).

Die Umfahrung von Wildon ist zentrales und vordringliches Thema der Gemeinde, deren Realisierung es erst ermöglicht, die Attraktivität des Ortskernes zu steigern. (Stand 2012: Die Planungen für den 2-gleisigen Ausbau laufen, mit einer Realisierung ist nicht vor 2020 zu rechnen.)

Die bedarfsgerechte Anpassung des öffentlichen Verkehrs lässt Wildon in seiner zentralen Lage weiter an Bedeutung gewinnen. (2010 S-Bahn S7 mit stündlichen und in den Stoßzeiten halbstündlichen Verbindungen Richtung Graz und Leibnitz).

Freiwilligentätigkeit sowohl im sozialen als auch im kulturellen Bereich wird in Wildon hochgehalten, da diese den Wert des Gemeinsamen erlebbar macht. (Eröffnung Kulturzentrum 2001, Ausbau Musikheim 2005, Neubau Rüsthaus und Neubau Tribüne und Fußballplatz Sportverein 2010 und 2011).

Wirtschaft und Umwelt

Die Wirtschaft Wildons soll von einer "Kleinen feinen Wirtschaft" getragen werden, die das Konzept des Lebensraumes Wildon unterstützt und an die sozialen und ökologischen Bedürfnisse angepasst ist. Auch hier steht das Miteinander im Vordergrund.

Die vorhandenen lokalen Wirtschaftsressourcen vermehrt zu nutzen und zu stärken und daraus ein konkurrenzfähiges Angebot zu schaffen, ist das primäre Ziel der Wirtschaftsentwicklung in Wildon.

Durch die Ausrichtung auf Freizeit und Kultur gilt es den Tourismus und die damit verbundenen Gewerbebetriebe wieder als starken Wirtschaftsfaktor in Wildon wahrzunehmen.

Auch für die Ansiedlung von Betrieben gilt als Leitlinie die Einpassung in das Konzept des Lebensraumes Wildon und die Etablierung einer innovativen, richtungsweisenden Wirtschaft (Wirtschaftspark "Ökoaue").

Das Naherholungsgebiet Wildon nimmt bei allen zukünftigen Projekten den Umweltschutz als wichtigstes Kapital wahr und forciert alternative Energien, damit sich Wirtschaft und Umweltschutz optimal ergänzen können.

Soziales und Kultur

Wildon steht für gelebte Gemeinschaft (lebenswert für Jung und Alt) und für ein überregionales Kultur- und Freizeitzentrum.

Wildon sieht im sozialen Bereich seine zentrale Aufgabe und schafft
eine zeitgemäße Kinderbetreuung für alle Altersgruppen,
ein Schulzentrum,
neue Wege zur Betreuung älterer Menschen, sowie
umfassende medizinische Versorgung.

Mit einem umfangreichen Sportangebot, wird sich Wildon für die Freizeitgestaltung eine herausragende Position erarbeiten.

Die professionelle Organisation und Koordination von qualitativ hochwertigen Veranstaltuenen im Rahmen eines umfassenden Angebotes wird Wildon als kulturellen Veranstaltungsort etablieren.

Wildon besinnt sich auf seine bedeutenden historischen Wurzeln, um so das Schloss Wildon, den Schlossberg und die Ausgrabungsstätten mit einem umfassenden Konzept zu einem attraktiven Gesamterlebnis für die Wildonerinnen und Wildoner und ihre Gäste werden zu lassen.

Lebensraum und Lebensqualität

Im Lebensraum Wildon schaffen wir die Voraussetzungen für das Miteinander. Es findet ein reger Dialog zwischen Jung und Alt über Nachbars-, Vereins- und Gemeindegrenzen hinaus statt.

Jeder Gemeindebürger soll sich mit seinen Wünschen und Vorstellungen angenommen fühlen, wobei der Zukunftstreff für alle das Bindeglied zwischen Gemeinde und Bevölkerung ist.

Wildon wird im Jahr 2020 ein schönes Stück näher an Graz herangewachsen und von großen Industrie- und Gewerbeflächen umgeben sin.

Der Raum Wildon behauptet sich als lebenswerte Oase im industrialisierten Umfeld und unternimmt alles, damit jeder gerne hier wohnt.

Vom Schlossberg über den Badesee bis zur Trabrennbahn soll Wildon als vernetztes Wohn-, Freizeit- und Naherholungsgebiet entwickelt werden, dessen Bedeutung über die Grenzen von Wildon deutlich hinausgeht.

Die Volksschule Wildon wird eröffnet. Foto: Mag. Hermann Ofner

2003 Neubau Volksschule

Im September 2003 wird die neue Volksschule Wildon, Alte Reichsstraße 3b, eröffnet.

Grazerstraße 3, Foto: HO

01.01.2003 Ordination Dr. Horst Grubelnik

Im Jänner 2003 eröffnet Dr. Horst Grubelnik die Ordination in der Grazerstraße 3, Rosenhof Weber. Er tritt die Nachfolge der Kassenarztstelle von Dr. Ruess mit Ordination im Sparkassengebäude, Unterer Markt 33, an.

2003 Archäologische Grabung Meierwiese (VS)

Im Jahr 2003 werden drei Flächen am Abhang des Wildoner Schlossberges prospektiert. Auf der "Meierwiese" konnte anhand von Pfostenlöchern, Gruben und Herdstellen eine mehrphasige, prähistorische Schiedlung nachgewiesen werden. Möglicherweise wurde ein großes Wirtschaftsgebäude aus dem Mittelalter um 750 n. Chr. ergraben (Hausgrundrisse). (Hengist Magazin 1/2004).

Vom 17. April bis 2. Juni 2003 finden archäologische Grabungen im Zuge des Neubaues der Volksschule Wildon statt. Dabei konnten Funde aus der älteren Eisenzeit (800 bis ca. 450 v. Chr.) und ein spätmittelalterlicher oder neuzeitlicher Wirtschaftsbau nachgewiesen werden. (Hengist Magazin 1/2004).

Gefunden wurde neben Spinnwirtel, Feuerbockfragmente, Webstuhlgewichte, Keramikscherben, ein Fingerring aus Bronze, ein Knochenwerkzeug (Spatel) auch ein Skelett eines dreijährigen Kindes, nunmehr im Museum Schloss Wildon zu besichtigen. (Hengist Magazin 1/2004).

01.03.2002: Zentrales Melderegister (ZMR)

Der Echtbetrieb beim Zentralen Melderegister (ZMR) startet mit 01.03.2002. Örtliche Meldedaten aus der Volkszählung 2001 stellten die Datenbasis dar, die von den Meldebehörden im Laufe der Zeit anhand von Dokumenten wie Geburtsurkunde, Heiratsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis bei Meldefällen überprüft und richtig gestellt wurden. (Quelle: BM f. Inneres, HO)

"Leitinger" Urne, Foto: HO

2003 Fund "Leitinger" Urne

Ende August 2003 wird die "Leitinger-Urne" in Unterhaus bei Kanalgrabungsarbeiten geborgen. Der Fund stammt aus der Hallstattzeit, ca. 650 bis 600 v. Chr. (Gutjahr, Hengist Magazin 3/2006)

Kulturpark Hengist gegründet.

2004

Am 7. Jänner 2004 eröffnet die Ordination Dr. Horst Grubelnik, praktischer Arzt, Grazerstraße 3, Rosenhof Weber.

Am 16. Jänner 2004 spielt die Marktkapelle Wildon zusammen mit der Marktkapelle Arnfels beim 108. Steirerball in Wien, Austria Center.

Mit Einlangen des "Nichtuntersagungsbescheides" der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz im August 2004 wurde der Verein Kulturpark Hengist von den Gemeinden Hengsberg, Lebring-St. Margarethen, Weitendorf und Wildon gegründet. Das Kuratorium mit den Bürgermeistern Ingrid Weber, Wildon, Robert Baumann, Hengsberg, Josef Kaiser, Weitendorf und Johan Weinzerl, Lebring-St. Margarethen, nahm die Arbeit auf. Finanzreferent Franz Bachernegg und Schriftführer Pfarrer Dr. Peter Brauchart unterstützen Sekretär Oberarchivrat im Stmk. Landesarchiv Dr. Gernot Peter Obersteiner. Im Frühjahr 2010 trat auch die Gemeinde Lang bei. (Hengist Magazin 2/2008)

2004: Das Musikheim wir um- und zugebaut.

Museum Schloss Wildon eröffnet.
Museum Schloss Wildon eröffnet.

2005

2005 bis 2007 erforscht der Kulturpark Hengist ein bronze- bis früheisenzeitliches (urnenfelerzeitliches) Gräberfeld in Kainach bei Wildon, Gemeinde Weitendof. Auf einer Fläche von 15.000 m² wurden 430 Objekte dokumentiert, davon rund 230 Brandgräber. Die Masse der Gräbe stammt aus der Hallstattzeit, Zeitraum von ca. 1100 bis 700 vor Christus. Das Grab Numer 214 (Objekt 418) dürfte aus der Hallstattzeit um 1250 vor Christus stammen und zählt mit einem Grabfund am Grazer Karmeliterplatz zu den ältesten bislang in der Steiermark aufgefundenen Gräbern. (Hengist Magazin 1/2005).

Der Flächenwidmungsplan 4.0 GZ 004-1/2005, mit Beschlüssen vom 13.07.2004, 11.10.2004, 16.11.2004 und 14.06.2005, tritt nach Genehmigung durch das Amt der Stmk. Landesregierung vom 07.07.2005, GZ FA 13B-10.10 W 25-05/05, wird am 25.07.2005 nach öffentlicher Kundmachung rechtskräftig.

Am 23. Oktober 2005 wird im Rahme des Hengist-Festes das archäologisch-historische Museum im Schloss Wildon eröffnet.  (Hengist Magazin 3/2005) .

2006

Ende 2006 schenkt die Witwe des ehemaligen Wildoner Apothekers Dr. Rudolf Eisenzoph das Schwarzenegger Mirakelbuch, das er in den 1960er Jahren bei einem Flohmarkt der Freiwilligen Feuerwehr Wildon gegen eine Spende erworben hat. (Hengist Magazin 2/2007)

 

31.12.2006: Rechnungsabschluss Wildon

ordentlicher Haushalt

BezeichnungEinnahmenAusgaben
Vertretungskörper und allgemeine Verwaltung97.778,11479.847,87
öffentliche Ordnung und Sicherheit32,0047.715,95
Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft557.024,68933.974,09
Kunst, Kultur und Kultus463.742,63817.818,97
Soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung0,00310.651,93
Gesundheit0,0017.476,10
Straßen- und Wasserbau, Verkehr6.238,30172.258,35
Wirtschaftsförderung5.155,5632.509,85
Dienstleistungen1.516.431,751.715.123,22
Finanzwirtschaft2.112.744,79208.301,29
SUMME4.759.147,824.735.677,62

Überschuss 2005

23.470,20

außerordentlicher Haushalt

VorhabenEinnahmenAusgaben
Volksschulneubau1.218.360,001.218.360,00
Kreisverkehr Morregrund871,33871,33
Brücke Obere Aue130.203,77130.203,77
Sanierung Badesee23.876,9423.876,94
Grundbesitz279.815,62279.815,62
Wohnungsverkäufe34.491,4634.491,46
SUMME1.687.619,121.687.619,12
   
Der Verschuldungsgrad beträgt 1,07 %.

2007

10. bis 25. Oktober 2007: Ausstellung über Hofrat Dr. Josef Pittermann (1906 - 1979), Landesveterinär, Landtagsabgeordneter, Bürgermeister von Unterhaus, wohnhaft im "Strasserschlössl", heute Im Rasental 1, Vorstand des Stmk. Traberzucht- und Rennvereines 1956, der die Trabrennbahn in Wildon errichtete. (Hengist Magazin 2/2007)

2007 und 2008 Grabungen am Faltikögerl, Hengsberg. 13 mittelalterliche Silbermünzen, alle Grazer Pfennige, die zwischen 1290 und 1325 geprägt wuden, werden gefunden. Vermutlich ein leicht befestigter Lagerplatz während der Auseinandersetzungen zwischen dem Habsburger König Albrecht I. (1282 - 1298) und den aufständischen steirischen Adeligen.

Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer. Foto: Pixelmaker
Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer. Foto: Pixelmaker

2008

2008: Der Sportverein Wildon spielt die erste Saison in der Landesliga.

Mai 2008: Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer wird gewählt.

Ein Projekt zur Eröffnung eines Steinbruches am Wildoner Buchkogel scheitert. Rund 3000 Unterschriften werden bis Juni 2009 gegen das Projekt gesammelt.

 

Erweiterung Kläranlage Wildon.
Erweiterung Kläranlage Wildon.

2009

Im September 2009 wird die Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage beim Abwasserverband Grazerfeld in Wildon auf 120.000 EGW der Bestimmung übergeben.

16.01.2009: Latenezeitliches Hiebmasser

Am 16.01.2009 übergab Mag. Bernhard Pock dem Kulturpark Hengist ein Eisenmesser, das im Oktober 2008 beim Hausbau in der KG Lebern, Feldkirchen bei Graz, im Aushubmaterial gefunden wurde. Die Restaurierung erfolgte durch Robert Fürhacker, Gutenberg bei Weiz. Das latenezeitliche Eisenmesser (um 300 vor Chr.) wurde dem Hengistmuseum in Wildon kostenlos als Leihgabe zur Verfügung gestellt. (Quelle: Hengist Magazin 03/2012, Seite 6 und 7).

Betreutes Wohnen im Alten Rathaus, Hauptplatz 47. Foto: Neue Lebensräume
Betreutes Wohnen im Alten Rathaus, Hauptplatz 47. Foto: Neue Lebensräume

2010

Neubau Rüsthaus und Neubau Sportzentrum sind ab Februar 2010 im Bau.

Am 19. März 2010 wird das betreute Wohnen im Alten Rathaus eröffnet.

Bei der Gemeinderatswahl am 21. März 2010 erreicht die ÖVP 11 Gemeinderatssitze, Projekt Wildon 2 Mandate und SPÖ 2 Mandate, bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von 62 %.

Am 22. März 2010 erlangt der Abwasserverband Grazerfeld den Wasserland Steiermark Preis 2010 in der Kategorie "Kooperation".

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates vom Dienstag, 20. April 2010, werden Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer, Vizebürgermeister Anton WERNER und Gemeindekassier Ing. Gert Egger, alle ÖVP, gewählt. Es werden 3 Fachausschüsse beschlossen (Finanzen, Bau, Kultur).

Am 25. April 2010 findet die Bundespräsidentenwahl statt. Dr. Heinz Fischer wird wieder gewählt.

Bei der Generalversammlung des Musikvereines Marktkapelle Wildon am 30. April 2010 wird Ing. Gerald Jahrbacher zum neuen Obmann gewählt. Friedrich Kriebernegg, Kapellmeister von 1985 bis 2010, und Grete Kickmaier, von 1985 bis 2001 Schriftführerin und von 2001 bis 2010 Obfrau, erhalten hohe Auszeichnungen vom Blasmusikverband. Friedrich Kriebernegg wird das Ehrenzeichen in Gold der Marktgemeinde Wildon verliehen. Neuer Kapellmeister wird Mag. Daniel Neubauer, Musikschullehrer für Trompete an der Herrand-von-Wildon Musikschule.

Beim Kameradschaftsbund Wildon wird im April 2010 Obmann Wilhelm Peier, Obmann-Stv. ÖR Rudolf Gogg, Schriftführer Johann Eder wieder gewählt.

Im Juni 2010 schließt die Eisenwarenhandlung Herbert Mitteregger am Oberen Markt 105. Die Firma KFZ Teile Bontsch übersiedelt vom Hauptplatz 48 zum neuen Standort Oberer Markt 105.

Am 25. Juni 2010 findet "zeit über brücken" auf der Wildoner Murbrücke statt.

Am 2. Juli 2010 feiert die Musikschule Wildon unter dem Titel "Finis Festivus" ein Abschlusskonzert.

Am 3. Juli 2010 feiert Pfarrer Geistlicher Rat Josef Wendling 50-jähriges Priesterjubiläum. (Miteinander Nr. 92, Juli 2010).

Am 29. Juli 2010 übergibt Julia Raggam die Geschäftsleitung der Sparkasse Filiale Wildon in die Hände von Filialleiter Franz Bachernegg.

Am 22. August 2010 wird Christine Mlinaric vom Bogenclub Wildon-Weitendorf Österreichische Staatsmeisterin im Bogenschießen.

Mit 1. September 2010 übernimmt Pfarrer Dr. Peter Brauchart die Pfarre Wildon provisorisch im Pfarrverband Lang, Lebring, Hengsberg und Wildon. (Miteinander Nr. 92, Juli 2010). Als Pastoralassistentin steht ihm Frau Mag. Andrea Schwarz zur Seite. Das Pfarramt ist Montag und Donnerstag besetzt.

Am 26. September 2010 finden Landtagswahlen statt.

Am 8. Oktober 2010, anlässlich des 100. Geburtstags von Dr. Helmut Frizberg, überreichen Bgm. Ing. Gerhard Sommer aus Wildon und Bgm. Franz Egger aus Stocking Ehrenbürgerschaftsurkunden der Gemeinden.

Am 10. Dezember 2010 verstirbt unter tragischen Umständen am Bahnhof in Stübing der Kinobesitzer Slavko (Luis) Erber.


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21.03.2010: Gemeinderatswahl

Liste

Partei

Prozente 2010

Prozente 2005

Differenz

Stimmen 2010

Stimmen 2005

Differenz

Mandate 2010

Mandate 2005

1

SPÖ

14.93%26.57%-11.64%190330-14024

2

ÖVP

59.47%49.28%10.19%757612145118

3

leer

        

4

GRÜNE

3.85%6.84%-2.99%4985-3601

5

FPÖ

3.46%  44  00

6

BZÖ

2.67%  34  00

7

ProW

15.63%  199 21522

 

 

Wahlberechtigte:  2.052

Abgegebene Stimmen:

  1.301

Ungültige Stimmen:       28

Gültige Stimmen:

  1.273

Wahlbeteiligung:63%
  
vorgezogene Stimmabgabe:56
Ausgestellte Wahlkarten:122
Retournierte Wahlkarten:101
gültige Wahlkarten:100

2011

Bauhofleiter Franz Baumhakel tritt mit 1. Jänner 2011 in den wohlverdienten Ruhestand.

Am 21. Jänner 2011 verstirbt der ehemalige Vizebürgermeister, Volksschuldirektor und langjährige Feuerwehrkommandant OSR Walter Matejka.

Mit Anfang März eröffnet das Fotostudio Peter Riedler am Hauptplatz, Wildon.

Stefan Mlinaric, Obmann des Bogenclub Wildon-Weitendorf, wird das Landessportehrenzeichen in Gold von Landeshauptmann Voves verliehen.

Frau Maria Szack, Schneidermeisterin und Ehrenbürgerin, feiert am 19. März 2011 ihren 100-jährigen Geburtstag.

Die Kleinregion Hengist erhält ein Wappen - ähnlich dem Logo für den Kulturpark Hengist.

Mit 1. April 2011 tritt das Brauchtumsfeuerverbot in Kraft. Osterfeuer (Gartenabfall- und Müllverbrennungsfeuer) sind ab nun nicht mehr erlaubt.

Am 12. April 2011 wird die Ausstellung "Wildoner Wirtschaft in alter Zeit" im Schloss Wildon eröffnet. Dr. Gernot Obersteiner erläutert die wirtschaftliche Vielfalt im Markt Wildon.

Am 18. Juni 2011 wurde das neue Sportzentrum und Fußballplatz offiziell der Bestimmung übergeben. Der Sportverein unter Obmann Gerhard Kurzmann organisierte eine "stürmische" Eröffnung. Fußballmeister Sturm Graz spielte gegen die Wildoner Fußballmannschaft und über 1100 Gäste verfolgten das Spiel. Wegen des Schlechtwetters findet eine weitere Feier am 25.09.2011 statt.

Die "alte" Volksschule im Oberen Markt 100 wird von der Marktgemeinde Wildon an die Firma GRAWO verkauft.

Die Bühnengemeinschaft unter Regie von Alois Gallé feiert Premiere am 17. Juni 2011 mit dem Stück von Woody Allen "Spiels nochmal Sam".

Am 30.06.2011 begeistern die Musikschüler beim "Finis Festivus" der Musikschule Herrand-von-Wildon im Schloss Wildon.

Im Juli 2011 wird das Gas- und Dampfkraftwerk in Mellach in Betrieb genommen.

Ende Juli 2011 findet zum 15. Mal die  Wildoner Erlebniswoche statt.

Pfarrer Johann Jandrasits löst mit 01.09.2011 Pfarrprovisor Parrer Dr. Peter Brauchart ab.

Am 04.09.2011 findet zum 20. Mal der Wildoner Radmarathon statt.
Am 11.09.2011 findet der 15. Wildoner Volkslauf statt.

Im September 2011 löst Monika Wollner, als provisorische Leiterin der Hauptschule Wildon, Direktor Herbert Kaucic ab, der in den Ruhestand tritt.

Im September 2011 wird die Zufahrt beim Schloss Wildon neu gestaltet und die Gesimse bei der Fassade erhalten eine Schutzverblechung. Die WC Anlagen bei der Hauptschule wurden generalsaniert. Der Hochbehälter 2 Am Schloßberg wird generalsaniert und isoliert. Am 16.09.2011 wird die 10-jährige Nutzung des generalsanierten Schlosses Wildon gefeiert.

Am 02.10.2011 gastiert Kabarettist Jörg Martin Willnauer im Schloss Wildon.

Im Oktober 2011 startet ein Jugendprojekt mit WIKI.

Am 11.10.2011 beschließt der Gemeinderat die Übernahme des Hermann-Gmeiner-Weges als Gemeindestraße zum Gemeingebrauch ins öffentliche Gut.

Im November 2011 starten die Umbauarbeiten und der Dachgeschoßausbau für die Musikschule bei der Villa Schloßberg, Alte Reichsstraße 3, wo auch die Polytechnische Schule untergebracht ist.

Im November 2011 wird ein neuer Vorstand im Tennisclub Wildon gewählt. Obmann Thomas Papst löst Hannes Schauer ab.

Im November 2011 ist das Mezzanin Theater mit dem Kindertheaterfestival KUKUK zu Gast im Schloss Wildon.

Am 26.11.2011 spielt "Papermoon" im Festsaal Schloss Wildon.

Am 16.12.2011 feiert die Bibliothek im Schloss Wildon ihr 10-jähriges Bestehen.

14.03.2011: Einleitung Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien

In der Zeit vom 14. März bis 15. Oktober 2011 wurden Unterstützungserklärungen für die Einleitung des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien gesammelt.

Informationen finden Sie auf der Webseite www.kirchen-privilegien.at.

Ein Recht für ALLE. Initiative gegen Kirchenprivilegien.
Halbgasse 7
1070 Wien
info@kirchen-privilegien.at

Bgm. Franz Egger, Dietmar Lederhaas, HBI Rudolf Grager, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, OBI Andreas Harkam, LR Dr. Christian Buchmann und Bgm. Ing. Sommer
Bgm. Franz Egger, Dietmar Lederhaas, HBI Rudolf Grager, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, OBI Andreas Harkam, LR Dr. Christian Buchmann und Bgm. Ing. Sommer

21.05.2011

21.05.2011: Eröffnungsfest Rüsthaus

Strahlender Sonnenschein begleitete die Rüsthaussegnung der Freiwilligen Feuerwehr Wildon am Sonntag, 21. Mai 2011. Neben zahlreichen Kameradinnen und Kameraden aus allen Regionen der Steiermark, fanden an diesem Maiensonntag auch eine Vielzahl an Interessierten aus Wildon und den umliegenden Gemeinden Zeit um mit uns gemeinsam zu feiern.

Die Liste der Ehrengäste wurde angeführt von Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, gefolgt von Landesrat Dr. Christian Buchmann, Nationalratsabgeordneter Josef Muchitsch, Landtagabgeordneter Bürgermeister Dir. Detlef Gruber, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Manfred Walch, Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer, Bürgermeister Franz Egger, Bürgermeister Ing. Franz Plasser, Pfarrer Dr. Peter Brauchart und Pfarrer Geistlicher Rat und Feuerwehrkurat Josef Wendling.

Seitens des Bezirksfeuerwehrverbandes durften wir uns über die Anwesenheit von Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Dietmar Lederhaas, Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter BR Herbert Vorauer, sowie weitere Mitglieder des Bezirksfeuerwehrverbandes freuen.

Nach einer feierlichen Messe in der Fahrzeughalle begrüßte HBI Rudolf Grager die Ehrengäste und gab einen kurzen Abriss über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wildon: Nach 44 Jahren in denen die Heimstätte der Feuerwehr Wildon am Hauptplatz zu finden war, standen wir nun zur Segnung des neuen Rüsthauses an einem ganz neuen Platz außerhalb des historischen Ortskerns. In einer Bauzeit von nur sieben Monaten, unter Einhaltung des veranschlagten Budgets konnte die Feuerwehr im vergangenen Herbst das neu errichtetet Rüsthaus beziehen.

Unser Baumeister LM DI Richard Reichmann hatte allen Anwesenden aus erster Hand einen Überblick über die Baumaßnahme gegeben. Auf die Ausführungen unseres Kommandanten und Planers folgten die Grußworte der Ehrengäste.

Als letzten offiziellen Programmpunkt folgten ca. fünf Dutzend Auszeichnungen von Kameraden aus dem ganzen Bezirk Leibnitz, bevor die eigentliche Rüsthaussegnung von Pfarrer Dr. Peter Brauchart durchgeführt wurde. 

Ein besonderer Dank unseres Kommandanten galt den Bürgermeistern der Gemeinden Wildon und Stocking, sowie neun Kameraden der Feuerwehr Wildon, die maßgeblich zur Errichtung des neuen Feuerwehrhauses beigetragen haben.

Unsere Gäste fanden sich in so großer Zahl ein, dass nicht nur die Sitzplätze rar wurden. Auch das Spanferkel war bereits nach wenigen Stunden aufgegessen. Auf den großen Zuspruch aus der Bevölkerung können wir als Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wildon sehr stolz sein. Ebenso wie wir auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzorganisationen und Vereinen aufbauen können.

Wir bedanken uns hiermit bei allen Gästen, die sich in so großer Zahl in unserem Rüsthaus eingefunden haben und hoffen auf viele weitere Feste in unserem neuen Heim.

Bericht: LM DI Andreas Stumpfl
Fotos: Freiwillige Feuerwehr Wildon

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19.06.2011: Sturm Gastspiel in Wildon

1.127 Fans sind am Samstag zum ersten Testspiel von Meister Sturm geströmt, der als Stargast bei der offiziellen Stadioneröffnung in Wildon die Saison mit einem 4:1- Sieg gegen den Landesliga- Siebenten eröffnete. Nach der harten Trainingswoche blieben die Testspieler Reynolds, Bodor, Edoardo und Bodul diskret im Hintergrund.

Neuer Stadionrekord - die Kulisse im Schmuckkästchen von Wildon, das für eine Million Euro aufpoliert worden war, war der Saisoneröffnung des neuen Meisters würdig. Wer aber auf ein Feuerwerk und frühzeitige Champions- League- Form gehofft hatte, dürfte die harte Trainingswoche nicht bedacht haben.

"Das Spiel war schon in Ordnung"
"Jeder der Neuen hat Potenzial und kann sicher mehr", sah es Meistertrainer Franco Foda (belagert von Autogrammjägern) nach Schlusspfiff realistisch, "wir haben sehr viel trainiert, die Spritzigkeit fehlte - dafür war das Spiel schon in Ordnung. Ob wir jemand verpflichten, ist aber ein anderes Kapitel." Fragen nach dem Auffälligsten beim Test beantwortete er augenzwinkernd: "Der Auffälligste bei Sturm war diesmal sicher der Trainer!"

In der ersten Hälfte sahen Präsident Stockenhuber und sein Vorstand eine dezimierte A- Garnitur: Die Teamspieler Gratzei, Kienast, Weber, Schildenfeld, Kainz und Klem steigen erst am Montag ein, dazu fehlten Standfest, Feldhofer und Neuhold, die geschont wurden. Angeführt vom spielfreudigen Muratovic ging Sturm vor der Pause 2:1 in Front - Wolf gelang bei seinem Comeback gleich das erste Tor, Mario Haas fixierte mit einem sehenswerten Freistoß das zweite. Nach der Pause erhöhte die zweite Garnitur mit Zugang Koch auf 4:1 - beide Treffer machte Bukva, dessen Zukunft noch ungeklärt ist.

Müde Testkandidaten
Von den Testkandidaten wirkte der ungarische Ex- Teamspieler Boldizsar Bodor von Roda Kerkrade im Mittelfeld etwas statisch, der schottische Linksverteidiger Mark Reynolds (Sheffield), für den die Glasgow Rangers Motherwell nach seinem U- 20- WM- Auftritt 2007 noch eine Million Euro Ablöse geboten hatten, flog wieder heim, ohne groß aufgefallen zu sein. Großen Glanz versprühten auch der Brasilo- Verteidiger Edoardo und der austro- kroatische Stürmer Darko Bodul (nach Auftritten im kroatischen U- 20- Team zuletzt bei Funchal) nicht.

Wildon - Sturm 1:4 (1:2), Tore: Darko (29.); Wolf (24.), Haas (42.), Bukva (79., 90.). Sturm: 1. Halbzeit: Cavlina; Ehrenreich, Cicak, Burgstaller, Reynolds; Wolf, Maric, Bodor, Hörmann; Muratovic, Haas. 2. Halbzeit: Schachner; Hölzl, Stangl, Pürcher, Reynolds (60. Schloffer); Bukva, Foda, Koch, Edoardo; Weinberger, Bodul.

Quelle: Kronen Zeitung Online, www.krone.at
Link: http://www.krone.at/Nachrichten/Mueder_Meister._aber_Rekordkulisse_in_Wildon-Sturm-Gastspiel-Story-268590

Hagel mit 6 cm Durchmesser, Unterhaus, Foto (c) Ermanno Brosch
Hagel mit 6 cm Durchmesser, Unterhaus, Foto (c) Ermanno Brosch

14.07.2011: Hagelunwetter

Am Donnerstag, 14. Juli 2011, gegen 17.00 Uhr ging ein Hagelschauer über das Gemeindegebiet Wildon nieder. Besonders betroffen waren Unterhaus und der Bereich Neuwildon. Zahlreiche Eternitdächer wurden teils stark beschädigt. An den parkenden Autos am Park & Ride Parkplatz am Bahnhof wurden zahllose Dellen geschlagen. Die Hagelkörner erreichten bis zu 6 cm Durchmesser. (Foto: (c) mit freundlicher Genehmigung von Ermanno Brosch).

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04.09.2011: 20. Wildoner Radmarathon

Am 04.09.2011 findet der 20. Wildoner Radmarathon statt. Mit rund 2500 Teilnehmern zählt er zu den größten Radsportveranstaltungen Österreichs. Verschieden lange Routen für Sportler, Familien, Mountainbiker werden vom Organisatorenteam um Manfred Nager und Johann Pucher bereit gestellt. Der Markt Wildon ist für Kfz gesperrt, da Start und Ziel am Hauptplatz Wildon eingerichtet sind. Sponsoren hängen beim Badesee und im Markt Transparente auf. In einem großen Festzelt am Badesee werden die Gäste verpflegt. Parkplätze stehen entlang der Kainachtalstraße, der Grazerstraße, beim Hoferparkplatz für Busse, beim Badesee, beim Sportzentrum Rennweg, beim Bahnhof, beim Spar zur Verfügung.

11.09.2012 15. Wildoner Volkslauf

Der 15. Wildoner Volkslauf sollte der letzte werden. Die Organisatoren beklagen zu wenig Teilnehmer (700 Läufer) und mangelnde Sponsoren.

Einweihungsfeier Sportstadion Wildon am 25.09.2012.

25.09.2011: Einweihung Fußballstadion

Seit Sommer 2010 nützt der Sportverein Raiffeisen Wildon sein neues, topmodernes Sportstadion, das mit Mitteln der Marktgemeinde Wildon, des Landes Steiermark sowie mit Eigenleistungen binnen eines Jahres Bauzeit realisiert wurde. Bei der Einweihungsfeier waren Pfarrer Johann Jandrasits und zahlreiche Ehrengäste anwesend, darunter Landesrat Dr. Christian Buchmann, NAbg. Josef Muchitsch, Bezirkshauptmann Dr. Manfred Walch und Wolfgang Maier vom Steirischen Fußballverband.

Im Zuge des Festaktes überreichte Bgm. Ing. Sommer im Namen des Gemeinderates die silberne Ehrennadel der Marktgemeinde Wildon an den Obmann des Sportvereins Gerhard Kurzmann als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung seiner Arbeit für den SV Raiffeisen Wildon und für die ausgezeichnete Jugendarbeit.

Das Projekt selbst umfasst zwei Trainingsplätze und ein Hauptfeld samt Flutlichtanlage und Matchuhr, Umkleidekabinen, Masseurraum, Schiedsrichterkabine und Technikraum. Die Tribüne mit 378 Sitzplätzen und mehr als 200 Stehplätzen wird dank der guten sportlichen Leistungen bestens frequentiert.

2012

Mit 01.01.2012 übernimmt Mag. Markus Hubmann das Notariat Wildon von Dr. Michael Griesbacher (seit 1989).

Anfang Februar eröffnet die UNIQA Generalagentur Thomas Hammer, Unterer Markt 10, Wildon.

Die Ordination Dr. Arnulf Buchebner nimmt am 27.02. 2012 in der Grazerstraße 36 den Betrieb auf.

Am 27.02.2012 nimmt die Herrand-von-Wildon Musikschule den Betrieb in den Räumlichkeiten Alte Reichsstraße 3 auf. Das Gebäude Oberer Markt 100 wurde verkauft und wird in 19 Wohneinheiten umgebaut.

Mit 30.04.2012 geht Distriktsarzt Medizinalrat Dr. Ernst Fürnau in Pension.

Der Beprobungsplan laut Trinkwasserverordnung für die Wasserversorgungsanlage Wildon wurde mit Bescheid des Amtes der Stmk. Landesregierung FA13A-33.10-813/2011-6, vom 20.04.2012, bewilligt.

Die Schlossmauer Nord beim Schloss Wildon zur B67 wird saniert. Ebenso die Mauer bei Unterer Markt 19 (Erber).

Am 19.05.2012 feiert der Union Tennisclub Wildon 60 jähriges Bestandsjubiläum mit einem 4-Kampf-Juxturnier (Quelle: Tennisclub Wildon Juni 2012).

Ende April 2012 wird der Hofermarkt in Wildon abgerissen und der großzügigere Neubau am 26.07.2012 wieder eröffnet.

Im Mai und Juni 2012 wird die Schlossmauer Nord bei Hauptplatz 55 saniert. Ebenso die Gehsteigmauer bei Unterer Markt 19.

Mit 21.06.2012 eröffnet Mag. Anke Achatz eine psychologische Privatpraxis Im Morregrund, Wildon.

Dr. Doris Nestl-Treiber eröffnet eine neue Kassenarzt Praxis für Allgemeinmedizin.

19.06.2012: Wahring 1 Wohnhausbrand

Am 19.06.2012, gegen 18.00 Uhr, brach ein Brand im Stiegenhaus des Gemeindewohnhauses Wahring 1 aus. Es entstand erheblicher Sachschaden und Bewohner mußten evakuiert werden.

23.06.2012: Bogenclub richtet Landesmeisterschaft aus

Am 23.06.2012 richtet der Bogenclub Wildon - Weitendorf die Landesmeisterschaft WA Feld beim Anwesen Csuk in Klein-Feiting aus.

29.06.2012: Eröffnungsfest Musikschule

Beim Finis Festivus, dem Abschlussfest der Musikschule Wildon, bot sich der würdige Rahmen für die feierliche Eröffnung der neuen Musikschulräumlichkeiten in der Alten Reichsstraße 3. LAbg. Peter Tschernko, HR Dr. Roswitha Preininger und HR Dr. Michaela Muchitsch, Vzbgm. Helga Stangl aus Stocking und Bgm. Ing. Franz Plasser aus Weitendorf konnten als Ehrengäste begrüßt werden.

Herrn Musikschuldirktor Mag. Johann Assinger wurde das goldene Ehrenzeichen der Marktgemeinde Wildon für seine Verdienste als Musikschuldirektor, als Chorleiter für den Männergesangsverein und die Chorgemeinschaft der Herrand-von-Wildon Musikschule als auch für sein Wirken im Wildoner und Leibnitzer Kulturleben von Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer verliehen.

Im Beisein der Ehrengäste Landesrat Dr. Christian Buchmann, der Bürgermeister von Mellach, Weitendorf und Wildon, den Vertretern der Firma Verbund, Dr. Gilbert Frizberg als Aufsichtsratspräsident und Dr. Wolfgang Anzengruber als Vorstandsvorsitzender wurde das modernste Gas Kombi Krafwerk in Mellach am Freitag, 29.06.2012 feierlich eröffnet. Die Besucher konnten das neue Kraftwerk mit einer Leistung vom 838 Megawatt besichtigen. Insgesamt wurden 550 Millionen Euro investiert. Am Höhepunkt der Montagephase waren 1300 Mitarbeiter beschäftigt. Als Generalunternehmer fungierte die Firma Siemens. Die Gasturbinen wurden bei Siemens in Berlin gefertigt, die jeweils 370 Tonnen schweren Blocktransformatoren stammen aus dem Siemens (Elin) Werk in Weiz.
Mehr auf www.verbund.com

Der "Spitzwirt", Foto: HO

01.07.2012: Neustart beim Spitzwirt

Nach dem Tod des Gastwirtes Alexander Isker wurde der "Spitzwirt" vom Gastronom Heinz Notegger weitergeführt. Leider war das Unternehmen kein wirtschaftlicher Erfolg. Heinz Notegger verschwand im Frühjahr 2012 spurlos.
Mit 1. Juli 2012 hat Christine Verovnik als Betreiberin das Gasthaus von der Volksbank Graz-Bruck übernommen und führt das traditionsreiche Gasthaus und das Hotel mit rund 30 Betten weiter.

06.07.2012: Sanierung Schlossmauer abgeschlossen

Die Sanierungsarbeiten bei der Schlossmauer entlang der B 67 durch die Firma Bau Sanierungs Technik (BST) GmbH wurden am 6. Juli 2012 abgeschlossen.

07.07.2012: WIKI Youth Point

Am 07.07.2012 findet beim neu geschaffenen WIKI Youth Point ein Tag der offnen Tür beim Hauptplatz 61 statt.

21.07.2012: Murhochwasser HQ10

Insgesamt 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Danke!

Hochwasseralarm am Samstag, 21.07.2012 (Bericht FF Wildon)

Am frühen Nachmittag des 21. Juli 2012 erreichten uns die ersten Warnungen, dass es auf Grund der langanhaltenden Unwetter in der Obersteiermark, besonders im Bereich des Mur- und Mürztales, im Süden zu großräumigen Überschwemmungen durch die hochwasserführende Mur kommen könnte. Ein erster Aufruf Vorkehrungen zu treffen und Keller zu räumen erging an den Bereich Sportplatz/Badesee, die Siedlungen westlich der Mur (Grazerstrasse und Neubruchweg) und das gesamte Wohngebiet östlich der Mur.

Am Nachmittag trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wildon bereits im Rüsthaus und begannen damit Sandsäcke zu füllen. Um 19:00 wurde eine Krisensitzung einberufen und das Kommando der FF Wildon beratschlagte sich mit Hofrat DI Rudolf Hornich von der Fachabteilung 19B, Schutzwasserwirtschaft und Bodenwasserhaushalt, Ziviltechniker DI Karl Michael Pittino, Bereichsfeuerwehrkommandant LFR Dietmar Lederhaas, ABI Gottfried Rosenzopf, Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer, Bürgermeister Franz Egger sowie weiteren Vertretern angrenzender Gemeinden, der Polizei Wildon und der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz.

Nach eingehender Beratung entschloss man sich zirka 7500 Sandsäcke zu füllen und an die über 600 Haushalte in den vom Hochwasser gefährdenden Gebieten zu verteilen. Dazu wurden 7 benachbarte Wehren alarmiert. Zugleich hat man die Bevölkerung über Lautsprecherdurchsagen auf die Lage hingewiesen und auf der Homepage der Marktgemeinde Wildon stündlich die aktuelle Situation bekannt gegeben.

Über 150 Feuerwehrfrauen und -männer schaufelten bis nach Mitternacht 150 Tonnen Sand. Mit vier Traktoren verteilten die Einsatzkräfte 6500 Säcke an die betroffenen Haushalte.

Um etwa 4 Uhr früh wurden die nachalarmierten Wehren aus ihrem Dienst entlassen und eine Dammwache eingerichtet. Ab 3 Uhr blieben die Pegel so gut wie konstant.

Insgesamt kam es bisher nur zu kleinräumigen Überflutungen in unmittelbarer Nähe zu Mur und Kainach. Wohnhäuser wurden keine in Mitleidenschaft gezogen. Jedoch ist auf Grund der Wassermengen der Grundwasserpegel sehr hoch und es kann zu leichten Wassereintritten in Kellern kommen. Nun hoffen wir noch, dass das prognostizierte und zum Teil schon eingetroffene Adriatief die Situation nicht mehr verschärft und wir noch einmal mit einem blauen Auge davon kommen. (Bericht FF Wildon, HBI Grager)


Update Sonntag 22:00:

Durch die Wassermengen, die aktuell durch Wildon fließen steigt auch der Grundwasserpegel an. Es kann darum in den Kellern zu Wassereintritten kommen, die durch das Grundwasser entstehen! Das Auspumpen der Keller durch die Feuerwehr zum jetzigen Zeitpunkt wäre nicht sinnvoll, da sich die Situation in nächsten Tagen nicht bessern wird. Eigene Maßnahmen können natürlich gesetzt werden!

Update Sonntag 12:00:
Der Pegel der Mur liegt aktuell ca. 30 cm unter dem Mühlgangdamm.

Update Sonntag 08:15: 
Der Pegelstand der Mur ist noch leicht angestiegen. Es besteht aber nach derzeitigen Erkenntnissen keine Gefahr. Bitte halten Sie die Sicherheitsvorkehrungen aber weiterhin aufrecht.

Update Sonntag, 22.07.2012: 02:15 Uhr:
Der Pegelhöchststand ist voraussichtlich erreicht! 30 cm unter der Dammkrone bei der Wildoner Murbrücke und Weissenegger Mühlgang. Es wird davon ausgegangen, dass der Pegel der Mur nicht mehr steigt. Von der Feuerwehr wird sicherheitshalber eine Dammwache eingerichtet. Die Sicherungsmaßnahmen sollten jedoch weiterhin bestehen bleiben! So wie es aussieht ist man gerade nochmal knapp mit einem blauen Auge davon gekommen!

Update Samstag 23:50:
Der Pegelhöchststand wird voraussichtlich bis etwa Mittag am 22.07.2012 anhalten. Bitte belassen Sie die Hochwasser Sicherungsmaßnahmen auf jedenfall bis zu diesem Zeitpunkt bestehen! Die ausgegebenen Sandsäcke bleiben im Besitz der Hauseigentümer um für einen evtl. weiteren Notfall gerüstet zu sein! Bitte lagern Sie die gefüllten Säcke anschließend an einem trockenen, schattigen Ort! 

Update Samstag 22:50 Uhr:
Der Krisenstab ist immer noch voll aktiv. Der Höchstpegelstand wird gegen 02:00 erreicht werden! Bis jetzt sind ca. 4500 Sandsäcke verteilt worden! Es werden immer noch laufend Sandsäcke verteilt!

Update Samstag 19:50 Uhr:
Es ist definitiv mit Überflutungen zu rechnen! Die FF Wildon wird in den betroffenen Gebieten mit Sandsäcken zum Objektschutz aushelfen!

Aufgrund der extremen Regenfälle in der letzten Zeit, kann es am 22.07.2012 nachts zu geringen Überflutungen in gewissen Gebieten kommen!

Die Bevölkerung wird gebeten, Vorkehrungen zu treffen und in den Gebieten links der Mur, im Bereich Sportplatz/Badesee und Grazerstrasse/Neubruchweg, die Keller zu räumen!

Samstag, 21.07.2012, um 19:00 Uhr: 
Krisensitzung im Feuerwehr Rüsthaus Wildon mit Vertretern der Gemeinde Wildon, Stocking, Ragnitz, St. Georgen, der Feuerwehr (Abschnittsalarm) und Experten der Landes Katastrophenabteilung.

Samstag, 21.07.2012, um 13.00 Uhr: Die Feuerwehr wird in Alarmbereitschaft gebracht.

Samstag, 21.07.2012, 12:00 Uhr: Im Ö1 Radio wird mitgeteilt, dass aufgrund der Regenfälle in der Obersteiermark mit einem Murhochwasser HQ 30 gerechnet werden muss. Davon sind in Wildon ca. 600 Haushalte betroffen.

Unterer Markt 36

01.08.2012: Schlecker in Konkurs, Dayli übernimmt

Infolge des Konkures der des deutschen Mutterkonzerns der Drogeriemarktkette Schlecker wird auch das österreichische Tochterunternehmen in Konkurs geschickt. Die Tiefkühl-Logistikfirma Dayli übernimmt auch die Standorte in Wildon, Unterer Markt 36 und Oberer Markt 105.

10.08.2012: Traktorbergung aus der Mur

Bei Mäharbeiten stürzte ein Lenker mit seinem Traktor in Wildon in die Mur. Der Lenker wurde leicht verletzt. Vier Feuerwehren sind zur Bergung des Arbeitsgerätes eingesetzt.

Der Arbeiter und Lenker, war am 10. August 2012 kurz vor 17 Uhr gerade mit dem Mähen der Böschung entlang der Bahntrasse beschäftigt, da laut Aussage der Einsatzleitung das Erdreich nachgab und unter dem Gewicht des Traktors (11-Tonnen) das Arbeitsgerät samt den Lenker in die Mur stürzte.

Der Verunglückte, der sich beim Sturz leicht verletzte, konnte nach Angaben des Einsatzleiters OBI Ing. Stephan Grager noch selbst befreien und schwimmend ans Ufer gelangen. Der Traktor versank fast zur Gänze. Der Verletzte wurde ins LKW Wagna gebracht.

Eingesetzt sind die Feuerwehren Wildon, Lebring-St. Margarethen, Leibnitz, und die Tauchstaffel aus Leitring. Insgesamt befinden sich 50 Einsatzkräfte vor Ort, sowie der zuständige Abschnittskommandant ABI Gottfried Rosenzopf.

Die eingesetzten Kräfte versuchen mit zwei Booten und den Einsatz von Tauchern den Traktor zu sichern. Zur Bergung des Traktors wurde ein Spezialkran angefordert.

Der Einsatz dauert noch an, die ÖBB hat den Schienenverkehr auf ein Gleis beschränkt und es wurden die Oberleitungen aufgrund der Bergung im Unglücksbereich abgeschaltet.

Die Bergung des Traktors wird bis zirka 23.00 Uhr andauern, berichtet OBI Grager, wir können den Traktor auch nicht verladen, da wir an der Oberleitung der ÖBB zu nahe sind. Heute wird der verunglückte Arbeitsgerät nur abgestellt und der Abtransport wird am Samstag durchgeführt.

Presseinformation: OBI d.V. Herbert Putz (Pressereferent und Öffentlichkeitsarbeit - BFV Leibnitz), Bildquelle: FF Wildon

Peter Katzianschütz, Stefan Steiner, Marion Zapf, alle Sieger Styrian Gran Slam, Fotos: UTC

19.08.2012: 13. Wildoner Tenniscup

Bereits zum 13. Mal fand der Wildoner Tenniscup auf der Anlage des UTC Wildon statt. In 11 Bewerben wurde von 11. bis 19. August um ein Preisgeld von 2.500 Euro gekämpft. Mit 219 unterschiedlichen Spielern und Spielerinnen und 274 Nennungen wurde der Teilnehmerrekord des Vorjahres abermals gebrochen.

Ein Grund für diesen neuerlichen Rekord war sicher die Einführung einer Turnierserie zusammen mit den Vereinen aus Leibnitz, Vogau und Eggersdorf.

Wildon war die letzte Station der Turnierserie, genannt
Styrian Grand Slam, und durfte die feierliche Ehrung der Gesamtsieger austragen.

Insgesamt durften sich die vier Turniere über 820 Nennungen freuen und zeigten eindrucksvoll, dass der Tennissport in der Südsteiermark noch immer boomt.

In der Gesamtwertung schaffte es mit
Stefan Graupner im Herren A Bewerb (3. Platz), Gloria Kaufmann im Damen A Bewerb (1. Platz) und Stefan Steiner im Herren Kombi Bewerb (2. Platz) jeweils ein Wildoner Klubmitglied aufs Podest.

Auch beim Wildoner Tenniscup selbst schlugen sich die heimischen Spieler und Spielerinnen hervorragend.
Besonders hervorzuheben sind die Leistungen des erst 13-jährigen
Sebastian Kurzmann, der den Herren Kombi Bewerb gewann und bis zum Finale lediglich zwei Games abgeben musste.

Im Damen Doppel waren
Gloria Kaufmann und Ramona Loibner bereits im 3. Jahr hintereinander nicht zu schlagen.

Die Sieger der weiteren Bewerbe heißen
Peter Kazianschütz (Herren A), Marion Zapf (Damen A), Markus Golob und Christoph Waltl (Herren Doppel), Alexander Wolf und Ramona Loibner (Mixed Doppel) und Jakob Peer (Jugend u15).

Der UTC Wildon bedankt sich nochmals bei allen Sponsoren, Organisatoren, Helfern, Zuschauern und Spielern, die dieses Turnier Jahr für Jahr zu einem besonderen Ereignis machen.

Ein letztes Highlight kann der UTC Wildon in diesem Jahr noch anbieten. Die
Damenmannschaft könnte heuer noch Meister in der Landesliga B werden und somit in die höchste steirische Liga aufsteigen.

Getroffen wird diese Entscheidung am 6. Oktober um 10.00 Uhr in einem Fernduell zwischen Stattegg und Schwanberg.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Mannschaft aus Schwanberg gewinnen – aktueller Zwischenstand 2:2. (Bericht:
Daniel Csuk)

 

Feststellungsgrabung Bockberg, Foto: KPH

21.08.2012: Feststellungsgrabung Bockberg

Von 16. Juli bis zum 21. August fand heuer eine Feststellungsgrabung am Bockberg (Foto) unweit des Buschenschankes Bockmoar statt. Die überwiegend vom Bundesdenkmalamt finanzierte Grabung ist noch nicht zur Gänze ausgewertet. Es zeichnet sich derzeit ab, dass ein vermutlich früheisenzeitlicher Grabhügel des 8./7. Jahrhunderts eine ältere Grablegung überlagert hat. Im Übrigen wurde bereits vor mehreren Jahren unweit der Grabungsstelle eine zirka 3200 Jahre alte, bronzene Lanzenspitze der sogenannten Urnenfelderkultur gefunden.

OAR Helmut Spurej
OAR Helmut Spurej

10.04.2012

01.09.2012: OAR Helmut Spurej im Ruhestand

Nach gut 19,5 Jahren im Dienst der Marktgemeinde Wildon trat Amtsleiter OAR Helmut Spurej per 01.09.2012 in den Ruhestand. Die Zeit im Marktgemeindeamt war von vielen aufregenden, interessanten und abwechslungsreichen Ereignissen begleitet. In diesen Jahren arbeitete Herr OAR Spurej mit einem Regierungskommissär, RR Gustav Hafner, und 4 Bürgermeistern zusammen, Mag. Josef Hirschmann, Dr. Ernst Lukas, Ingrid Weber und Ing. Gerhard Sommer.

Besonders spannend waren die großen Projekte, die seit 1993 abgewickelt wurden. Die Einführung einer leistungsfähigen EDV, der Bau des ersten Sporthauses, die umfassende Renovierung und der Zubau des Festsaales beim Schloss Wildon von 1997 bis 2001, die Übersiedelung des Gemeindeamtes 2001, den Aufbau des neuen Bauhofes und Altstoffsammelzentrums, zahlreiche Verbesserungen in der Infrastruktur wie Drucksteigerungsanlage Unterhaus, Gemeindestraßen und Kanalstränge, die Errichtung der neuen Volksschule 2003, Sanierungen und Verbesserungen im Wasserversorgungssystem, der Neubau der Sportplätze und Tribünengebäude 2010, der Neubau des Rüsthauses 2011 und der Umbau für die Herrand-von-Wildon Musikschule in der Villa Schlossberg mit Eröffnung 2012, wurden von OAR Spurej administrativ begleitet.

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Neue Mittelschule Wildon mit Direktor Walter Kölli, Foto: NMS, Logo: Ariana Mehana

10.09.2012

10.09.2012: Neue Mittelschule Wildon

Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen freuen sich mit dem neuen Direktor Walter Kölli auf das erste Schuljahr in der Neuen Mittelschule (NMS) Wildon.  Das Logo der Neuen Mittelschule (NMS) Wildon wurde von Schülerin Ariana Mehana gestaltet .

Rücksäcke für Schulanfänger, Fotos: VSW, Klaus Lückl

10.09.2012: Rucksäcke für Schulanfänger

 

Für die Schulanfänger der VS Wildon gab es schon in der ersten Schulwoche eine kleine Überraschung. Herr Prokurist Gerald Türha von der RAIBA Wildon verteilte an die 48 Schülerinnen und Schüler schöne Rücksäcke, in denen auch etliche praktische Kleinigkeiten für den Schulalltag steckten. Die Rucksäcke finden sicher ihre Verwendung bei Lehrausgängen und Wanderungen. Im Namen der Kinder möchte ich mich nochmals herzlich für die Geschenke bedanken. Direktorin Christa Dörr, Käthe Schlag, Klassenlehrerinnen

 

11.09.2012: ÖEK 4.03 und FWP 4.10 - Bockbergweg

ÖEK 4.03 und FWP 4.10 Bockbergweg

Mit Gemeinderatsbeschluss vom 11.09.2012 wurde die Verordnung zur Änderung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes 4.03 und die Änderung des Flächenwidmungsplanes 4.10 — Bockbergweg, beschlossen.

Funkleistungsbewerb, Foto: FFW

15.09.2012: Funkleistungsbewerb

Zwei Kameradinnen, vier Kameraden und drei Jugendliche der Feuerwehr Wildon traten am Samstag, den 15. September 2012 zum Funkleistungsbewerb in St. Andrä im Sausal an.

In 6 Stationen bewiesen die KameradInnen ihr funkerisches Können. Verschiedenste Funkgespräche absetzen, richtiges Umgehen mit Landkarten, technische und organisatorische Fragen rund um das Funkwesen und viele weitere Aufgaben waren zu bewältigen.

FM Heidi Vodenik, FM Peter Gostencnik und FM Daniel Schreiner erwarben dabei das Funkleistungsabzeichen in Bronze.

JFM Anja Kainz, JFM Sarah Stroicz und JFM Fabian Gostencnik errangen das Funkfertigkeitsabzeichen in Bronze.

Bei Bewerben werden besonders der Teamgeist und die Gruppendynamik gefördert. Es ergibt sich die Möglichkeit, KameradInnen anderer Wehren kennenzulernen. Ebenso schulen Bewerbe das richtige Reagieren in Stresssituationen und sind damit eine gute Übung für den Ernstfall.

(Bericht: FM Katharina Grager)

Dr. Doris Nestl-Treiber, Foto: NT

01.10.2012: Eröffnung Arztpraxis Dr. Doris Nestl-Treiber

Am 1. Oktober 2012 eröffnet Frau Dr. Doris Nestl-Treiber eine Ordination (Nachfolge der GKK Kassenarztpraxis von Dr. Ernst Fürnau) für Allgemeinmedizin an der Adresse Hauptplatz 61, 8410 Wildon.Ordinationszeiten: Montag: 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 16.00 Uhr bis 18 Uhr.Dienstag: 12.00 Uhr bis 16.00 UhrMittwoch: 8.00 Uhr bis 12.00 UhrDonnerstag: 8.00 Uhr bis 12.00 UhrFreitag:  8.00 Uhr bis 10.00 Uhr

 

01.10.2012: Abschaffung Gerichtstag Wildon

Mit 1. Oktober 2012 werden die Gerichtstage in Wildon und Arnfels eingestellt. Diese finden ab sofort nach Terminvereinbarung im Bezirksgericht Leibnitz statt.

Eröffnungsfest WIKI Youth Point, Foto: WIKI

05.10.2012: Eröffnung WIKI Youth Point

Mit einem umfangreichen Jugendbeteiligungsprojekt startete Mitte Oktober 2011 die offene Jugendarbeit in der Markgemeinde Wildon. In Kooperation mit WIKI wurde dabei mit Jugendlichen an einer attraktiven Gestaltung eines neuen Jugendangebotes gearbeitet. Nach zahlreichen gemeinsamen Jugendtreffen wurde Ende des Jahres 2011 das Ergebnis präsentiert:

Besonders der Wunsch nach einer Räumlichkeit in denen Jugendliche sich treffen und ohne Zwang oder Verpflichtungen vom stressigen Alltag erholen und zurückziehen können, wurde stetig gefordert und angeregt. Diesem dringlichen Wunsch wurde Folge geleistet! Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer, Jugendreferentin Christina Knippitsch und Ing. Markus Pichler gingen daraufhin auf die Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit und wurden im alten Gemeindeamt fündig.

Letzte Details wurden geklärt, die Räumlichkeiten mit den Jugendlichen besichtigt – der einhellige Tenor war, dass die Räume sehr gut geeignet sind! Damit stand einer Öffnung für die Jugend nichts mehr im Wege und im April 2012 startete der Aufbau des Jugendzentrums. Gemeinsam mit Jugendlichen und dem Jugendarbeiterteam wurde in wenigen Monaten ein „Youth Point“ für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren errichtet.

Am 5. Oktober 2012 wurde – nachdem der betrieb schon seit einigen Monaten regulär läuft – das neue Jugendzentrum offiziell und feierlich eröffnet.

Das Jugendzentrum bietet den Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten ihre Freizeit sinnvoll und vor allem unverbindlich zu gestalten. Neben einer gemütliche Cafebar, einer „Chill Out Lounge“, mit X-Box und Internet, gibt es das Angebot Billard zu spielen, am Drehfußballtisch ordentlich zu „wuzzeln“ oder beim Tischtennis die Künste unter Beweis zu stellen. Wer einfach nur abhängen und den Schulalltag einmal vergessen möchte, macht es sich auf den vielen Sitzsofas bequem.

Neben den verschiedenen Fixangeboten veranstaltet das Jugendzentrum, unter der Leitung von Katrin Kainz und Manuel Haybach unterschiedlichste Aktionen, Konzerte, Turniere und vieles mehr im Bereich Sport, Musik, Kunst, Kultur – eben alles was Jugendliche bewegt. Von Geburtstagsfeiern bis hin zu einem großen Musikkonzert ist alles möglich. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass auch die Jugendlichen ihre Ideen einbringen und gemeinsam mit dem Team umsetzen.

Abseits von Aktionen, Veranstaltungen und Partys finden regelmäßig bewußtseinsbildende Workshops zu Themen wie Sucht, Gewalt und Sexualität statt.

Ebenso werden aktuelle Trends oder gesellschaftliche Veränderungen aufgegriffen und mit den Jugendlichen thematisiert. Weiters ist das Jugendarbeiterteam in der Gemeinde gut vernetzt um auch gemeinsame Aktionen mit Vereinen und Schulen zu veranstalten.

Das Jugendzentrum ist ein neutraler Raum abseits vom Vereinswesen oder sonstigen Institutionen und steht daher für jeden Jugendlichen unverbindlich und ohne Mitgliedschaft zur Verfügung.

Wir laden daher alle interessierten Jugendlichen sehr herzlich ein, uns zu Besuchen! Wer schon vorab einen Blick ins Jugendzentrum werfen möchte, schaut auf Facebook: „Jugendzentrum Wildon“.

Wir freuen uns auf euren Besuch,
Kati und Manuel

Mehr Infos gibt es auf www.wiki.at sowie unter 0676 / 337 64 80 und yp-wildon@wiki.at!

Wir sind ein:
alkoholfreier Jugendtreff
gewaltfreier Jugendtreff
drogenfreier Jugendtreff
rauchfreier Jugendtreff

Wir stehen für die Einhaltung:
der Menschenrechte
des Jugendschutzgesetzes
unsere Youth Point-Regeln

Unsere Öffnungszeiten:
Samstag 14.00 bis 18.00 Uhr, Hauptplatz 61, Wildon

MGV 160-jähriges Bestandsfest und Ehrungen, Fotos: MGV Wildon

06.10.2012: 160 Jahre MGV Wildon

Am Samstag, 6. Oktober 2012, begeht der Männergesangverein Wildon mit einem Jubiläums Festgottesdienst das 160-jährige Bestehen in der Pfarrkirche Wildon. Chorleiter Mag. Johann Assinger und Obmann Dr. Ernst Fürnau, Hans Holler als Kantor, Kazys Dambrauskas als Organist und der Grazer Männerchor gestalten die Messe. Anschließend findet im Schloss Wildon ein Festakt statt.

Der Steirische Sängerbund hat anläßlich der Feier der Erstgründung des MGV Wildon vor nunmehr 160 Jahren, einige seiner langjährigen Sänger geehrt.

Mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Steirischen Sängerbundes für langjährige Kulturarbeit und besondere Verdienste um Lied und Heimat:

Mag. Johann Assinger
Dr. Ernst Fürnau

Für über 25 jährige aktive Mitgliedschaft die Herren:

Mag. Johann Assinger
Reinhard Hoier
Johann Jazenko
Werner Körver
Franz Kaiser
Friedrich Mayerhofer
Karl Neubauer
Hans Pöschl
Harald Pöschl
Josef Schweiger
Josef Urdl

Für über 40 jährige aktive Mitgliedschaft die Herren:

Dr. Ernst Fürnau
Johann Holler
OschR.Vinzenz Lechner
Herbert Mitteregger
Ferdinand Pöschl
Franz Walter

Für über 50 jährige aktive Mitgliedschaft die Herren:

Albin Laber
Ing. Helmuth Ritz

 

Erntedankfest, Pfarre Wildon

14.10.2012: Erntedankfest

Plakat Oratorium "Messias", Chorgemeinschaft Wildon und Symphonisches Orchester Leibnitz

21.10.2012: Chorgemeinschaft, Konzert "Messias"

 

Freitag, 19. Okt. 2012, 19:00 Uhr, Stadtpfarrkirche Leibnitz

Sonntag, 21. Okt. 2012, 18:00 Uhr, Pfarrkirche Wildon

Birgitta Wetzl (Sopran)

Waltraud Russegger (Alt)

Wilhelm Spuller (Tenor)

Julian Kumpusch (Bass)

Chorgemeinschaft Wildon
Symphonisches Orchester Leibnitz

Johann Assinger (Dirigent)

Karten: 19,00 Euro (Vorverkauf), 21,00 Euro (Abendkassa)

 

12.11.2012: Neugestaltung Sparkasse Wildon

Franz Bachernegg, Neugestaltung Sparkasse Wildon

20.11.2012: Beschluss Gemeindevereinigung

Der Wildoner Gemeinderat beschließt aufgrund der steiermarkweiten Gemeindestruktur Reform Bemühungen in der 29. Sitzung vom 20.11.2012 einen Antrag zur Vereinigung der Gemeinden Weitendorf, Stocking und Wildon an die Stmk. Landesregierung zu stellen.

29.11.2012: Bürgerversammlung

01.12.2013: Volksmusiklehrer Robert Hafner

Seit 01.12.2013 ist Robert Hafner Volksmusiklehrer an der Herrand-von-Wildon Musikschule und Nachfolger von Bianca Trabi, die nach Salzburg übersiedelte.

16.12.2012: Bogenclub in Berlin

Vom 14. bis 16.12.2012 fand in Berlin das Internationale Bogenturnier "Die Berlin Open 2012" statt und der Bogensportclub Wildon-Weitendorf mit Stefan Mlinaric und Eva Probst war dabei. Stefan Mlnaric konnte sich im ersten Drittel unter 160 Teilnehmern in seiner Klasse platzieren. Österreichweit ist der Bogenclub Wildon-Weitendorf einer der erfolgreichsten Vereine.

30.12.2012: 33. Kinder Schikurs

Bereits der 33. Kinder Schikurs fand am 27. bis 30. Dezember auf der Hebalm statt. Rund 100 Kinder aufgeteilt auf 10 Gruppen nahmen wieder teil. Reinhard und Renate Hoier sorgen für eine reibungslose Organisation. Als krönenden Abschluss gibt es am letzten Schikurstag um 17:00 Uhr eine Siegerehrung im Festsaal des Schlosses Wildon, wo die Kinder Krapfen und Getränke zu sich nehmen können und die Eltern ihre Pistenflöhe auf Fotos bewundern können.

31.12.2013: LWG Plattfuß - Silvesterlauf

Rund 40 Läuferinnen und Läufer nahmen am Wildoner Silvesterlauf der Lauf- und Walkgemeinschaft Plattfuß unter Obmann Horst Hoier teil.

2013

01.01.2013: Neues Hundeabgabegesetz

Mit dem neuen Stmk. Hundeabgabegesetz steigt der Hundeabgabesatz von 4,00 Euro auf mindestens 60,00 Euro. Eine Ermäßigung für Hundebesitzer ist möglich, wenn ein Hundekundenachweis erbracht werden kann. Berufshunde sind von der Abgabe befreit. Das bewirkt eine gewisse Aufregung unter den rund 150 Hundebesitzern in Wildon als auch in den Medien.

10.01.2013: Bühnengemeinschaft - neuer Vorstand

Der neue Vorstand der Wildoner Bühnengemeinschaft besteht aus DI Jasmin Weninger, Obfrau, Monika Hirschböck, Kassierin und Tompa-Antal Szabolcs als Schriftführer. Gerd Schalk und seinem Team wurde für die engagierte Arbeit der letzten Jahre gedankt.

15.01.2013: SV Raiffeisen Wildon - neuer Trainer

Seit Mitte Jänner 2013 bittet Trainer Bernd Kovacic die Kampfmannschaft des SV Raiffeisen Wildon vier Mal wöchentlich zum Training. Neue Gesichter im Team sind Martin Eisl, Gert Licaj, Martin Kolb und Dean Maric.

20.01.2013 Volksbefragung Wehrpflicht

Volksbefragung vom 20.01.2013 - Ergebnis Wildon:
Stimmberechtigte 2041
abgegebene Stimmen 761
Stimmkarten 99
Stimmbeteiligung inkl. Stimmkarten 42 %
ungültige Stimmen 17 oder 2 %
gültige Stimmen 744
a) Berufsheer 267 Stimmen oder 35 %
b) Wehrpflicht 477 Stimmen oder 63 %

20.01.2013: USA unter Barack Obama

Nach der Wahl im November 2012 tritt Präsident Barack Obama seine 2. Amtszeit an.

Die neue steirische Gemeindestruktur. Quelle: Titelseite Kleine Zeitung vom 22.01.2013

22.01.2013: Gemeindestruktur Reform

Die Zahl der Gemeinden soll in der Steiermark von 539 auf 285 beinahe halbiert werden. Die Gemeinden Stocking mit 1455 Bewohnern, Weitendorf mit 1527 Bewohnern und Wildon mit 2569 Bewohnern sollen zu einer neuen Gemeinde geformt werden mit 5551 Bewohnern. (Quelle: Kleine Zeitung, 22.01.2013).

Die am 20.01.2013 in der Gemeinde Stocking durchgeführte Befragung der Bevölkerung hat ergeben: 2/3 der Befragten befürworten die Eigenständigkeit der Gemeinde Stocking. 2/3 der Befragten in der KG Hart bevorzugen eine Fusion mit der Marktgemeinde St. Georgen an der Stiefing. (Quelle: Homepage Gemeinde Stocking vom 22.01.2013).

Die kritische Gemeindeinitiative hat bereits Widerstand bis zur Verfassungsgerichtshofklage angekündigt.

Tatsache ist, dass die 3 Gemeinden bereits bei der Schulerhaltung der Volksschule, Neuen Mittelschule und beim Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverband gemeinsame Sache machen. Bei der Wasser- und Abwasserversorgung, bei der Polytechnischen Schule, der Musikschule und was das Kultur- und Vereinsleben der Bevölkerung betrifft, werden bereits gemeinsame Infrastruktureinrichtungen genutzt.

25.01.2013: ÖKB-Ball

Erstmals in der 63-jährigen Geschichte fand der Kameradenball an einem Freitag und außerhalb - nämlich im Gasthaus Gollner in Lebring - statt.

29.01.2013: Konkurs Stahlbau Ruhs

Die Stahlmetallbaufirma Ruhs GmbH ist zahlungsunfähig. Am 21.01.2013 wurde die Insolvenz eröffnet. Am 30.01.2013 findet die erste Gläubigerversammlung statt. Die Verbindlichkeiten betragen rund 350.000 Euro. Hauptschuld waren zwei Zahlungsausfälle und dadurch konnten Schulden nicht mehr bezahlt werden. So begründet Geschäftsführer Peter Ruhs den Insolvenzantrag. Rund 20 Mitarbeiter mußten gekündigt werden. 2011 hatte der Betrieb noch rund 40 Beschäftigte. Ein Sanierungsverfahren mit Fremdverwaltung wird angestrebt. Masseverwalter ist der Leibnitzer Anwalt Dr. Wolfgang Reinisch. (Quelle: Kleine Zeitung vom 29.01.2013).

29.01.2013: Insolvenz RM Fassadengestaltung GmbH

Die Firma RM Fassadengestaltung GmbH  (Außenputze und Fassadengestaltung) kann ihre laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht für ZRS Graz, Abteilung 26, wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Masseverwalter ist die Reinisch & Wisiak Rechtsanwälte GmbH, Leibnitz. (Quelle: AKV Europa, 29.01.2013)

02.02.2013: Feuerwehrball

Am Samstag, 2. Februar 2013, lud die Freiwillige Feuerwehr Wildon zum Ball im Schloss Wildon.

08.02.2013: Alpenverein Ortsgruppe Neuwahl

Bei der Jahreshauptversammlung des Alpenvereins Ortsgruppe Wildon am 08.02.2013 wurde der Vorstand neu gewählt: Werner Vodenik, Obmann, Zirkl Werner, Obmann-Stv., Roswitha Vodenik, Kassierin.

09.02.2013: Steirerball

Am Samstag, 09.02.2013, luden die ÖVP Ortsgruppen von Stocking, Weitendorf und Wildon zum "Steirerball" im Schloss Wildon.

15.02.2013: Schi WM Schladming

Bei der Schi WM Mitte bis Ende Februar 2013 hatte Schneidermeister Michael Szapacs - wie schon sein Vater Josef Szapacs Anno 1982 - wieder die Gelegenheit, Funktionäre mit regionalen Kleidungsstücken auszustatten. Unter anderem wurde ein Schladminger-Janker für Arnold Schwarzenegger gefertigt. Dieser lud Michael Szapacs und Gattin zur WM nach Schladming ein. Der Schladminger-Janker erhielt auch eine Zertifizierung als Originaltracht durch die Volkskultur Steiermark GmbH.

Seite 1984 ist der Betrieb am Hauptplatz 41 in Wildon ansässig und fertigt mit rund 10 Mitarbeiterinnen hochwertige Trachten für österreichische Modefirmen. Ein Modegeschäft an der Adresse Hauptplatz 75 wird auch betrieben.

Vereins- und Firmeneinkleidungen zählen zu den Spezialgebieten der Firma Michael Szapacs. Auch die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Wildon-Lebring erfreuen sich an der Dienst-Trachtenbekleidung.

15.02.2013: Musikverein - neuer Vorstand

Am Freitag, 15.02.2013, fand die Jahreshauptversammlung des Musikvereins Marktkapelle Wildon im Musikheim in der Alten Reichsstraße 7 statt. Obmann Ing. Gerld Jahrbacher berichtete über insgesamt 53 musikalische Auftritte, das Sommerkonzert beim Schloss Neudorf unter dem Motto "Italienischer Zauber" und das Konzert zur Weihnachtszeit. Insgesamt traf man sich zu 70 Gesamt- und Gruppenproben.

Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde Vizebürgermeister Anton WERNER zum Obmann, DI Karl Lechner zum Obmann-Stv., Karl Neubau zum Kassier und Julia Hofbauer zur Schriftführerin gewählt.

Bau Forststraße Buchkogel, Fotos: HO

19.02.2013: Bau Forstweg Schwarzenegg - Buchkogel

Im Februar und März 2013 werden Forststraßen im Bereich zwischen Schloss Schwarzenegg bis zum Buchkogel zur Erschließung des Waldes gebaut. Unterhalb des Buchkogels tritt bei Abbauarbeiten für die Straßenschotterung eine Höhle - offenbar ein alter Steinbruch - zu Tage. Bei den Arbeiten unterhalb der Schießstätte Bockbergweg / Unterhaus werden La Tene zeitliche (also 300 v. Chr.) Gräber freigelegt, die zur Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamtes führen. Das Forststraßenprojekt wurde von der Landwirtschaftskammer projektiert und von der BH Leibnitz genehmigt.

Wildoner Kasperl und Prinzessin, Foto: Wildoner Kasperlbühne
Wildoner Kasperl und Prinzessin, Foto: Wildoner Kasperlbühne

26.02.2013: Verein Wildoner Kasperltheater

Krawuzi, Kapuzi ! Ist schon wieder Weihnachten ?

Nein, nein, keine Panik, noch ist ein wenig Zeit, bis der Kasperl wieder neue Abenteuer erlebt. Doch wir möchten Sie schon jetzt über Neuerungen rund um den Wildoner Kasperl informieren.

Wie Sie bereits in der Februar-Ausgabe lesen konnten, wurde im Verein „Wildoner Bühnengemeinschaft“ ein neuer Vorstand gewählt. Aus organisatorischen Gründen hat sich daraus die Neugründung des Vereines „Wildoner Kasperltheater“ ergeben.

Den Vorstand dieses neuen Vereines bilden:

Ingrid Lotz, Obfrau

Christian Bauer, Obfrau-Stellvertreter

Ingrid Weber, Kassierin

Barbara Neumeister, Schriftführerin

ZVR Zahl 242153216, Bescheid der BH Leibnitz vom 26.02.2013

Das Ziel unseres Vereines ist die Aufrechterhaltung des Brauchtums sowie kleinen und „erwachsenen“ Kindern zur Weihnachtszeit Freude zu bereiten.

In bewährter Weise werden wir weiterhin den „Wildoner Nikolaus“ sowie Kasperltheateraufführungen durchführen.

Wer Lust und Freude hat, den Kasperl bei seinen Erlebnissen tatkräftig zu unterstützen, ist bei uns herzlich willkommen. Kontaktaufnahme bitte unter: 0681/10233902 (Ingrid Lotz)

Auf ein Wiedersehen bei der einen oder anderen unserer Veranstaltungen freut sich das Team des „Wildoner Kasperltheaters“ mit einem kräftigen „Ui zwick“

1. Theaterstammtisch Bühnengemeinschaft, Foto: Jasmin Weninger
1. Theaterstammtisch Bühnengemeinschaft, Foto: Jasmin Weninger

27.02.2013: 1. Theaterstammtisch Bühnengemeinschaft

 

Am 27. Februar 2013 fand der erste Theaterstammtisch im GH Draxler „Wilder Mann“ statt. Einige Mitglieder des Vereins sowie ein Interessent plauderten in gemütlicher Atmosphäre. Natürlich waren die kommende Spielsaison und das geplante Stück die vorrangigen Themen. Doch auch der gemeinsame Spaß am Theater und das gegenseitige Kennenlernen abseits der Proben und der Bühne standen im Vordergrund.

Ehrung für Bäuerinnen Hermine Baumhakel, Anna Eckhart, Theresia Jöbstl-Arbeiter und Romana Knippitsch. Foto: LWK Leibnitz
Ehrung für Bäuerinnen Hermine Baumhakel, Anna Eckhart, Theresia Jöbstl-Arbeiter und Romana Knippitsch. Foto: LWK Leibnitz

02.03.2013: Ehrung für Unterhauser Bäuerinnen

Beim Bezirksbäuerinnentag in St. Georgen an der Stiefing am Samstag, 2. März 2013 wurden im Beisein von Landesrat Johann Seitinger und  Kammerobmann ÖkR Josef Kowald und Gemeindebäurin Theresia Hopf Ehrennadeln an folgende Wildoner Bäuerinnen verliehen: Hermine Baumhakel, Anna Eckhart, Theresia Jöbstl-Arbeiter und Romana Knippitsch.

04.03.2013: Schüsse auf Gasthaus Spitzwirt

Mit Entsetzen reagierte Pächterin Christine Verhovnik auf Durchschüsse in Fensterscheiben beim Landgasthof "Spitzwirt" in der Grazerstraße in Wildon. Die Polizei sucht Zeugen.

06.03.2013: Hoher Grundwasserstand

Nach den ergiebigen Schnee- und Regenfällen steigt der Grundwasserpegel an. Erkennbar ist dies beim Badesee Wildon und bereits bei einigen Kellern im Bereich Neuwildon und Grazerstraße, die einige Zentimeter Wasser über dem Kellerboden ertragen müssen.

08.03.2013: Gutes vom Bauernhof

Die Gemeinschaft "Gutes vom Bauernhof" eröffnet einen Verkaufsraum bei Elisabeth Wallner, Handgmochts, Unterer Markt 40.

13.03.2013: Papst Franziskus

Das Konklave der 115 Kardinäle wählt den 76-jähringen Kardinal von Buenos Aires, Argentinien, und Jesuiten Jorge Mario Bergoglio als ersten Lateinamerikaner zum Papst, der den Namen Franziskus annimmt. Er folgt Papst Benedikt 16. - Kardinal Josef Ratzinger, geboren in Marktl am Inn in Bayern, der das Amt seit 2005 bekleidet hat und am 11.02.2013, Rosenmontag, den Rücktritt aus Altersgründen mit 28.02.2013 erklärt hat.

15.03.2013: Lagerhaus feiert 90 Jahre Bestand

Im Jahre 1923 wird das Lagerhaus Gleinstätten-Ehrenhausen-Wies gegründet. In der Folge wird auch das Lagerhaus beim Bahnhof Wildon eröffnet und versorgt die Landwirte in der Umgebung mit Saatgut, Futtermittel, später Landtechnik und Baustoffen. Im Jahr 1967 wird der große Lagerhaus Silo gebaut. Im Jahr 2013 wird 90-jähriges Bestehen gefeiert. Jubiläumsfeiern gibt es bei den Lagerhäusern in Gleinstätten, Schloßberg, Wies, Ehrenhausen, Schwanberg (Trag), Unterhaag, Ragnitz und Wildon. In Wildon, Bahnhofstraße 3, ist Karl Hammer Betriebsstättenleiter und es gibt mit 9 Mitarbeitern die Geschäftsbereiche Agrar, Energie, Bau- und Gartenmarkt, Dieseltankstelle und Düngermischanlage. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr und Samstag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Geschäftsführer in Gleinstätten ist Direktor Rudolf Schwarzl, Geschäftsführer-Stv. Direktor Karl Milhalm.

15.03.2013: Eröffnung Küchenstudio Gsellmann

Am 15.03.2013 eröffnet an der Adresse Hauptplatz 66 das Küchen & Wohnmöbel Studio von Christian Gsellmann.

15.03.2013: China unter Xi Jingping

3000 Delegierte des Volkskongresses wählten den 59-jährigen zum neuen Statschef und folgt Wen Jiabao nach.

16.03.2013: Joanneum

120 Millionen Euro sind in die Neuaufstellung des Joanneums geflossen. Mit der Eröffnung des Naturkundemuseums gilt das Projekt als abgeschlossen. Der Tag der offenen Tür soll die Massen anlocken.

20.03.2013: Sportverein Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung des Sportverein Wildon am 20. März 2013 wurde folgender Vorstand gewählt:

Gerhard Kurzmann, Obmann
Alois Schenk, Obmann-Stv.
Alfred Tomberger, Obmann-Stv.
Volker Liebmann, Schriftführer
Wolfgang Spurej, Schriftführer-Stv.
Franz Schnabel, Kassier
Johann Boslitsch, Kassier-Stv

Hainz Klaus, Sektionsleiter
Georg Winkler, Sektionsleiter-Stv.
Prok. Gerald Türha, Rechnungsprüfer
Harald Keutz, Ordnerobmann
Rene Schobel, Ordnerobmann-Stv.

31.03.2013: Krönungsmesse am Ostersonntag

Die Chorgemeinschaft Wildon singt am Ostersonntag, 31.03.2013, in der Pfarrkirche Wildon W. A. Mozarts „Messe in C-Dur“ (Krönungsmesse).

Um 09:00 beginnt der feierliche Einzug vom Schlosshof in die Kirche, die Messe selbst beginnt um 09:15

Es musizieren Streicher, Bläser, Solisten und eben die Chorgemeinschaft Wildon unter der Leitung von Johann Assinger.

FC Basel (U12) ging als Sieger vom Platz, Foto: textwerk.st
FC Basel (U12) ging als Sieger vom Platz, Foto: textwerk.st

16.04.2014

06.04.2014: FC Basel (U12) siegt in Wildon

Borussia Dortmund, Red Bull Salzburg, Slavia Prag, Dinamo Zagreb, FC Basel, SK Rapid Wien,  Austria Wien, Sturm Graz, Ferenczvaros Budapest, Haladas Szombathely, Brno, NK Maribor,  – die Liste der teilnehmenden Mannschaften beim Styrian Champions Masters am 5. und 6. April, dem wichtigsten U12-Turnier in Ostösterreich, war hochkarätig wie nie zuvor. 32 Mannschaften mit mehr als 400 Nachwuchsspielern, waren Anfang April auf der Wildoner Sportanlage zu Gast, um den Champion zu ermitteln.

Für die Wildoner Nachwuchskicker reichte es in der Vorrunde leider nicht für eine Qualifikation für den Finaltag – angesichts der übermächtigen Konkurrenz auch nicht wirklich überraschend.

Der Sieg ging im Finale vor mehr als 400 Zuschauern mit 5:4 im Penaltyschießen an den FC Basel vor der Wiener Austria und Sturm Graz. Der Jubel bei den mit dem Zug angereisten Schweizern kannte natürlich keine Grenzen.

Der SV Raiffeisen Wildon trat bei diesem Event als Veranstalter auf, die Grazer Fußballschule Raffl leitete in bewährter Manier die Organisation des Turniers. Für den Sportverein Wildon war es nicht nur eine Ehre dieses Turnier austragen zu dürfen, für den Ort und die Region bedeutet das Styrian Champions Masters auch touristische Impulse.

Die Werbewirksamkeit dieser Veranstaltung reicht weit über die Grenzen der Steiermark hinaus.
Allein an den Turniertagen und in der Folgewoche erlebte die Homepage www.svwildon.at nicht weniger als 8.000 Seitenaufrufe!

Alle Spieltermine finden Sie im Veranstaltungskalender.

 

12.04.2014: Steir. Sänger- u. Musikantentreffen

Am 12.04.2014 fand im Schloss Wildon das Steirische Sänger- und Musikantentreffen statt. Die Mitwirkenden boten Volksmusik auf hohem Niveau: "Flügelhornduo des Musikvereins Wildon", Ensemble der Musikschule Wildon, "Die Brüader", der "Voitsberger Bäuerinnenchor", Die "Murbradler" und Maximilian Liebminger (Kandidat Harmonika Wettbewerb 2014). Moderator Daniel Neuhauser führte schwungvoll durch den Abend. Am 23.04.2014 wurde die Aufzeichnung im ORF Steiermark Radio in der Sendung "Klingende Steiermark" ausgestrahlt.

20.04.2013: Hochwasser Mur

Ein kleineres Hochwasser der Mur bedingt durch die Schneeschmelze und Niederschläge in der Obersteiermark bewirkt, dass der Radweg R2 unter der Murbrücke ca. 50 cm unter Wasser steht und nicht passiert werden kann.

Am Montag, 22. April 2013, gegen 16:00 Uhr gibt es das erste Gewitter mit Blitz und Donnergrollen.

22.04.2013: Volksbegehren

Von 15. bis 22. April 2013 gab es die Gelegenheit die Volksbegehren "Demokratie Jetzt!" und "gegen Kirchenprivilegien" zu unterstützen. Nur 17 bzw. 12 UnterstützerInnen gab es in der Marktgemeinde Wildon. Österreichweit war die Beteilung ebenso bescheiden.

22.04.2013: Wildon macht auf - Marktfest 2013

Die Marktgemeinde Wildon startet ein Ortsentwicklungsprojekt und Agenda 21 Landentwicklungsprojekt. Eine Idee ist ein Marktfest am 23. Juni 2013. Ein Informations- und Vernetzungstreffen im ehemaligen Cafe Prenner, Unterer Markt 8, findet am Abend des 22. April 2013 unter der Federführung der Beratungsfirma SCAN von Mag. Rainer Rosegger und En Garde von Mario Rampitsch statt.

Hochwasser Mur, Radweg R2, Foto: HO
Hochwasser Mur, Radweg R2, Foto: HO

06.05.2013: Hochwasser Mur

Die Schneeschmelze und anhaltende Regenfälle führen in der Steiermark zu Hochwässern. In Wildon ist der Murradweg im Bereich der Murbrücke längere Zeit nicht passierbar. Der Wurzingbach führt Hochwasser. Von Afram kommt Hochwasser und führt zu Überflutungen im Bereich Pflegeheim SeneCura, Grünbergerweg. Die Freiwillige Feuerwehr ist im Einsatz.

Altbgm. Franz Hirschmann
Altbgm. Franz Hirschmann

02.06.2013: Franz Hirschmann

Altbürgermeister der Marktgemeinde Wildon

hat seine Augen am Sonntag, dem 2. Juni 2013,
im gesegneten Alter von 93 Jahren, vertrauend auf die Gnade
des Schöpfers nach einem Leben, das seiner Familie und dem Dienst an den Menschen gewidmet war, für immer geschlossen.

Rosenkranzgebet: Donnerstag, 6. Juni 2013, um 18 Uhr
in der Pfarrkirche Wildon.

Am Freitag, dem 7. Juni 2013, wird um 18 Uhr in der Pfarrkirche Wildon der Trauergottesdienst für Herrn Hirschmann gefeiert.

Aufgebahrt ist Herr Hirschmann ab Donnerstag Mittag in der Aufbahrungshalle Wildon.

17.06.2013: Hitzewelle

Nach einer längeren, eher zu kühlen Wetterperiode von Anfang Juni, mit dramatischen Hochwasserereignissen an der Donau, hat nun die erste Hitzewelle die Steiermark erreicht. Föhnverstärkt sind Temperaturen von bis zu 32 Grad, punktuell 34 Grad, möglich.

Verkehrsunfall Friedhof, Fotos: HO
Verkehrsunfall Friedhof, Fotos: HO

22.06.2013: Verkehrsunfall Friedhof

Bei einem Verkehrsunfall beim Friedhof rammte ein PKW die Friedhofsmauer.

Marktfest Wildon 2013, Plakat: Josef Wurm, Bgm. Sommer und MSDir. Assinger, Fotos Marktfest: HO
Marktfest Wildon 2013, Plakat: Josef Wurm, Bgm. Sommer und MSDir. Assinger, Fotos Marktfest: HO

23.06.2013: "Wildon macht auf!"

Ein reichhaltiges Programm wurde beim Marktfest Wildon 2013 geboten. Es war ein gelungenes und gemütliches Fest bei schönem Wetter bis zum Abend.

29.07.2013: Sturm und Hitzewelle

Am späten Nachmittag des 29. Juli 2013 fegt ein Sturm durch die Steiermark. Zahlreiche Bäume und Äste fallen auf die Straßen. Auch in der Aframerstraße mußte die Freiwillige Feuerwehr einen umgestürzten Baum von der Straße beseitigen ehe die Feuerwehr zu einem Waldbrand in Kollisch gerufen wurde.

Eine Jahrhundert Hitzewelle mußten die Bewohner im Monat Juli bis 8. August 2013ertragen. Hitzerekorde wurden eingestellt und Temperaturen von über 40 Grad Celsius in Bad Deutsch Altenburg und Neusiedl gemessen. 39 Grad wurden in Leibnitz  gemessen. Es gab im Juli keinen Niederschlag. Die Maisfelder und Wiesen sind ausgetrocknet und es sind Ernteschäden zu erwarten.

Quelle: BMI
Quelle: BMI

01.10.2013

29.09.2013: Nationalratswahl

Nationalratswahl 29.09.2013, Wahlberechtigte

 2082  
 %

Gemeinde Wildon

  
Gesamtsumme abgegebene gültige und ungültige Stimmen 1286  
Summe der abgegebenen ungültigen Stimmen 17  
Summe der abgegebenen gültigen Stimmen

 

1269

o VZ

m VZ

SPÖ21%262134128
ÖVP16%20014555
FPÖ29%36430658
BZÖ4%48417
Die Grünen13%16513134
Team Stronach12%14711532
NEOS4%473512
KPÖ1%1266
Piratenpartei1%1688
Christliche Partei Ö1%844

Summe

 

1269

925

344



Hochwasserschutz Kainach, Foto: HO
Hochwasserschutz Kainach, Foto: HO

01.10.2013: Hochwasserschutz Kainach

Das Team der Raiffeisenbank Wildon-Lebring
Das Team der Raiffeisenbank Wildon-Lebring

29.10.2013: Raiffeisenbank Wildon-Lebring

Das Team der Raiffeisenbank Wildon - Lebring mit Direktor Karl Kaiser.

14.11.2013: Billa Neueröffnung

Nach kurzer Bauzeit eröffnet Billa ein neues Geschäft direkt am Hengist Kreisverkehr, Kainachtalstraße 27, Kainach ob Wildon.

SV Raiffeisen Wildon, Landesligamannschaft, Foto: Pixelmaker Robert Sommerauer
SV Raiffeisen Wildon, Landesligamannschaft, Foto: Pixelmaker Robert Sommerauer

18.11.2013: SV Raiffeisen Wildon

Essen auf Rädern Team mit Elektromobil
Essen auf Rädern Team mit Elektromobil

20.11.2013: Essen auf Rädern

Essen auf Rädern nutzt ein Elektroauto für die Essenszustellung.

2014

01.01.2014: Landesgesetzblatt

Ab 01.01.2014 wird das Landesgesetzblatt Steiermark nur mehr elektronisch rechtsverbindlich kundgemacht. Das gedruckte Abo kann weiter bezogen werden, wird jedoch nur vierteljährlich ausgeliefert.
Auf www.verwaltung.steiermark.at wird ein Newsletter Service angeboten.

Kataster Pflanzenschutzgebiet Buchkogel, BH Leibnitz
Kataster Pflanzenschutzgebiet Buchkogel, BH Leibnitz

20.12.2013

01.01.2014 Pflanzenschutzgebiet Buchkogel

Die Verordnung Pflanzenschutzgebiet Buchkogel der BH Leibnitz vom 16.12.2013 tritt mit Wirksamkeit 01.01.2014 in Kraft.

Mag. Slawomir Bialkowski, Pfarre Wildon
Mag. Slawomir Bialkowski, Pfarre Wildon

01.01.2014: Provisor Mag. Bialkowski Slawomir

Provisor Mag. Bialkowski Slawomir tritt sein Amt in der Pfarre Wildon an. Geistlicher Rat Mag.Wolfgang Koschat führte Provisor am 6.1.2014 beim Sternsingergottesdienst in sein Amt ein.

Ein „Pfarrer“ in Wildon

Das Fest „Erscheinung des Herrn“, das wir landläufig als Heilige-Drei-Könige kennen, war in der Pfarre Wildon in mehrfacher Hinsicht ein Grund zu großer Freude.

Die Sternsingergruppen, die drei Tage durch die Dörfer zogen und für viele Projekte sammelten, feierten im Gottesdienst den erfolgreichen Abschluss. Ein großer Chor unter Leitung von Magdalena Steiner sorgte mit seinen Liedern für eine schöne Umrahmung der Feier.

In den letzten Tagen des vergangenen Jahres hat Mag. Slawomir Bialkowski eine Wohnung im renovierten Pfarrzentrum bezogen. Beim Sternsingergottesdienst am 6. Jänner 2014 wurde ihm von Dechant Mag. Wolfgang Koschat die Leitung der Pfarre Wildon als Provisor übertragen und der Schlüssel der Kirche überreicht.

Mag. Bialkowski war vor seinem Einsatz in Wildon bereits in der Pfarre Ilz und im Pfarrverband Eisenerz-Hieflau-Radmer.

Als Pastoralassistent ist Mag. Christian Löffler sowie als Pfarrsekretärin Frau Sonja Urbanz in den neuen Räumlichkeiten des Pfarrhofes tätig.

10.01.2014: IBAN- und BIC-Code: 6 weitere Monate Übergangszeit

 

Die Europäische Kommission hat entschieden, IBAN- und BIC-Code erst am 1. August 2014 statt schon am 1. Februar in Kraft treten zu lassen. Damit sollen Unterbrechungen im Zahlungsverkehr verhindert werden.

RAIBA Wildon sponsert PTS Dressen
RAIBA Wildon sponsert PTS Dressen

16.01.2014

16.01.2014: RAIBA Wildon sponsert PTS Dressen

Raiba Wildon sponsert Dressen für die Polytechnische Schule

Seit vielen Jahren beteiligt sich die Polytechnische Schule Wildon an  Fußballbewerben  für Schulen der Sekundarstufe II. So sind RB Bezirks – Hallencup oder der RB Poly-Cup  ohne die  Mannschaft der PTS Wildon kaum vorstellbar.

Groß war daher  die Freude bei Dir. Johann Wallner und Teamkapitän Christoph Kahr, als sich kurz vor dem diesjährigen Hallen-Fußballcup für Polytechnische Schulen die  RB Wildon unter Dir. Karl Kaiser und Dir. Rupert Tischler als Sponsor mit einer neuen Garnitur Dressen für das Schulteam einstellte. Derart gerüstet war es auch nicht verwunderlich, dass die Spieler der PTS beim Turnier voll motiviert auf das Parkett liefen und  nach spannenden Spielen einen guten 5. Rang erreichten.
Bildtext:

Bild 1: Überreichung der Dressen

stehend v.l.n.r.: RB Dir. Rupert Tischler, Dir. Johann Wallner, Christoph Kahr, Patrick Gollob, Alessandro Mückenröder, RB Prokurist Gerald Türha, RB Dir. Karl Kaiser

hockend v.l.n.r.: Timon Tschemmerneg, Sandro Trettnak

11.02.2014: Hochwasserschutz Planungen

Der Gemeinderat Wildon beschließt am 11.03.2014 die Auftragsvergabe zur Einreichdetailplanung für den Hochwasserschutz Kainach (rund 42.000,00 Euro) im Bereich Badesee und Grazerstraße mit einer Grundwasserstand Untersuchung (rund 31.000,00 Euro). Teile der Planungskosten werden bei Projektverwirklichung durch Fördermittel des Bundes und des Landes refundiert.

Alois Keutz
Alois Keutz

22.02.2014: Alois Keutz verstorben

Die Marktgemeinde Wildon erfüllt die traurige Pflicht, mitzuteilen, dass Herr
Alois Keutz
Ehrenzeichen in Gold und Ehrenringträger der Marktgemeinde Wildon
Langjähriger Gemeinderat und Gemeindekassier a. D.

am 22. Februar 2014 im 90. Lebensjahr verstorben ist.

Herr Alois Keutz hat sich in all seinen Funktionen mit großer Selbstlosigkeit und Engagement für die Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben eingesetzt. Für die, durch sein Wirken zum Wohle der Bevölkerung, erreichten Ziele gebührt ihm unser Dank und unsere Hochachtung. Wir werden ihn als wertvollen Menschen und guten Freund ehrend in Erinnerung behalten. Die Verabschiedung findet am Donnerstag, 27. Februar 2014, um 13:30 Uhr bei der Aufbahrungshalle Wildon statt.

Für die Marktgemeinde Wildon
Bgm. Gerhard Sommer

Foto: Ludwig Wolfgang Müller
Foto: Ludwig Wolfgang Müller

04.03.2014

04.03.2014: Ludwig Wolfgang Müller

Am Faschingdienstag, 4. März 2014, abends Kabarett "Dönermonarchie - Best of" mit Ludwig Wolfgang Müller im Schloss Wildon.

Foto: Bogenclub Wildon
Foto: Bogenclub Wildon

15.04.2014

08.03.2014: Ausgezeichnete Bogenschützen

Großartiger Beginn des Bogensportjahres 2014

Die am 7. bis 9. März 2014 stattgefundenen Steirischen Landesmeisterschaften im Indoorbogensport in Hainersdorf  waren der Auftakt um den Bogenclub Wildon-Weitendorf zum erfolgreichsten Bogensportverein der Indoorsaison zu machen. Von 136 Starten gingen insgesamt 16 Medaillen davon 6 erste Plätze an unsere Sportler.  Wir gratulieren den neuen Landesmeister Innen.

Eine Woche später wurden im Sportpark Klagenfurt die Österreichischen Staatsmeisterschaften ausgetragen. Bei diesem Bewerb werden nach der Qualifikationsrunde die Finalrunde im Head to Head Modus, einer Art KO-System, ausgetragen. Parallel dazu gab es noch einen Mannschaftsbewerb und erstmals in Österreich einen Mixed-Team-Bewerb. 

Der Bogenclub Wildon-Weitendorf war mit 16 Schützen am Start und konnte dabei 13 Medaillen erschießen. Unsere neuen Staatsmeister heißen: Harald Pöschl, Othmar Gombocz, Eva Probst, Marion Walenta und Christine Mlinaric.

Besonders erwähnenswert unsere Schützin Christine Mlinaric, sie gab ihre Abschiedsvorstellung mit dem Recurvebogen. Christine gewann den Einzelbewerb, den Mannschaftbewerb und wurde im Mixed-Team-Bewerb mit ihrem Partner zweite. In Zukunft möchte sie es mit dem Compoundbogen probieren.

Ich darf allen unseren Schützen herzlich zu ihren Erfolgen gratulieren und eine ebenso erfolgreiche  Outdoorsaison 2014 wünschen. Stefan Mlinaric, Obmann

Beim Ortsparteitag zur Fusion der Ortsgruppen Stocking Weitendorf und Wildon wird Ing. Franz Plasser zum Ortsparteiobmann und ein neuer Vorstand gewählt.

Foto: Jan Jammernegg und Mag. Horst Sattlegger
Foto: Jan Jammernegg und Mag. Horst Sattlegger

16.04.2014

14.03.2014: Jan Jammernegg bei prima la musica

Beim Landeswettbewerb „prima la musica“ am 14. März in Graz konnte der  Gitarrist  Jan Jammernegg, Schüler der Herrand-von-Wildon Musikschule (Gitarrenklasse Mag. Horst Sattlegger),  einen großen Erfolg feiern: ERSTER PREIS MIT AUSZEICHNUNG! Die feierliche Überreichung der Urkunde fand am 22. April  in der Grazer Oper statt!

Jan Jammernegg dazu:

„Heuer durfte ich beim Landeswettbewerb von prima la musica vorspielen. Es ist mir sehr gut gegangen, und ich freue mich über die gute Bewertung. Dafür bedanke ich mich ganz besonders bei meinem super Gitarrenlehrer Horst!
Und ich hoffe, dass ich bei so einem Wettbewerb wieder einmal teilnehmen kann.“

 

Foto ÖKB Wildon: Ehrenmitglied Rudolf Leitinger flankiert von Obmann Willi Peier und Protektor Altbgm. Ök.-Rat Alois Kowald
Foto ÖKB Wildon: Ehrenmitglied Rudolf Leitinger flankiert von Obmann Willi Peier und Protektor Altbgm. Ök.-Rat Alois Kowald

15.04.2014

15.03.2014: Generalversammlung ÖKB Wildon

Den erfolgreichen Weg fortsetzen - das ist der Auftrag, der sich für  den Vorstand des Kameradschaftsbundes Wildon aus dem Ergebnis der Vorstandswahl ableiten lässt. Bei der Generalversammlung am 15. März 2014 im Gasthaus Fedl wurde Obmann Wilhelm Peier von den Mitgliedern ebenso einstimmig wieder gewählt wie seine Stellvertreter Ök.-Rat Rudolf Gogg und Johann Peisl, Schriftführer Johann Eder und Kassier Ernst Stadler.

Nach einem beeindruckenden Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr durch Obmann Peier wurden in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Pfarrprovisor Mag. Slawomir Bialkowski, Bgm. Ing. Gerhard Sommer (Wildon), Vizebgm. Helga Stangl (Stocking), Fahnenmutter Bgm. i. R. Ingrid Weber, Kontrollinspektor Heimo Aldrian von der Polizeiinspektion Wildon, EOBI Ing. Karl Stumpfl, ÖKB-Bezirksobmann Franz Spreitzer und ÖKB-Bezirksobmann-Stellvertreter Georg Verschitz, verdiente Mitglieder ausgezeichnet: Für fünfzigjährige Treue zum Ortsverband Obmann Wilhelm Peier und Manfred Brunner und für sechzigjährige Mitgliedschaft Franz Frieß; mit dem Silbernen Landesverdienstkreuz Frauenreferentin Helene Peier, Kommandant DI Reinhard Rungaldier und Kommandant-Stellvertreter Franz Vogrin

Das Silberne Ehrenzeichen des Landesverbandes wurde Fähnrich Johann Fruhmann und Ehrenmitglied Johann Leitinger verliehen, das Goldene Landesverdienstkreuz Ehrenmitglied Franz Frieß. Die silberne Ehrennadel des Schwarzen Kreuzes erhielt Schrfiftführer-Stellvertreter Johann Eibler, das Goldene Ehrenzeichen des Schwarzen Kreuzes Kassier Ernst Stadler. Schussmeister Rudolf Leitinger wurde von der Versammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt

01.04.2014: Betriebsschließungen

Firma SIETEC GmbH, Hauptplatz 48 - nun Pirching am Traubenberg,
Firma Gosch & Zmugg Metallbau GmbH, Oberer Markt 106 - nun Wies, Steyeregg,
Firma Connys Imbiss, Grazer Straße 16a

03.04.2014: Seniorenbund Preisschnapsen

Am 03.04.2014 fand das Bezirks-Preisschnapsen des Seniorenbundes im Schloss Wildon statt. Hermine Lechner aus Stocking, Aug, (93) konnte mit einem Pokal und einem Geschenkskorb den Sieg unter 74 Teilnehmern erspielen.

04.04.2014

04.04.2014: Modehaus Szapacs Michael

Das Modehaus Szapacs Michael übersiedelt vom Hauptplatz 75 zur Adresse Oberer Markt 105, vormals Schlecker, Mitteregger. Als Eröffnungsaktion gibt es -20% auf die gesamte Frühjahrskollektion. Neu: Trachtenmode. Modemarken: Angels, Wrangler, Tom Tailor, Esprit, Hajo, Pioneer, Olymp.

Bürgermeister Joachim Schnabel (Präsident links) und Dr. Gernot Obersteiner (gf. Sekretär, rechts) vom Kulturpark Hengist gratulieren dem Preisträger Dr. Christoph Gutjahr.
Foto: Bürgermeister Joachim Schnabel (Präsident links) und Dr. Gernot Obersteiner (gf. Sekretär, rechts) vom Kulturpark Hengist gratulieren dem Preisträger Dr. Christoph Gutjahr.

15.04.2014

08.04.2014: Erna-Diez-Preis

Besonderen Grund zur Freude gibt dem Kulturpark Hengist die diesjährige Verleihung des Erna-Diez-Preises. Diesen Preis stiftete die Familie im Jahre 2011 zu Ehren der bedeutenden österreichischen Klassischen Archäologin Erna Diez (1913–2001), die seit 1945 an der Karl-Franzens-Universität Provinzialrömische Archäologie lehrte und 1970 ordentliche Professorin für dieses Fach wurde. Heuer sprach die Jury der Historischen Landeskommission für Steiermark diesen mit 5000 Euro dotierten Preis dem Archäologen Dr. Christoph Gutjahr zu, dem Leiter der archäologischen Projekte des Kulturparks Hengist, und würdigte auf diese Weise Gutjahrs intensive, innovative und international vernetzte Forschungen zur steirischen Archäologie und seine Vermittlungsarbeit hin zum interessierten Publikum.

Maria Szack, c photoworkers
Maria Szack, c photoworkers

11.04.2014

10.04.2014: Ehrenbürgerin Maria Szack verstorben

Die Marktgemeinde Wildon erfüllt die traurige Pflicht, mitzuteilen, dass Frau
Maria Szack
Schneidermeisterin, Ehrenbürgerin der Marktgemeinde Wildon,
geboren am 24. März 1911, am 10. April 2014 verstorben ist.

Frau Szack hat als Schneidermeisterin rund 60 Schneiderinnen ausgebildet und war 20 Jahre als Innungsmeisterin und auch als Vorsitzende der Prüfungskommission für Gesellen- und Meisterprüfungen tätig. Für die, durch ihr Wirken zum Wohle der Bevölkerung erreichten Ziele, gebühren ihr unser Dank und unsere Hochachtung.
Wir werden sie als wertvollen Menschen ehrend in Erinnerung behalten.

Das Begräbnis findet am Montag, 14. April 2014, um 14:45 Uhr in der Pfarrkirche Wildon statt.

Ing. Gerhard Sommer, Bürgermeister

12.04.2014

12.04.2014: Steir. Sänger- u. Musikantentreffen

Steir. Sänger- u. Musikantentreffen im Schloss Wildon am Samstag, 12. April 2014 mit Moderator Daniel Neuhauser und den Musikgruppen "Die Brüader", Musikschule Wildon, Voitsberger Bäuerinnenchor, Musikverein Marktkapelle Wildon und "Die Murbradler".

14.04.2014: Zirkus Venezia

Der Zirkus Venezia, Petr Wertheim, gastiert mit einem 12 x 12 Pagodenzelt beim Gasthaus Strohmaier, Oberer Markt, am 14. und 15. April 2014 in Wildon.

Fotos: FF Wildon
Fotos: FF Wildon

15.04.2014

15.04.2014: Freiwillige Feuerwehr Wildon

Aktion „Saubere Steiermark“

Wie so viele Steirerinnen und Steirer, hat sich auch die Freiwillige Feuerwehr Wildon dazu entschlossen, an der Aktion „Saubere Steiermark" teilzunehmen.Am Samstag den 05.04.2014 trafen sich 12 junge Kameradinnen und Kameraden, um mit den rosa Säcken loszuziehen - fest dazu entschlossen etwas für unsere Umwelt zu tun, und die Umgebung in Wildon von Müll zu befreien.Vielen Dank an alle, besonders an die Feuerwehrjugend, die daran teilgenommen haben! Es ist nicht selbstverständlich den Müll anderer wegzuräumen. Aber es sollte selbstverständlich sein, den Müll gleich dorthin zu geben wo er hingehört – in die ausreichend vorhandenen Mülleimer! In der Hoffnung, dass es diese Aktion, die zur Zeit „leider“ sehr wichtig ist, irgendwann nicht mehr geben muss. Bericht: LM Adelheid Vodenik

Wehrversammlung

Zur Wehrversammlung 2014 der Freiwilligen Feuerwehr Wildon konnte HBI Rudolf Grager 57 Kameradinnen und Kameraden begrüßen. Unter den zahlreichen Ehrengästen waren Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Krenn, Abschnittsbrandinspektor  Gottfried Rosenzopf, Bürgermeister der Gemeinde Wildon Ing. Gerhard Sommer, Vizebürgermeisterin der Gemeinde Stocking FF Helga Stangl und unser neuer Pfarrer Slawomir Bialkowski.Aus den Tätigkeitsberichten war zu entnehmen, das viele Stunden abseits von 9 Brandeinsätzen, 101 Technischen Einsätzen und 13 Täuschungsalarmen aufgewendet werden müssen, um einen reibungslosen Betrieb in der Feuerwehr zu gewährleisten.

Insgesamt waren dies unglaubliche 12.433 Stunden im Dienste der Freiwilligkeit. Geräte, Maschinen und Fahrzeuge müssen gewartet und repariert, Funktionsfähigkeit der Funkgeräte überprüft, Übungen durchgeführt und Ausbildungen besucht werden.

Mit großem Stolz konnte HBI Grager berichten, dass im letzten Jahr von 27 Kameradinnen und Kameraden insgesamt 69 verschiedene Kurse besucht wurden. Damit verbrachten Mitglieder der FF Wildon ganze 96 Tage in der Feuerwehr und Zivilschutzschule Lebring um sich weiterzubilden.

FM Daniel Resch, FM Daniel Schreiner, LM d. V. Peter Gostencnik und FF Heidi Vodenik erhielten im Rahmen der Wehrversammlung das Zeugnis für die Prüfung zum Gruppenkommandant. Anja Kainz wurde in den Aktivstand übernommen und trägt ab nun den Dienstgrad FF (Feuerwehrfrau). OBM d. F. Robert Merker wurde zum HBM d. F. (Hauptbrandmeister des Fachdienstes) ernannt. FM Daniel Resch und FF Heidi Vodenik  wurden zum  LM d. F. (Löschmeister des Fachdienstes) erhoben.

Feierlich angelobt wurden FM Fabian Gostencnik, FF Anja Kainz und FM Marcel Kappel.Aus den Grußworten der Ehrengäste war große Wertschätzung für die Tätigkeit der Feuerwehr zu hören. HBI Rudolf Grager schloss die Versammlung mit einem Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden – einem Dankeschön für die Bereitschaft da zu sein, wenn sie gebraucht werden –  helfen zu wollen aus Überzeugung. Bericht: LM Adelheid Vodenik

Ortsbootsübung

Bei prächtigem Frühlingswetter fand die erste Ortsbootsübung des Jahres am 29.03.2014 statt. 37 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wildon nahmen an der Wasserdienstübung teil. Dazu gesellten sich noch zahlreiche Interessierte aus der Bevölkerung. Als unerwarteten Besuch konnte unser Kommandant den Bereichsfeuerwehrkommandanten Oberbrandrat Josef Kern begrüßen. Das Feuerwehrboot wurde aus dem Winterschlaf erweckt und die Kenntnisse der Schiffsführer mit  Manövern aller Art aufgefrischt.  Bericht: LM Andreas Stumpfl

Florianisonntag

Am 04.05.2014 lädt die Freiwillige Feuerwehr Wildon zum Tag des offenen Rüsthauses. Nach dem gemeinsamen Kirchgang der drei Feuerwehren aus unserer Pfarre stehen die Türen und Tore des Rüsthauses für alle Interessierten offen. Wir freuen uns auf jeden einzelnen Besucher.

 

16.04.2014: Zirkus Saluti

Der Zirkus Salut, Ilona Schneller, gastiert mit einem 22 x 22 Meter Pagodenzelt in der Karwoche ab 16.04.2014 bei der Unteren Marktwiese gegenüber dem Bahnhof in Wildon.

22.04.2014: ÖBB P & R Vertrag

In der Gemeinderatssitzung vom 22.04.2014 wird der Vertrag mit der ÖBB Infrastruktur AG, dem Land Steiermark und der Marktgemeinde Wildon beschlossen. Die Marktgemeinde Wildon übernimmt als Gemeindestraße die Eisenbahnzufahrtstraße und wird diese in Zukunft erhalten. Die ÖBB tritt der Gemeinde dieses Straßengrundstück ab. Das Land Steiermark sorgt für die Errichtung der Straße. Gleichzeitig übernimmt die Marktgemeinde Wildon die Erhaltung der Park und Ride Anlage beim Bahnhof Wildon. P & R Anlage und Bahnhof-Mittelsteig sowie die Gleisanlagen werden bis September 2014 grundlegend umgebaut.

25.04.2014: Fetzenmarkt Musikverein

Der Musikverein Marktkapelle Wildon veranstaltet erstmalig beim ehemaligen Betriebsgelände des Fernwärme Heizwerkes Wildon, Rennweg, den Fetzenmarkt.

Frühlingslauf, Foto: LWG Plattfuß, Horst Hoier
Frühlingslauf, Foto: LWG Plattfuß, Horst Hoier

20.05.2014

27.04.2014: Frühlingslauf

 

Der diesjährige Frühlingslauf, eine Veranstaltung zum Saisonauftakt, wurde aufgrund des 20-Jahr-Jubiläums der ” Roten Nasen ” als Rote Nasen-Lauf durchgeführt. Der Vorstand der LWG Plattfuß hat daher beschlossen, für jeden Kilometer, den die Teilnehmer zurückgelegt haben, 1.00 Euro an die Organisation Rote Nasen als Spende zu übergeben. Der Betrag von 225,00 Euro, der aus der Vereinskasse bestritten wurde, ist von Bürgermeister Ing. Gerhard Sommer privat und von der Marktgemeinde Wildon um 255,00 Euro auf somit 500,00 Euro  aufgestockt worden. Dieser Betrag wird in den nächsten Tagen an die Rote Nasen-Organisation übergeben werden.

 

28.04.2014: Lebende Fackel

Gegen Mittag am 28.04.2014 übergießt sich ein Mann beim Rennweg, Wildon, mit Benzin, zündet sich an und rennt Richtung Badesee. Einsatzkräfte und Notarzt-Hubschrauber bergen den Mann.

25.05.2014: EU Parlament Wahl

Am 25.05.2014 werden die 18 österreichischen Abgeordneten zum Europäischen Parlament gewählt.

10.05.2014: Kabaret Flo & Wisch

Am 10.05.2014 treten Flo und Wisch im Kulturzentrum Schloss Wildon speziell für alle Mütter auf.

Landeswettbewerb Elektrotechnik, Fotos: PTS Wildon, Johann Wallner
Landeswettbewerb Elektrotechnik, Fotos: PTS Wildon, Johann Wallner

20.05.2014

15.05.2014: PTS Landeswettbewerb Elektrotechnik

Nach vielen Jahren Landeswettbewerb an der  LBS Eibiswald, trafen sich am 15. Mai 2014 die Vertreter der steirischen Polytechnischen Schulen in der PTS Wildon zum Landesentscheid im Fachbereich Elektrotechnik an Polytechnischen Schulen.

Das Organisationsteam rund um Projektleiter Heinz Jauk (Fa. Hereschwerke) und Dir. Johann Wallner (PTS Wildon) konnte dabei ein durchaus herausforderndes Programm für die teilnehmenden SchülerInnen bieten.

So stellte der Praxisteil mit der fachgerechten Installation einer Wechselschaltung mit Schukosteckdose in „Unter-Putz-Ausführung“ sowie der normgerechten Anfertigung einer Verlängerungsleitung für die Teilnehmer eine ansprechende Herausforderung dar.

Weiters verlangte eine erstmalig angebotene „Laborübung“ - betreut von OL
Werner Thaler (PTS Birkfeld) –  im Theorieblock neben der Beherrschung grundlegender Gesetzmäßigkeiten der Elektrotechnik in Fachrechnen und Fachtheorie auch die unmittelbare praktische Umsetzung derselben.

Eine Herausforderung der sich die Wettbewerbsteilnehmer mit Begeisterung stellten! Nach Stunden angestrengter und konzentrierter Arbeit war es schließlich Benjamin Höfler (PTS Birkfeld, 93 Punkte), der hauchdünn vor
Benjamin Loibner (PTS Deutschlandsberg, 92 Punkte)  als Landessieger 2014 feststand. Beide werden sicherlich in der Lage sein, die Steiermark beim Bundeswettbewerb Elektro, durchgeführt in der Lehrwerkstätte der VOEST in Linz, würdig zu vertreten.